Warum sieht die amerikanische Architektur im Gegensatz zur deutschen Architektur des 21. Jahrhunderts in Großstädten viel besser aus?

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5 Antworten

Städte wie Köln, Frankfurt oder auch das Ruhrgebiet sieht mit den monotonen grauen Baustilen ziemlich verhunzt und unharmonisch aus.

 

Zumindest bei den Gebäuden, die nach dem 2. Weltkrieg gebaut worden sind.

Wenn ich mir aktuelle Bauprojekte anschaue, dann halte ich diese durchaus für architektonisch wertvoll.

Den Rest geben Bebauungspläne und Bauordnungen vor. In der Regel ist es in Deutschland so, dass sich eine Lückenbebauung an die Umgebung anpassen soll.

Steht dort also ein grauer Betonklotz, dann wird daneben ein ähnlicher errichtet.

NaiverJuengling 21.02.2017, 18:33

Wenn ich mir aktuelle Bauprojekte anschaue, dann halte ich diese durchaus für architektonisch wertvoll.

Gibt es da einige Beispiele?

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ChristianLE 22.02.2017, 08:28
@NaiverJuengling

Auf Anhieb fällt mir da die Elbphilharmonie in Hamburg ein.

Weitere Beispiele sind der Kö-Bogen und der Medienhafen in Düsseldorf oder das Sony-Center in Berlin.

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In den USA wird auch nicht alles super sein, es kommt  auf die Staaten und Städte an , die man hier wie dort als Vergleich heranzieht.Es gibt dort heruntergekommene Industriestädte , ebenso die Elendsviertel z.B. der Farbigen und Mexikaner in den Südstaaten oder verlassene Siedlungen aus der letzten Finanzkriese Es waren die USA zuerst, wo es diese no go- Areas gab.Deutsche Städte , die durch den 2.Weltkrieg in Mitleidenschaft gezogen worden waren, haben in unterschiedlicher Qualität den Wiederaufbau vollzogen.Es gibt bei uns auch Vorzeigestädte z.B.  mit mittelalterlichem Stadtbild , was man aus den USA z.B. nicht kennt ,oder mit moderner Architektur, wie z.B.  Berlin, München, Hamburg.Deutschland hatte nach dem Krieg das Handycap ,  viele Avantgarde-Architekten und mit ihnen architektonische Qualität verloren zu haben da diese  vor dem Krieg in die USA emigrierten, wie z.Bsp. Mies v.d.Rohe, Gropius . Es galt  nach dem Krieg den Wiederaufbau in kurzer Zeit zu stemmen und den kulturellen und wirtschaftlichen Rückschritt aufzuholen.


Regionen sind von unterschiedlichen Architekturstilen, Zeiten, Geschichten und Planungen geprägt. Dies bringt aber auch jeder Region seine eigene architektonische Identität. 

Was nun besser oder schlechter aussieht, ist meiner Meinung nach Geschmacksache. Ich finde, dass wir in Deutschland viele schöne Städte haben und allgemein auch unsere Architektur oft schöner ist, als die in den USA. 

Von Amerikanern hörte ich schon, dass es hier viel moderner als bei ihnen aussähe. Aber auch dies ist wohl ihr persönlicher Geschmack gewesen. 

Wahrscheinlich warst du noch nie in den USA und kennst nur Postkartenmotive. 

Die Mehrzahl der Städte - sei es Philadelphia, Cleveland, St. Louis, Denver, Indianapolis, Milwaukee, Houston, Pittsburgh, Atlanta, Phoenix, Detroit und Dutzende mehr - besteht aus gesichtslosen Bürobauten im Zentrum, einige wenige haben ein paar historische Straßenzüge, außerhalb des Zentrums erstmal nur Parkplätze, Autobahnen, verfallene Industrieruinen, leerstehende Wohnhäuser, Baracken, Abholmärkte und Shopping Malls in riesigen Betonkisten, zusätzlich viele völlig ungenutzte Flächen. Dazwischen und noch weiter außerhalb Wohnviertel vom Reißbrett, meist bestehend aus Einfamilienhäusern. Die Landschaft ist zersiedelt und verschandelt, innovative Architektur ist selten. 

Eine Stadtplanung wie in Europa existiert meist nicht. 

Positive Ausnahmen sind allenfalls New York, Chicago und San Francisco und Städte wie Boston, Seattle und Portland.

Der 2.Weltkrieg hat die Architekturentwicklung unterbrochen. Der Neuanfang war ärmlich.

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