Warum schaffen es die afrikanische Länder nicht?

19 Antworten

Diese Pauschalisierung in deiner Frage weist, bei der schieren Größe und Vielschichtigkeit Afrikas und wenn Du dir wirtschaftlich erfolgreiche Länder wie Ghana oder Nigeria anschaust, daraufhin, dass Du dich vlt noch etwas mehr über den Kontinent, seine Geschichte und Entwicklungen informieren solltest.

Der Großteil der afrikanischen Staaten ist von den Kolonialmächten am Reißbrett entworfen worden.Landesgrenzen wurden also willkürlich durch alte Territorien und durch Volksgruppen gezogen, was immer noch zu inneren Spannungen führt.

Die Folgen des Kolonialismus wirken bis heute in der Gesellschaft fort, es fehlt für deine Vorschläge außerdem an Infrastruktur.

Dein Planwirtschaftsentwurf, der Menschen zwingen will, gegen ihre eigentlichen Interessen und Fähigkeiten Berufe zu erlernen, ist eine Idee, die in der Praxis spätestens daran scheitert, dass dein Modelstaat auf dem Weltmarkt trotzdem mit massiven Benachteiligungen zu kämpfen hätte und eine noch tiefere Verschuldung nach sich zöge.

Strukturierte Planwirtschaft? Ähm... das hört sich höchstens in der Theorie gut an... und entspricht nicht unserem europäischen Werteverständnis. Man sollte Menschen schon Freiheiten lassen, selbst zu entscheiden - und so blöd, dass sie nur eine Tätigkeit könnten, sind sie auch nicht.

Es gibt mehrere Probleme. Ganz global kann man sagen, dass es nur ein begrenztes Geldvolumen und Marktvolumen gibt. Keiner der aktuellen Profiteure hat ein ernsthaftes Interesse daran, etwas von dem Kuchen abzugeben. Und ich würde mal behaupten, dass eine Europäische Beeinflussung in Afrika schon fast verloren hat.

China beginnt, Afrika als Billiglohnland zu nutzen. Sie bauen schöne Wohnsiedlungen und Straßenbahnen... und lassen dann die Arbeiter unter nicht ganz so tollen Arbeitsbedingungen in Fabriken produzieren.

Das was die Chinesen tun ist langfristig gesehen besser als das was die Europäer mit ihre Spenden erreichen

0
@NaturCBP

Spenden sind halt schwierig, weil sie versickern und wenig konkretes bewirken. Aber ich halte das, was die Chinesen machen eher für einen neuen Kolonialismus. Das Geld wird mit Sicherheit nicht dort bleiben, sondern wieder abgezogen werden. Ich denke, dass vor allem wir in Europa auch die humanistischen Werte und philosophischen Errungenschaften mit berücksichtigen sollten... und nicht veraltete Konzepte anwenden, die sich letztlich nicht bewährt haben.

0
@kmkcl

Klar wird viel Geld abgezogen und dennoch bleibt etwas Geld im Land... besser als gar nichts.

Die Menschen können sich dadurch Bildung leisten, ne Wohnung und Nahrung. Und genauso kann ein Land wohlhabend werden.

China war damals auch ein Land in dem man nur investiert hat, weil die Bevölkerung arm und die Waren billig produziert worden sind.

Viele Staaten konnten so wenigstens ausm Armut raus.

0
@NaturCBP

ja, vor allem die Zerstörung der Umwelt ist natürlich zukunftweisend

[Ironie off]

0
@musso

Es ist völlig normal, dass am Anfang die Umwelt "zerstört" wird...

Du kannst keine Industrie aufbauen und dabei auf erneuerbare Energien und vo setzen... wärst nicht mehr wettbewerbsfähig

0
@musso

Ist es eben nicht.

Wäre ein Land denn Wettbewerbsfähigkeit, wenn hier und da auf Kosten der Umwelt zusätzliche Kosten entstehen? Und bedenke... das man ein neuer Spieler ist und es bereits etablierte Unternehmen gibt, die massenhaft und billig produzieren können.

0
@NaturCBP

kein Land ist auf Dauer wettbewerbsfähig, das sich selbst zerstört. Zumal der Mensch keinen Stahl futtert, sondern landwirtschaftliche Produkte. Helfen würde eine andere Weltmarktpolitik, die würde aber unseren eigen Reichtum einschränken. Daher will das niemand.

0
@musso

Ja deshalb ist es nur ein Traum und mehr nicht.

0

Aber wenn Afrika nicht so bettelarm wäre - dann wäre das Geschrei wieder groß, wenn Samsung, Sony, Apple und Co Handy, Tabletts, Laptops etc wieder teurer würden - weil man ja nicht mehr billig an Coltan aus Kriegsgebieten kommen würde - man hätte weniger Abnehmer für Waffen (im Sudan ist das G3 Sturmgewehr inzwischen alltäglicher als das AK47) - und wenn sich dort in einem Konflikt niemand umbringt, wer kauft dann all die Kugeln, die man extra dafür herstellt.....vllt würden sich die Leute dann dort auch anfangen zu beschweren, dass man all den illegalen Elektormüll zu ihnen bringt (Ghana - größte Elektromüllkippe der Welt)....

Das Problem ist, dass der Reichtum der 1.Welt auf dem Elend der 3.Welt bassiert - und man es genau deshalb so lässt wie ist.....zuviele Bodenschätze, die man billig ausbeuten kann, zuviele Abnehmer für Schrott, zuviele Konflikte bei denen man neben Instabilität noch einen Reibach mit Waffen macht.....

Leider.....

Die Afrikaner tragen ja nichts zur Weltwirtschaft bei.

Welche Unternehmen produzieren denn in Afrika (vorallem Zentralafrika)? Mir fällt persönlich keins ein. Deshalb ist es falsch zu behaupten, dass die Preise für die Konsumenten in Europa steigen.

0
@NaturCBP

Kannst du ja mal recherchieren, welche Unternehmen am Importgeschäft aus Afrika beteiligt sind und welchen Mitteln sie vorgehen bzw welche Gewinnmargen die deutsche Rüstungsindustrie mit Exporten von Waffen nach Afrika erzielt.

0
@tucho

uviel verlangt, der FS scheint von nichts eine Ahnung zu haben.

0
@tucho

Nordafrika meine ich hier eher weniger... die nordafrikanische Länder, wie Südafrika sind keine 3. Weltlände

0

klingt dumm. Cool das in jedem Dorf Zehn Elektriker sind die NUR Elektriker sein dürfen..in Afrika. Wo es keine Elektrik gibt in den Dörfern. Und dann schauen die 20 leute zu wie 20 Landwirtschaftler andere ernähren die praktisch unnütz sind. Und die zehn leute die kaufmänner sind auch. Die warten dann 20 tage bis einer aus dem anderen Dorf kommt und dann haben sie ne Stunde arbeit bevor sie wieder zugucken wie sie essen kriegen von 20 Landwirten. Und klar, Apotheker in einem Dorf ohne Apotheke und ohne Medikamentenversorge sind auch sinnvoll.

Es gibt SO viele Logikfehler und SO viele falsche denkweisen das es einfach krank ist. Da kann man nicht drüber reden.

"klingt dumm. Cool das in jedem Dorf Zehn Elektriker sind die NUR Elektriker sein dürfen..in Afrika. Wo es keine Elektrik gibt in den Dörfern."

Anscheind hast dus nicht verstanden... und das, obwohl ich es einfach gehalten habe.

Wer redet hier von 10 Elektriker? Sie sollen z.B. Lediglich 10% der Klasse ausmachen.

Hat ein Dorf/Kleinstadt also 20 zehnjährige, so müssen 2 von ihnen den Beruf des Elektriker lernen.

"Und dann schauen die 20 leute zu wie 20 Landwirtschaftler andere ernähren die praktisch unnütz sind."

Warum sollen sie Unnutz sein? Die Landwirte bauen an und wenn mal die Pumpe defekt ist, kommt der Elektriker und repariert die Pumpe. So läuft es doch in jeder Gesellschaft ab! Auch hier in Deutschland.

"Und klar, Apotheker in einem Dorf ohne Apotheke und ohne Medikamentenversorge sind auch sinnvoll."

Dir ist auch klar, dass sie lernen werden, wie man selber Medizin herstellen kann? Wie man aus lokalen Produkten z.B. schmerzlindernde Arzneimittel herstellen kann? Am Anfang wäre man natürlich abhängig von der Regierung... aber danach finanziert man sich durch die Zahlungen der Patienten. Wenn jeder Arbeit hat, kann er sich auch Medizin leisten. Am Anfang könnte die Regierung die Kosten zum Teil übernehmen.

"Es gibt SO viele Logikfehler und SO viele falsche denkweisen das es einfach krank ist. Da kann man nicht drüber reden."

Bro du bist einfach nur nicht die hellste Kerze. Merkt man schon in deinem Beitrag hier... schon allein dass du mein Beispiel mit den 100 Schüler nicht verstanden hast... mein Beileid.

Und natürlich müsste sich die Regierung mehr Gedanken machen... ich habe die Frage hier in 10 Minuten um 3 Uhr nachts verfasst... man würde Experten benötigen und natürlich gibt es auch mehr als nur die 7 genannte Bereiche.

0

Eine der Stärke der "reichen" Länder ist, dass es Anreize gibt neues zu Schaffen und du dich recht frei entwickeln kann.

Du kannst nicht ein 5 Jähriges Kind darauf festlegen "Arzt" zu werden. Wenn er in dem Beruf nicht glücklich wird oder sehr viel wahrscheinlicher nicht den Intellekt dafür hat, wird er nicht produktiv sein.

Mit der Form von Planwirtschaft wird niemand aus der Armut kommen.

Wenn er nicht Intelligent genug ist, führt er den Beruf des Pflegers durch.

Zudem muss er nicht glücklich sein, sondern nur funktionieren.

In China, Korea oder Japan ist auch niemand glücklich mit der Arbeit... sie werden zwar nicht von der Regierung gedrängt, sondern von der Gesellschaft. Sie funktionieren und nur das ist wichtig.

Wenn ein 5 jähriger nichts anderes kennt, wird er es als normal empfinden.

0
@NaturCBP

In Japan und Korea hast du in etwa die selben Standards wie bei uns. Da ist auch niemand auf was festgelegt. Daher funktionieren die auch.

China hat eine 2. Klassengesellschaft von der es einer Seite im Verhältnis gut geht und eine im Stich gelassen wird. Die haben praktisch Afrika und Europa in einem Land. Das dient aber auch nicht als positives Beispiel für dienen Vorschlag.

1
@Wonderwok

Wie bereits erwähnt... sie werden nicht von der Regierung gedrängt, sondern von den Familien.

Die meisten Koreaner und Japaner sind extrem unglücklich... nicht ohne Grund ist die Suizidrate in den genannten Ländern so hoch.

Du wirst von der Familie gezwungen einer der besten zu sein. Sind deine Eltern Ärzte, so sollst du natürlich auch einer werden.

0
@NaturCBP

Die Suizidrate von Japan liegt zwischen der von Frankreich und Belgien. Vielleicht denkst du ein bisschen weniger in Stereotypen.

0
@Wonderwok

In Frankreich liegt sie nicht so hoch wie in Japan.

Und um Stereotypen geht es gar nicht. In Europa würde sich eher jemand das Leben nehmen, als in Japan oder Korea... da es nicht Ehrenhaft ist.

Menschen, die religiös sind oder ihnen die Meinung der anderen sehr wichtig ist, begehen eher seltener Selbstmord.

Aus diesem Grund gibt es auch kaum Selbstmorde in den muslimisch oder stark christlich geprägten Ländern.

0

Was möchtest Du wissen?