Warum Schlafwandeln Menschen?

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4 Antworten

Schlafwandeln ist nicht selten, besonders in jungen Jahren, und dort meist ohne ernstere Ursachen. Wichtig ist jedoch die Erkenntnis, dass die sogenannte "schlafwandlerische Sicherheit" ein nicht ungefährlicher Irrtum ist. Schlafwandler bewegen sich meist gerade aus, selbst dann, wenn ihr Weg zu Ende ist (Absturzgefahr). Daher sollte man den Betroffenen in gefährlicher Umgebung so behutsam steuern, dass er wieder allein ins Bett findet. Das ist in der Regel auch möglich. Die Mehrzahl der Schlafwandler belassen es ohnehin bei nur geringfügigen schlafwandlerischen Aktionen. Schlafwandeln kann aber auch - besonders in weniger klarer Form - gewisse Abgrenzungsschwierigkeiten bereiten, d.h. es sind auch noch andere Ursachen bzw. Erkrankungen möglich. Die gilt es abzuklären. In therapeutischer Hinsicht sind vor allem die Aufklärung der mitunter verstörten Angehörigen, Sicherungsmaßnahmen und ggf. eine psychotherapeutische Behandlung nützlich. Eine zusätzliche Pharmakotherapie ist möglich, wenngleich umstritten. Schlafwandeln ab dem Kindesalter verliert sich meistens während der Pubertät. Zieht es sich jedoch bis ins Erwachsenenalter hinein oder beginnt dort erst, sollte man einen Psychiater zu Rate ziehen. Denn dann weist das Schlafwandeln auf unverarbeitete psychosoziale Konflikte hin.

Quelle:

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/schlafwandel.html

...Was heißt Schlafwandeln?

Schlafwandeln (wissenschaftlicher Fachausdruck: Somnambulismus) gehört zu den sogenannten Parasomnien. Das sind abnorme Ereignisse, und zwar entweder während des Schlafes oder an der Schwelle zwischen Wachsein und Schlafen. Von den verschiedenen, reichlich umständlichen Definitionen ist die einfachste:

Schlafwandeln: komplexe Verhaltensweisen im Schlaf, vom einfachen Aufsetzen bis zu konkreten Tätigkeiten im Haushalt. Am Schluss Erinnerungslosigkeit.

Wie viele Menschen sind davon betroffen?

Genaue Zahlen gibt es nicht. Etwa 10 bis 30 % aller Kinder (am häufigsten hört man die Zahl von 15 % bei den 5 - 12-Jährigen) sollen mindestens einmal in ihrem Leben im Schlaf umhergewandelt sein. Tritt dieses Phänomen mehrfach auf, reduziert sich das auf 1 bis 6 % in diesem Alter. Meist beginnt es zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr und verliert sich in etwa 70 bis 80 % bis zur Pubertät.

Im Erwachsenenalter findet man es kaum noch. Man vermutet etwa 1 bis 2,5 % erwachsene Schlafwandler. Beide Geschlechter sollen annähernd gleich betroffen sein.

Was sind die Ursachen?

Wissenschaftlich gibt es kein einheitliches Erklärungsmuster. Zumeist beginnt das Schlafwandeln innerhalb der ersten Schlaf-Stunden, also in der Regel im ersten Drittel der Nacht und während des Tiefschlafes. Bestimmte organische Reize (z. B. eine gefüllte Blase) oder äußere Beeinträchtigungen (z. B. Lärm) können die Neigung zum Schlafwandeln erhöhen.

Dasselbe gilt für psychosoziale Belastungen sowie den Konsum von Alkohol und bestimmten Medikamenten. Fiebrige Erkrankungen (vor allem im Kindesalter) sowie Ermüdung und Stress können ebenfalls bahnend wirken. Auch scheint es einen Zusammenhang zwischen Schlafwandeln und Migräne-Neigung zu geben. ...
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/schlafwandel.html

Weil im Hirn die Muskellähmung nicht ausgeschaltet ist (Normalerweise sind alle Muskeln während des Schlafes entspannt). Dann führen die Muskeln die Bewegungen, die man im Traum macht, ganz unwillkürlich aus. So werden Träume tatsächlich gelebt.

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