Warum schließen in den USA kaum Menschen eine Krankenversicherung ab?

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12 Antworten

Gegenfrage,  warum schließen in Deutschland so wenig Menschen eine angemessene Berufsunfähigkeitsversicherung ab? Die Gefahr auf Grund einer Krankheit alles zu verlieren ist nicht geringer als wegen Arzt und Krankenhauskosten zu Grunde zu gehen?

Ich sag Dir warum das so ist,  weil der Mensch zu dumm ist die Gefahr zu erkennen....  Nur wenn jemand im persönlichen Umfeld unter fehlender Vorsorge leidet werden die Menschen wach und überdenken ihre eigene Absicherung.  Ansonsten sind beide Versicherungen zu teuer um sie rechtzeitig abzuschließen.  Da spart man lieber die Beiträge und verlässt sich zumindest in Deutschland auf die Almosen des Staates (Harz IV) 

Nur weil in Deutschland Krankenversicherungspflicht herrscht, ist jeder abgesichert und seit die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung eingefroren wurde (jeder Arbeitnehmer der vor dem 1.1.1961 geboren wurde, hat noch die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung)  ist auch bei uns ein riesiges Defizit entstanden. 

Wieviele Autos wären auf deutschen Straßen ohne Haftpflichtversicherung unterwegs wenn die Behörden nicht peinlichst darauf achten würden,  dass möglichst kein Kfz ohne Versicherung am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt? Ohne Haftpflichtversicherung ein Kfz zu führen ist keine Ordnungswidrigkeit sondern eine Straftat genauso wie keine Krankenversicherung oder Pflegeversicherung zu haben.

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naja, ich hatte mal ne zeit wo ich mich "freiwillig" selbst versichern musste. diese 70 oder 80euro im monat tun dann schon weh, wenn man nicht viel hat. und wenn man selten krank ist, kommt man schonmal ins grübeln... ich würde das risiko nicht eingehen wollen. aber wenn man keine schlimmen krankheitsfälle im umfeld erlebt hat, macht man sich weniger sorgen, dass man auch selbst mal im krankenhaus landet.

vielleicht ist das für die wie mit ner werkstatt fürs auto. es kann jederzeit was passiern, und wenn man dann ne teure reparatur hat muss man das geld eben irgendwie aufkratzen.

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Kommentar von MaxNoir
04.02.2017, 01:14

70-80 Euro ist billig. Ein Selbstständiger kommt unter 300 nicht davon.

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Die Quote der Unversicherten lag bei 9.2% in 2015.

http://www.census.gov/library/publications/2016/demo/p60-257.html

Deine Annahme ist also nicht richtig.

Was Schilder hoch halten mit den Versicherten zu tun hat, ist in diesem Zusammenhang nicht schlüssig. Es geht beim Protest auch darum, dass viele Angst haben, die Versicherung wieder zu verlieren.

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Eine Krankenversicherung funktioniert nur, wenn möglichst viele gesunde Leute einzahlen, damit diejenigen, die krank werden, von dem Geld unterstützt werden können. 

Da nur wenige einzahlen, funktioniert das nicht, denn dann sind die Beiträge so hoch,  dass sich dass nur wenige leisten können. 

Ausserdem beteiligt sich der Arbeitgeber in den meisten Fällen nicht am Krankenkassenbeitrag. 

Die derzeitigen Krankenversicherungen in den USA funktionieren so wie bei uns die Privaten Krankenkassen. 

Und auch bei uns ist es keineswegs ein kleiner Teil des Einkommens. Ich bin mit meinem Mann privat versichert, wir zahlen für 2 Personen Vollversicherung ohne Zahnbehandlung knapp 1000.- € pro Monat.   

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Kommentar von schmerberg
04.02.2017, 13:03

Private Versicherungen sortieren schon vor Vertragsabschluss die Lahmen und Kranken aus bzw. vergraulen sie mit Horrortarifen.

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In den 50er Jahren, hatten bei uns auch  nicht alle eine Krankenversicherung. Als meine Mutter zur Entbindung ins Krankenhaus kam, wurde eine Kuh verkauft. Der heutige "Wohlstand" ist hart erarbeitet worden. Vermögenswirksame Leistungen, Urlaubsgeld, Kindergeld, Tarifvertrag, Betriebsrente, Unterstützung jeglicher Art sind nach und nach erstritten worden,

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Weißt du überhaupt, wie teuer eine Krankenversicherung ist? In vielen anderen Ländern übrigens noch teurer als in Deutschland! Und das macht nicht nur einen kleinen Teil des Gehalts aus! Denke mal darüber nach, dass viele Menschen sich eine Krankenversicherung schlicht und einfach nicht leisten können.

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Kommentar von Apu1234
04.02.2017, 01:06

Aha klar die Krankenversicherung kostet da soviel wie 3 Einfamilienhäuser in Deutschland 

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Weil es billiger wird im Notfall direkt zum Arzt zu gehen, als monatlich zu zahlen. Denn die Kosten kann sich fast keiner mehr fuer die ganze Familie mehr leisten.
Personen waehlen lieber das Busgeld (das man zahlen muss wenn man keine Krankenversicherung hat), denn auch das ist guenstiger als das monatliche Zahlen.

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Solltest du der englischen Sprache mächtig sein dann versuche mal dir online ein Angebot einer US-Krankenversicherung machen zu lassen! Das ist echt sch*teuer! Bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 25'000 USD oder weniger kann man das auch weg lassen. Da geht man eben wegen einer Erkältung nicht gleich zum Arzt wie hier, man ruft den Chef an und sagt das man krank ist und kommt ein, zwei Tage nicht. Bei ernsten Sachen wird dir so oder so geholfen, bekommst halt hinterher eine (saftige) Rechnung.

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Kommentar von Mirse87
04.02.2017, 01:25

Jap. Der durchschnittlich Ami fährt halt lieber nen dicken Chevy, als dass er sich um Sicherheit schert.

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Heutzutage sind schon die meisten krankenversichert. Es gibt halt Menschen die das eben nicht wollen. Wieso raucht 20% der Bevölkerung obwohl es an sich saugefährlich ist? Ist eben so. 

Weiterhin, wenn man arm ist und man hat die Wahl zwischen Krankenversicherung und einer warmen Mahlzeit mittags...da kann ich die Entscheidung schon verstehen. In allen anderen Fällen eher weniger. 

2 Dinge sollte man nie kündigen. Krankenversicherung und Haftpflicht. Lg 

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Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist die Krankenversicherung bislang eben nur das: eine Möglichkeit. Im Jahr 2011 hatten laut United States Census Bureau rund 48,6 Millionen US-Bürger keine Krankenversicherung. Das entspricht 16 Prozent der Bevölkerung.Einer der Gründe sind die enormen Gesundheitskosten in den USA. Eine durchschnittliche Familie zahlt 20 Prozent ihres Einkommens an die Krankenversicherung. Weil Ärzte oft das Doppelte für Leistungen verlangen wie ihre Kollegen in Europa, fordern auch die Versicherungen Mondpreise. Das Ergebnis lässt sich an den fehlenden oder schwarzen Zähnen vieler Geringverdiener ablesen. Erst wenn der Mund völlig vereitert ist, landen sie in der Notaufnahme. In den USA dürfen Krankenhäuser keine Notfälle ablehnen. Die Kosten übernimmt dann der Steuerzahler.

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Kommentar von stufix2000
04.02.2017, 01:14

2015 war die Quote 9.2%. Dank "Obama Care". Wie es damit weitergeht, steht in den Sternen.

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Kommentar von Apu1234
04.02.2017, 01:15

Alo erst. 9% und jzt 16 % ?

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Kommentar von stufix2000
04.02.2017, 01:25

Ich habe den Zensus Bericht verlinkt. 2011 16% ohne 2015 "nur" noch 9%

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Die können sich die Krankenversicherung nicht leisten. Müssen bei ernsten Erkrankungen (z.B. Krebs) deshalb sterben. In den USA kosten Krankenversicherungen sehr viel Geld. Denn Ärzte können weitgehend selbst bestimmen was sie für Behandlungen verlangen. Da kann eine Krankenversicherung, je nach Risiko, einige tausend Dollar pro Person kosten. Etwas billiger wird es wenn Firmen die Versicherung für ihre Mitarbeiter abschließen. Dann wird das Krankheitsrisiko gestreut. Über eine Krankenversicherung aufregen tun sich Leute die viel Geld haben und Ärzte die befürchten das ihnen jemand vorschreibt was sie für die Behandlung kassieren dürfen.

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Schlicht weil sie das Geld nicht erübrigen können.

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