Warum sehen manche Lehrer so aus, als ob sie Schüler wären?

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2 Antworten

Auch Junglehrer werden älter, das Problem löst sich früher oder später von alleine.

Es gab eine Zeit, als an den Schulen der Jugendwahn herrschte (vielleicht heute auch noch). Jung-sein und jugendlich aussehen waren ein Wert an sich. Den Schulen wurde ständig vorgehalten, der Altersdurchschnitt ihres Lehrerkollegiums sei entschieden zu hoch. Man redete auch davon, dass ältere und alte Lehrer, da sie schon zu weit vom Schüleralter entfernt seien, nicht mehr richtig den Draht zu den Schülern herstellen könnten. Alten und älteren Lehrern wurde auch durch die Blume, mit zarten oder weniger zarten Andeutungen, die Pensionszeit, von der sie ja nicht mehr allzu weit entfernt seien, schmackhaft gemacht („Na, Sie haben's aber gut! Dürfen ja bald schon in Pension gehen! Sie sind ja richtig zu beneiden!“). Wenn sich solche Andeutungen häuften, sagen wir: jede Woche so ein „netter“ Kollege ankam und seine Andeutungen gerne loswerden wollte, dann musste sich der betr. (alte) Lehrer sagen, dass hier so eine Art Mobbing-Aktion im Gange war.

Solche sanften „Hinweise“ häuften sich natürlich erst recht, wenn ein alter Lehrer öfter wegen Krankheit fehlte. Meistens haben dann die betreffenden Lehrer, da sie sich dem zusätzlichen Mobbingstress nicht auch noch aussetzen wollten, das Handtuch geworfen und die vorzeitige Pensionierung (mit Abschlag) beantragt.


Andere, noch etwas jüngere Kollegen/innen, die solches beobachteten, haben dann sofort „geschaltet“. Sie sagten sich: „Mir sollte so 'was nicht passieren! Also mache ich schnell 'mal einen auf jung, laufe in Jeans herum, knöpfe das Hemd erst ab dem dritten Knopf zu, lasse mir - so möglich - die Haare lang wachsen bzw. binde sie mir zu einem Zopf, kaufe auch schnell mal Anti-Falten-Cremes und kämme mir meine Haare schön verteilt über die lichten Stellen auf dem Kopf. Schon sehe ich wie ein Schüler der Jgst. 13 aus und kann durch meine wiederhergestellte Jugend mein Ansehen bei dem Direktor, den Kollegen/innen und selbstverständlich bei den Schülerinnen und Schülern steigern.


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