Warum scheint morgens und abends die Sonne?

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6 Antworten

Ich kann deine Beobachtungen nicht bestätigen. Heute zum Beispiel ist um diese Uhrzeit blauer Himmel über mir.

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Kommentar von stubenkuecken
06.03.2016, 13:31

Hier sieht man im Moment nur Wolken. Nicht eine einzige blaue Lücke.

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Das kann je nach Wetterlage tatsächlich der Fall sein. Besonders in der wärmeren Jahreshälfte bewirkt die Sonneneinstrahlung, dass sich die Luft über dem Erdboden erwärmt und aufsteigt. Steigt die Luft auf, verringert sich der Druck und die Luftmasse kühlt dabei ab. Da kühle Luft jedoch weniger Wasserdampf speichern kann als warme Luft, kondensiert irgendwann der enthaltene Wasserdampf und Wolken bilden sich. Aus diesem Grund bilden sich Wolken meist erst gegen Vormittag nach Einsetzen der Thermik und lösen sich gegen Abend wieder auf, wenn diese Vertikalbewegungen der Luft nachlassen. Gleichzeitig lässt dann auch der Wind nach. Am nächsten Vormittag beginnt das Spiel dann wieder von neuem. Allerdings funktioniert dies nur bei gewissen Wetterlagen, denn die Luft muss einigermaßen labil geschichtet sein. Bei ausgeprägten Hochdruckwetterlagen bleibt es auch tagsüber wolkenfrei und beim Aufzug einer Front bilden sich Wolken zu jeder Tageszeit.       

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Zum besseren Verständnis beginne ich meine Erklärung mit dem Spätnachmittag...

Am Spätnachmittag sinkt die Lufttemperatur aufgrund der fehlenden Sonnenenergie ab. Die Verdunstung lässt nach und setzt aus, sodass die Wolken innert kürzester Zeit in sich zusammenfallen, sofern sich keine frontalen Prozesse abspielen.

Über die Nacht nimmt die Lufttemperatur weiter ab und erreicht bis kurz vor Sonnenaufgang ein Minimum. Erst wenn die Sonne über den topographischen Horizont steigt, wird die Luft besonders in den bodennahen Schichten (bis zwei Meter über Grund) allmählich erwärmt - am schnellsten über dunklen Flächen, da geringer Albedo und somit entsprechend hohe Wärmeaufnahme.

Sobald die bodennahe Luft genügend erwärmt wurde, beginnt sie in kühlerer Umgebungsluft, etwa nahe Gewässern und Mooren, aufzusteigen, da warme Luft eine geringere Dichte hat und daher leichter ist als kalte Luft. Der Prozess des Aufsteigens warmer Luft in relativ kalter Umgebungsluft nennt sich in der Meteorologie Konvektion. Während des Aufstiegs vermischt sich das aufsteigende Luftpaket mit der Umgebungsluft, wobei sie sich abkühlt.

Ab einer gewissen Höhe ist das Kondensationsniveau erreicht. Das heisst, das ursprüngliche Luftpaket hat jetzt aufgrund der erfolgten Abkühlung die sogenannte Sättigungsmenge (= 100% relative Luftfeuchtigkeit) erreicht. Bei einem weiteren Anstieg des Luftpakets setzt demnach Kondensation ein. Dabei reichern sich an kleinsten Partikeln wie Aerosolen oder sonstigen Kondensationskernen Wasserstoffmoleküle (= H2O) an, aus denen die ersten primitiven Wassertröpfchen hervorgehen und Wolken bilden. die zu schweren Wassertropfen oder bei genügend Aufwind zu faustgrossen Hagelkörnern anwachsen können.

Solange die Verdunstung anhält, wenn also genügend Energie in Form von Wärme zur Verfügung steht, können weitere Luftpakete auf die selbe Art und Weise aufsteigen und Wolkentürme bilden, aus denen letztlich schwere Wassertropfen, Schneeflocken, Graupelkörner oder bei genügend Aufwind faustgrosse Hagelkörner fallen können.

Lässt die Sonneneinstrahlung nach, so stagniert der Temperaturanstieg respektive nimmt die Temperatur ab und die Verdunstungsrate sinkt. Die Wolken fallen in sich zusammen, da keine Luft mehr aufsteigt und diese sich weiter abkühlt.

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Das ist Deine persönliche Wahrnehmung. Ich habe bereits Wolken zu jeder Tageszeit gesehen. Beim Sonnenaufgang, beim Untergang, tagsüber und auch nachts.

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Gute Frage ist mir auch schon aufgefallen. Aber keine Ahnung wieso. Wie der Wind der läßt in der Regel auch abends nach.

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