Warum scheint GNOME 3 so unbeliebt zu sein?

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3 Antworten

Hallo

Warum scheint GNOME 3 so unbeliebt zu sein?

Da hat wohl jeder seine Meinung dazu und nicht immer die gleichen, oft auch keine rationalen Gründe.

aber Fenster minimieren ist totaler Unsinn.

Auch ich minimiere keine Fenster sondern verwende die virtuellen Desktops seit je her, aber bei mir eben mit KDE wo es das auch schon immer gab.

Inzwischen hat sich vieles weiteres verbessert. Ich nutze GNOME im
Moment in der Version 3.20 und es ist wirklich richtig hübsch.

Das ist reine Geschmackssache und spricht natürlich nicht für oder gegen eine bestimmte Distribution.

Linuxhase

Linuxhase 12.08.2016, 05:39

Des Weiteren kann man extrem viel in GNOME 3 über die Tastatur steuern.

Auch beim KDE Desktop kann man Tastaturkürzel für jeden erdenklichen Kram anlegen. Nur weil eventuell bei Gnome mehr Vorgaben gemacht werden ist das doch nicht besser oder schlechter! Ich für meinen Teil mag keine Bevormundung. Gleiches gilt dann auch mit dem Standard-Umgang beim anstecken von mobilen Datenträgern → automount oder nicht?!

Linuxhase

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Ich fand die Bevormutterung, die die Gnome-Entwicklern den Usern angedeihen lassen wollten, einfach unangebracht.

Ein Desktop gehört mir, und deshalb möcjte ich den machen wie er mir gefällt. Mit Starticons auf dem Desktop. Mit frei konfigurierbaren Startleisten. Mein Desktop ist halt Mate geworden, den ich mit zwei Startleisten betreibe, die untere ist ständig sichtbar, die linke blendet sich bei Berührung ein.

Zusätzlich habe ich zahlreiche Tastenkürzel für wichtige Programmstarts angelegt.

Ich arbeite ebenfalls mit virtuellen Desktops, aber eben, um Themenbereiche meiner Programme abzugrenzen. Einen Desktop für Surf und Mail, einen Desktop für 3D-Animation und Videoschnitt usw.

Ich habe den für mich optimalen Desktop gefunden. Auf meinem Laptop sieht es ähnlich aus, aber halt nicht so viel drauf, da der Bildschirm kleiner ist...

 - (Computer, Linux, Desktop)
NoHumanBeing 12.08.2016, 14:20

Ok.

Ich habe auch unter Windows (sollte ich es mal benutzen) keine Symbole (außer den "obligatorischen" Papierkorb) auf dem Desktop.

Hat für mich ein bisschen was von "Messitum". Als würde ich meinen Schreibtisch vollräumen.

Aber gut, jeder wie er meint.

Ich sehe aber vor allem auch technische Vorteile darin, dass der Desktop keine Icons mehr enthält. Unter Windows kannst Du ja auch Icons auf den Desktop legen und falls es Dir einmal aufgefallen ist, läuft dort ständig die "explorer.exe" im Hintergrund. Klar! Der Desktop ist im Grunde ein Ordner und sein Inhalt wird immer angezeigt. Der Windows Explorer muss also ständig laufen, auch wenn man gerade keinen Ordner geöffnet hat.

Ähnlich ist es bei GNOME auch. Der Nautilus-Prozess musste immer laufen, auch wenn gerade kein Ordner geöffnet war, und hat Ressourcen belegt. Das wurde nun geändert. Nur wenn ich explizit mit dem Dateibrowser arbeiten möchte, muss ein Nautilus-Prozess gestartet werden, anstatt dass er ständig im Hintergrund mitläuft, auch wenn ich das eigentliche Programm derzeit überhaupt nicht benutze, was natürlich Ressourcen belegt.

Du kannst übrigens auch unter GNOME 3 Icons auf dem Desktop anzeigen. Du musst es nur entsprechend konfigurieren.

Hierzu einfach "dconf-editor" starten und den Schlüssel "org/gnome/desktop/background/show-desktop-icons" auf "True" setzen. So viel zur "Bevormundung".

Aber gut, wenn Dir MATE besser gefällt, ist es klar, dass Du es benutzt. Unter Linux hast Du ja zum Glück die Wahl und wirst eben nicht "bevormundet", das ist ja das schöne. :-)

Ich finde MATE auch nicht schlecht und benutze es auf Embedded-Systemen (einfach weil es sehr viel ressourcenschonender ist). Aber GNOME verwendet eben defaultmäßig Compositing (mit allen Vorteilen, die es mit sich bringt - insbesondere müssen die Anwendungen nicht ständig ihr eigenes Fenster neu zeichnen, weil der Window-Manager den Inhalt cached), was gerade auf "großen Rechnern" mit viel Hauptspeicher sehr viel Sinn macht, was ich allerdings bei MATE nur bekomme, wenn ich explizit einen Compositing-Manager installiere (und konfiguriere).

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