Warum sehen Muslime (nicht alle) Christen wie auch Juden als ungläubige obwohl alle drei Religionen zu den Söhnen Abrahams gehören und auch an den selben Gott?

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10 Antworten

Weil es im Koran steht. 

Und nein... ich sage es immer wieder. Christen und Muslime haben NICHT denselben Gott! Die Wege zu Gott zu kommen (die Errettung zu erhalten) sind vollkommen unterschiedlich! Im Christentum führt kein Weg an Jesus vorbei. Er ist das Zentrum! Im Islam ist es die Bekenntnis zu Mohammed und dem Koran und das befolgen dessen Regeln. 

Allah wird im Koran ganz anders beschrieben als der Gott der Bibel. 

Auch wenn Abraham der Stammvater beider ist.... Isaaks Blutlinie führt  zu Jesus und Ismaels Blutlinie zu Mohammed. Es ist der selber Anfang aber ein Weg führt nach rechts...der andere nach links.... es gibt kein zusammen kommen. 

Somit werden Juden und Christen logischerweise als ungläubig bezeichnet (laut Koran) weil sie dem Propheten Mohammed keinen glauben schenken. 

Danke deine Antwort war sehr hilfreich.

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Koran, Sura al-Baqara (2),17: "Ungläubig sind ja diejenigen, die sagen: „Allah ist ja al-Masīḥ, der Sohn Maryams“. Sag: Wer vermag denn gegen Allah etwas (auszurichten), wenn Er alMasīḥ, den Sohn Maryams, seine Mutter und all diejenigen, die auf der Erde sind, vernichten will?"

Koran, Sura al-Baqara (2),72: "Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gewiß, Allah ist al-Masīḥ, der Sohn Maryams“"

Koran, Sure al-Maida (5),10: "Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Insassen des Höllenbrandes."

Für die Muslime,. an die du denkst, reichen diese Qor'anverse, um zu sagen, dass Juden und Christen, die den Qor'an nicht als heilige Schrift anerkennen, ungläubig sind.

Aber wie schon von Anderen gesagt: es gibt auch andere Qor'anverse. Die einen richten sich nach diesen, die anderen nach jenen. Islam ist beides.

Laut Quran sind Juden und Christen keine Ungläubigen sondern "Leute der Schrift". Wären sie, wie bestimmte extreme Kreise behaupten, Ungläubige, müssten diese dann schon erklären, wieso dann deren Frauen zu ehelichen (ohne dass sie den Glauben wechseln müssen) und deren Speisen zu essen erlaubt sind. ... Siehe z.B. Sure 5, Vers 5.

:-))......na na na.....viele haben den Koran schon gelesen. Auch die Anhänger der Buchreligionen werden als Ungläubige bezeichnet.

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Natürlich sind Juden und Christen nach dem Koran Ungläubige und stehen unter den Moslems.  Die ersten Kalifen ließen sie leben, wenn sie als Unterworfene eine Unterwerfungssteuer zahlten und sich der Herrschaft der Moslems unterordneten. Sie durften z. B. nicht auf Pferden reiten, Juden mussten gelbe Schandabzeichen tragen (wie bei den Nazis), sie durften keine Waffen tragen, viele Berufe nicht ergreifen und und und.

Sure 5,51:"Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen)."

Deshalb darf die Moslemin keinen Juden oder Christen heiraten.

Ganz unten stehen nach islamischer Auffassung die Buddhisten, Hindus und Atheisten. Sie sind ganz lebensunwert.

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Im Koran steht das Leute der Schrift , ungläubige sind das ist richtig , wir dürfen von denen Koscher essen und von denen heiraten !!

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Weil es sich nicht nur auf den Gottesglauben bezieht, sondern auf die gesamte Glaubensbekenntnis: du musst daran glauben, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass Muhammed sav sein Diener und Gesandter ist. Glaubst du nicht daran, bist du ungläubig, ist doch logisch?

Dieses simple aber falsche Schema ist die Interpretation der Extremen. Schwarz-Weiß. Manichäisches Weltbild. ... Aber ganz so einfach ist es eben nicht. Es gibt etliche Verse im Quran, die das anders sehen. Und der Quran besteht nicht nur aus bestimmten Versen sondern aus mehr als 6000 Versen, die zusammen eine Einheit bilden: den Quran.

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Nein, ein Muslim muss daran glauben. Jeder der sich nicht als Muslim sieht/ausgibt kann an Glauben was er will. Das macht ihn noch lange nicht ungläubig. 

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Falls nicht klar ausgedrückt: Nicht jeder, der kein Muslim ist, ist ein sog. Ungläubiger. Andersgläubiger vielleicht. Aber vor allem Christen und Juden sind auch und vor allem nach dem Quran KEINE Ungläubigen. Egal was da fanatische sich Muslime nennende Extremisten und auch Islamhasser sagen.

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@mulan

@mulan, im Falle dass dein letzter Kommentar eine Reaktion auf meine Aussage war, ich bezog meinen Kommentar auf die Antwort von itsjustme. Aber eine andere Frage, an dich mulan, ist denn ein Hindu, ein Buddhist oder ein Mormone ungläubig?

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@dernese

@dernese 

Hier geht es nicht um persönliche Meinungen oder Ansichten ,hier geht es um die Fakten ,die Lehre des Islams .

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@mulan, meinst du mit Ungläubig, Kafir? Ich weiß, dass es für Christen und Juden noch die Bezeichnung Ahlu Kitab gibt, aber die gelten auch zu den Kuffar (soll keine Beleidigung sein)... Oder hast du andere Belege?

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Ganz einfach....diejenigen die alles was kein Muslim ist als "Ungläubiger" bezeichnen, gehören in der Regel dem fundamentalistischen Lager an. Hierbei geht es allerdings nicht um den Glauben an einen Gott (monothestischem Glauben), sondern vielmehr um die Ablehnung des Propheten Mohammeds.

Schauen wir uns mal die Schahada (Glaubensbekenntnis) an

Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet

Wer also an einen Gott glaubt, Mohammed aber nicht als Prophet ansieht, der ist nach Ansicht des Islam ein Ungläubiger, da er das Glaubensbekenntins nicht anerkennt.

Übrigens darf ich Dich auf einen kleinen Fehler in Deiner Fragestellung aufmerksam machen. Richtig formuliert wäre gewesen

die Anhänger der Buchreligionen Juden, Christen und Zoraristiker

  • Die Gemeinsame Berufung auf Abraham soll wohl das Gemeinschaftsgefühl der 3 Religionen stärken .Die Zugehörigkeit als eine Grosse Familie .In der Tat sind hier 3 Monotheistische Religionen zu sehen .Die vermeintlich auf einen gemeinsamen Gott hinweisen .
  • Dabei werden leider allermeist die völlig unterschiedlichen Gottes und Menschenbilder des Islams und des Christlichen Glaubens ausser acht gelassen .
  • Sicher ist, Juden und Christen haben das gleiche Gottesbild ,wobei die christliche Dreifaltigkeit noch etwas weiter differenzierte Aussagen über Gott macht als das im Alten Bund des Alten Testamentes möglich gewesen wäre .

Zwar berufen sich alle drei Religionen auf Abraham ,jedoch auf sehr unterschiedliche Art und Weise .

  • Juden sind unzweifelhaft ihren Abstammung nach die Kinder Abrahams .
  • Muslime berufen sich zwar der Abstammung nach auf Abraham ,dafür gibt es allerdings keinerlei Belege .
  • Christen berufen sich auf Abraham was den Glauben Abrahams betrifft : wer glaubt wie Abraham ist ein Kind Abrahams .So berichten es die Evangelien ,denn in GAlather 3,8 Sagte Paulus,  Kinder Abraham kann jeder werden der den glauben hat .
  • Laut Biblischem Zeugnis ist Abraham der Sohn des Terach.
  • Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf ,seinem Gott zu folgen  in eine Land ,dass er zum Erbe erhalten werde...(Hebräer 11,8)
  • Der Koran berichtet hingegen ,der Vater  von Abraham : (Ibrahim ) wäre Azar. (Sure 6,74) der Koran berichtet auch das Abraham sich in Mekka aufgehalten habe ...Er wird im Koran als erster Muslim bezeichnet . (sure 3,68-95); 4,125;6,161;83)
  • Es wird auch immer ausser acht gelassen dass der Koran Abraham als Exklusiver Stammvater beansprucht . (in scharfer Abgrenzung zum Jüdischen und zum Christlichen Glauben ..)
  • Statt Gemeinsamkeiten kommen durch das untersuchen des Abraham verstäntnis nur die Gravierenden Unterschiede zu Tage .Das Abraham Verständnis führt diese Religionen gewiss nicht zu einander... 
  • Der Islamische Rückgriff auf Abraham ist keine Gemeinsame Plattform  für den Gottesglauben von Juden und Christen gar Muslimen . 
  • Er ist vielmehr die Abkehr vom in der Bibel bezeugten  Gott Israels und des Vaters Jesus Christi.
  • Mit Hilfe der Ibrahim Geschichte setzt der Koran das  Biblische Zeugnis ,die Ganze Heilsgeschichte  des Jüdischen und folgelich des Christlichen Glaubens kühn ausser Kraft !
  • Dar Koranische und Biblische Zeugnis lassen sich nicht auf einen Nenner bringen ,sie sind einfach zu unterschiedlich und zu gegensätzlich .

Hallo Waldfrosch!

Muslime berufen sich zwar der Abstammung nach auf Abraham ,dafür gibt es allerdings keinerlei Belege .

Wie bitte?

Wessen Sohn ist denn Ismael (a.s)?

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@LoayTibi

Wessen Sohn ist denn Ismael (a.s)?

Nicht alle Araber stammen von Ismael ab. Arabisierte Völker wie Ägypter oder Marokkaner sowie nicht, von Türken, Persen, Pakistani, Bengalen, Indonesiern etc. ganz zu schweigen.

(a.s)

ʿalayhi ʾs-salām(u) (‏عليه السلام‎) „Heil sei über ihm!“ (Wikipedia)

Also wenn Ismael Gottes Heil noch nicht erlangt hat, folge ich lieber Jesus, der das Heil Gottes vermittelt.

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@LoayTibi
  • Es gibt Tatsächlich einen Sohn Namens Ismael in der Bibel . Seine Spur verliert sich in der Bibel .Genau wie die von Essau .

Es gibt keinen Beweis das Muslime von Ismael abstammen würden . So wie das die Juden von Abraham behaupten könnten .

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@Waldfrosch4

Was Esau angeht, irrst du dich. Esau, auch Edom genannt, war der Stammvater der Edomoter (1.Ms 36). Von den Römern wurden sie Idumäer genannt. Die meisten Idumäer (u.a. die Vorfahren des Königs Herdoes d.Gr.) sind von den Makkabäern zwangsweise zu Juden gemacht worden. Nicht alle sind das auf Dauer geblieben, die und die niemals judaisierten Idumäer sind später arabisiert worden.

Es gibt keinen Beweis das Muslime von Ismael abstammen würden .

Ein strenger Beweis ist wohl kaum möglich, aber da es Ismaeliter auch noch zur Zeit Davids gab, wär es schon sehr merkwürdig, wenn davon keiner arabische Nachkommen haben würde.

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@helmutwk

@helmutwk Das kann sein ! Ja , das kann dann aber nur für einen Bruchteil der Araber gelten ...

  • Koraschiten= (Mohamed ) sind auch Ismaeliten ?

Ich denke doch eher nicht ,sonst würden sie wohl nicht unterschieden ...werden ?

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@Waldfrosch4

Ob die von einem der 12 ismaelitischen Stämme abstammen, die im AT erwähnt werden (oder von mehr als einem), oder nicht, weiß vermutlich niemand.

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@LoayTibi

 Eine kleine Auswahl von Stammvätern der Araber:

Eine Reihe von Araberstämmen waren semitisch, Nachkommen Sems durch Joktan; andere waren hamitisch, d. h. Nachfahren von Ham über seinen Sohn Kusch (1Mo 10:6, 7, 26-30). Einige der Nachkommen Abrahams durch Hagar (Ismael) und Ketura* lebten schließlich ebenfalls in Arabien, ebenso die Söhne Ismaels, die „daran[gingen], von Hawila bei Schur, das vor Ägypten ist, bis nach Assyrien zu zelten“ (1Mo 25:1-4, 12-18). Auch Esaus Nachkommen, die in der Berggegend Seir wohnten, wurden zu den Arabern gezählt (1Mo 36:1-43).

*Mit der Ketura hatte Abraham nach Saras Tod noch 6 Söhne: Simran, Jokschan, Medan, Midian, Jischbak und Schuach - Vorfahren verschiedener nordarabischer Völker, die südl. und östl. von Palästina wohnten. Mohamed hatte also die Auswahl!

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@stine2412

Auch Esaus Nachkommen, die in der Berggegend Seir wohnten, wurden zu den Arabern gezählt (1Mo 36:1-43).

In welchem Vers und in welcher Bibelübersetzung hast du gefunden, dass die Nachkommen Esaus zu den Arabern gezählt wurden?

Die Nachkommen Esaus, also die Edomiter bzw. Idumäer, sind im 2.Jh. v.Chr. von den Soldaten der Makkabäer zwangsweise beschnitten und damit zu Juden gemacht worden.

Ein bekannter Idumäer war Herodes der Große, König der Juden zur Zeit von Jesu Geburt.

Mohamed hatte also die Auswahl!

Die hätte er gehabt, wenn er sich in der Bibel ausgekannt hätte. Nur das war offensichtlich nicht der Fall.

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-naivität

-unkenntnis

-fanatismus

Weil Christen/Juden nicht dem muslimischen Glauben angehören. Deswegen sind sie (aus deren Sicht) ungläubig.

Weil die in ihrem eigenen Hirnkastl gefangen sind.

Das geht aber auch vielen Christen,Juden und anderen so.

Es gibt die Bezeichnung "Engstirnigkeit" dafür.

Daß die 3 Religionen auf 3 Söhne Abrahams zurückgehen, ist unbewiesene Legende. Und selbst, wenn das so wäre, dann macht das diese Religionen weder richtiger noch vereinbarer. Am besten, man löst sich von allen Religionen, keine ist gut.

Tendenziös und penetrant überzeugend .... 

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@Waldfrosch4

EINSAME Fehlsicht von Waldfrosch4. Die wissenschaftliche Wahrheit darf man hier sagen, auch wenn es Religionen nicht in den Kram paßt. Wir befinden uns nicht mehr in Galileo´s Zeiten. Meiner Antwort fehlen jegliche Elemente von "tendenziös und penetrant".

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