Warum schenken die Menschen der Evolutionstheorie mehr Glauben als Gottes Schöpfung?

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38 Antworten

Au Backe.

Als erstes müsste man sich darüber klar werden, wie Wissenschaft überhaupt funktioniert.

Als zweites müsste man sich drüber klar werden, wie man die Bibel verstehen will - und was die biblischen Texte in ihrem eigenen Zusammenhang bedeuten und was nicht.

  • Wer nichts über den Götterglauben in Babylon weiß, mit dem sich die Juden in ihrer "babylonischen Gefangenschaft" auseinander setzten, mit deren Aberglauben usw., der wird auch nicht verstehen, was die Schöpfungstexte der Bibel bedeuten. Der wird nur Tage zählen und denken: Aha, so war es. Dabei kommt es darauf überhaupt nicht an.
  • Einfach mal beobachten: Warum wohl kommen "Sonne" und "Mond" nicht in 1. Mose 1 vor, sondern nur "das große und das kleine Licht"? Wann ungefähr ist die Sieben-Tage-Woche entstanden? Und was dachte der babylonische König, wer Gott war und wer diesen Gott als dessen Ebenbild auf der Erde vertritt? Und warum ist den Juden in 1. Mose 1 wichtig, das Gott jeden Menschen als sein Ebenbild erschaffen hat (und eben nicht nur diesen König, der vor dem Mond Angst hatte)?

Es ist so schade, wie wenig Ahnung so viele Menschen von der Zeit haben, in der die Bibel entstand.

Zum Vergleich: Wer so manchen Witz aus der Zeit der ehemaligen DDR liest, wird sich verblüfft fragen, warum über so einen Quatsch jemals jemand gelacht hat. Das wird man erst dann verstehen, wenn man die Lebensbedingungen in der damaligen DDR kennt und den subversiven Humor, der oft nur mit Andeutungen gespielt hat. Und wenn die Stasi einem eine reinwürgen wollte, konnte der Betreffende auf einer wörtlichen Sinnebene immer sagen: Was willst Du denn? Ich habe doch nur gesagt:....

Gerade die Schöpfungstexte der Bibel wird man nur dann richtig verstehen können, wenn man ihre politischen und religiösen Hintergründe ein wenig kennt. Dann merkt man sehr schnell, dass es keinesfalls um eine Ablehnung von Evolutionstheorie geht...

Aber das ist eine längere Geschichte, von denen die meisen Youtube-Filmchen zum Thema keine Ahnung haben dürften. Ebenso wenig davon, wie Wissenschaft funktioniert, und warum eine Evolutionstheorie niemals vollständig abgeschlossen sein kann sondern immer Fragen offen lassen muss.

Es ist schade, dass so viele mit "die Wissenschaft hat bewiesen" argumentieren. Weil die Wissenschaft in diesem Sinne nichts beweisen kann, sondern immer nur mehr oder weniger gute Theorien aufstellen, sie verwerfen oder verfeinern kann. Jede von der Wissenschaft geklärte Frage wirft meist 10 neue Fragen auf. Man schaue sich einfach mal die Atommodelle der letzten 150 Jahre an, um zu verstehen, was ich meine...

Also kurz: Wer in dieser Form aus Bibel und Wissenschaft einen Gegensatz macht, hat weder die Bibel noch die Wissenschaft begriffen.

Lieber Einmischer,

die Wissenschaft will messen und vergleichen, sie sieht also nur die materiellen und nicht die wichtigeren spirituellen Aspekte. Wichtiger deshalb, weil die Schöpfung ein spiritueller Aspekt ist und lange vor der materiellen Entstehung der jeweiligen Art geschehen ist, bzw. geschieht, denn die Schöpfung ist noch lange nicht beendet. Wenn man nur die materielle Seite sieht, hat es den Anschein, als hätte Darwin mit seiner Theorie recht. Tatsächlich gibt es in der materiellen Seite eine stetige Entwicklung der Arten mit "Haltepunkten", wenn die Entwicklung mit einer geistigen Schöpfung überein stimmt. Diese Art bleibt dann erhalten, bis sie ihre Aufgabe im großen Plan des Schöpfers erfüllt hat. Aus diesem Grund gibt es auch in anderen Welten gleiche Arten, wie auf unserer Erde. Sie unterscheiden sich in der Größe und in der materiellen Zusammensetzung, sowie dem Stoffwechsel, weil sie den jeweiligen Bedingungen ihrer Umgebung angepasst sind.

Sieh dir bitte mein Forum http://www.board-4you.de/v79/boards/35/ an. Dort kannst du über derartige Themen ernsthaft diskutieren.

GOTT zum Gruß,

Peter

Quandt 06.08.2010, 12:04

;-)

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Warum so viele Leute der Evolutionstheorie glauben schenken, kann ich dir nicht beantworten, aber vielleicht, warum ICH daran glaube. Der Wissenschaft ist es durch ihre Methoden immer wieder gelungen Dinge zu schaffen oder vorherzussagen und damit hat sie sich inmeinen Augen als relativ zuverlässig erwiesen. Außerdem bemüht sich seriöse Wissenschaft um Transparenz und Nachvollziehbarkeit, sodass jeder Fehler zu entdecken wäre. Weiterhin versucht Wissenschaft durch Zusammenarbeit von Menschen eine immer detailliertere Kenntnis von allem auf die Beine zu stellen.

Die Religion geruft sich auf unnachvollziehbare Geheimlehren, die keiner nachprüfen kann und darf und beharrt auf ihrer Richtigkeit und Absolutheit.

Mit der EvolutionsTHEORIE (weil nicht beweisbar im Experiment) ist für mich nachvollziehbar, logisch und glaubhafter als die religiösen Geschichten (welche Religion ist denn nun die 'Richtige').

Im Laufe der Zeit hab ich mich ja schon damit abgefunden, dass viele lieber an einen oder auch mehrere Götter glauben und das für richtig halten - das ist ihr gutes Recht und da will ich ihnen auch nicht reinreden. Aber dann redet bitte auch nicht der Wissenschaft rein und versucht mit irgendwelchen hanebüchenen Kindergartenpropagandavideos mit absolut verblödeten Argumenten wie 'die Zange eines Käfers sieht aus wie eine Kombizange' und populistischen Phrasen wie 'die da in ihrem wissenschaftlichen Elfenbeinturm zeigen und Normalos ja nur mal einen Fetzen' oder 'glauben Sie, dassihr Opa ein Affe war' gegen Wissenschaft Stimmmung zu machen.

Gerade solche Videos machen die Religion nämlich für mich unsympatisch. Wenn sie nämlich Recht hat, die Religion, dann werden die Menschen schon dahinter kommen. Aber durch solche unbeholfenen Rettungsversuche wird es auch nicht besser.

Wer glauben will, er soll es tun und sich nicht mit der Evolutionslehe befassen. Schließlich schau ich mir ja auch keine Horrorvideos an und rege mich hinter auf, wie man sowas gucken kann.

(Ich nehme mal an, meinen Beitrag ließt eh keiner mehr - sind ja schon 30 Seiten geschrieben hier)

2beers 20.08.2010, 16:27

Zitat Lockenzaehler: "Die Religion geruft [sic] sich auf unnachvollziehbare Geheimlehren, die keiner nachprüfen kann und darf und beharrt auf ihrer Richtigkeit und Absolutheit."

Ja, Geheimlehren gibt es tatsächlich in vielen Religionen, auch in den sogenannten christlichen Kirchen.
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"Und er brachte mich im Geist in eine Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen; und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Gräueln und der Unreinheit ihrer Unzucht, und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Hu:ren und der Gräuel der Erde. Und ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu; und ich verwunderte mich sehr, als ich sie sah." (Die Bibel; Offenbarung 17, Verse 3-5; Übersetzung: Schlachter 2000)
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Bei Jesus gibt es das allerdings nicht.

"Jesus antwortete: Was ich gelehrt habe, ist überall bekannt. Denn ich habe in aller Öffentlichkeit gepredigt, in den Synagogen und im Tempel, wo es jeder hören kann. Niemals habe ich im geheimen etwas anderes gelehrt." (Die Bibel; Johannes 18, Vers 20; Übersetzung: Hoffnung für alle)

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Lockenzaehler 20.08.2010, 22:59
@2beers

Ja, sind ne Menge Rechtschreibfehler drin - tut mir Leid.

Bei Bibelzitaten werden ja zumeist Übersetzung verwendet - bei wortgenauen Interpretationen von Bibelstellen allerdings kann man das nicht machen - sondern man muss auf die ürsprüngliche Fassung zurück gehen und die ist auf Latein oder Griechisch. Daher ist jede Übersetzung immer auch eine Interpretation - wie allerdings wo übersetzt wird und warum, dass ist auch etwas, dass ich als 'Geheimlehren' bezeichnen würde. Dann werden Bibelinhalte teils nach Bedarf modernisiert um die Kirche der Zeit anzupassen - etwas, das man eigentlich nicht tun dürfte - wer das entscheidet, warum und wie es begründet wird, das würde ich ebenfalls unter 'Geheimlehren' zusammenfassen. Sicher kann man es auch anders nennen, aber das Wort klingt nun mal so schön verschwörerisch.

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2beers 21.08.2010, 00:51
@Lockenzaehler

@Lockenzaehler: Du hast recht, Bibelübersetzungen sind nicht von Pappe. Und es beginnt sogar schon eine Stufe tiefer: Bereits mit der Zusammenstellung und Gewichtung der leicht variierenden originalsprachigen Handschriften (z.B. Nestle-Aland oder Westcott & Hort) kann man Kirchenpolitik betreiben. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von Übersetzungen aus sehr unterschiedlichen Zeiten und verschiedenen Quellen, die ich gewohnheitsmäßig miteinander vergleiche. Und ein Blick in den Grundtext ist natürlich immer gut.
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Die nachträgliche Revision einer Übersetzung ist dennoch oft sinnvoll, da jede Sprache über die Jahrhunderte teils drastische Bedeutungswandel durchmacht, sodass die korrekte Übersetzung von einst allmählich irreführend wird (vgl. das Wort Glaube: http://kuerzer.de/xmwhGayw2).
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Die ursprüngliche Fassung der Bibel ist übrigens Hebräisch (Tanach bzw. Altes Testament) und Griechisch (Neues Testament). Beim Neuen Testament steckt die erste Übersetzung allerdings schon im Urtext selbst, denn die Alltagssprache von Jesus und seinen Jüngern war nicht Griechisch, sondern höchstwahrscheinlich Aramäisch.
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PS: Mein "sic" sollte keine Kritik an Deiner Rechtschreibung darstellen. Das gehört nur zu meinen Gepflogenheiten beim Zitieren auffälliger Tippfehler. Entschuldigung unnötig.

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nachdenklich30 13.11.2015, 04:35
@2beers

Das Spannende an der Bibel ist an dieser Stelle gerade Folgendes: Gegenüber dem Babylonischen Herrscher, der sich als das einzige Ebenbild von Gott Sonne verstand (wie so mancher der alten Herrscher in Assyrien oder Ägypten), und im Gegensatz zu vielen religiösen Menschen, die an Bäumen oder Sträuchern opferten oder Tieren göttliche Eigenschaften zubilligten, bestreitet der erste Schöpfungsbericht der Bibel, dass Sonne oder Mond oder Sterne irgendwie "göttlich" sind. Es sind einfach Lampen am Himmel. Und ebenso wie sie ist alles andere (Tiere, Bäume, Berge, Pflanzen usw.) nicht göttlich, sondern von Gott geschaffen.

Wenn es überhaupt Sinn macht, von Gott zu sprechen, kann er weder Sonne noch Mond noch sonst irgendein Gegenstand auf der Erde sein. Das ist der eigentliche Clou an der Schöpfungsgeschichte der Bibel: Dass sie sich radikal dagegen ausspricht, irgendeinem Ding oder Tier oder so etwas göttliches zuzusprechen, weil Gott über allem steht. Irgendwas, was man sehen kann, kann nicht Gott sein.

Und darum kann man über die Dinge/Tiere/Pflanzen Theorien anstellen, kann man die Dinge erforschen und die Theorien verfeinern oder verwerfen, ohne deswegen Blitze vom Himmel befürchten zu müssen. (Vor Blitzen und Hochspannung sollte man sich fürchten, aber jedenfalls nicht aus religiösen Gründen.)

Das einzige, dem Göttlichkeit zugesprochen wird, sind die Menschen. Und zwar alle Menschen. Das bedeutet Verantwortung und Menschenwürde.

Aber weil so wenig Menschen Ahnung haben von den Hintergründen der Entstehung der Bibel, kommt es immer wieder zu grandiosen Missverständnissen - gerade auch bei Menschen, die sich für gläubig halten. Und von Wissenschaft haben die meisten auch nur wenig Ahnung. Daher Danke für Deinen Text.

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Diese Frage ist leider keine Frage sondern eher eine Unterstellung. Fakt ist: Mit Ausnahme weniger Außenseiter ist die Evolution im Bereich der Wissenschaft DIE etablierte und allgemein anerkannte Erklärung unserer Herkunft. Dagegen ist die biblische Schöpfungslehre eine nette Sage, aber eben ohne jeden wissenschaftlichen Inhhalt. Daran ändert auch der Versuch nichts, der Schöpfungslehre mit der Bezeihnung "Intelligent Design" ein Pseudo-wissenschhaftliches Mäntelein umzuhängen.

Auch wenn Du es nicht wahrhaben willst, das sind die echten Fakten.

Deshalb stellt sich eher folggende Frage: In unserer "aufgeklärten" Gesellschaft gibt es für vieles eine wissenschaftliche Erklärung. Warum aber glauben viele Menschen sie müssten sich nicht an die Fakten halten, sondern könnnten sich eine Welt nach eigenen Wünschen zusammenbasteln. Fakten sind real. Wünsche eben nicht.

Auch das ist ein typischer Irrtum, das so viele das glauben würden. Viele glauben es nicht, weil sie nicht wirklich wissen, um was es geht. Da die Schaffung der welt in Sieben Tagen ein Gleichnis ist, also die Tage nicht genau genommen werden sollten,...genau deshakb wird jeder , der ein bisschen geologische Entwicklung der Erde und Evolutionslehre gelernt hat, merken dass beide Ansichten (Evol.theorie und Genesis der Bibel) ohnehin in Sachen Entwicklung der Erde das selbe aussagen, sogar von der Reihenfolge her. Viele verbinden mit Evol.theorie nur den Satz "Der Mensch stammt nicht vom Affen ab" o.k. - steht ja schließlich nicht so in der Bibel - also wieder nicht widersprüchliche Beschreibung auf beiden Seiten. Mehr als den Satz mit dem Affen können viele dann nicht mehr sagen, was die Evol.theorie betrifft. Das hat ja mit "Glauben an die Evoltheorie" nix zu tun. Dazu müssten die mehr Durchblick haben. Und übrigens hatten damals die Kritiker der Kirche, die die Schriften des Evolutiontheoretikers Charles Darwins lasen, diese nicht ganz und nicht richtig gelesen bevor sie scharf schossen. Das weiß man sicher. Den die Darwins Schriften hatten nicht im geringsten behauptet, das der Mensch vom Affen abstammt. Genau mit dieser Kampfbehauptung der Kirche wurde aber als Hauptsache gegen Darwin ins Feld gezogen. Er sprach nur von der "Missing Link", die deutlich zeige, dass eine Abstammung des Menschen vom Affen eben irgendwie komischer seltsamer Weise nicht nachweisbar ist. Es entsteh der Eindruck die Menschen (auch in Deutschland) würden sich sehr stark und viel von Gott abwenden. Das ist so nicht ganz richtig. Sie wenden sich von der Institution Kirche stark ab. Ich arbeite mit Menschen vieler Schichten, jeden Alters und vieler Berufsgruppen. Es ist erstaunlich, wie schwer jemand zu finden ist, der kein GLaube hat. Ich spreche aber eher sehr viel darüber mit den Leuten. Gruß Thomy

Lockenzaehler 07.08.2010, 10:56

Sehr schön zu lesen - mal ganz ohne Polemik.

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Heute habe ich ein interessantes Argument gehört. Es stammt von einem Rumänen, der genauso wie ich unter einem sozialistischen Regiment aufgewachsen ist. Er sagte: Die Kommunisten wollten uns überzeugen, daß der Mensch vom Affen abstamme, aber der Großteil der Bevölkerung hielt das für eine Lüge. Sie meinten, daß Gott die Menschen und alles Andere geschaffen hat, und daß die Sache mit der Evolutionstheorie nur dazu da war, die Leute auf ihre Seite zu ziehen.

Ein weitere These der Kommunisten war: Auch ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.

Man wollte und will auch heute ganz bewußt ohne Gott leben. Das kann man auch auf anderen Ebenen beobachten: Ehe, Familie, Erziehung, Arbeit.

Schade ist nur, daß leichtgläubig viel zu viele Leute auf diesen Zug aufspringen in der Meinung, was der Staat vorgibt, wird schon irgendwie richtig sein. Aber die Leute, die heute an der Macht sind, profitieren von den 68iger "Errungenschaften". Das muß ich nicht weiter kommentieren. Das, was wir im Osten jahrzehntelang eingetrichtert bekamen, wird auch heute wieder - natürlich unter anderem Deckmäntelchen - den Leuten auf 's Brot geschmiert! Und weil das in dieser Gesellschaftsordnung was herausragend Neues ist, schenkt man dem auch mehr Glauben als dem bisher Verkündeten.

DarkSepia 10.11.2010, 14:47

Nur weil die ET (teilweise) von Kommunisten vertreten wurden/werden, ist sie noch nicht falsch. Die Algebra wurde auch von den Nazis vertreten.

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Das ist entweder ein Fall von dem Spruch "Gottes Werk und Teufels beitrag" oder es liegt einfach daran, dass die Schöpfungsgeschichte, wie ich vor kurzem gehört habe, für einige wie ein Märchen klingt, während die Evolution ja eig. wissenschaftlich nachgewiesen wurde.

>>Warum schenken die Menschen der Evolutionstheorie mehr Glauben als Gottes Schöpfung?<<

Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie, welche die Tatsache Evolution beschreibt und immer wieder überprüft wird. Der biblische Schöpfungsmythos ist ein religiöser Glaube unter vielen, die sich gegenseitig widersprechen und die nicht empirisch überprüft werden können. Logischerweise wird der Evolutionstheorie da mehr Plausibilität zugemessen, ebenso wie Kochrezepten mehr Plausibilität zugemessen wird, als Beschwörungsformeln!

>>Ich finde es ziemlich bemerkenswert, dass die Menschen der Evolutionstheorie, die doch mittlerweile als unglaubwürdig widerlegt wurde (schaut mal bei YouTube nach und gebt Evolutionslüge oder Evolution widerlegt usw ein) mehr Glauben geschenkt wird als der Schöpfungsgeschichte der Bibel<<

Und ich frage mich, warum Menschen YouTube mehr Glauben schenken, als Wissenschaftsmagazinen. Bei YouTube kann jeder, der eine Webcam hat, seine persönliche Meinung als unwiderlegbare Tatsache verkaufen, Wissenschaftsartikel hingegen werden mehrfach von Experten überprüft!

>>Wenn man sicher etwas näher mit dem Thema beschäftigt, wird man feststellen, dass die Bibel so viel näher dran ist, und das aus dem Mund der sogenannten Wissenschaftler. Was meint Ihr?<<

Nein, es ist genau umgekehrt! alle Experten stimmen der Evolutionstheorie zu. Selbst Kreationisten erkennen die Beweislast immer mehr an, je mehr sie sich mit den Fakten beschäftigten. Deshalb machten sie ja die ID Bewegung und verlangten immer weniger, in den Schulunterricht aufgenommen zu werden.

Weil die Menschen erstens nicht mehr so verbunden sind mit Gott, wie Muslime mit Allah und zweitens, weil sich so in der Welt viel mehr erklären
kässt. Der Mensch braucht Informationen.

In der Bibel stimmen viele Dinge nicht überein.

Weil "die Menschen" in dieser Hinsicht dem Verstand den Vorzug geben. Und nun noch zu Deinen merkwürdigen Behauptungen und Verallgemeinerungen: Die Wissenschaftler beschäftigen sich doch näher mit dem Thema und stellen eben nicht fest, daß die Bibel "so viel näher dran ist", was soll also diese Behauptung? Außerdem ist es ja eben nicht so, daß "die Menschen" (also alle) der Evotheorie mehr Glauben schenken, es sei denn Du bezeichnest Dich selbst und die Kreationisten nicht als Menschen.

Seriöse Befürworter einer Theorie der Evolution weisen auf den Modellcharakter hin. Dies Modell, genau wie die des Atomes nach Niels Bohr, der speziellen und allgemeinen Relativität nach Albert Einstein, sind Versuche Phänomene, Zustände, Fälle zu erklären. Diese Modelle wurden und werden immer wieder neu formuliert. Das Ist keine Ungültigkeitserklärung, sondern hinzuziehen neuer Kenntnisse. Kombinatorisch nicht statisch. Im Gegensatz dazu Religionsgemeinschaften, die in von Generation zu Generation übermittelter Welterklärung verbleiben. Vielleicht sind die oben genannten Modelle genehmer, weil der Mensch sich die Welt selbst erklärt und Antworten geben kann. Hinzu kommt das der Erkenntnisweg nachzuvollziehen ist. Bei religiösen Bekundungen ist eine Gerichtetheit vorgegeben. Diese schränkt ein.

:D... wie lächerlich xD

du glaubst auch jeden müll der dir aufgetischt wird wenn man im hintergrund poppige musik laufen lässt oder was :D (habe das video von Hakan Kurt genommen)

also der erste abschnitt ist schon mal falsch, wenn es so anfängt braucht man garnicht weiter zu hören ... ist wie in der bibel .. da der erste abschnitt falsch ist braucht man auch nicht weiter zu lesen ...

"alle lebewesen der erde haben, seit dem moment in dem sie erschaffen worden sind die selbe gestalt, die selbe struktur, und die selben eigenarten behalten" ... er sagt ersten .. seit dem sie ERSCHAFFEN wurden ... sie wurden aber nicht erschaffen sondern haben sich herausentwickelt ...

zweitens haben sie auch nicht die selbe gestalt behalten .. siehe affenähnliche vorfahren der menschen ..

zudem geht der typ nur auf fossilien ein die "nur" einigen zehntel bis hundert millionen jahre alt sind ... außerdem weiß man nicht woher er seine angeblichen fossilien hat und ob das echte sind.

und z.b. das krokodile sich nicht verändert haben ist doch eig jedem kind klar :D ..vor allem wenn man sieht was für eine ähnlichkeit zwischen den krokodilen und den dinosauriern besteht

hätte er gezeigt wie gott damals alles erschaffen hat, währe das viel cooler geworden aber so zeigt er nur fossilien und sagt "seht ihr, die haben sich nicht verändert" ...quatsch ...

Weil die Evolutionstheorie auf Argumenten und Fakten beruht, die sich auch mal als falsch, nicht zu Ende gedacht, verdreht, aus dem Zusammenhang gerissen usw. erweisen können. Das wird alles auf den Prüfstand gestellt und diskutiert, sie ist eben darum wissenschaftlich, weil sie auch die, bisher nur rein theoretische, Widerlegung ihrer selbst beinhaltet (schaust Du mal unter "Falsifikationsprinzip") und deswegen auch immer mehr Interessenten anzieht - im Gegensatz zu allen Religionen dieser Welt, denen die Fans reihenweise davonlaufen. Das ist eben der Unterschied zu Religion und "Gotteswahn", wo alles nur auf Glaube und Vermutung basiert und Widerspruch nicht erwünscht ist, weggelabert wird, in der Vergangenheit auch schon mal mit einem Feuerchen unter dem Allerwertesten "belohnt" wurde!

Lockenzaehler 07.08.2010, 11:15

Wie immer sehr schön ;)

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Reisswolf53 07.08.2010, 23:39
@Lockenzaehler

Danke, Lockenzähler! Apropos "schön", wenn Du Gelegenheit hast, schau mal in Dresden im Hygienemuseum vorbei. Da gibt es gerade eine Ausstellung unter dem Motto "Was ist Schön". Hoch interessant!

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Praktisch... kann ich gleich die Antwort, die ich für die "eine Seite" verfasste, für die "andere Seite" hernehmen, hihi...

Das Problem ist, wie in vielen anderen Bereichen auch, dass die Bibel nur einseitig gelesen wird.

Das heißt: wortgetreu, ohne den tieferen Sinn, das unglaubliche Spektrum der Weisheit, das darin verborgen ist, auch nur annähernd zu erfassen. Und wortgetreu gelesen schließt das Eine das Andere aus.

Dabei ist es ein und dasselbe nur aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und aus unterschiedlichen Ebenen beschrieben. Die Wissenschaft ist bemüht, es aus der materiellen Ebene zu beschreiben, das was eben messbar und mit logischem Verstand nachvollziehbar ist und die Bibel beschreibt den geistigen Aspekt und letztendlich ist ALLES EINS.

Es gibt hier keine Trennung, ebensowenig wie Körper, Geist und Seele getrennt voneinander sind. Ebensowenig, wie irgendetwas voneinander getrennt existiert (wobei wir wieder bei der Quantenmechanik wären :-)

Hi Leute liest mal hier da steht ein paar infos über das Erschöpfung des Uni,hoffe verteht. Gott sagt in seinem Heiligen Buch "

" Segensreich ist Der,in Dessen Hand die Herrschaft ruht;und Er hat Macht über alle Dinge,Er der Tad erschaffen hat und das Leben,auf dass Er euch prüfe,wer von euch die besseren Taten verrichtet;und Er ist der Erhaben,der Allvergebende,Der die sieben Himmel in Schichten erschaffen hat.Keien Fehler kannst du in der Schöpfung der Allerbarmes sehen.So wende den Blick zu ihnen zurück:erblickst du irgendeinen Mangel?Dann wende den Blick abermals zum zweiten Mal zurück:so wird dein Blick nur ermüdet und geschwächt zu dir zurückkehren.Und Wir haben den unteren Himmel wahrlich mit Leuchten geschmückt,und Wir haben sie zu einem Mittel zur Bernichtung der Satane gemacht,und für sie haben Wir die Strafe des Flammenden Feuers bereitet(Sterne)und für jene die nicht an ihren Herrn glauben ist die Strafe"27:7

. Wir lesen noch dazu

"Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf dann wandte Er Sich hoheitsvoll Seinem Reich zu."57:4"Dann wandte Er sich zum Himmel,welcher noch Rauch war..."41:11"Haben die Ungläubigen nicht gesehen dass die Himmel und die Erde eine Einheit waren die Wir dann zerteilten?.."21:30
rolandratz 06.08.2010, 14:02

A M E N ...

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Schöpfung und Evolution schließen sich nicht aus, das Universum entstand vor 14 Milliarden Jahren, die Erde ist aus dem Sternenstaub früherer Supernoven vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden und diese Vorgänge finden laufend im Universum statt >siehe Hubbel< ist das nicht Beweis genung, das die Evolution noch voll im Gang ist. Erst im Paradies ist alles fertig.

Hannipuepp 06.08.2010, 00:39

Schöpfung und Evolution sind zwei absolute Gegensätze.

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Funbreakable 07.08.2010, 02:32
@Hannipuepp

Wenn du die Bibel ganz gelesen und mal ernsthaft drüber nachgedacht hättest, wüsstest du, dass Schöpfung und Evolution keine absoluten Gegensätze sind.

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Die Bibel ist ein Märchenbuch - wenn man sie aufmerksam liest, kann man nur auf den einen Gedanken kommen. Was soll das?

"Und Kain erschlug seinen Bruder Abel, Gott schickte ihn hinaus in die Welt um ihn zu strafen. Und Kain gründete nach vielen Irrungen eine Familie..."

Wo bitte kamen diese Mitglieder der Familie her - waren doch Adam und Eva, Kain und Abel die ersten Menschen..?

Alles purer erfundener Blödsinn und nur zum Märchen taugend!

B A S T A !

Hannipuepp 13.08.2010, 13:26

Vielleicht könnte man aus dieser Tatsache kurz und bündig schließen, daß es noch mehr Mitglieder dieser Familie gab?!?

Seth wurde erst gezeugt, als Adam 130 war. Erzähl mir nicht, daß ein Mann zig von Jahren abstinent bleibt! Er wurde übrigens 930 Jahre alt, ohne Kindheit.

Es gab viele Söhne und Töchter, und die Bibel schweigt über manche Tatsachen, weil sie sich erschließen lassen.

Wenn Kain Angst vor anderen Menschen hatte, bedeutet das logischerweise, daß andere Menschen da waren. Das ist doch sonnenklar!

Ich verstehe überhaupt nicht, wo hier ein Problem liegen soll.

Wolltest Du Adams Tagebuch lesen, oder was? Frag bei Mark Twain nach, aber noch so ein paar Schriften, und die Bibel bräuchte ganze Häuser zur Aufbewahrung! Man muß sich ja auch mal kurz fassen...

Offensichtliches läßt man weg, kurz, Punkt.

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weil die sich meiner meinung nach immer noch logischer anhört als das was in der bibel steht. warum sollte ich daran glauben? in der bibel werden männer 180 jahre alt und brauchen für 400km fußmarsch 40 jahre. das ist unwirklich wie ich finde.

Ganz einfach die Bibel,(woran ich auch glaube) ist ein sehr altes Buch.Da der Mensch aber sich immer weiter entwickelt,denkt er klüger und schlauer zu sein,als die Autoren,die die Bibel schrieben.Je Fortschreitender der Mensch wird,um so klüger meint er zu sein.Übrigens vor Darvin gab es die Theorie nicht.Und noch eines ist höchst interessant,in Australien gibt es eine Stadt namens Darvins die Stadt hat schon lange damit zu kämpfen mit einer Froschplage,bisher ohne Erfolg bzw.wenig Erfolg.Der Mensch will alles mit logischen Verstand erklären,da passt der Glaube nicht hinein.Man kann sich einfach nicht vorstellen,das es einen lebendigen Gott gibt,der alles erschaffen hat.Es gibt auch keinerlei Beweise,das die Erde zig Millionen Jahre alt sein soll.Die Vorstellung von einer jungen Erde also ca.6000Jahre gibt es in deren Köpfen nicht.Wissenschaft und Glaube passen zusammen wie Licht und Finsternis.

Röm.1,22 In dem sie sich für Weise hielten,sind sie zu Narren geworden.

Qualia 05.08.2010, 22:22

Hallo Ungelehrter,

sage mir doch mal, weshalb Fossilien keine Belege für das Alter der Erde sind.

Das interessiert mich brennend.

Als Sahnehäubchen obendrauf bitte ein Link zu der Froschgeschichte, vielen Dank.

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PS: Der Mann heißt Darwin.

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Gelehrter 06.08.2010, 00:55
@Qualia

Wie willst du das feststellen?Man schätzt nur.Das ist aber kein Beleg wie alt die Erde in Wirklichkeit ist.Sorry mit Darwin,meine Tastatur ist schuld.

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Progo 06.08.2010, 01:29
@Qualia

>sage mir doch mal, weshalb Fossilien keine Belege für das Alter der Erde sind - Diese Frage habe ich Dir bereits beantwortet, Soli.

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Qualia 06.08.2010, 01:31
@Progo

Bist du etwa "Gelehrter"?

Oder fühltest du dich einfach bei der Anrede "Ungelehrter" angesprochen?

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Keiner "schenkt der Entwicklungslehre Glauben", da irrst Du gewaltig! Es handelt sich um eine wissenschaftliche Theorie, die kann man für wahr halten oder für falsch, mit "Glauben" hat das nichts zu tun. Diese Theorie ist eine der am besten belegten wissenschaftlichen Theorien, sie kann in einem Leistungskurs Biologie in Stunden experimentell verifiziert werden: von "Widerlegung" keine Spur!

Im christlichen Teil der Bibel (dem Neuen Testament) ist von einer "Schöpfungsgeschichte" überhaupt nicht die Rede, nur in dem Teil (Thora, Altes Testament), das sehr lange vor der Verkündung der christlichen Lehre geschrieben wurde und die Grundlage des Judaismus darstellt. Du vergißt, daß das AT VOR-christlich, also UN-christlich ist. Für den Christen gilt daraus nur, was Jesus daraus lehrt, also etwa die Gebote.

Manche Leute lesen aus dem Alten Testament heraus, der Juden Gott Jahwe habe alle Tier- und Pflanzenarten innerhalb einer Woche erschaffen. Also müßten damals alle tausend und tausend verschiedene Arten, die in den Milliarden Jahren der Entwicklung des Lebens aufgetreten sind, nebeneinander gewandelt sein: ein schönes Gewimmel!! Urtiere, Meerechsen, Farnwälder, Dinosaurier, Mammuts, und natürlich auch Menschen. Damit wäre der Mensch neben den wenigen rezenten Arten) die älteste Spezies!! Alle anderen Millionen Arten wären ausgestorben.

Man braucht sich das nur vorzustellen, um zu sehen, daß diese Ansicht wohl nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Natürlich haben sich die Vertreter dieser Ansicht nicht richtig überlegt, was sie da eigentlich sagen, und sie tun es aus einer Art religiösem Irrtum: Was im AT steht, hat für Christen nur sehr wenig Bedeutung. Wir Christen sehen im AT nur wenige Stellen für wichtig an, nämlich jene, in denen Hinweise auf das Kommen Jesu gesehen werden können. Das AT ist die heilige Schrift des Judaismus, keineswegs des Christentums. Man kann nicht Christ sein, und zugleich an den "Gott" des Judaismus und die unchristlichen Geschichten des AT glauben. Jesus hat mit seiner revolutionären Lehre einen fundamental neuen Begriff des Göttlichen geschaffen: Nach der Dreifaltigkeitslehre ist "Gott" für den Christen das spirituelle Prinzip in der Welt, der ("Heilige") Geist, die Erkenntnisfähigkeit, die wir im "Menschensohn finden. Daher ist es auch widersinnig, von "christlich-jüdischem Abendland" zu sprechen. Das ist nur ein propagandistischer Kampfbegriff einer bestimmten Gruppe der Mosaischgläubigen (der Zionisten).

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