Warum schließen CDU und FDP konsequent eine Koalition mit der AfD aus?

22 Antworten

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Wie sinnvoll ist diese Entscheidung?

Erst rein pragmatisch gesehen aus Sicht der CDU: Es git schon immer der Grundsatz, dass es rechts von der CDU keine etablierte Partei geben kann und damit fahren sie sehr gut. Schon jetzt greift die AfD zum Teil Wähler ab, die sonst die Mitte gewählt hätten und schaden somit der CDU. Würde die CDU die AfD durch eine Koalition salonfähig machen, würde sie noch viel mehr Wähler an sie verlieren -- einerseits nämlich die, die etwas rechts der Mitte favorisieren, andererseits die große Mitte, die dafür absolut gar kein Verständnis hätte.

Die CDU hat letztlich gar keine Wahl als ganz klar Koalitionen mit der AfD auszuschließen.

vor einer drohenden Rot-Rot-Grünen-Regierung

Jetzt noch kurz zu Mathematik und Logik: Falls Rot-rot-grün eine absolute Mehrheit im Bundestag hätte, dann kann natürlich nicht gleichzeitig auch Schwarz-gelb-blau eine Mehrheit haben. Das geht ja schon rein rechnerisch nicht auf.

Schwarz-gelb-blau könnte allenfalls eine Alternative zu Rot-grün-gelb (Ampel) sein.

Bei vielen Themen fiel auf, dass die Ansichten von CDU, FDP und AfD gar nicht so unterschiedlich sind, insbesondere bei der Wirtschaft.

Richtig, bei vielen wirtschaftlichen und konservativen Themen liegen die nicht so weit auseinander. Aber es gibt eben auch Themen, bei denen sie sehr verschiedene Ansichten haben, man denke nur an diesen Unfug mit Corona-Leugnung, an die AfD-Ablehnung der EU und des Euro und natürlich an die vielen Einzelfälle unerträglicher rechtsradikaler Aussagen von prominenten Mitgliedern.

Warum schließen CDU und FDP konsequent eine Koalition mit der AfD aus?

Weil sie aus der Geschichte gelernt haben. Die Konservativen haben Deutschland schon einmal ins Unglück gestürzt, als sie mit faschistischen Feinden der Demokratie zusammenarbeiteten, in der Hoffnung, es würde schon nicht so schlimm werden.

Außerdem würden das die meisten Wähler nicht dulden, aus gleichen Gründen, und so würden sich die beiden Parteien ihr eigenes Grab mit einer entsprechenden Koalition schaufeln.

Weil in der AfD Nazis sind und die, die es nicht stört etwas mit Nazi's zu tun zu haben. Wahrscheinlich wäre das ein grund für die linkeren, die die CDU an der Regierung akzeptieren und evtl sogar wählen ein grund diese nicht mehr zu wählen. Auf der rechten seite des politischen spektrums wird die CDU sowieso mehr akzeptiert als auf der linken. Ausserdem sind halt nazi's in der Partei und abgesehen von der Wirtschaft haben die Parteien (z.B. Europapolitik) eine nicht sehr ähnliche Meinung. Die SPD hat auch immer schön mitgespielt desalb gibt es keinen Grund dies zu wechseln. Habe ich schon erwähnt dass Nazi's in der AfD sind?

Wenn überhaupt, dann heißt es Neonazi, Rechtsextemist, etc. aber nicht Nazi.

Nazi:

Ursprünglich war es die Kurzform des Namen Ignatz (Süddeutscher Raum, Österreich). Die Abkürzung für Nationalsozialist war bis 1922 „Naso“ und nicht Nazi. Somit entstand der Begriff vornehmlich durch Journalisten und politische Gegner der Nationalsozialisten. Während die Kurzform Nazi im Ostblock verpönt war, weil es das Wort Sozialist beschmutzte, wurde und wird es in den USA inflationär als Synonym für Fanatiker verwendet. Beispielsweise als Antiraucher-Nazi, Jazz-Nazi oder auch Grammatik-Nazi. Wobei letzterer Begriff 2015 in Russland staatliche Ermittlungen auslöste.

Manchmal wird das Wort undifferenziert als Schimpfwort eingesetzt, meist um jemandem eine rassistische Gesinnung und einen Mangel an Toleranz zu unterstellen, manchmal vielleicht nur einfach so als Beleidigung. Diese undifferenzierte Verwendung beleidigt nicht nur das Gegenüber, sondern vor allem die Opfer des Naziregimes unter Adolf Hitler. Denn wenn es beliebig und inflationär eingesetzt wird, verharmlost es die Verbrechen der Nazis.

Synonyme sind: Faschist, Nationalsozialist, Rechtsextremist, Rechtsradikaler, Brauner (ugs.), Braunhemd (ugs.), Fascho (ugs.), Rechter (ugs.).

Es ist nicht ok, jeden, der die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel kritisiert, als Nazi abzustempeln. Denn Kritik gehört zu einer Demokratie dazu. Und Kritik muss eine Demokratie aushalten. Sie ist Bestandteil der Meinungsfreiheit. Auch wenn die Meinung anderer manchmal weh tut. Wir müssen also differenzieren. Und wir müssen argumentieren. Uns an Fakten halten. Behauptungen belegen bzw. Quellen nennen. Zwischen Fakt und Bewertung des Fakts unterscheiden.

https://www.gespraechswert.de/sprachwandel-der-begriff-nazi-etymologisch-betrachtet/

https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi

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@Ochee

Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Ü95er, der da Mitglied ist. Ist aber eine verschwindend geringe Personenanzahl, da sie langsam alle wegsterben.

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@Amtsschreck

Nazis sind Nazis.

Nur weil ein paar Päpste inzwischen tot sind heisst es auch nicht Neokatholisch.

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@ES1956
Nazis sind Nazis

Niemand behauptet etwas Gegenteiliges. Nur, den Begriff im falschen Kontext anzuwenden, lässt Mängel im eigenen Geschichtswissen erkennen. Den falschen Kontext in diesem Falle zu leugnen übrigens auch.

Deshalb und darüber hinaus ist vor allem dieser Satz wichtig:

Diese undifferenzierte Verwendung beleidigt nicht nur das Gegenüber, sondern vor allem die Opfer des Naziregimes unter Adolf Hitler. Denn wenn es beliebig und inflationär eingesetzt wird, verharmlost es die Verbrechen der Nazis.

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@Ochee

Stimmt. Und Faschisten, Nationalsozialisten, Rechtsextremisten, Rechtsradikale....

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@Amtsschreck

Semantischer Neonaziquatsch. Darf man Mörder nicht mehr Mörder nennen nur weil die Altnazis Massenmörder waren? Verharmlost es die im Krieg Vergewaltigten wenn man heute noch Vergewaltiger so nennt?

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@ES1956
Semantischer Neonaziquatsch.

Über solch undifferenzierte Dummschwätzerei wird die Verfasserin des Textes als Diplom-Sozialwirtin (also Soziologin), Journalistin und Entwicklerin für interkulturelle Trainings sicherlich nur müde lächeln können.

Wenn Du die AfD mit den Gräueltaten der Nazis vergleichst, kannst Du auch eine Motoryacht mit einem Überseetanker vergleichen. Sehr sinnfrei, in Bezug auf Umweltverträglichkeit oder BRT.

Ebenso sinnfrei, die AfD mit den Massenmorden des 3. Reiches zu vergleichen. Sollte jedem logisch denkendem Menschen einleuchten.

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@Amtsschreck

Niemand sagt dass die AfD nur aus Nazis besteht. Es steht nur Fest dass die allermeisten Nazis in der AfD oder in der NPD sind. Es ist trozdem problematisch, da die AfD diese Rechtsradikalen und Menschenfeindlichen leute Akzeptiert. Es ist nicht unmöglich dass es auch Nazis gibt, die bei gewisssen themen eine linke Meinung haben. Nur werden In den Meisten Parteien Nazis nicht akzeptiert. DIe AfD wird nicht grundlos vom Verfassungsschutz beobachtet

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@Amtsschreck

Ich habe Mörder mit Massenmördern 'verglichen' . Und Nazis mit Nazis. Die AfD mit Mördern assoziiert hast du, das sollte dir zu denken geben.

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@ES1956
Die AfD mit Mördern assoziiert hast du

Eben nicht. Wenn Du meinen Text korrekt interpretiert hättest, würdest Du so einen Quatsch nicht schreiben.

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@Ochee
Es steht nur Fest dass die allermeisten Nazis in der AfD oder in der NPD sind.

Was zu beweisen wäre. Nicht mal der Verfassungsschutz bezeichnet die Radikalen im Bereich der AfD als Nazis, weil es eben faktisch falsch ist.

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@Amtsschreck

Und trotzdem verbreiten sie unmissverständlich nazionalsozialistisches gedankengut

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@Ochee

Bitte nicht verallgemeinern. "Sie"? Meinst Du alle aus der AfD? Dann stimmt das sicherlich nicht. Man muss schon relativieren. Natürlich gibt es auch rechtes Gedankengut in den Meinungen von AfD-Mitgliedern und -Anhängern. Aber erstens sind es nicht alle und zweitens zu über 99% keine Nazis. Denn vermutlich würden die Ü95er sich in der Mehrheit ehr nicht politisch betätigen, falls sie eine Nazi-Vergangenheit hätten. Der Grund liegt ja wohl auf der Hand.

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@Amtsschreck
  1. mit SIe meine ich Natürlich die Nazis
  2. Es gibt achu unter 95-jährige Nazis
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@Ochee

Zu 2.: Ja, 94-jährige :-)

Nazis im korrekten Kontext sind Menschen, die 1945 mindestens Volljährig waren, also Jahrgang 1927 und älter und im nationalsozialistischem System politische, wirtschaftliche oder militärische Aufgaben wahrnahmen. Die Hitlerjugend sollte man nicht dazuzählen, da sie überwiegend aus Mitläufern bestanden, die selbst noch nicht den Horizont besaßen, die Dinge in ihrer Gänze zu verstehen.

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@Amtsschreck

Trotzdem werden in der Deutschen sprache Neonazis als Nazis bezeichnet. Das ist einfach Praktische sprachanwendung. Das ist so wie wenn man sagt das wort cool existiere nicht in der deutschen sprache nur weil es nicht im Duden steht

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@Ochee

Selbst wenn Du diesen Begriff aus Trotz (trotzdem) verwendest, macht es das nicht besser. Es ist und bleibt in diesem Kontext einfach falsch. Du nutzt das Wort von Massenmördern einfach nur ab. Was ist daran nur so schwer zu verstehen?

Diese undifferenzierte Verwendung beleidigt nicht nur das Gegenüber, sondern vor allem die Opfer des Naziregimes unter Adolf Hitler. Denn wenn es beliebig und inflationär eingesetzt wird, verharmlost es die Verbrechen der Nazis.

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Ganz einfach. Zum ersten ist auf absolut nichts was die AFD sagt verlass da die Partei sich selbst absolut uneinig ist und in vielen Themen einfach auch nur versucht an Wählerstimmen zu kommen egal was Sie da so sgaen.

Außerdem ist nicht die Frage wo man sich einig ist sondern wo man sich uneinig ist und da ist die AFD halt ganz vorne Dabei mit Dingen die keine andere Partei haben will. Das sind dann sogenannte Dealbreaker.

Das ist auch das was mich an den AFD Wählern stört. Ich weiß nicht jeder ist rechtsradikal und fremdenfeindlich aber das das für diese Personen kein Dealbreaker ist reicht mir schon das ich damit nichts zu tun haben will.

Nein, erstens würde das den Ruf dieser Parteien nach der Regierung enorm schädigen, sodass man bei den darauf folgenden Jahren enorme Stimmeneinbüßen bekommt. Wäre nicht sinnvoll!

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