Warum sehen Menschen in Serienmörder das personifizierte Böse?

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7 Antworten

@ zuFrieden24

"Viele investieren viel Zeit und Mühe in solche Taten und deren Planung, ich finde jeder der das nicht klar erkennt ist ein Kunstbanause :D "

Auch eine Einstellung.

Für mich ist das ganz sicher keine Kunst, wenn ein Serienmörder mein Kind oder andere Menschen umbringt.

Jemand der so viel Zeit für so eine Planung investiert, der macht das gewollt und geplant und nicht aus einer Notwehrsituation heraus. Der hat in meinen Augen auch kein Mitleid verdient und den trifft die Härte des Gesetzes zu recht.

Vielleicht denkst du mal anders, wenn ein dir nahestehender Mensch in die Hände eines Serienmörders kommt.

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Kommentar von zuFrieden24
20.02.2016, 14:35

Wenn ich mir die ganz normalen Menschen ansehe, wie lieblos sie in den Tag hineinleben, verstehe ich sogar, dass sie so etwas nicht nachvollziehen können. 

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vielleicht sehen menschen in serienmördern das personifizierte böse, weil sie eine menge leute über den gleichen kamm scheren- so wie du.

bei vielen serienmördern war profit motivation, das hat nichts mit liebe zu tun. wenn, dann ist dies eine liebe zu sich selbst, wobei die anderen, was sie wollen und fühlen, piep-egal ist.

ob das böse ist, darüber kann man streiten.

sicher ist einer aber nicht böse, der nicht anders handeln kann- solche fälle gibt es ja auch. ist aber auch kein trost für opfer und angehörige, wenn der mörder nicht schuldfähig ist.

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Kommentar von zuFrieden24
20.02.2016, 14:50

Kann es drehen und wenden wie ich möchte, ich komme immer wieder zum gleichen Ursprung ihrer Motivation, lediglich die Ausdrucksform ist eine Andere.  

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Es mag ja sein, dass du in darin durchaus etwas Ästhetisches erkennst,  jedoch waren/ sind die meisten Serienmörder Auftragskiller, die lediglich für Geld töten - inwiefern das noch etwas mit der "Essenz der Liebe" zu tun hat, sei dahingestellt. Die Idee, das Böse mit Schönheit oder Erhabenheit zu verbinden, ist allerdings nicht ungewöhnlich - ich empfehle dir an dieser Stelle nach der "Dunklen Romantik" zu recherchieren, bisweilen trifft man dieses Motiv auch im Expressionismus. Außerdem wird dir der Roman "Das Parfüm - Die Geschichte eines Mörders" von Patrick Süskind sicherlich gut gefallen, da hier das Spannungsverhältnis zwischen Kunst (die aber das Morden voraussetzt) und Moral aufgegriffen wird. Der Mörder agiert nicht nur als destruktive Kraft, sondern auch als konstruktives Genie, als wahrer Künstler.

Dennoch sollte man hier vorsichtig sein: Bloß weil etwas Bösem gleichzeitig eine Schönheit innewohnt, die Faszination erweckt, heißt es trotzdem nicht, dass es moralisch richtig ist. Verurteilen lässt es sich weiterhin. 

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Die Ermordung von mehreren Menschen als Kunst anzusehen, ist nun ja, geschmacklos. Und oftmals gibt es ja einen bestimmten Auslöser, weswegen Menschen zu Serienmördern werden. Oftmals aus trivialen Gründen wie Rache.  

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Kommentar von Zischelmann
21.02.2016, 23:49

Bei der Serienmörderin Aileen Wuornos aus den USA war es Rache an Männern. Jedoch es gibt auch viele Mordfälle wo es nicht um Rache geht sondern um: Frauenhass ,Vertuschung  eines Verbrechens wie Vergewaltigung, Raubmorde aus Geldgier...

und die vielen abscheulichen Morde an Kinder

Ja, das stimmt, es ist traurig, das man Morde als "Kunst" ansieht-für mich eine Verherrlichung der Mörder und ein Hohn für die Opfer.

Und deren Familien und Freunde

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Ich denke, es steckt viel leid und Schmerz dahinter. Ich sehe serienmörder eher als krank bzw schwer verstörte Menschen. Ich verstehe irgendwie sehr gut, was du meinst. Interessantes Thema!

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Weil es sehr viel einfacher ist und schneller geht als sich mit der Psyche und den Motiven auseinander zu setzen.

Viele Menschen sind kaum in der Lage über ihren Tellerand zu schauen, da kann man nicht erwarten, dass sie ein Verstehen von psychisch so sehr andersartigen auch nur in Erwägung ziehen.

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zuviel Hannibal Lecter gelesen?

Von Hass redet man da auch selten, eher von Gleichgültigkeit dem Leid anderer gegenüber

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Kommentar von zuFrieden24
20.02.2016, 14:40

Viel Liebe ins Detail trifft die Sache schon eher auf den Punkt. 

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