Warum sagte man früher am Ende von Nachrichten immer "Stopp"?

7 Antworten

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So wurden zu Anfang bei Telegrammen (die per Morsecode übertragen wurden) die Satzzeichen übermittelt.

Und bei fragezeichen?

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@Kriegstaube

„Frage“

Also z.B. „Frage wann treffen wir uns Stop Komme Abends um sechs mit dem Zug an Stop“

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Satzzeichen gehören auch zum Text. Sind auch wichtig zum Mitschreiben. Weil derjenige, der schnell mitschreiben muss, nicht den Text dabei lesen und verstehen müssen will.

Auf Englisch heisst der Punkt "(Full) Stop". Und die Konventionen beim Morsen und Funken sind international, vom Englischen geprägt.

Man weiß doch auch ohne "Stopp" das der Satz zu Ende ist.

Tatsächlich? Es geht aber auch nicht nur um das reale Ende eines Satzes, sondern auch um den Sinn...

Es sollte aber nicht nur einen Punkt bedeuten, sondern, je nach Sinn, z. B. auch ein Komma, Bindestrich oder Semikolon ersetzen.

Nehmen wir folgende Wortfolge des Orakels von Delphi, welches (theoretisch) ein Telegramm an Alexander den Großen schickt - Alexander hat es zum Erfolg seines bevorstehenden Feldzuges befragt:

  • In Waffen sollst Du sterben nie wiederkehren wirst Du

a) In Waffen sollst Du sterben +++ stop +++ nie wiederkehren wirst Du

b) In Waffen sollst Du sterben nie +++ stop +++ wiederkehren wirst Du

Jetzt ist es aber nicht mehr so klar, wo ein Satz endet...

Das Orakel wird es wahrscheinlich ohne "stop" versenden - dann hat es immer recht...

Das waren sogenannte Telegramme. Da war das üblich. Man kennzeichnete damit ejn Setzende. Telegramme wurden meist gesprochen/diktiert, mit dem "Stopp" konnte man so beim Ausgeben des Telegramms die Sätze voneinander abgrenzen.

Wegen des Telegrams wurde ja schon genannt.

Ein Faktor, der auch noch eine Rolle spielen könnte, wäre das im Englischen der Punkt als Full Stop bezeichnet wird. Elektrische Telegrafie startete in England.

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