Warum sah sich die Rote Armee Fraktion als kommunistisch?

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6 Antworten

Was, bitte, ist denn "kommunistisch"?

Die UdSSR hat darunter etwas ganz anderes verstanden als die VR China und Kim Dingsda versteht darunter etwas ganz anderes als China und Fidel Castro hatte dazu andere Ansichten als seine Sowjet-Kumpel - ach und Gorbatschow ging nicht konform mit Breschnjew und Stalin und Lenin hatten konträre Ansichten zum Rest.

Ob die RAF sich ernsthaft als kommunistisch betrachtete wage ich zu bezweifeln. Aber es wäre wohl auch etwas viel von denen verlangt gewesen, sich als die realen Banditen zu sehen, die sie tatsächlich waren!

Gruß

Sie war gegen einen von ihr als autoritär bezeichneten Staat, die BRD, bzw. gegen mehrere (wie den US-Staat), aber nicht gegen autoritäre Staaten im Allgemeinen. An den sozialistischen Diktaturen hat sie keine grundsätzliche Kritik geübt. Sie betrachtete sich vielmehr als Teil einer internationalen Armee
und nannte sich deshalb ja auch nicht zufällig Rote-Armee-Fraktion.

Damit war sie Teil einer Bewegung, die entweder eine Diktatur schon errichtet  hatte (SU, Nordvietnam, China) oder das noch vorhatte, wie z. B. die Tupamaros in Urguay und eben die RAF selbst. Auch nach innen waren ihre
Strukturen autoritär, wie man das von Diktatoren in spe kennt.

Auf die Arbeiterbewegung als sozialistische Kraft hat sie - anders als der hier schreibende unentwegte und unbelehrbare voayager - nicht gesetzt, weil sie Arbeiter für durch das "System" korrumpiert hielt.

Die RAF hat sich nicht als kommunistisch bezeichnet, auch wenn sie es in Vielem war. Sie sah sich wohl als eine antikapitalistisch-antiimperilistische Organisation, die für eine freie Gesellschaft eintrat.

Bitte lernt endlich mal was Kommunismus bedeutet, dann wüsstet ihr dass es noch nie auf der Welt Kommunismus gab, außer eventuell bei irgendwelchen Stämmen. Und erst Recht keinen "kommunistischen Staat", das ist ein Widerspruch in sich. Es gab noch nicht mal wirklich Sozialismus was die Vorstufe zum Kommunismus wäre. Auch die UdSSR, China, die DDR, und alle anderen von uninformierten als "kommunistisch" bezeichneten Staaten waren alle Kapitalistisch. Planwirtschaft hat nicht mal im Ansatz etwas mit Kommunismus zu tun. Kommunismus besitzt keinen Staat. Da die RAF sich dafür eingesetzt hat kann man sie theoretisch schon kommunistisch nennen.

Des weiteren gibt es im Kommunismus 

Ein kommunistischer Staat hat eine Planwirtschaft

Nein. Zunächst müsstest du dir überlegen, was du mit Kommunismus meinst - der Begriff bezeichnet verschiedene Dinge. Im Kommunismus als  politisches Ideal wird der Staat mit der Zeit überflüssig. Eine staatliche Zentralwirtschaft kann es im Kommunismus daher dauerhaft nicht geben.

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Die RAF war gegen einen autoritäten Staat. Warum sah sie sich dann als kommunistisch? 

Das birgt  keinen Widerspruch. Innerhalb des Kommunismus gibt es sowohl autoritäre als auch anti-autoritäre Richtungen. 


Sah sie sich so? Bist Du Dir sicher? Sie war anti-imperialistisch und daher auch anti-kapitalistisch. Aber kommunistisch?

Eine Organisation des Proletariats war jedenfall nicht ihr Ziel. Von Kommunisten erwarte ich das aber.

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