wie ist es richtig ?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Deine Verwirrung löst sich vermutlich, wenn Du das Wort „Bewegung“ durch „Richtung“ ersetzt:

Präpositionen wie an, in, auf, über, unter u.a. regieren den Akkusativ (4. Fall), wenn sie eine Richtung beschreiben.

Das kommt natürlich häufig bei Verben der Bewegung vor. Aber man kann ebenso „auf den Bildschirm starren“, ohne sich dabei zu bewegen.

Die einfache Antwort wäre also: Es heißt „am Museum vorbeifahren“, weil das Vorbeifahren genau dort passiert und nicht in diese Richtung führt.

Leider ist das Ganze in Wirklichkeit etwas komplizierter: Obige Regel (Ort: 3. Fall — Richtung: 4. Fall) gilt nur bei adverbialen Bestimmungen. Diese erkennt man daran, dass man sie austauschen oder weglassen kann, ohne den Satz zu verstümmeln.

Daneben gibt es aber viele Verben, die eine bestimmte Präposition erwarten. Das ergibt dann ein Präpositionalobjekt (das allerdings genau so aussieht wie eine adverbiale Bestimmung). Diese Präpositionen muss man einfach mitlernen, und bei an, in, auf usw. auch den passenden Fall:

  • „warten auf“+Akk. (den Zug)
  • „bestehen auf“+Dativ (meinem Recht)
  • „denken an“+Akk. (den Geburtstag)
  • „nachdenken über“+Akk. (das Leben)
  • „brüten über“+Dativ (dem Problem)
  • „liegen an“+Dativ (der Kälte)
  • „vorbeifahren an“+Dativ (einer Stelle)

Die Idee mit Ort und Richtung funktioniert bei diesen Verben höchstens im übertragenen Sinn (sonst wäre es ja nur eine adverbiale Bestimmung).

  • „Koblenz liegt am Rhein“ — adv. Bestimmung des Ortes (Wo liegt es?)
  • „Meine gute Laune liegt am Wetter“ — präp. Objekt (Woran liegt es?)

Die Unterscheidung fällt auch vielen Muttersprachlern schwer, also mach' Dir nichts draus, wenn Du das durcheinander bringst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"am Museum spazieren " wenn es eine Bewerbung ist --- Auch in einer Berwerbung gelten die Regeln der deutschen Grammatik.


ich gehe vor die Dame wenn das Wort "vor " ist immer im 3.Fall?
--- 'Vor' steht in keinem Fall, sondern die folgenden Wörter. Und da steht je nach Kontext der 3. oder 4. Fall.

Davon abgesehen ist deine Frage schwer zu verstehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du musst die Ausdrucksweisen lernen - die Deutsche Sprache funktioniert nicht nach Regeln, die überall anwendbar sind.

Auch die Mehrzahlformen der Hauptwörter sind verschieden und es gibt sogenannte starke Verben, die besondere Vergangenheitsformen haben.

Du fragst "Wo(ran) gehst Du vorbei?" - Danach kommt der 3. Fall:
am Museum, am Fluss, an der Laterne.

Bei der Frage Wohin... kommt:

  • nach zu der 3. Fall,
  • nach in der 4. Fall.

Es kommt also immer aufs Umstandswort an, nicht aufs Fragewort.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es fehlt JEGLICHER Kontext zu deinen Textbeispielen, die so gar keinen Sinn enthalten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Sebma15 29.09.2016, 22:20

Ich habe die Frage verbessert , tut mir leid 

0
priesterlein 30.09.2016, 04:49
@Sebma15

"Bewegung" erzwingt keinen grammatikalischen Fall, aber als Faustregel mag das gelten. HIer geht es aber um Subjekt und Objekt. Da hilft nur viel lernen und viel lesen, und zwar Texte, die in richtigem deutsch geschrieben sind.

http://www.deutschakademie.de/online-deutschkurs/dativ-akkusativ-erklaerung

"ich gehe vor die Dame" ist im deutschen absolut sinnlos, sofern vor "die Dame" kein Komma steht und das dadurch eine Anrede sein soll. Aber da du aus Österreich schreibst, könnte es etwas mit dem dortigen Dialekt zu tun haben und da muss ich passen. Im deutschen wäre das "Ich gehe vor der Dame", genau wie dein Beispiel "Ich gehe zur Schule".

0
priesterlein 30.09.2016, 04:57
@Sebma15

Nachtrag:

"ich gehe vor die Dame" kann aber Sinn ergeben, wenn man damit ausdrücken will, dass man sich auf eine Position bewegt, die vor der Dame liegt.

Läuft man vor der Dame daher oder geht vor sie, weil man vorher nicht vor ihr war, kann einen grammatikalischen Unterschied machen.

"Ich gehe vor die Schule" heißt, dass man nicht vor der Schule ist, sich dann zur Schule bewegt, aber davor bleibt.

"Ich gehe hinter die Schule" ist praktisch das gleiche wie "vor", aber es wird eine andere Endposition der Bewegung genannt, da man anstrebt, danach "hinter der Schule" zu sein.

"Ich gehe zur Schule" kann das selbe bedeuten, kann aber auch heißen, dass man die Schule betritt. Es bezeichnet auch eine Bewegung zu etwas hin, aber definiert keine Zielposition.

0

am museum spazieren ... an dem ort spazieren. am ufer, am museum, an der straßenbahntrasse. wo ist das problem?

und was meinst du mit bewerbung????


ich gehe vor die dame sagt man nur, wenn man sich in einer reihe vordrängelt, das beschreibt eine bewegung von dir im bezug auf die dame. wenn du ... am museum spazieren gehst...  ;)... und dort die dame hinter dir läuft, dann gehst du vor DER dame


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?