Warum sieden Süßgetränke wie Eistee und Osaft schneller als normales Wasser?

4 Antworten

Was meinst Du mit "sieden schneller"?

Sieden bei tieferer Temperatur? Tun sie nicht.
Die 8% Zucker erhöhen den Siedepunkt minimal, geschätzt um 0,5 K.

Benötigen weniger Energiezufuhr, bis sie zu sieden beginnen? Bezogen auf gleiches Volumen - tun sie nicht.

Bezogen auf gleiche Masse ( 1 l Eistee hat ca. 1030 g) tun sie es vielleicht - aber wenn überhaupt, dann nicht so, dass der Unterschied im Schülerexperiment festzustellen wäre.

Mein Verdacht: Du hast beim Experiment nicht umgerührt, und als "Sieden" nicht den Punkt genommen, an dem die gesamte Flüssigkeit zu sieden begann, sondern nur die Flüssigkeit nahe der Gefäßwand zu sieden begann.

Durch die gelösten Stoffe steigt die Viskosität der Lösung (d.h., sie ist zähflüssiger), ohne Rühren mischt sie sich beim Erhitzen schlechter, an der Wand sind die 100 °C erreicht, obwohl es in der Mitte erst 90°C sind.

Tun sie nicht. Sie sieden bei höheren Temperaturen als 100°C. Du findest den Effekt unter dem Stichwort Ebullioskopie oder Siedepunktserhöhung.

Wasser hat die höchste spezifische Wärmekapazität und eine hohe Verdampfungswärme, das bedeutet, dass man mehr Energie benötigt um reines Wasser auf Siedetemperatur zu bringen, als ein Wasser/Zucker Gemisch. Der Zucker hat eine niedrigere Wärmekapazität, was dazu führt, dass solche Gemische entsprechend schneller erhitzt (und abgekühlt) werden können.

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Nur zur Ergänzung:

Du führst zwar weniger Energie zu, aber der Saft siedet bei einer höheren Temperatur als Wasser.

m.f.G.

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