Warum schafft es der Islam nicht sich zu modernisieren?

...komplette Frage anzeigen

58 Antworten

Eine Modernisierung wäre vielleicht gar nicht notwendig, auch kann man Bücher wie den Koran oder die Bibel selten ganz wörtlich nehmen: oftmals handelt es sich um Gleichnisse, die sich eher bildlich verstehen.
Oder die Texte enthalten Botschaften, die es für sich zu entschlüsseln gilt.

Ein Gleichnis im engeren Sinn ist ein in die Form einer Erzählung gekleideter Vergleich.
Jesus macht darin alltägliche Dinge wie Saat und Ernte, das Backen von Brot oder das Suchen eines verlorenen Geldstücks zum Bild für die eigentlich unvergleichliche Wirklichkeit des Reiches Gottes.
So weist z.B. das Gleichnis vom Senfkorn (Markus 4,30-32) auf den Kontrast zwischen dem winzigen Samenkorn und der großen Senfpflanze hin. Damit ermutigt es, darauf zu vertrauen, dass aus den unscheinbaren Anfängen, die in der Gegenwart schon sichtbar sind, tatsächlich das Reich Gottes erwächst. Die Verwendung der Bilder macht das Gemeinte in der Regel unmittelbar verständlich und lässt die Gleichnisse gut im Gedächtnis haften.

Darin liegt natürlich die Gefahr, es sich so auszulegen, wie es einem gerade passt und nicht so, wie es eigentlich gemeint ist. Und wie ich finde passiert dies Moslems wohl schon. Natürlich auch Anderen.
Das Geschriebene sollte man vielleicht auf sich wirken lassen und hinterfragen. Dabei sollte man vermutlich beachten, dass vieles symbolisch gemeint ist.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."Matthäus 22.39

Das meint meiner Ansicht nach, dass man sich erst einmal selbst lieben muss, bevor man überhaupt jemand anderen lieben kann.
Und echt, also wenn ich sehe, wie viel ich schon allein damit zu tun habe, dann bin ich erst mal gut beschäftigt, weg von der Strasse und komme gar nicht auf "dumme Gedanken" ;-)
Das ist für mich dann der (innere) heilige Krieg, den ich allerdings mit mir selbst führe und nicht im Außen mit Mord und Totschlag ;-)

Wenn man den Koran im historisch-kritischen Kontext auslegen will, dann verliert dieser seinen Absolutheitsanspruch, dass alles darin wahr wäre und direkt von Allah käme. Dann würde man auch den Anspruch aufgeben, dass Mohammed der letzte und endgültige Prophet war.

Bei dieser Frage muss ich mich an ein Gespräch erinnern, welches ich von ca. 15 Jahren mit einem muslimischen Kollegen geführt habe. Das Gespräch fand definitiv vor dem 11.9.2001 statt.

Ich war damals, wie mein Kollege, Doktorand an der Uni, aber an einem anderen Lehrstuhl, im Fachbereich Maschinenbau.

Wie genau weiss ich nicht mehr, aber wir kamen darauf zu sprechen, weshalb Muslime bestimmte Regeln so strikt auslegen.

Er antwortete, dass der Koran das direkte Wort Allahs sei, gesprochen durch den Propheten. Daher könne man bestimmte Dinge nicht Interpretieren.

Ich erwiderte, das der Koran doch auch nur ein altes Buch sei, wie die christliche Bibel oder die jüdische Tora. Wie könne er also wissen, dass der Koran das Wort Allahs sei.

Daraufhin erwiderte er, dass man das an dem göttlich hohen Sprachniveau erkennen könne, welches natürlich nur im arabischen Original erfahrbar ist und welches kein Mensch jemals erreichen könne.

An dieser Stelle brach ich, mich gruselnd, das Gespräch ab, denn auf dieser Basis ist keine weitere Diskussion möglich.

Wenn den Moslems in den Koran-Schulen tatsächlich solche Dinge gelehrt werden und sie glauben, dass der Koran das unmittelbare Wort Allahs ist und deshalb wörtlich zu nehmen ist, dann ist jeder Versuch einer Modernisierung des Islams von Vorne hinein zum Scheitern verurteilt.

Mein muslimischer Kollege ist ein intelligenter Mensch und naturwissenschaftlich gebildet, aber so mit den Lehren des Islams indoktriniert, dass er nicht mehr in der Lage ist, seinen Glauben zu hinterfragen.

Gegenfrage: Im Christentum: 

Warum ist es üblich in diesem Glauben andere Aufgrund der Sexualität, des Unglaubens an diese Religion oder anderer Dinge zu verurteilen? Ist im Endeffekt derselbe Quark. 

Es ist so ziemlich egal in welcher Religion du suchst. Es gibt immer irgendwelche kranken Spinner die der Meinung sind Religion oder Glauben so auslegen zu dürfen, dass sie ihrer eigenen Geilheit auf Blut und Mord Abhilfe verschaffen können oder jemanden unterdrücken zu können nur um ihr Ego zu befriedigen. 

Es gibt ja den schönen Spruch "vor Gott sind alle Menschen gleich". Dennoch wird Homosexualität nicht anerkannt. Das heißt, am Ende ist doch nicht jeder gleich weil irgendwer auf die lustige Idee kam sich die jeweiligen Personen zu schnappen und an den Pranger zu stellen. Wer dieser Person und den komischen Kerlchen im Hintergrund das Recht gegeben hat zu beurteilen was nun Sünde ist und nicht, ist mir persönlich unklar. Kann mich jedenfalls nicht daran erinnern das irgendwo in der Bibel geschrieben steht. Oder das Sex mit Kondom Sünde sei, steht da auch nicht. Steht auch nicht, dass du definitiv in den Himmel kommst wenn du die besagten Menschen dafür unterdrückst, beleidigst und ausgrenzt. Alles Auslegungssache.

Du kennst doch noch die Sache mit den Interpretationen in der Schule? 5 Leute sind einer Meinung warum das Buch genau so geschrieben ist, 2 einer anderen usw. irgendwer kommt dann auf die Idee den einen zu verprügeln weil er mit der Meinung nicht einverstanden ist und sich in seiner eigenen Position beleidigt fühlt usw. usw.

Und dann halt die Typen die einfach der Meinung sind sie hätten Recht und nicht raffen, dass sie nicht wissen ob sie richtig liegen. Woher auch? Ich bin keine 2000 Jahre alt und kann dir nicht aus der Zeit berichten. Der Koran ist deutlich jünger, schaff ich trotzdem nicht.

LG

Tomate

Weil Mohammed der Prophet, als letzter Prophet gilt. Das steht sogar in einer Sure im Koran. Daher kann der Islam bei weitem nicht so interpretiert werden wie die Bibel. Das ist auch der Grund, warum der Islam nicht an die moderne Welt angepasst werden kann, es fehlen die Möglichkeiten dazu.

Wir dagegen hatten schon mehrere vatikanische Konzile.

So etwas ähnliches wie Konzile, die zur Neugestaltung des Glaubens durch neue Auslegung biblischer Texte dienen, kann es im Islam, gerade durch seine ureigene textliche Gestaltung gar nicht geben. Daher ist er bei weitem nicht im selben Maße, wenn überhaupt, reformierbar wie der christliche Glaube.

Die Anschläge, der Terror, sowie die Beschaffenheit der Rechtssysteme in islamischen Ländern zeigen dies leider überdeutlich.

Sorry, das ist die Wahrheit.


-Laut der Islamischen Zeitrechnung haben wir das Mittelalter

-Im Koran steht (berichtigen falls falsch): "Der Islam ist mit dem Schwert zu verbreiten"

-Einige stellen im Koran können von Extremisten falsch gedeutet werden, womit diese dann ihre Schandtaten rechtfertigen

Es wird von manchen gesagt, dass der Islam mit dem Schwert verbreitet wurde. Es steht aber nicht im Koran, dass der Islam mit dem Schwert verbreitet werden solle.

0
@ragglan

Da stehen aber genug Passagen, in denen zum Töten "Ungläubiger" aufgerufen wird.

2

Für Millionen Muslime ist der Islam unerträglich geworden und sie flüchten aus ihrer Heimat, aber dann leben sie in fremden Ländern wieder Koran und tragen Stolz Bärte und Kopftücher u.a.m., das verstehe mal einer.

Die Menschen, die der Nazi Kultur entkommen sind, haben mit Sicherheit kein Hakenkreuz mehr getragen.

Die Menschen flüchten nicht vor dem Islam, sondern vor Id*i*oten, die sie umbringen wollen.

Die Menschen, die der Nazi Kultur entkommen sind, haben mit Sicherheit kein Hakenkreuz mehr getragen.

Was für ein schräger Vergleich. Aber die Deutschen, waren nach Nazideutschland immer noch Deutsche - oder wurden sie plötzlich was anderes?

4

Zunächst mal: Wenn wir unsere Vorstellung von Modernisierung als etwas Erstrebenswertes ansehen, heißt das noch lange nicht, daß Moslems das genauso sehen. Wir können zwar, bzw. müssen sogar von den bei uns lebenden Moslems erwarten, daß sie unsere Denkweise teilen oder zumindest respektieren, es wäre aber anmaßend, mit unserem Modernismus die ganze Welt quasi missionieren zu wollen.

Zum anderen ist jede Reformbewegung innerhalb einer Ideologie ein Rückgriff auf ihre Ursprünge, auf die "reine Lehre". Das ist im Christentum so, denken wir etwa an Franz von Assisi oder Martin Luther, das ist im Islam, beispielsweise den Wahhabiten, genauso. Reformer sind prinzipiell Fundamentalisten, die kritisch gegenüber Neuerungen sind, die man einerseits als Weiterentwicklungen loben, andererseits als Auswüchse verurteilen kann.

In den Unterschieden der Lehre von Christentum und Islam liegt allein der Grund, warum christliche Reformbewegungen meist Demut, Bescheidenheit und Nächstenliebe predigen, während islamische Reformbewegungen einen aggressiv kriegerischen Charakter haben. Die Erwartung, es könne irgendwann einen "Reform-Islam" geben, der die Werte der modernen westlichen Welt vertritt, wird sich deshalb nicht erfüllen.

Ich denke, dass liegt gar nicht so sehr an der Religion an sich, sondern an den Umständen in vielen Islamischen Ländern (natürlich gibt es auch Ausnahmen). Wenn viele Menschen arm und weniger gut ausgebildet sind, wenn es viel Analphabetismus gibt und die wirtschaftliche Lage schlecht ist, ist es schlicht einfacher, die Menschen zu radikalisieren. Die Religion dient den Anführern dabei nur als Krücke. So wie das eben auch im Christentum war und teilweise noch ist (ich sag nur Inquisition) und auch in Religionen wie dem Hinduismus wird und wurde viel Missbrauch getrieben. Da wir heute in einer globalisierten Welt leben, wird es schneller gehen, bis wohlhabende Staaten mit einem guten Bildungssystem zu einer moderneren Lebensweise kommen. Allerdings hat die Globalisierung auch zur Folge, dass es Länder gibt, in denen Menschen ausgebeutet werden (ja auch von uns Europäern, vor allem von uns) und dann steigen Hass, Frust und die Bereitschaft, radikalisierten Religionsführern hinterherzulaufen.

Es ist das Wort Gottes und man soll es nicht verändern sondern mehr auf Aufklärung setzen (sowohl bei Muslimen als auch nicht-muslimen) und mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangehen.Wenn mehr Toleranz, Respekt,Fokus auf sich selbst,Menschlichkeit und Auseinandersetzung mit dem Thema von beiden Seiten kommen würde gäbe es kaum noch Probleme.Allein diesen ISIS-Dreck kann man mit folgendem Koranvers wiederlegen:

"Wer einen Menschen tötet, für den soll es sein, als habe er die ganze Menschheit getötet. Und wer einen Menschen rettet, für den soll es sein, als habe er die ganze Welt gerettet." (Koran 5:32)

Man soll seinen Glauben ,,gesund" ausleben und praktizieren ohne dass andere zu Schaden kommen 

Einspruch, im Koran stehen über 100 Aufforderungen Ungläubige zu Töten.

2

das schafft der islam nicht, da er die "idschihat", ein werk zur anpassung des islam, abgeschaft hatte

Um diese Frage zu beantworten müsste man definieren, was modern ist. Heutzutage werden die westlichen Werte als modern angenommen. Wenn man etwas nachgelesen hat bzw. verschiedene Quellen in Betracht zieht, weiß man, das vor 1000 Jahren der Islam den Menschen beigebracht hat Mensch zu sein.(z.B. Frauen hatten keinen Wert, Mädchen wurden lebendig begraben oder Männer hatten mehr als 20 Frauen. Der Islam begrenzte dies indem er gesagt hat MAX. 4, dies ist jedoch kein muss. Heutzutage kommen die Menschen nicht mit einer Frau klar, daher ist es kein muss 4 anzuheiraten um Missverständnisse vorzubeugen.) Moderne ist nicht sich hautenge Kleider anzuziehen und oder sich zu besaufen und Handlungen auszuführen die keinen Unterschied zu dem eines Tieres hat. Wie in der Öffentlichkeit urinieren. Den der Mensch Unterscheidet sich vom Tier, indem er normalerweise beurteilen kann, was richtig und was falsch ist.

Mit dieser Frage kannst du nicht nur den Islam bzw. den Koran hinterfragen, sondern auch jegliche extreme Religionspraxis. Es gibt genauso genügend fanatische Christen, die getreu nach den biblischen Motto leben und das ja zum Teil auch nicht bekannt für seine Modernisierung ist. 
Beispiele hierfür wären ja ganz aktuelle Themen wie gleichgeschlechtliche Ehen, Abtreibung, Sex ohne Kondom etc pi pa po. 

Du lenkst ab.

Das sind zwar grundsätzlich relevante Punkte, aber hier geht es um den ISLAM.

0

Wenn Menschen auf einem relativ niedrigen Bildungsniveau gehalten werden, sind sie einfacher zu lenken und glauben uneingeschränkt, was der Vorbeter denen sagt. Hätten diiejenigen studiert, dann würden sie Fragen stellen, Erklärungen verlangen, auf die es meist keine Antworten gibt. Dann heisst es eben, dass du daran glauben musst, ohne zu hinterfragen. Das führt eben dazu, dass der Wissensstand irgendwo auf der Strecke bleibt. Woher bezieht ein Analphabet sein Wissen ? Er übernimmt es von Erzählungen, kann sich selber aus der Literatur nicht weiterbilden, nicht wirklich feststellen, ob das, was ihm erzählt wird auch stimmt. Nehmen wir nur mal die Rechte der Frau. Wie sehen diese bei uns aus, wie sehen diese im Islam aus ? Eine Muslima wird niemals zugeben, das sie sich unterdrückt fühlt, weil sie es nicht anders kennt. Die Männergesellschaft schreibt ihr vor, was sie zu tun und zu lassen hat. Folgt sie den Vorgaben nicht, hat das für sie Folgen die mitunter tiefgreifend sind. Hier haben wir das Problem wenn Moslems ihre Frauen züchtigen, was ja erlaubt ist und es kommt zu einer Anzeige vor einem deutschen Gericht. Da wird nach unseren Gesetzen geurteilt, was Moslems nie akzeptieren können und werden. Ich hatte mal Gelegenheit einen solchen Prozess vor einem deutschen Gericht zu verfolgen. Die Muslima wurde von ihrem Mann krankenhausreif geschlagen und sie hatte den Mut, ihn anzuzeigen. Er wurde vor Gericht wegen schwerer Körperveletzung bestraft. Vor dem Gericht standen einige Moslems, die gegen das Urteil, welches sie nicht verstehen konnten, lautstark protestierten. Klar gibt es auch Übergriffe bei deutschen Männern auf ihre Frauen,  aber die Frauen haben das Recht gegen den Mann vorzugehen. Religion hin oder her. Hier geht es um die Würde des Menschen.

Die Eigenreflexion von Glauben ist eine kulturelle Leistung, die nicht selbstverständlich ist.

Das gibt es auch - wie du schreibst - im Islam. Ich vermute: Je mehr Duck von außen kommt, desto schwerer kann sich ein intellektuell verantworteter Islam innerhalb der muslimischen Community durchsetzen. 

Korchide, ist angeblich Theologe aber lehrt ne Auslegung die alle Muslime ablehnen sowie Sunniten und Schiiten!

Korchide Buch ist was er denkt aber nicht 1,5 Milliarden das muss man immer bedenken , sein Buch mit Bücher von Gelehrten im Islam zu vergleichen , wird das Buch von Korchide kein Halt finden weil es Komplet dem Quran widerspricht

0
@Alanbar33

Was für ein arrogant vorgetragener Unfug, Alanbar. Khorchide ist nicht nur ANGEBLICH Theologe, er IST es. Und es ist eine - ich sag mal vorsichtig - falsche Behauptung, daß ALLE Muslime seine Auslegung ablehnen. 

Kennst du die Auslegungen dieses (von dir falsch geschriebenen) Theologen überhaupt? Oder übernimmst du hier das Urteil z.B. eines erzkonservativen Imams?

0
  1. Hey Leute, ich bin katholisch. Mit Khorchide habe ich persönlich schon zu tun gehabt und habe das Gespräch mit ihm sehr angenehm erlebt. Dass er umstritten ist, weiß ich, habe auch den Link zum Wikipedia-Artikel gepostet, in dem das steht. Wahrscheinlich  gibt es auch viele andere islamische Denker, die ihren Glauben intellektuell redlich reflektieren und vermitteln.
  2. An Moslems hier: Bitte geht nicht auf irgendeinen los, sondern zeigt selber, wie der Islam heute gut und bereichernd in der westlichen Welt gelebt werden kann!
  3. An Nicht-Moslems hier: Bitte helft Moslems, ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft zu sein/zu werden!
3

Der Koran ist buchstäblich das Wort Gottes, des Allwissenden, Allweisen. Du wirst darin keinen Fehler finden, es ist die reine Wahrheit. Im Gegensatz zu unserem Wissen und unserer Meinungen   über die Welt (welche nebenbei bemerkt immer im Wandel sind), sind Seine Worte und Gesetzte vollkommen. Es macht keinen Sinn den Koran zu „modernisieren“, es würde nur eine Lüge entstehen, die einzig und alleine die Wünschen und Vorstellungen unserer Gesellschaft wiedersiegelt.
Meiner Meinung nach wär das außerdem eine blanke Blasphemie, du würdest damit behaupten, dass Seine Worte nicht stimmen und dass der Mensch, Seine Schöpfung, es bessere weis. Außerdem geht es im Islam nicht darum, den Koran zu verändern, sondern viel mehr sich selber zu verändern, seinen inneren Schweinehund zu besiegen etc.

MfG Realist

Das ist von vorn bis hinten erzkonservative religiöse Propaganda pur. 

Und du wirst diesen Satz vermutlich als "blanke Blasphemie" empfinden.

2

Und warum sehen Islamferne nicht ein, dass es diese amorphe Masse an Muslimen gar nicht gibt? (Auch wenn immer ein eingeschobener Nebensatz a la ... "jaja, nicht alle aber "... folgt) Die Mehrheit lebt den Islam, der für sie, in Anbetracht der Rahmenbedingungen, wenigsten Nachteile ergibt und den größten Sinn, in Bezugnahme eigener Vorstellungen und durchaus wandelnden Weltbild, macht. Ohne damit aktiv in die Komfortzone anderer einzudringen.

Auch die Bibel wird von ner Menge Christen wörtlich ausgelegt, auch gibt es ne ganze Horde an Christen, welche ein sehr altertümliches Weltbild vertreten ... jaja ... Christen machen grad nich son Mist (zumindest hier in diesen Breiten nicht erkennbar), vor allem nicht im Namen des ... nagnagnag ... und dabei wird bei der Bibel nie behauptet, dass es das direkte Wort Gottes sei, sondern eher ein Journal, welches durch die Redaktion ging und verschiedene Auflagen hat. Nicht falsch verstehen, ich halte die Bibel für ein äußerst wertvolles Buch, welches, richtig (und richtig bedeutet, für die individuelle Temperatur angemessen) ausgelegt, auch gute Unterstützung und Inspiration sein kann.

der Koran hingegen wurde als Regelwerk angelegt aber Muhammed war ein Reformator in seiner Zeit ... eine Grundlage ist, dass es keine Neuerung geben soll ... nun ... es ist nun Auslegungssache, ob die kulturell-religiöse-gesellschaftliche Reform eine Neuerung ist, wenn eben Muhammed bereits damalige Dogmen gebrochen hat und erneuerte wo es nur ging, gerade so, wie die Menschen Veränderungen verkraften konnten. Ob jetzt nur ein Gebetskettchen eine Neuerung ist oder nicht ... halte ich für ein Spiel Gelangweilter. Meine Kritik an die Muslime, welche sich weitestgehend in altertümlichen Riten und Regelungen versteifen, gar zu Mitteln greifen, welche alles andere als eine muslimische Zierde sind, besteht darin, dass sie sich eben nicht an den Grundsatz der Veränderbarkeit zum Frieden zwischen den Menschen hin halten, sondern eine Reliquie hochhalten, welche so - meiner Ansicht nach - vom Initiator nicht angedacht war.

Der historisch-kritische Kontext ist aber auch etwas, an das man erstmals geraten muss, um diesen in Betracht zu ziehen. Was für sehr viele - und zwar nicht nur für Muslime, wie man immer wieder an recht kruden Behauptungen hiesiger Mitbürger erkennen kann - scheinbar nicht gegeben ist. 

Wie Menschen ihre Religion (sofern sie eine haben) ausleben ist Privat, so wird es in unserer Kultur/Gesellschaft gefordert. So fern die Auslebung auch eben mit den hiesigen Gesetzen in Einklang ist. Ist dem mal nicht so, kümmern sich die drei Gewalten drum, wenn sie eine Chance dazu bekommen - wie bei allen Gesetzesverstößen eben auch.

Die Daesh z.B. versuchen Vorstellungen auf der Basis eines Islams durchzusetzen, welcher eben nicht wörtlich dem Koran entspring, vielmehr extrahieren sie aus wenigen (und eben nicht im historisch-kulturellen Kontext) Passagen etwas, was ihnen scheinbar nützlich erscheint, um ihr krankes Weltbild zu transportieren.



Im Grunde bin ich der Meinung, dass das ein Thema ist, das Muslime unter sich klären sollten. Eine Einmischung von Menschen/Religionen außerhalb des Islams, ist unnötig (da ohnehin zwecklos). Und wie es aussieht, scheint ja die Mehrheit der Muslime der Auffassung zu sein, dass eine Reformation nicht nötig/möglich ist. Gut, dann soll das eben so sein...

Die Frage ist dann, inwieweit die restliche Bevölkerung (nicht Muslime) bereit ist, den Islam als Bereicherung bzw. als ungefährlich anzusehen. Und in welchem Außmaß sie ihm entgegenkommen möchte. Die Bereitschaft hierzu, ist momentan noch sehr groß. Das kann und wird sich, meiner Meinung nach, aber zukünftig ändern.

Die Muslime wären also gut beraten, wenn sie sich langsam mal zusammensetzen und überlegen würden.

Der Islam hat eine andere Geschichte als das westliche Christentum. Während wir das Mittelalter schon lange hinter uns gelassen haben, stecken die islamischen Gesellschaften mittendrin. In ein paar Jahrhunderten werden sie vielleicht auf unserem moralischen Niveau angekommen sein, haben Aufklärung und Säkularisation hinter sich und sind immer noch die ewig Gestrigen. Alles braucht seine Zeit.

Viele wollen es einfach nicht!Halten an alte Sitten usw.fest und das verändert sich nie!Wird von der Familie an ihren Nachkommen weiter gegeben!

Was möchtest Du wissen?