Warum sagt man in Medien, dass es Fachkräftemangel gibt, wenn es so viele Zeitarbeitsfirmen gibt?

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8 Antworten

Im Grunde ist sowieso alles aufgebauscht und irgendwie hindefiniert.

Bei 2,5 Mio Arbeitslosen ( ALG 1u.ä.) plus 4,5 Mio H4-Empfänger ( ALG2) sowie 1,7 Mio Sozialgeld-Empfänger( Menschen die nur eingeschränkt arbeitsfähig sind)

und demgegenüber rund 700 T freien Stellen, ist ohnehin alles sehr seltsam.

Würden die 700T freien Stellen besetzt, verblieben immer noch rund 8 Mio Menschen ohne existenzsichernde Arbeit.

Man könnte sich dann auch Zeitarbeitsfirmen, Jobcenter ( die verwalten ALG2) sowie Arbeitsagenturen ( die ALG1 verwalten) einsparen...weil es gar keine freie Arbeitsstellen mehr gäbe.

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Fachkräfte....

welche Definition ?

Fachkraft für Facility-Management ( früher Putzfrau)

Fachkraft für Lager und Logistik ( früher Lagerarbeiter)

Fachkraft für Systemgastronomie ( früher Gastronomiehelfer)

Fachkraft für Transport und Verkehr ( früher Fahrer)

Fachkräfte sind ja nicht qualifizierte Facharbeiter, Fachanwälte, Fachärzte...

das Wort "Kraft" in Fachkraft steht für Hilfskraft...(eben in einem gewissen Fachbereich)

und da kann es schon vereinzelt mangeln, weil es meist Jobs zum Mindestlohn sind.... manche Menschen leben von H4 genausogut

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Kommentar von AalFred2
11.07.2017, 08:35

Deine Zahlen sind falsch oder vollkommen irreführend.

ALG1-Empfänger 2016 787.000

Die Zahl der ALG 2-Empfänger ist zwar annähernd richtig, umfasst aber auch 2,5 Millionen nicht arbeitslose Bezieher.

Die Empfänger von Sozialgeld sind per Definition nicht enigeschränkt arbeitsfähig, sondern eben nicht arbeitsfähig.

Insofern ist deine Rechung eben mal komplett falsch.

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Die Frage ist, welche Tätigkeiten werden von den Zeitarbeitsfirmen angeboten oder vermittelt? Wenn Fachkräfte aus dem erlernten Gewerbe "Flüchten" weil in anderen Bereichen die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit / Gehalt) besser sind, dann hat die Branche einen Fachkräftemangel. Der ist zwar weitgehend "hausgemacht", z. B. Gastronomie, aber er besteht.

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betrachte Zeitarbeitsfirmen als eine Form der Selbstätigkeit sprich Personen haben eigene Firma gegründet in Zeiten wo es noch keinen Mangel an Fachkräften gab und die Arbeitslosigkeit viel höher war.
Diese Zeitarbeitsfirmen leben von denen die sie Arbeit vermitteln.
Im Prinzip sind sie auch sowas wie Nebenagenturen der "Agentur für Arbeit"

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Leiharbeiter sind aber meistens keine Fachkräfte. Die arbeiten für wesentlich weniger als ein festgestellter und können viel leichter gekündigt werden

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Kommentar von Alfco
11.07.2017, 10:34

Sorry, aber das ist ja mal wirklich Unsinn. Wir zB arbeiten ausschließlich mit Facharbeitern (und ich kenne viele andere, bei denen es genau so ist). Vom Verdienst liegen sie teilweise sogar höher als Festangestellte (durch Fahrkostenersatz, Urlaubs/Weihnachtsgeld, etc). Zudem können sie nicht leichter gekündigt werden, sondern in den ersten 6 Monaten lediglich kurzfristiger. Und nur weil sie vielleicht "leichter" bei einem Entleiher abgemeldet werden können, heisst es noch lange nicht, dass sie deswegen bei der Zeitarbeitsfirma gekündigt werden.

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Hallo!
Das hat eig. nicht viel miteinander zu tun. Die Leihfirmen laufen deshalb gut weil man Leiharbeiter die man angeheuert hat jederzeit ohne Entschädigung oder Grund entlassen kann. Verschlechtert sich also die Auftragslage kann man den Arbeitern einfach kündigen, wird es besser stellt man eben neue ein. Auf lange Sicht rendiert es sich also. Das findet man oft in technischen Firmen und an Technikern mangelt es nicht.

Die Fachkräfte die fehlen sind in anderen Bereichen zu finden, vor Allem in Lehrberufen. Da im Moment sehr darauf gepusht wird eine höhere Ausbildung zu machen anstelle eine Gehältererhöhung in diesen Bereichen anzustreben werden die Arbeiter immer weniger. Vermutlich geht es darum Arbeiter aus anderen Ländern zu importieren die weniger Gehalt für ihren Lebensunterhalt benötigen (z.B. da das Leben im Heimatland billiger ist und/oder man nicht so verwöhnt ist)

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Kommentar von AalFred2
11.07.2017, 08:20

Auch für Leiharbeiter gelten die normalen Kündigungsschutzgesetze. Gerade in hochtechnischen Bereichen lohnt sich eine hire und fire Mentalität wegen der Einarbeitungszeit und des KnowHowVerlustest deutlich weniger.

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Kommentar von isibisi18
11.07.2017, 14:52

Ja, sie können in der Leihfirma nicht einfach so gekündigt werden, im Betrieb wo sie arbeiten schon. In Österreich zumindest. Und leider sieht die Realität nicht überall so aus.

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Kommentar von isibisi18
12.07.2017, 12:14

In diesem Fall, bei dieser Frage und meiner Antwort Ja! Da es hier um die Betriebe geht und warum Leihfirmen so gut ankommen, da geht es einzig darum dass Betriebe spontan Arbeitskräfte und somit Kosten loswerden können. Dass diese Leute trotzdem bei der Leihfirma angestellt sind ist wie gesagt irrelevant bei diesem Thema. Ich glabe du verstehst sehr wohl was ich meine aber erträgst es nicht daneben zu liegen. Wenn nicht empfehle ich Übungen zum sinnerfassendem Lesen.

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Wo siehst du denn da Zusammenhänge? 

Leihfirmen beschäftigen kaum "Facharbeiter". Die haben das wiederum nicht nötig, sich über Leihfirmen beschäftigen lassen zu müssen.

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In wie weit glaubst du, dass Zeitarbeitsfirmen etwas mit Fachkräftemangel zu tun hat?

Fachkräftemangel entsteht dadurch, dass man keine Fachkräfte ausbilden will; meine Einschätzung nach ist den Firmen das zu teuer. 

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Kommentar von ToniKim
11.07.2017, 06:06

Sollten die Unternehmen keine Arbeiter haben würden die nie Leiharbeiter anheuern, denn die kosten mehr, wenn du es nicht weiss

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Und denkst du Zeitarbeitsfirmen können sich die Fachkräfte backen? ;-) Auch die haben Probleme, Fachkräfte zu bekommen. Gibt mehr Anfragen von Kunden, als dass man Kandidaten vorschlagen kann.

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