Warum sagt einem kein einziger Mensch, was er wirklich denkt?

12 Antworten

Hallo Regulus,

spannende Frage! Was ich leider schon sehr oft festgestellt hab ist, dass viele (meist junge) Leute glauben, dass ihre Offenheit sehr löblich und Vorzeigbar ist, weil sie eben so ehrlich zu sein schein. 

Und dann stellt man jedoch fest, dass diese Menschen allenfalls taktlos sind. Jemandem ehrlich etwas mitzuteilen (auch negative Rückmeldungen) kann man taktvoll und gut gestalten. Nennt man dann Kritik. Und wie man Kritik übt, ohne jemanden massiv zu kränken, kann man lernen.

Und der zweite negative Zug, der mir auffällt ist, dass diese ehrlichen und offenen/direkten Menschen immer glauben, es sei gerade nach ihrer Meinung gefragt. Das sind dann welche, die sich ständig mitteilen wollen. Und sobald sie merken, dass sie völlig unpassend unhöflich hinein geplatzt sind, kommt die Verteidigung (aber ich ich bin ja nur ehrlich und das passt dir nicht)... Manchmal kann man auch einfach nichts sagen.

Weil viele Leute die Wahrheit gar nicht hören wollen. Hat dich mal jemand gefragt "Kannst du mir eine Frage ganz ehrlich beantworten: Findest du, dass ich nervig bin?", hast du mit "Ja, du gehst mir schon die ganze Zeit auf den Sack." geantwortet? Das ist zweifellos ehrlich, und der der diese Frage stellt sagt, er möchte eine ehrliche Antwort, aber tatsächlich will er nicht, dass du ehrlich bist, sondern dass du ihm sagst, dass er nicht nervig ist und so tust als wäre das deine ehrliche Meinung. Bei derartigen Fragen wollen die Leute nur Positives hören und so ist es oft im Leben. Die Wahrheit ist nicht das, was sie hören wollen.

Ich denke, es kommt einfach auf das Thema drauf an... fragt man beispielsweise, was man von Videospielen hält, hat wohl jeder eine klare Meinung die er oder sie auch gerne vertritt. Frägt man jemand anderes allerdings beispielsweise nach den Gefühlen, die er für einen hegt, ist die Antwort komplizierter und nicht unbedingt vollkommen korrekt... weil man nicht verletzen will, weil man schützen will, usw. Es gibt viele Gründe, etwas nicht zu sagen oder es anders zu verpacken

Aber man merkt doch, wenn der Andere dann nicht ehrlich ist. Gerade auch hinsichtlich Gefühle sollte man doch ehrlich sein. Viel schlimmer ist es doch, wenn man vielleicht Jahre später erfährt, was die Person tatsächlich von einem hält.

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@Regulus123

Natürlich, wenn jeder so denken würde wäre vieles einfacher. Aber wenn dich beispielsweise jemand fragt, wie -als schlechtes beispiel- du seine gerade geschriebene Geschichte hältst, was antwortest du? Du findest den Schreibstil nicht gut, aber was sagst du? Bist du ehrlich und sagst ihm, dass der Schreibstil nicht toll ist, ist er evtl demotiviert und hört mit dem Schreiben auf. Sagst du, dass es gut ist, ist er hingegen motiviert und schreibt weiter. 2 Jahre später ist der Schreibstil sehr gut.

Also, was ist hier jetzt besser? Auch wenn es ein schlechtes beispiel ist, kann man es auf so manch Situation übertragen

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@Carrier

Ich sehe es in dem Fall tatsächlich anders. Ich kann nicht etwas als gut betiteln, was nicht gut ist. Denn damit nehme ich dem anderen die Chance sich zu verbessern. Hier wäre wichtig aus welcher Position heraus ich das beurteile. Habe ich also Ahnung von der Materie, kann ich den Schreibstil vielleicht tatsächlich halbwegs objektiv beurteilen. Bin ich Laie, dann ist die Meinung einfach subjektiv.

Die Kunst wäre es wohl zu sagen dass man es nicht super findet, aber vielleicht Potential erkennt.

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@Regulus123

Hmm, ich weiß was du meinst. Worte haben eine immense Macht, denn man kann sie nie zurücknehmen, deswegen sollte man sie immer mit bedacht wählen. 

Und ich meinte auch nicht unbedingt, dass du ihn volle Kanne anlügen sollst. Es ist alles eine Sache der Formulierung. Sage ihm, es ist gut, allerdings verbesserungswürdig und weise ihn dabei auf die jeweiligen Stellen hin. Dabei lügst du zwar immer noch, weil du den Text eigentlich gar nicht gut findest, aber das weiß er nicht. Er schreibt einen neuen Text, indem er die "Fehler" korrigiert. Dann sag ihm, dass es besser ist, allerdings immer noch Macken hat. Daraus entsteht ein Kreislauf.

Eine Sache der Formulierung, und wie viel man auf einmal. Dementsprechend sollte man nicht gleich auf alle Fehler hinweisen.

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