Warum schlägt und schreit man Kinder an?

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Weil man überfordert ist.

Ein kleines Kind kann extrem Nerven kosten, das hatte ich mit meiner Tochter. Sie hatte nicht nur einen Granitschädel, sie musste IMMER gewinnen und IMMER das letzte Wort haben. Schon als Zweijährige, ich hätte sie manchmal am liebsten gegen die Wand geklatscht. Wirklich. Ich habe es nicht getan aber manchmal war das Bedürfnis soooo groß.....

In solchen Situationen verliert der eine oder andere die Nerven und wenn nichts mehr geht, wird man handgreiflich. Das habe ich wirklich mal gemacht, ich habe meiner Tochter eine gescheuert und ich bedauere es wirklich nicht.

Die hat sich, wie eigentlich immer, wie eine Irre aufgeführt. Immer wenn wir irgendwo waren, war sie so begeistert, dass sie nicht wollte, dass der Tag endet. Kann man ja verstehen aber wenn das wirklich immer passiert, hat man irgendwann die Faxen dicke.

Als wir Freunde in Bayern besucht haben, war es wieder so weit, natürlich. Wir waren draußen mit ihr, wir waren in einem Tierpark, wir haben Eis gegessen, was weiß ich noch was alles und das Kind war begeistert.

Als wir aber Abend nach Hause wollten, hat meine Tochter eine Show abgelegt, vom feinsten.

Erst wurde gebrüllt, dann noch lauter gebrüllt, dann getobt, am Boden gewälzt und immer lauter gebrüllt. Sie hatte schon eine rot-violette Farbe im Gesicht, sah gut aus. Und als es mir gereicht hat und ich sie auf dem Arm nach Hause tragen wollte, ist die komplett ausgerastet. Das muss man echt mal erlebt haben.....

Ich habe es versucht, alle anderen haben betreten zur Seite gesehen, das kannten sie noch nicht (später hatten die dann auch Kinder....). So, als ich das Kind mitnehmen wollte, ist sie immer weggerannt. Als ich dann genug hatte und selber gegangen bin, rannte meine Tochter laut kreischend hinterher, so voller Wut, die hatte echt eine ganz andere Farbe.....

Und das ging immer so hin und her. Wollte ich sie auf den Arm nehmen, rannte sie schreiend weg, bin ich weiter gegangen, rannte sie noch lauter schreiend hinterher. Es war echt ein Witz, dass ich nicht dagegen angekommen bin. Aber als ich sie dann gekriegt habe, habe ich ihr wirklich eine gescheuert, das tat MIR gut (egal wer jetzt aufschreit) und es hat meine Tochter abgekühlt. Danach ist sie ganz normal mit uns gekommen.

Man sollte wirklich keine anderen Lebewesen schlagen, wirklich nicht. Aber manchmal verliert auch der geduldigste Mensch die Nerven, leider.

Übrigens, meine erwachsene Tochter arbeitet jetzt mit kleinen Kindern, sie sagt selber, dass sie mich jetzt versteht. Sie ist oft froh, wenn die Kinder von ihren Eltern abgeholt werden und sie sagt selber über sich, dass sie ein Arschlochkind war ;)) Wohlgemerkt, DAS sind nicht meine Worte.

Kleiner Nachtrag. Natürlich lag es an mir, dass meine Tochter so verzogen war. Meine Hündinnen sind genau so. Sie lieben mich aber ich muss erst oft laut werden bevor die sich mal bequemen zu hören.

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Ich war als Kind genauso 😂 ich war so stur, stolz und dickköpfig ....

meine Mutter hat mich aber nicht oft geschlagen, wirklich selten. Höchstens angeschrien hat sie mich, aber am Ende habe ICH immer gewonnen. War mir egal was ich dadurch alles angestellt habe. Mittlerweile aber tut sie mir Leid, da sie wegen mir wirklich oft im Stress war, sogar leicht in Depressionen ..^^

Und vielen Dank für deine Antwort :-)

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@LuzifersBae2

Ja, das kenne ich alles von meiner Tochter. Egal was war, sie musste immer gewinnen, es war echt zum Durchdrehen.

Aber es muss dir nicht leid tun, Kinder sind nun mal verschieden und auch wenn es mich richtig Nerven gekostet hat, ich hätte kein anderes Kind haben wollen. Und deiner Mutter geht es genau so, das kann ich dir garantieren.

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Ich war als Kind schlimmer & meine Mutter hat mich kein einziges Mal geschlagen.
Natürlich "beruhigen" dich Kinder wenn man sie schlägt.
Weil der Schlag niemals so weh tut , wie die Tatsache, dass eine geliebte Person Gewalt gegen einem anwendet.

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@DUHMHAITTUHTWEE

Schlimmer als meine Tochter... Egal. Es ist passiert und es tut mir nicht leid. Wirklich nicht.

Andere Dinge, schon. Wenn ich mal ungeduldig war weil ich Stress hatte oder länger arbeiten musste oder weil ihr Vater wieder Stress machte.

Das bereue ich wirklich, sie konnte nichts dafür aber die Sache im Park hätte ich nicht anders lösen können, die hätte noch lange so weiter gemacht. Wirklich, sie weiß, dass mir das nicht leid tut und sie findet es normal. Ich hätte es nicht getan wenn ich eine andere Lösung gehabt hätte.

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Zunächst ist zu bedenken, dass die Vordenker der Französischen Revolution erst den Gedanken veröffentlichten, dass es Menschenrechte geben könne. Bis dahin zählte der einzelne Mensch nicht. 

Mit diesem Gedanken entwickelte sich auch der Gedanke von Kindern als Individuen. Es war und ist eine sehr zarte Pflanze in unserer Gesellschaft. 

So war es bis zur Verbesserung der Lebensbedingungen, welche sich aus der Industriellen Revolution ergaben, Tradition, Kinder, die noch nicht arbeiten konnten, so zu wickeln, dass sie morgens nach der ersten Mahlzeit an einem Nagel aufgehängt werden konnten und sich in ein unter ihnen befindliches Gefäß entleerten. Kamen die Mütter dann nach durchschnittlich 12 Stunden Arbeit zurück, wurden die Kinder noch mal versorgt und ins Bett gelegt. 

Wer dann noch "nervte", bekam Schnaps zur Ruhigstellung. 

Das Aufhängen wurde dann relativ bald nicht mehr gelebt. Beruhigung durch Drogengabe kenne ich noch als übliche Schilderung bis in die 1980-iger Jahre hinein. 

Adenauer sagte ein Mal: 

"Um de Kinder brauchen wir uns net kümmern. Die kriejen die Leut immer."

Womit auch festgelegt wurde, dass die entstehenden Kinder-Konzentrationslager zumindest geduldet waren. Hier konnte ein Kind landen, wenn die Eltern das Jugendamt verständigten und erklärten, ihr Kind sei schwer erziehbar. Das letzte Kinder-KZ wurde 2002 auf massiven Druck der Europäischen Kommission für Menschenrechte in Westdeutschland geschlossen. 

Übrig geblieben ist ein Bundesbeauftragter gegen sexuelle Gewalt mit einem viel zu geringen Budget. Und viel zu wenig Personal. 

Schröder tat die Thematik als Gedöns ab. 

Jugendrecht liegt in der Verantwortung der Kommunen. Das ist sehr bequem für die Politik und die Gesellschaft. Denn den Kommunen wurde in den vergangenen Jahrzehnten ihr Geldhahn massiv abgedreht. Es fehlt also an vielen Ecken und Enden bei den Jugendämtern, obwohl sich das entsprechende Recht immerhin verbessert hat. 

Weiter schlussfolgert daraus, dass jeder Versuch, der Gesellschaft Kenntnisse über menschliche Entwicklung mit Breitenwirkung zu vermitteln, von Politik und ihren braven Hündchen mit dem Argument torpediert wird, es sei ja Kommunalpflicht. 

So bekommen immer noch sehr viele Eltern unvorbereitet Kinder. 

Hinzu kommt, dass Politik sehr stark dazu beigetragen hat, dass heute nur noch die Eltern, sehr oft nur noch ein Elternteil, für die Kinder zuständig ist. Das ist unnatürlich. 

Diese Unnatürlichkeit überfordert dann verständlicher Weise die Eltern. Sie sind schlicht alleine gelassen. 

Dann kommt noch hinzu, dass Politik sich gerne nach immer neuen Möglichkeiten umsieht, Menschengruppen ins Land zu holen, die von den eingangs genannten Ideen noch nie gehört haben. 

Helmut Kohl bot ja den sogenannten Russlanddeutschen von unseren Steuergeldern Kopfgeld für die Einreisebereitschaft in unser Land an. Dass er damit Menschen ins Land lockte, die von Kinderrechten oder überhaupt von Gewaltfreiheit keine Ahnung hatten und auch keine haben wollten, war bekannt. Um so mehr wurde versucht, solche Menschen anzuwerben. 

Natürlich ist tatsächlich, dass ein Kind durchaus schon früh auch von Großeltern und Onkeln und Tanten betreut wird. So sind Eltern entlastet. 

Und tatsächlich stoße ich selbst bei interessierten Menschen immer wieder auf großen Widerstand, mache ich sie darauf aufmerksam, ,dass ein Mensch in diesem unserem Staat mit dem Eintrag ins Geburtsregister Rechte hat. Grundrechte. Und diese nun mal seit 67 Jahren gelten. 

Denn wir lernen in der Regel nicht bis zur Volljährigkeit unser Rechtssystem seinem Sinn nach kennen. 

In den frühen 1970-iger Jahren haben manche Fachleute Vorschläge erarbeitet und veröffentlicht, gegen geschilderte Defizite kostengünstig vorzugehen. Das wurde von der Politik abgelehnt. War angeblich zu teuer. Tatsächlich ist Vorsorge immer günstiger als Nachsorge. Nicht nur zu diesem Thema. 

Schaust Du heute in die Statistiken der Krankenkassen Bund, also z.B. AOK Bund, BKK Bund, wirst Du die Folgen der geschilderten Mängel als psychische Erkrankungen finden. 

Kinder sind oft halt auch eigensinnig und das mit dem gegenseitigen Respekt mag auch nicht überall funktionieren. Und dann verliert vielleicht jemand einmal die Geduld.

Und das ist für dich also ein Grund das Kind anzuschreien und zu schlagen?

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An Respektlosigkeit ist man selbst Schuld, jedenfalls bis zu einem gewissen Alter. Ab einem bestimmten Alter kann man sein Kind nicht mehr 'lenken', es trifft eigene Entscheidungen und kann trotz bester Erziehung in falsche Kreise geraten und respektlos, frech und asozial werden - das ist dann aber kein 'kind' mehr

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@Lapushish

Ok, das ist etwas komplett anderes als bei uns.

Meine Tochter war die Prinzessin, das wusste sie und sie hat darauf bestanden! Sie hat mich und andere echt irre gemacht aber sie ist mir trotzdem gut gelungen.

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