Warum setzen scheinbar so wenige auf den Chinesischen Markt?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Die meisten Anleger folgen einer einfachen Regel (die auch ihre Berechtigung hat): Investiere in Dinge die Du kennst.
Und der chinesische Markt ist halt nicht sonderlich bekannt und transparent.

Und dann ist (meine Meinung) der chinesische Markt kein Markt in unserem marktwirtschaftlichen Sinne der sich im Rahmen von definierten Regel frei entfalten kann sondern ein politischer Markt. Die Politik bestimmt eigentlich alles. Das beginnt mit den staatlichen Anteilen an den Firmen, den Regeln sowohl für Zinsen, Arbeitskosten usw. die nur durch den Staat vorgegeben werden bis zu Regeln über Kapitalausfuhr die jederzeit geändert werden können.

Und so ist im Endeffekt auch der Kurs nur das Ergebnis von staatlichen Vorgaben und Eingriffen. Und ob eine Bilanz eines Unternehmens in unserem Sinne "ehrlich" ist mag jetzt gerade stimmen - aber es ist nicht auszuschliessen, dass die Bilanz in 3 Jahren durch Beschlüsse des Staates oder der Partei verfälscht ist. Und das ist keine gute Grundlage für eine Investition.

Aus diesem Grund bleibt für mich (und die meisten) China nur eine spekulative Beimischung. Im übrigen ähnlich wie Russland die auch einen immer stärkeren Einfluss auf die Unternehmen und die Regeln staatlicherseits ausüben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Fremde Währung, nicht so viele bekannte Unternehmen. Unklare Verflechtung von Staat und Wirtschaft (Pseudokommunismus).

Risiko ist halt höher. MSCI EM erfasst aber auch China.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von magicmike945
27.07.2016, 13:20

Gute Antwort!

0
Kommentar von jenshiller
28.07.2016, 14:02

Danke f.d. Tipp mit dem MSCI EM.

0

Das Gewinnwachstum liegt über dem der USA und Indien, flacht sich aber in den letzten Jahren ab.

Die Währung in China ist an den USD mit einer Schwankungsbreite von 0,5 % gekoppelt.

Risiko sind politische Einflüsse, die bei China nie auszuschließen sind.

Auch ticken die Chinesen (Kleinanleger) am Aktienmarkt etwas anders als Investoren bei uns, dort nimmt man gerne kleinste Gewinne mit.

Als Beimischung ist China durchaus eine Option, die jedoch nicht über 5 % von Depotwert ausmachen sollte.

Günter

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In China gibt es zum einen die Aufteilung  in  A , H , und B - Aktien, wobei  die A - Aktien.

A - Aktien sind ausländischen Großinvestoren vorbehalten, also eine politische Entscheidung inwiefern, wer dort kaufen darf.

Im übrigen ist in CHnina immer der Staat 50 % plus 1 Minimum dabei, um eben die MItspracherechte andere Investoren zu blockieren.

Das spielt bei ETF s eher eine untergeordnete Rolle, bei Fonds aber sehr wohl.


Auf der anderen Seite muß ein einem ETF eine hohes Volumen gegebn sein, sonst kann man das Geld nicht anlegen.

Außerdem bevorzugen Emiitenten in solchen Ländern aktive gemanagte Fonds, da hier meist doch ein erhebliches Wissen um die Grundvoraussetzungen des Landes  wichtig ist.

Das gleiche gilt für Brasilien - eher geringe und auch einseiitige Marktkapiatlsierung.

Le4tztlich muß auch dne kOsten für eine Fondsauflage  a ) ein entsprechendes Marktvolumen entgegen stehen und b ) der Fonds groß genug sein um die Kosten  für die Berichterstattung und Verwaltung wieder hereinzuholen.


Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq







Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke China ist zu undurchsichtig, dazu mangelnde Rechtstaatlichkeit und ein zumindest pro forma kommunistisches System, wer garantiert, dass Unternehmen nicht wieder voll verstaatlicht und Aktionäre einfach enteignet werden? Diese Bedenken hätte ich auch bei Russland, bei amerikanischen oder japanischen Unternehmen hätte ich diese Bedenken nicht, ich persönlich würde eher in die USA und Japan investieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?