Warum sehe ich im Supermarkt immer mehr plastikverpackte Früchte und Gemüse?

9 Antworten

Aus dem Weltraum sieht man den Strudel nicht das sieht man nicht mal im Boot direkt darin/drüber.

Die Verpackung ist dafür da um die Artikel zu schützen zu oft wird Obst gedrückt und gequetscht und wird dann verschmäht oder schmeckt einem dann zu Hause nicht. So kann diese Art Abfall vermindert werden.

Was du aber völlig übersiehst ist die Frage wie kommt der Kunststoff ins Meer?

In Deutschland nur dann wenn es jemand nicht schafft seinen Müll in die Mülltonne zu werfen und es irgendwo im Grünen tut.

Es gibt verschiedene Möglichkeit Kunststoffe zu recycel, die je nach aktuellem Rohstoffpreis anzutreffen sind.

Die günstigste Version ist verbrennen, erspart den Einsatz von anderen Energieträgern wie ÖL oder Gas da Restmüll heutzutage aufgrund der guten Mülltrennung nur einen geringen Brennwert hat. Kunststoffabfälle dazu und fertig. Kein Problem gängige Praxis etwa 40% des Gelben Sackes landen je nach Region in Müllverbrennungen.

Wertstoffliches Recycling, oder auch Downcycling trenne die Kunststoffe und mach aus ihnen Teile mit geringen Ansprüchen, Leitpfosten, Parkbänke.... ist schon teurer aber das Material hat ein zweites Leben.

Werkstoffliches Recycling hierfür wird sortenreiner Kunststoffabfall benötigt mit diesem Material können höherwertige Teile hergestellt werden so das diese dann auch noch ein drittes oder viertes Leben haben können. Mit jeder Stufe steigen die Anforderungen an die Aufbereitung und Sortierung und somit auch die Kosten.

Zuletzt gibt es noch das rohstoffliche Recycling hierbei kommen Verfahren wie die Pyrolyse zum Einsatz bei dem die Polymere wieder in ihre Grundbausteine zerlegt werden und die Kunststoffe völlig neu aufgebaut werden können. Sehr energieintensiv und technisch anspruchsvoll. Aktuell zu teuer.

Zudem spart Kunststoff an vielen Stellen Energie und Ressourcen zum Beispiel durch leichtere Verpackungen oder bessere Haltbarkeiten. Und bezahlen tut immer der Käufer.

Hey du!

Ich kann dir leider keine Antwort geben, sondern auch nur den Kopf schütteln. Es ist mittlerweile schwer geworden, Gemüse zu kaufen, ohne Müll zu produzieren... Und ich sehe wie du, dass es immer schlimmer wird. Mittlerweile reicht ja oft nicht mal mehr die obligatorische Folie, viele Gemüse- und Obstsorten kommen heute ja auch noch in Plastikschalen mit Folie drum rum daher... 

Ich versuche seit Jahren, das konsequent zu meiden. Aber immer geht es leider nicht. Tomaten bekomme ich zum Beispiel gar nicht mehr lose bei uns im Supermarkt. Da kann ich dann nur noch das kleinere Übel wählen und die im Karton statt die in der Styroporschale nehmen. Bei Gemüsesorten, bei denen ich weiß, dass es sie auch oft ohne Verpackung gibt, verzichte ich, wenn sie nur mit Verpackung angeboten werden (Auberginen sind bei uns meistens so erhältlich, aber ab und zu auch nur einzeln in Plastik verpackt). Manchmal hilft es auch, woanders einzukaufen: Zucchini kriege ich im Rewe meist lose, im Aldi muss ich mindestens drei nehmen und die sind dann in einem Plastiknetz (halb so teuer aber eben doppelt so Plastik). Und wenn ich dann vom Einkauf nach Hause komme, habe ich die meiste Arbeit damit, erstmal alles auszupacken, um es angemessen lagern zu können...

Ich weiß nicht, ob das was bringt, was ich da betreibe. Wahrscheinlich fällt es dem Markt nicht auf, ob ich nun Auberginen nur kaufe, wenn es sie ohne Plastik gibt. Aber wie bei so vielen Dingen muss man eben mal damit anfangen. Wenn jeder denkt, dass seine einzelne Tat nichts bewirkt, dann wird nie was passieren. Wenn aber immer mehr Leute so denken und der Markt irgendwann auf seinen Plastik-Auberginen sitzen bleibt, dann tut sich vielleicht mal was. 

Auch im Familien- und Freundeskreis kann man dafür werben. Ich hatte viele Diskussionen beim gemeinsamen Einkauf mit Freunden... Das beliebteste Argument: Man muss die Sachen einpacken, weil sie sonst im Einkaufwagen schmutzig werden. Ich frage dann immer, ob die Leute ihr Gemüse und Obst nicht waschen, bevor sie es essen!? Und ob ihnen nicht bewusst ist, wer das schon alles in der Hand hatte - da macht der Einkaufswagen das Kraut nun wirklich auch nicht mehr fett... 

Wir können alle versuchen, im Kleinen was zu tun. Um auch in großem Stil was zu erreichen, brauchen wir die Politik. Da wär am Sonntag so eine Wahl. Da könnte man eine Partei wählen, der das auch wichtig ist. Nur so am Rande... ;) 

Das Absurdeste was ich in dem Zusammenhang übrigens je gesehen habe, habe ich als Bild angehängt. Wie du sagst: Man würde lachen, wenn es nicht so traurig wäre...

Alles Liebe!

 - (Ernährung, Politik, Wirtschaft)

Hallo auch du!

Das finde ich toll, dass du so stark darauf achtest. Das versuche ich auch. Und momentan habe ich noch das Glück mehrere Supermärkte in Fußnähe zu haben, dass ich gezielt einkaufen kann. Wenn ich dann bei meiner Mutter in der Kleinstadt bin, ist es nur noch ein Supermarkt, ein weiterer mit 20min Fußweg und da kann man nicht mehr so gut ausweichen. Das kann dann leider nicht jeder so durchziehen.

Aber das versuchst nicht nur du und ich und ein paar andere, sondern zum Glück immer mehr. Jetzt, nachdem einige Jahre lang das erste Plastik in Fischen gefunden wurde, und es noch den meisten egal ist, dauerts nicht mehr lange bis die Menge bedenklich wird, was echt traurig ist, aber dann fängt hoffentlich auch die nächste Masse an nachzudenken, wenn ihre Gesundheit durch Plastik auf dem Spiel steht. Was Spielzeuge und Kleinkinder angeht, achtet man bei uns zum Glück noch auf die Zullässigkeit im hinblick auf giftige, neurodegenerative Plastikbestandteile und Beschichtungen.

Toll, dass du versuchst in deinem Umkreis etwas zu verändern. Bei der Sauberkeit/Hygiene von Eingepacktem, Umwickelten, dass dann Zuhause noch nicht mehr gewaschen werden braucht, kann ich auch nur den Kopf schütteln.

Ich fand die Anregung in einer anderen Antwort den Plastikmüll direkt vor Ort, im Supermarkt, zu lassen super. Damit umgehst vielleicht auch du dem geschilderten Problem. :) Vielleicht kann man damit auch ein Zeichen setzen. Das ist nämlich verrückt wie viel Plastikmüll ich alleine produziere, wenn ich auch versuche es zu meiden. Wenn man nur in die Drogerie geht, ist das ja unmöglich.. 

Und dieses Bild macht echt sprachlos... Hättest du mir das nicht gezeigt, hätte ich es wohl nicht glauben wollen. Danke!

Ich mag deinen Beitrag sehr, vor allem die Umleitung zur Politik und den Appell. Lieben Dank. 

Bleib wie du bist und alles Liebste! 

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@Tatitutut

Danke für deinen lieben Kommentar!

Zum Müll im Supermarkt lassen habe ich allerdings eine andere Meinung. Ich nehme "meinen" Müll dann doch lieber mit und entsorge ihn fachgerecht. Bei uns im Rewe stehen in der Gemüseabteilung Behälter für Biomüll (Kohlrabiblätter, äußere Salatblätter, ...), die immer (!) zweckentfremdet werden. Da ist immer alles mögliche drin und ich wage zu bezweifeln, dass der Müll anschließend getrennt wird. Bevor das alles also auf der Restmülldeponie landet, nehm ich es lieber mit und werf es in den Biomüll (oder wo auch immer es sonst hingehört). 

Außerdem habe ich letztens in München wieder eine Praktik gesehen, die mich sprachlos gemacht hat: Sämtlicher Müll wurde zwar getrennt, aber dann verpackt. Vor einem kleinen Supermarkt habe ich Rollwagen gesehen, die Plastik und Papier enthielten. Jeder Rollwagen (Rollbrett mit vier senkrecht nach oben stehenden Stangen) war mit Plastikfolie umwickelt. Da muss einer mit einer Rolle Frischhaltefolie drum rum gelaufen sein und die nach und nach abgewickelt haben... Wenn die das immer so machen mit ihrem Müll, dann Gute Nacht... Da entsorge ich doch lieber selber und weiß, wo es landet. 

Abgesehen von Wahlen kann man sich auch noch anderweitig engagieren. Versuchs mal bei Campact. Oder bei Foodwatch. Campact fühlt sich für alles verantwortlich, was die Politik nicht auf die Reihe kriegt. Foodwatch ist mehr für (un)gesunde Lebensmittel zuständig. Aber  beide sind offen für Missstände, die ein einzelner nicht beheben kann! Ich unterschreibe regelmäßig und manchmal mit Erfolg!

Alles Gute!

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Mich nervt nicht nur der Gebrauch von Plastik. Mich nervt die gesamte Verpackungsindustrie inzwischen.

Mit 2 Personen schaffen wir es nur mit Mühe und Not,nicht 2 komplette Restmülltonnen zu bestücken-das kann es doch nicht wirklich sein.

Und manchmal frag ich mich,ob der Verbraucher eigentlich mehr für die Verpackung zahlt als für deren Inhalt.

Ich werde in Zukunft konsequent meinen Verpackungsmüll beim Händler lassen,vielleicht wird s dann ja weniger...........

Kann den Ärger gut nachempfinden.

Die Antwort zur Frage über die Kosten wäre für mich auch mal sehr interessant! Wenn sie allein beim Unternehmen liegen würden, dann wäre das doch für sie total unnötig für Verpackung und Entsorgung zu zahlen, muss doch ein Verlust sein. Intetessant wäre auch wo verpackt wird! Vor Ort, oder bereits nach Transport, quasi kurz vor dem Supermarkt. 

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