Warum sagt man wenn man seine Meinung sagt das man seinen Senf dazu gibt?

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4 Antworten

Selber sagt wohl niemand ernsthaft, dass er noch seinen Senf beitragen möchte, wenn er wirklich einen positiven Beitrag zu einem Thema einbringen möchte. Das ist meistens eher spasshaft gemeint, insbesondere wenn es sich gar nicht um ein wichtiges Thema geht, zu welchem ohnehin schon zu viele unterschiedliche Meinungen geäußert wurden.

Dieses Sprichwort ist alt, also aus der Vor-Ketchup-Zeit.

Damals war Senf sehr kostbar und teuer. Nur reiche Leute konnten ihn sich leisten. Und wer das konnte, gab natürlich damit an und servierte alles (inkl. Süßigkeiten) mit Senf. Wer also zu allem seinen Senf gab, war ursprünglich sehr reich.

Das glaube ich nun nicht, das Senf nur etwas für reiche Leute war. Lese mal die Antwort von RelentlessAvos, da steht das der immer und überall serviert wurde.

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@mulano

Alles, was importiert werden musste (und dazu gehörten fast alle Gewürze), waren teuer. Das Essen der einfachen und armen Leute war eher fad, in Gaststätten haben sie sich eher auch nicht verirrt.

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Wenn jemand seinen "Senf" zu einem Thema beiträgt, ist das in der Redewendung gerade nicht als "kostbare Zutat" gemeint, sondern eher als eine ziemlich überflüssige.

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Diese Redewendung stammt nach Aussage diverser Historiker vermutlich aus
dem 17. Jahrhundert. Damals galt Senf als ein Gewürz, das jede Mahlzeit
als genüsslicher gelten ließ, selbst dann, wenn es nicht dazu passte.
Sämtliche Wirte jener Zeit servierten, ob erwünscht oder nicht, einfach
ihren Gästen zu jeder Speise Senf. Da dies ebenso unangenehm war wie ein
unerwünschter Rat, bürgerte sich auf diese Weise nach einiger Zeit das
Sprichwort "seinen Senf dazugeben" ein.

Quelle: https://de.wiktionary.org/wiki/seinen_Senf_dazugeben

Weil Senf älter ist als Ketchup. Und gebräuchlicher.

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