Warum sieht man die dunkle Seite des Mondes auch?

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Das, was du siehst, ist der sogenannte Erdschein. 

Wie der Name schon sagt, wird der Mond von der Erde "angeleuchtet". Die Erde wird von der Sonne angestrahlt und reflektiert einen Teil dieses Licht (Albedo) an den Mond. Und dieser wiederum reflektiert das Licht auch. Das ist das ganze Geheimnis.

Der Mond reflektiert auch das Licht der Erde, zumindest einen Teil davon, und der dunkle Teil des Mondes liegt ja im Schatten und reflektiert daher kein Sonnenlicht, sondern nur das Streulicht der Erde. Daher ist auch der dunkle Teil leicht grau zu sehen und zwar am besten wenn der Mond eine Sichel ist, weil das reflektierte Sonnenlicht der Sichel am wenigsten den dunklen Teil überstrahlt.


In einer Vollmondnacht wird es (hier bei uns auf der Erde) nicht ganz dunkel, weil eben der Mond einiges von dem Licht, das er von der Sonne erhält, auch Richtung Erde zurückstrahlt. Nun stelle dir vor, du stehst auf dem Mond, und zwar auf dessen Nachtseite. Du siehst also nur den dunklen Himmel, und die Sonne überhaupt nicht (es gibt da auch kein Dämmerungslicht wie auf der Erde, wenn die Sonne mal hinter dem Horizont verschwunden ist). Aber: am sonst dunklen Himmel mit den vielen (nicht funkelnden) Sternen gibt es da eine große bläulichweiße Kugel: die Erde. Sie erscheint viel größer als der Vollmond von der Erde aus gesehen. Und diese Kugel ist zum Teil von der Sonne beleuchtet. Sie sieht also aus wie ein sehr großer, bläulich heller "Halbmond". Von diesem beleuchteten Teil der Erdoberfläche kommt relativ mehr bei dir in der Mondnacht an als für einen Menschen auf der Erde in einer Vollmondnacht !  Darum ist die nicht direkt von der Sonne beschienene Seite nicht ganz dunkel, sofern man von dort aus wenigstens die Erde sieht.

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