Warum schadet Müsli Pferden?

2 Antworten

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Müsli ist für Pferde ungesund, weil es oft Stoffe enthält, die das Futter besonders schmackhaft machen sollen. Das ist vor allem Zucker, bzw. Melasse. Die Pferde fahren voll drauf ab.

Wenn man den Beipackzettel des Futters liest, glaubt man, man füttere reines Gold, denn die Futter enthalten alle Mineralstoffe und Vitamine, damit das Pferd auch morgen noch fröhlich über die Wiese hüpft.

Was dabei oft vergessen wird: Die Zusatzstoffe sind alle künstlich, das Futter riecht und schmeckt nach Apfel (oder Banane oder...), obwohl gar kein Apfel drin ist. Manche riechen nach Eukalyptus, manche nach irgendwelchen Kräutern.

Auch die Kornarten, die darin verarbeitet wurden (Hafer, Mais, Gerste, Weizen usw.), sind sind unter Hitze "aufgepoppt" (wie die Honigpops in unseren Müslisorten). Manche dieser Futtermittel sehen so gesund aus, da möchte man am liebsten etwas Milch hinzufügen und es selber essen.

Fazit: Das Futter ist vor allem für den Pferdebesitzer hergestellt. DEM muss es optisch gefallen, damit er es für sein Pferd kauft. Ist übrigens bei Hunde- und Katzenfutter nicht anders.

Meine Pferde (1,68-1,78 Stockmaß) bekommen nur zwei Pfund ungequetschten Hafer am Tag und im Winter zusätzlich Möhren. Dafür aber Heu zur freien Verfügung und Futterstroh. Ist es besonders kalt, gibt es etwas Hafer mehr. Die Pferde sagen mir schon, wenn sie etwas mehr Futter brauchen. Einmal im Jahr gibt es ein Eimerchen Mineralfutter vom Tierarzt, zum Haarwechsel extra Zink.

Da alle gut aussehen und keine Mangelerscheinungen haben, scheinen Menge und Art zu stimmen.

Zur Kontrolle lasse ich von einem Pferd einmal im Jahr ein Blutbild machen...

Danke für die Antwort. Vermutlich ist es wie überall anders auch - Chemie Chemie Chemie. Nicht nur beim Tierfutter, sondern bei unserem ist es ja auch nichts anderes... auf der Verpackung steht sonstwas drauf und drin ist nur Müll. ;) Vielleicht ist es deshalb gerade so im Gespräch.

Meins bekommt auch hauptsächlich Raufutter und nur gelegentlich Hafer, Gerste oder Pellets. Zink im Fellwechsel gibts auch, sowie Blutbild, eine Zeit lang relativ regelmäßig (auch wegen Krankheit), mittlerweile sind wir relativ "eingespielt", jetzt nur noch wenn mir was komisch vorkommt (er neigt zB zu Selenmangel). Salzleckstein und hin und wieder Mineralfutter sollte selbstverständlich sein.

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@Ladybug92

Das freut mich! Du scheinst Ahnung zu haben und dein Pferd bedarfsgerecht zu füttern. Mal eine Handvoll Müsli schadet meiner Meinung auch nicht. Ist nur kritisch, wenn Müsli das Alleinfutter ist.

Viele Leute haben Angst vor Hafer. Schade eigentlich, da der Hafer eines der natürlichsten Futtermittel überhaupt ist.

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@Tangstedt

Hab ich früher auch mal eingetrichtert bekommen, dass Hafer "sticht". Gibt ja reichlich "Bauernweisheiten" im Pferdebereich! ;)

Kenne auch einige Pferde, die regelmäßig Müsli bekommen und die sind teilweise auch schon über die 30, so dramatisch ist es wohl wirklich nicht. Aber sein muss es auch nicht, gibt ja genug einfache Alternativen.

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@Ladybug92

Die Pferde werden auch mit schlechtem Futter mal alt. Es gibt ja auch unter den Menschen alte, die sich nicht immer gesund ernährt haben.

Aber wir verlangen von unseren Pferden irgendwo auch, dass sie für uns körperlich arbeiten und viele Menschen sehen nicht den Zusammenhang zwischen z.B. Magengeschwüren und Rittigkeitsproblemen. Die geben ihr Pferd dann einem Bereiter, der ihm "erklärt", egal, wie es ihm geht, es hat keine Schwäche zu zeigen und für seinen Menschen alles zu geben und weil die meisten Pferde eben doch eher friedliebend sind, resignieren sie in ihre Situation hinein. Ich fordere meine immer auf, zu sagen, wenn ihnen was nicht passt. Das führt dann zwar auch dazu, dass wir diskutieren, wenn es mal anstrengend wird, aber ich habe immer ein Feedback und bekomme frühzeitig Hinweise von ihnen, wenn ich irgendwo "gegensteuern" muss.

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@Baroque

@Ladybug: Müsli ist ja nicht giftig. Es macht aber dick, und genau das will man bei alten Pferden oft erreichen. Es gibt Müslis ohne Pellets und ganzen Körnern für Rentner, die das auch noch fressen können, wenn es mit den Zähnen nicht mehr so klappt. Beispiel: Meine Dressurstute. Sie steht auf dem Gnadenhof, bekommt seit ca. 15 Jahren Seniormüsli und wurde diese Woche 33 Jahre alt! Und sie ist immer noch top fit.

@Baroque: Deshalb gibt es an meinen Trensen und Kandaren keine Nasenriemen mehr. Ich will sehen und fühlen, wenn das Pferd "nörgelig" mit dem Gebiss (=Reiterhand) wird. Ich will ihnen die Möglichkeit bieten, das Maul aufzusperren, wenn die Parade zu grob kommt... Ich begreife es als tägliche Herausforderung, meine Pferde zur Mitarbeit zu motivieren, zu überreden. Ich möchte sie gerne glauben machen, dass es im Grunde genommen sowieso IHRE Idee war, diese Lektion zu gehen.

Und ich finde, das gelingt mir sehr oft. Nicht jeden Tag. An "schlechten" Tagen mache ich dann nur Minimalprogramm oder auch mal gar nichts. Sie sind ja im Paddock gewesen. Niemals würde ich sie zwingen.

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@Baroque

@Tangstedt: Ich bin etwas unentschlossen, was Sinn und Unsinn von Müsli angeht, besonders auch im Bezug auf alte Pferde. Sehe es aber auch nicht so schwarz wie einige andere hier...

@Baroque: Und was soll mir der Post jetzt sagen? Es ist erstens nicht mein Pferd, das mit Müsli alt geworden ist.

Zweitens, wolltest du mir jetzt unterstellen, dass ich mein Pferd zu irgendwas zwinge und quäle? oO Auch ich reite schon lange ohne Sperriemen, Sporen, Hilfszügel, scharfe Gebisse etc. und in der Bahn auch aus Prinzip/Überzeugung ohne Nasenriemen. Ich mache Bodenarbeit mit ihm und Dressur nach klassischen Grundsätzen, Turnierambitionen hab ich eh nicht und ins Gelände geht mein Pony auch mit Motivation und Freude. Wenn mal was komisch ist, kommt der Tierarzt und mit Sicherheit kein Bereiter!

Diese aggressiven Untertöne in den Kommentaren (nicht nur in deinem) vermiesen einem wirklich jegliche Lust auf höfliche, konstruktive Diskussionen.... sorry. Auch wenn du viel sinnvolles schreibst und ich auch schon den ein oder anderen deiner Beiträge "geliked" habe.

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@Ladybug92

@ladybug: Ich will nicht für Baroque sprechen, das kann sie schon selbst, aber ich glaube nicht, dass sie das in irgendeiner Form anzüglich gemeint hat. Sie wollte nur sagen, das Pferde natürlich auch mit schlechtem Futter alt werden, aber vielleicht ungesund und unglücklich, weil wir ihnen nicht zuhören. Viele Reiter erkennen nicht, dass ihr Pferd ein Magengeschwür entwickelt - egal aus welchen Gründen - und deuten die Unwilligkeit beim Reiten als Sturheit, Widersetzlichkeit. Sie schicken es eher zum Bereiter, der dem Zausel mal sagt, wo es langgeht! als zur Kur auf die Wiese

Dabei könnte es vielen Pferden mit gutem, ausgewogenen Futter besser gehen. .

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Hey, meine beiden Haffis haben ursprünglich auch Hafer bekommen statt Kraftfutter. Das Müslis nicht gut sind ist mir auch bekannt.

Was würdest du denn empfehlen bei Arthrose und einer Hufrehe Patientin? Ich habe nämlich gehört, das Hafer auch nicht die beste Lösung in so einem Fall sein soll.

Oder kann ich im Prinzip wenig Hafer am Tag, aufgewertet mit unseren Kräutern von Pernaturam verfüttern?

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@NickyHo

Hey, meine beiden Haffis haben ursprünglich auch Hafer bekommen statt Kraftfutter.

Hafer IST Kraftfutter!

Wenn du zwei Hafis hast mit Arthrose und Hufrehe? Dann gibt's nur Heu. Vielleicht mal EINE Möhre...

Gegen die Arthrose: Ganztägig auf Paddock oder Weide.

Ansonsten ist auch hier Hafer nicht schädlich. Du fütterst ja keine Unmengen... Die Futtereinheit: pro Tag einen 0,2 l Pappbecher voll!

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@Tangstedt

Tangstedt, Danke für die Erklärung! Richtig, ich wollte Ladybug92 nichts unterstellen, sondern einfach nur darauf eingehen, wie das ist mit dem alt werden trotz Müsli-Fütterung, weil das ja noch ins Gespräch gebracht wurde ;-)

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Be uns im Hof bekommen die Pferde nach der Reitstunde am Abend eine ordentliche Schaufel Müsli bzw. Hafer.

Im Sommer heißt es grasen. Ob es schlecht für die Perde ist, bestimmt, aber nur wenn man zu viel füttert.

jeden Tag eine ordentliche Schaufel Müsli ist zu viel....

Und grasen ohne Heu ist auch nicht okay.

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@Wolpertinger

Das kannst du nicht beurteilen. Du hast die Tiere nicht gesehen. Wenn sie täglich geritten werden - unter Umständen auch zwei Stunden - dann entscheidet das Auge, ob sie gut aussehen oder zu fett sind oder zu dünn...

Aber mit dem Grasen ohne Heu hast du Recht. Heu gehört ganzjährig zur Fütterung dazu!

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@Tangstedt

Ich muß die Pferde nicht sehen um zu Wissen das die tgl Gabe von Müsli nicht Okay ist.

Ich muß auch keinen Menschen sehen, der sich tgl. vom Fastfood ernährt um zu wissen, dass das nicht okay und dass dieser Mensch nicht gesund ist.

Genauso ist es mit Müsli für Pferde - es macht krank.

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@Wolpertinger

2 Stunden ein bisschen auf der Bahn rumlümmeln ist doch keine Arbeit für ein Pferd.

Arbeit ist für ein Pferd im Spitzensport tätig sein, täglich 3 Stunden Sprungtraining.. Holzrücken etc.

Und Müsli nur füttern, weil Pferdchen sonst abnimmt ist auch falsch. Gib lieber mehr Heu, ist besser, billiger und gesünder.

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@Tangstedt

Eben, dass ist es was ich mein, man kann es nicht einfach abstempeln.

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