Warum sagt ein Mensch das?

4 Antworten

Die Psychologie ist ein sehr großes Feld, eine Wissenschaft. Das ist der Rest nicht.

Außerdem trifft man immer auf Psychologie, da wir immer von Menschen umringt sind. Es gibt auch eine wissenschaftliche und eine Alltagsbeobachtung. Das eine basiert auf Fakten, Werte werden gemessen, es beobachten mehrere Personen die gleiche Situation und beurteilen diese. Die Alltagsbeobachtung entsteht allerdings in alltäglichen Situationen, man schließt manchmal voreilig i-welche Schlüsse etc. Das kommt recht häufig vor. Wenn du einen Obdachlosen siehst, dann denkst du vielleicht, dass der eh nur trinkt und sich mit dem Geld nur mehr Alkohol beschaffen will, ... Wenn sich zwei kleine Jungs streiten, dann kommt dir in den Sinn, dass Jungs allgemein etwas streitlustiger sind etc. Hängt viel mit Vorurteilen zusammen.

Und diese Meinungen bilden ein Konstrukt wie du denkst wie die Welt funktioniert. Wenn dann jemand schlecht in der Schule ist, dann denkst du, dass er einfach mal lernen soll, die Eltern das Kind nicht unterstützen oder was weiß ich. Teilweise sind die Meinungen dann mehr oder weniger fachlich korrekt. Zur Obdachlosigkeit führen beispielsweise viel mehr Gründe als der Alkoholkonsum.

Dein Begriff "Hobbypsychologe" findet man im Internet sehr häufig. Wenn man hier auf psychische Probleme einen Rat gibt und nicht vom Fach ist und beispielsweise "nur" selbst die gleiche Krankheit hat, dann wird man als Hobbypsychologe abgestempelt. Wieso? Weil die Leute meinen, man darf sich nicht anmaßen, dass man einen anderen Betroffenen helfen könnte. Die meinen dann gleich, dass man eine ärztliche Diagnose ersetzen will oder gar den Betroffenen therapieren will. Solche Leute regen mich einfach nur auf. Man kann durch das Internet sehr wohl jemanden helfen und gerade Betroffene können sich untereinander sehr gut austauschen. Natürlich ist es klar, dass eine ärztliche Diagnose her muss und eine Therapie auch nicht verkehrt wäre.

Mit dem Begriff werden Menschen in den Dreck gezogen, die anderen helfen wollen. Teilweise trifft es zwar auch Leute, die wirklich fachlich schlechte Ratschläge abliefern, aber nicht immer.

Bei deinen anderen Begriffen ist das nicht so stark.. wie gesagt Psychologie ist ein großes Thema und Frisör absolut nicht. Es gibt natürlich welche die sich die Haare selbst schneiden und von ausgelernten Frisörinnen nur ein Kopfschütteln abbekommen, weil man sieht das es unprofessionell geschnitten wurde oder nur mit einer Bastelschere vorgenommen wurde.. ^^ aber das ist nicht der Rede wert. Wenn du dir deinen Haarschnitt schlecht machst, dann musst du damit leben. Selbst wenn du einer Freundin die Haare schlecht schneidest, dann ist es halt so. Sie hat sich darauf eingelassen.
Bei psychischen Problemen kann da schon wesentlich mehr passieren, wenn man etwas "falsch" macht.

Das bezeichnet halt nur, dass keine wirkliche fachliche Ausbildung genossen wurde, sondern sich evtl. (vermeintliche) Kenntnisse nebenbei angeschafft wurden. Daher sind entsprechende Auskünfte mit Vorsicht zu genießen. Hier bei GF finden sich viele davon, ich nehme mich da auch nicht aus.

In anderen Bereichen gibt es diese Unterscheidung aber auch, z.B. "Heimwerker", "Laienprediger".

Gaaaanz vorsichtig sollte man sein, wenn in irgendwelchen Interviews oder Artikeln Leute als "Experten" bezeichnet werden...

Warum nicht?

Hobbypsychologen sind halt Leute, die der wahnwitzigen Ansicht sind, sie hätten eine Ahnung. Unter Ingenieuren und Friseuren werden diese Scharlatane leicht entlarvt, im Bereich der Psychologie können sie sich eher halten.

Das hat damit zu tun, dass Handwerke und manche Wissenschaften eher nachvollziehbar sind als andere.

Ein Astronom kann dir exakt voraussagen, wann die nächste Sonnenfinsternis eintritt. Ein Psychologe kann solche exakten Voraussagen nicht machen.

Was möchtest Du wissen?