Warum schreibt ihr U25-j. (ca) so oft, dass 1. Eltern für euch das LETZTE sind und dass es fast zum "NORMALSEIN gehört, in psychologische Behandlung zu gehen?

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6 Antworten

Es ist auffällig, dass viele Jugendliche heute über psychische Probleme klagen und eine Therapie machen. Man muss sich aber die Frage stellen, ob die Jugendlichen heutzutage wirklich mehr Probleme haben oder ob die Neuen Medien dazu geführt haben, dass es einfach viel mehr kommuniziert wird. Dazu kommt noch, dass die Kinder früher eher mal gesagt bekamen "Reiß dich zusammen", während es aktuell Trend ist, alles mögliche einem psychologischen Problem zuzuschreiben und einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Noch dazu hat sich unsere Gesellschaft zu einer Gesellschaft von Selbstdarstellern entwickelt - Facebook, Twitter, Instagram - und wer nicht irgendwie außergewöhlich ist, denkt sich vielleicht auch was aus, nur um beachtet zu werden - selbst wenn es eine psychologische Störung ist. Ich denke mal, dass es den Jugendlichen selbst oft garnicht wirklich bewusst ist, warum sie das tun.

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Hallo :)

Ich bin jetzt 25 & war noch nie bei einem Psychologen.. andererseits sind die normalsten Leute oft beim Psychologen, weil die heutige Gesellschaft mit Leistungsdruck & Ellenbogenmentalität gerade sensible Charaktere absolut an den Rand des Möglichen zwängt --------> allerdings nicht nur U25.. da muss man fair bleiben! 

Depressionen gab es übrigens schon immer, allerdings galt man früher nicht als "Depressiver", der krank ist & deswegen geheilt/therapiert werden "muss", sondern als introvertierter, schwermütiger oder "nah am Wasser gebauter" Mensch, den man dann eben in Ruhe gelassen hat. War in den meisten Fällen vllt. sogar die bessere Lösung.

Das Thema mit meinen Eltern möchte ich umgehen.. bin zwar aufgrund familiärer Probleme bei meinem Opa aufgewachsen, aber ich habe keinen Groll auf meine Eltern. Es gab halt einfach ein paar "Misslichkeiten".

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Da scheint sehr viel Wut in deiner Frage zu stecken. Du solltest dich selbst einmal fragen, warum das so ist.

Mich macht etwas anders wütend. Und zwar wenn ältere Menschen die Probleme von jüngeren als "Trend" abtun und nicht ernst nehmen. Glaubst du, nur weil jemand jung ist, machen Einsamkeit und Leistungsdruck vor ihm halt? Es ist eben auch so, dass jüngere Menschen schlechter damit zurecht kommen als ältere. Der Grund, warum so viele Jugendliche heute leiden, ist die Gesellschaft. Ihnen wird eigentrichtert, dass sie nur so viel sind, wie ihre Leistungen und ihr Erfolg. Ihnen wird gesagt, sie müssen dem Schönheitsideal entsprechen, sonst sind sie nichts wert. Von anderen in ihrem Alter bekommen sie das Gefühl, sozial ausgegrenzt zu werden, sollten sie nicht alles mitmachen. Und jetzt sag mal, wer das alles aushalten kann, ohne den geringsten Schaden davonzutragen? Depressionen sind kein neumodischer "Trend", sie sind traurige Realität.

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Ich bin U25 & ich finde nicht, dass meine Eltern das letzte sind. Ich kenne aber welche, die das behaupten. Das ist ganz einfach die Pubertät. Außerdem haben viele Eltern Probleme damit, uns loszulassen, während wir es gar nicht erwarten können, unsere Flügel auszubreiten & in die Selbstständigkeit aufzubrechen.

Psychotherapien sind insofern normal, dass es nichts Unnormales ist. Damit ist aber nicht "Es ist normal." im Sinne von "Es ist alltäglich." gemeint.

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Kommentar von kimonina2015
17.04.2016, 11:14

Oh DOCH! Wenn Psychotherapien "normal" wären, würde man sie wie morgens die Brötchen einkaufen können.

Aber die Krankenkassen bezahlen sie.

Demnach Krankheit: und krank ist krank. Und keineswegs normal.

DAS ist auch eine wichtige Botschaft:

Wer nicht seine Eltern um MIt-Entwirrung bitten will und stattdessen meint, Hormone steuern einen direkt in die Obhut von Psychotheraopeuten, beschließt, als krank zu gelten.

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Also zu den Eltern: Man versteht sich mit den halt nicht so gut, da sie immer nur das Beste für einen wollen, sich aber einfach in zu viele Sachen einmischen.

Zu den Behandlungen, also ich persönlich finde das nicht normel aber auch nicht unnormal.

LG Kayminka

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Kommentar von kimonina2015
17.04.2016, 10:29

Ja, das Beste Wollen... Nur leider ist es so, dass das sich Abwenden über ein normales Abnabeln hinaus oft mit Kränkung, Missachtung, Respektlosigkeit einhergeht. Weil Eltern als uncool gelten.

Aufgabe der Psychologen ist es dann oft, nach Jahren der Therapie mal zu gucken, warum die Eltern eigentlich keine Rolle im Leben mehr spielen (dürfen/wollen/sollen). Stattdessen einmal morgens eine Tablette Hauabundex und alles scheint gut.

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Die, die keine Probleme haben, schreiben hier nicht.

So einfach ist das.

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Kommentar von kimonina2015
17.04.2016, 10:35

Ist dir schon der Gedanke gekommen, dass es hier auch Menschen gibt, die weniger ihre Probleme lösen, sondern sich ein Bild machen wollen über die Probleme, die andere haben.

Wer antwortet hier? Wenn alle nur Probleme HÄTTEN- wären diese denn gute Berater?

Du erwatrtest gute Antworten?

Sorry, bin grad selber völlig neben der Rolle.....????

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