Warum seid ihr vegan? Wie war eure Geschichte? Wie waren eure Anfänge?

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5 Antworten

Ich lebe seit 29 Jahren vegetarisch und seit ca. 18 Jahren vegan. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass man sich daran gewöhnt, sich um die Zusammensetzung seiner Speisen grundsätzlich selbst zu kümmern.

Im Gegensatz zu früher, als man als Veganer noch wie ein Außerirdischer angesehen wurde, gibt es heute bereits zahlreiche rein vegane Gaststätten und Lebensmittelgeschäfte sowie vegane Abteilungen in Supermärkten und vegane Angebote in vielen konventionellen Gaststätten.

Ein paar "Ausrutscher" in der Anfangsphase werden Dich sicherlich nicht von Deinem Weg abbringen. :)

Hier noch ein zusammenfassender Text über gesunde Ernährung ohne Tierprodukte:

http://bartos.info/vegan.html

Vorneweg: Ich habe kein Interesse an Diskussionen mit solchen, die mir und meinem Lebensweg keinen Respekt entgegenbringen können. Die Diskussion um den Sinngehalt dieser Ernährung gibt es bereits oft genug im Netz. Ich schildere nur meine Meinung und zwinge niemanden zu etwas.

Die Ernährungsumstellung erfolgte bei mir im Rahmen eines grundsätzlichen Umdenkens. Seit ich mich stärker mit der Philosophie und ihren Konzepten befasse, ist mir die Rationalität meines Handelns wichtiger geworden. 

Ich entscheide nicht mehr aufgrund gesellschaftlicher Konventionen (was findet die Mehrheit cool oder was ist gerade im Trend), sondern aufgrund eigener Überlegungen, die wiederum auf allen Erfahrungen basieren, die ich gesammelt habe. Und wenn ich etwas tue, muss ich auch dahinter stehen können. Meine Begründung ist relativ simpel.

Ich bin Feind von Ungerechtigkeit. Ohne Eigenverschuldung eine Benachteiligung zu erleben, ist die Definition von Ungerechtigkeit. Kein Lebewesen kann entscheiden, als was es geboren wird, dies entscheidet allerdings darüber, ob es sein Leben gestalten darf, wie es will, oder ob es vorzeitig aus dem Leben gerissen wird. Folglich liegt eine Ungerechtigkeit vor. Verhindern kann ich diese nicht, da ich auf den Konsum von Lebewesen angewiesen bin. Jedoch verlagere ich den Tod von hoch entwickelten Lebewesen auf primitivere Lebensformen und minimiere dadurch die Konsequenzen, soweit ich kann. Der Aspekt der Gesundheit ist für mich in dieser Entscheidung eher weniger relevant. Ich kann dahinter stehen, zwinge meine Philosophie allerdings niemandem auf. 

Man ist also keineswegs ein Hippy oder sonst etwas, nur weil man sich vegan ernährt. Daher finde ich die Witze gegen diese Gruppe völlig unangebracht (m.E. nur eine Strategie, um nicht selbst agieren zu müssen.) Der Verzicht fällt mir in vielen Fällen nach wie vor schwer, da diverse meiner Favoriten tierische Produkte beinhalten. Es ist (für mich) zwar nicht korrekt, dagegen zu verstoßen, aber nachvollziehbar, da wir von der Gesellschaft genau in die andere Richtung geprägt wurden und ein solches Umdenken nicht einfach ist. Daher kann ich deine Situation verstehen. 

Ich rufe mir einfach die Bilder einer Kükenschredder-Anlage oder ausgeweideter Tiere ins Gedächtnis, dann fällt mir das Ganze leichter^^

Falls du Fragen oder weiteren Sprechbedarf hast, melde dich einfach.

Also ich kann dir nur meine persönliche Meinung zu diesem Thema mitteilen: Ich halte von diesem Vegan-Trend der momentan rollt und an dem sich die Lebensmittelindustrie eine "goldene Nase" verdient nichts.

Der "homo sapiens" ist von der Evolution als Raubsäuger konzipert worden und dieser braucht tierisches Eiweiss also Fleisch, Käse, Eier. Was in Millionen Jahren gewachsen ist will man jetzt in wenigen Jahren "umkehren".

Ich kann einige Beweggründe ja durchaus nachvollziehen (Massentierhaltung, Hafermast, usw.) aber deswegen auf eine ausgewogene Ernährung (mit Fleisch und Fisch) verzichten, nein. Es gibt Möglichkeiten bewusst Fleisch und Fisch zu kaufen.

Ich schätze einmal in 20 Jahren wird sich dieser Vegantrend genauso totgelaufen haben wie z.B. "Aerobic", das kennt heute keine Sau mehr...L.G.

Einmal so nebenbei : der Mensch ist ein Omnivore. D.h. , dass wir die nötigen Nährstoffe sowohl aus Pflanzen als auch aus tierischen Produkten bekommen. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist es also durchaus sehr gesund sich (ohne irgendwelche Mangelernährung) rein pflanzlich zu ernähren . LG und einen schönen Abend noch ❤️

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@jeanettex

...dass wir die nötigen Nährstoffe sowohl aus Pflanzen als auch aus tierischen Produkten bekommen...... und dann schreibst du noch daß es sehr gesund ist, sich 'rein pflanzlich zu ernähren'. Offenbar ist dir die die pflanzliche Ernährung zu  Kopf gestiegen !

Du solltest mal wieder ein bisschen normal essen und dann funktioniert das Hirn auch plötzlich wieder! Fleisch ist wichtig! Glaub mir!!!!

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@majaohnewilli

Du solltest mal wieder ein bisschen normal essen und dann funktioniert das Hirn auch plötzlich wieder! Fleisch ist wichtig! Glaub mir!!!!

Ich glaube Dir gerne. Meine 29 Jahre vegetarische und 18 Jahre vegane Ernährung sind mir zu Kopf gestiegen. Die Pflanzen haben mein Hirn offenbar vollkommen zerfressen. Da ist wohl nichts mehr zu retten. Bloß gut, das es hier im Jenseits Computertastaturen gibt, damit ich Dir das mitteilen kann!

Aber auch Du musst unbedingt mehr Tierleichen verzehren, vielleicht gelingt es Dir dann auch noch, die Kommaregeln zu erlernen.

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**Was in Millionen Jahren gewachsen ist will man jetzt in wenigen Jahren "umkehren".**

Tja, so schnell kann der Mensch sich weiterentwickeln dank dem Gewissen, das er nun besitzt... Und immer mehr haben es bereits erfolgreich "umgekehrt". 

Der Mensch hat sich nicht für sein Essen entwickelt. Er hat nach und nach Attribute durch Mutationen erhalten, von denen manche ausschlaggebend für das Bestehen seiner Art waren (natürliche Auslese), was damals noch deutlich relevanter war als heute. Auf das Überleben des Stärksten sind wir heute nicht mehr angewiesen. Auch mit Proteinen aus pflanzlichen Quellen lassen sich durchschnittliche bis gute Vitalwerte erreichen (u.a. bei mir).

Die Alternative Ernährung erfährt durchaus gerade einen Schub, der meiner Vermutung nach allerdings nicht abebben wird. Eher pendelt sich der Wert auf einem höheren Level ein als vor einigen Jahren noch. Wer aus ethischer Überzeugung umgedacht hat, wird sich tendenziell nicht wieder der alten Lebensweise zuwenden. Lediglich bei denen, die aus Statusgründen gewechselt haben, wäre das denkbar. Auch wenn ich mich frage, wo der Status in einer von allen verspotteten Minderheit liegt.

Davon ab: Hätte der User die Diskussion um den Sinngehalt der Ernährung beabsichtigt, hätte er die Frage auch entsprechend gestellt. Der Wortlaut ist aber ein ganz Anderer.

Mit freundlichen Grüßen 

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