Warum sagen viele religiöse Menschen, dass Gottlosigkeit zu Unmoral führt?

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42 Antworten

Weil sie nicht verstehen, dass die Moral nicht von Gott kommt sondern von den Menschen.

Man lese nur einmal die heiligen Schriften der drei großen abrahamitischen Weltreligionen, namlich Torah, Neues Testament und Koran: In allen ist schlimme Unmoral zu finden, aufgeschrieben von Menschen entsprechend den "moralischen" Standards ihrer Zeit, nicht eines in jeder Hinsicht perfekten Gottes.

Ich habe bei der Lektüre der Bibel und des Korans (sowei ich bislang vorgedrungen bin) keine einzige Stelle finden können, die auch nur im entferntesten auf eine "höhere Weisheit" hätte schließen lassen, ganz im Gegenteil.

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Kommentar von DarkSepia
13.10.2011, 01:06

Übrigens setzt eine kritische Reflexion über biblische Weisheit und Moral bereits voraus, dass man die Grundlagen dafür schon woanders her bekommt. Bezöge man Moral nur aus der Bibel und untersuche dann ihren Moralischen Wert, käme man nur zu dem Ergebnis, dass die Bibel mit sich selbst identisch ist.

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Ich weiß nicht, warum sie es sagen. Aber ich kann dir sagen, dass aus Religionen die uns heute bekannte Moral entstanden ist. In viel früheren Zeiten gab es noch nicht besonders viele Gesetze, die Moral verbreitet haben, dort waren dann eher die Religionen, z.B. das Judentum und Christentum, in denen gesagt wurde: Moses zehn Gebote bestimmen unser Leben. Und das sind Gebote wie: Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst Vater und Mutter ehren, du sollst nicht ehebrechen usw.

Wenn du dir im Vergleich dazu das BGB beispielsweise ansiehst, sehen viele Gesetze sehr ähnlich aus. Sie regeln das Miteinander der Menschen mit einer Moral, die aus den Religionen stammt, ob man gläubig ist, oder nicht. Auch moralische Sprüche außerhalb des Gesetzes wie: "Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu." sind auf Religionen zurückzuführen.

Unmoral ist einfach eine Einteilung, die die Bibel vornimmt. Letztendlich besagt die Bibel jedoch auch, dass nur Menschen, die Götzen verehren Sünder sind. Menschen die simpel nicht an Gott glauben, werden eher als fehlgeleitete Schafe betrachtet, die nichts dafür können, dass sie keine Hilfe hatten und nie zum Glauben gefunden haben ;) sie werden also nicht bestraft, sondern als Mission angesehen, ihnen irgendwann und wenn es nach dem Tod ist, die Religion zu bringen ^^

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Die Religiösen meinen, wer keinen Gott anerkennt, neigt eher zur Unmoral als ein Mensch, der sich Gottes Willen unterwirft. Denn der Religiöse schreckt vor einem unmoralischen Handeln normalerweise zurück, weil er sein Handeln dereinst vor Gott verantworten muss. Wer aber keinen Gott anerkennt, kennt auch keine Verantwortung vor Gott. Für ihn gibt es nur dieses eine Leben und danach ist alles aus, sowohl der Körper des verstorbenen Menschen als auch seine Seele werden total aufgelöst. Wenn es also nur dieses eine Leben gibt und danach kommt nichts mehr, neigt der Gottlose dazu, alles aus diesem einen Leben für sich herauszuholen, was nur möglich ist. Da man weiß, dass eine unmoralische Gesinnung dabei sehr nützliche Dienste leisten kann, greift der Gottlose sehr gerne auf dieses Mittel zurück, d.h. auf die Möglichkeiten der Unmoral bis hin zur Kriminalität. Man darf sich halt nicht erwischen lassen. Hauptsache, das eigene Wohlbefinden wird dadurch gefördert. Nach dem Tod ist sowieso alles aus; man braucht sich jedenfalls vor keinem Gott zu verantworten; allenfalls muss man sich in diesem Leben vor den Gerichten verantworten, aber da muss man eben clever genug sein. So denken die Gottlosen - meinen jedenfalls die Religiösen. Ich persönlich traue einem Gottlosen deshalb nicht über den Weg, weil auch ich der Meinung bin, ein Gottloser und Nihilist (ist dasselbe) könnten so denken, wie eben geschildert. Allerdings muss der Gottlose nicht zwangsläufig so denken. Er weiß nämlich wie jeder andere, dass der Mensch eine Vernunft hat, und die fordert von ihm, genau besehen, Anerkennung der Moral (s. der kategorische Imperativ von Kant: „Handele immer so, dass dein Handeln jederzeit Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte.“) Keiner kann „vernünftigerweise“ der Meinung sein, dass die Unmoral (z.B. Diebstahl) als „allgemeines Prinzip“ zugelassen werden sollte. Dann müsste er auch dafür sein, dass er selbst z.B. bestohlen werden darf. So eine „Meinung“ wäre aber extrem unvernünftig. Ob allerdings ein Gottloser sich diesen Grundsatz von Kant zu eigen macht, ist ziemlich unsicher. Deshalb also traue ich einem Gottlosen nicht über den Weg. Eher schon traue ich einem religiösen Menschen, weil man dessen „Verantwortungsgefühl“ voraussetzen darf. Natürlich gibt es auch ideologische Verblendung, siehe z.B. die Ketzer-, Hexen- und Judenverfolgungen durch Christen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Wer sich daran beteiligt hat, ist eigentlich auch ein gottloser Mensch gewesen, denn er hat gegen ein elementares „göttliches“ Gebot verstoßen: Du sollst nicht töten! Von diesem Gebot kann allenfalls bei der Todesstrafe für Mörder eine Ausnahme gemacht werden.

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Weil für diese Menschen ihre Religion ein moralischer Maßstab ist. Jemand, der diesen Maßstab nicht teilt, kann für diese Menschen dann wohl kaum die richtige Moral besitzen. Für diese Menschen braucht es eine höhere Macht, die ihnen Regeln vorgibt. Würde es keine höhere Macht geben, so würde, laut diesen Leuten, die Moral ja vollkommen beliebig sein.

Alles in allem dreht sich diese Vorstellung um die Vorstellung einer "objektiven" Moral. Dass es diese nicht gibt, sollte zwar klar sein, aber hier trotzdem nochmal die Widerlegung dieser Vorstellung:

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Religiöse Moralvorstellungen, Weltbilder und Vorschriften waren über sehr lange Zeit tief in der Gesellschaft verwurzelt und galten als universelle Richtlinien. Das beste Beispiel ist wohl die römisch- katholische Kirche. Trotz aller Missstände und Verfehlungen hält sie bis heute an vielen ihrer Dogmen fest (Zölibat) und verweigert eine Öffnung nach aussen. Bei seinem Deutschlandbesuch forderte der Papst gewissermaßen eine Abwendung der Kirche von der Welt. Sie solle sich eher auf ihre Traditionen besinnen, anstatt sich dem "verruchten" Zeitgeist zu verschreiben. Ob dies der richtige Weg ist, wird die Zukunft zeigen. In der Geschichte der Kirche kam es immer wieder zu Brüchen und Abspaltungen einzelner "Gruppierungen". Die katholische Kirche hat all das überlebt und nimmt bis heute Einfluss auf das politische Weltgeschehen. Doch nicht alle Vertreter Kurie stimmen zu hundert Prozent mit den Richtlinien des Vatikan überein. In Deutschland wünscht sich ein großer Teil der Verantwortlichen mehr Reformwillen vom Papst. Dieser kommuniziert scheinbar unbeirrt eine stärkere Trennung von Kirche und Nichtgläubigen, mit Blick auf den moralischen Zerfall der Gesellschaft. Wozu eine solche Entwicklung führen kann, erleben wir momentan in der Politik.

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Vielleicht hät diese Menschen nur ihr Glauben von der Unmoral ab. Es gibt allerdings andere Menschen - Atheisten , Agnostiker, Satanisten - die auch ohne Religion(ja, Satanismus ist keine Religion) moralisch handeln.

Moral ist kein Monopol der Religionen, aber viele religiöse Menschen sehen es als eines an.

Ich bin der Ansicht, dass Gewissenlosigkeit zu Unmoral führt. Mein Gewissen ist die Instanz, die mich davon abhält, anderen Menschen Böses zu tun. Mitleid und Güte, sollte man predigen und nicht Gottesfurcht!

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Leider neigen Menschen dazu, ohne eine überwachende Instanz einen ausgeprägten Egoismus (Hauptsache ich) zu entwickeln. Wenn sie mit Strafe rechnen müssen, überlegen sie sich ihr Handeln. Und Gott ist eine Instanz, die eben immer da ist und alles sieht. Insofern ist die Schlußfolgerung logisch.

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Hallo matroschka,

weil NUR die sogenannten "Früchte des Geistes" imstande sind, keine Unmoral zu haben, da sie direkt zu Gott führen. Nun sie dir aber das an:

16 Ich will damit nur sagen: Der Geist Gottes soll euer Leben bestimmen, dann werdet ihr den eigenen Begierden widerstehen können. 17 Denn die menschliche Natur widerstrebt dem Geist Gottes und der Geist Gottes ebenso der menschlichen Natur. Beide stehen gegeneinander, damit ihr nicht einfach tut, was ihr wollt. 18 Wenn ihr aber vom Geist geführt werdet, steht ihr nicht mehr unter Gesetz. 19 Was unsere Natur hervorbringt, ist offensichtlich:** sexuelle Unmoral, Unsittlichkeit und Ausschweifung,** 20 Götzendienst und Zauberei, Feindseligkeit, Streit und Eifersucht, Zornausbrüche, Intrigen, Zwistigkeiten und Spaltungen, 21 Neidereien, Sauforgien, Fressgelage und ähnliche Dinge. Ich warne euch, wie ich das schon früher getan habe: Wer so lebt, wird in Gottes Reich keinen Platz haben.

(Galater 5:16-21 Neue evangelistische Übersetzung)

Bei Gott kann es keine Unmoral geben, nichts Schlechtes.

Gruß Alfred

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Weil sie verstehen das das Gewissen von Gott kommt und nicht von den Menschen. Also je stärker der Unglaube desdo leichter ist es Böses zu tun. Man betrachte nur bei Gutefrage die ganzen militanten Atheisten die uns mit ihrer Anwesenheit quälen. Ahnungslosigkeit oder Feindseligkeit ist alles was sie dazu treibt. Der Antwortgeber den du ausgezeichnet hast, der weiss nicht mal das Jesus sehr wohl der Maßstab ist. Dann die durchschaubaren Versuche Kreide zu fressen aber biblische Inhalte als widerlich zu bezeichnen. Es handelt sich einfach um verschiedene Weltbilder und moralische Vorstellungen. Und beide verändern sich in die jeweils entgegengesetzte Richtung. Der Christ wird sich an seinen Fehlern stossen und mehr oder weniger erfolgreich sie beheben. Der aktive Atheist wird letztendlich zu dem Schluss kommen es gebe kein gut oder böse bzw. es lege im Auge des Betrachters. Das führt dazu das am Ende keiner mehr weiss was richtig ist und es sich von gleichgeschalteter Presse oder Politik vorschreiben lässt. Was zu dem Zirkelschluss führt Moral sei zeitbedingt.

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Es gibt ein sehr isoliert lebendes Volk auf der Erde, auf einer Insel. Dieses Volk hat so eine komplexe Sprache (ca. 100 Laute), dass es bisher noch keinem der wenigen Besucher gelungen ist, diese Sprache zu lernen. Dadurch wurde das Völkchen vor Fremdeinflüssen weitgehend bewahrt - und lebt sehr gut im Einklang mit Natur und ist sehr friedlich.

Gegenbeweis erbracht: man kann auch ohne Religion und Kirche moralisch leben.

Die Erklärung ist meines Erachtens: die Leute sehen ein Problem und suchen nach einer plausiblen Antwort. Und weil es logisch erscheint, wird die nächstpassende Antwort einfach zur Wahrheit erklärt.

Übrigens: sämtliche Amokläufer hatten einen Realschulabschluss oder höher - ergo: höhere Schulbildung ist schuld, daß Leute zu Waffen greifen und andere Leute töten. Mein Vorschlag: Schule abfackeln - keine Attentate mehr. So schnell kann es gehen, wenn man X und U miteinander verknüpft, ohne das ein direkter Zusammenhang besteht.

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Weil gottlose Menschen keine Furcht davor haben Gott zu mißfallen. Sie verkennen, dass seine Gebote - die u.a. Unmoral verbietet - ein Schutz für uns und vor uns sind.

Unmoral führt früher oder später zu Schmerz. Bsp. Ehebruch. Nimmt jemand z.B. sexuelle Beziehungen zu einem verheirateten auf verursacht das Schmerz bei dem unschuldigen Ehepartner ggf. den Kindern der beiden. In dem Fall führte die Unmoral sehr früh zu Schmerz.

Bei sexuellen Beziehungen zwischen Unverheirateten (besonders bei Promiskuität) kann es später zu Schmerz führen, weil man sich vielleicht eine sexuellübertragbare Krankheit zugezogen hat, alleinerziehend ist oder ein Kind abgetrieben hat.

Es gibt noch viele weitere Beispiele dafür ,dass Unmoral zu Leid und Schmerz führt und Gottesfurcht - also die Angst Gott zu enttäuschen - schützt einen davor.

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Gäbe es denn einen Grund für Moral, ohne Glauben an Götter oder einen Gott? Für viele Menschen - nicht alle - gibt es keine Moral, wenn keiner da ist, der straft. Freilich straft die Justiz, wenn sie das Verbrechen überhaupt sieht. Aber wie oft ist auch die Justiz auf Seiten des Unrechts, einfach weil die Gesetzeslage so ist, wie sie ist? Zwischen "Recht" und "Gerechtigkeit" ist oft eine riesige Distanz. Und wer sanktioniert sonst noch, wenn kein Gott da ist? Keiner, oder? Du kannst also tun, was Du willst, weil Du keine Angst haben mußt vor Entdeckung oder Strafe. Und Du kannst tun, was Du willst, weil Du keinen Grund hast, einen Gott zu lieben oder Nächstenliebe zu üben. Du kannst genauso gut das "Recht des Stärkeren" üben und das zum Gesetz erklären. Das tun übrigens ziemlich viele Leute, ganz öffentlich.

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Kommentar von babulja
13.10.2011, 13:49

"Keiner" sanktioniert sonst?? Keine Selbstjustiz? Keine Suizide wegen Gewissensbissen? Keine Mafia - Morde?

Und wo, bitte, straft dein "Gott"? Ich sehe nur, das "er" freundlich grinsend bei so ziemlich jedem Blödsinn seiner Schöpfung friedlich zusieht. Die große "Nemesis" kommt doch erst dann, beim "jünsten Gericht"!

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Kommentar von DarkSepia
14.10.2011, 22:57

Gäbe es denn einen Grund für Moral, ohne Glauben an Götter oder einen Gott?

Dass wir Moral brauchen ist ein Grund. Brauchen wir Moral nicht, dann ist Unmoral genauso wenig ein Vorwurf, wie einer anderen oder keiner Religion anzugehören.

Für viele Menschen - nicht alle - gibt es keine Moral, wenn keiner da ist, der straft.

Frage: Ist etwas schlecht, weil man daüfr bestraft wird, oder wird man dafür bestraft, weil es schlecht ist? Bezogen auf Religion bedeutet das:

1) Gott bestraft Leute, weil ihre Handlung schlecht war, dann kommt Moral aber nicht von Gott.

2) Gottes Strafe bestimmt, was schlecht ist. Dann ist sie Willkürlich und wertlos.

Das Dilemma ist - etwas anders ausgedrückt - sogar nach einem griechischen Philosophen benannt, aber sein Name entfiel mir.

Du kannst also tun, was Du willst, weil Du keine Angst haben mußt vor Entdeckung oder Strafe.

Du kannst aber auch tun, was du für gut hältst, ohne Angst vor einem Diktator haben zu müssen. Die Behauptung ohne Gott sei alles erlaubt, geht in beide Richtungen. Sowohl Moral, als auch Unmoral können entstehen.

Und Du kannst tun, was Du willst, weil Du keinen Grund hast, einen Gott zu lieben oder Nächstenliebe zu üben.

Klar hat man einen Grund für Nächstenliebe: Gelassenheit.

Du kannst genauso gut das "Recht des Stärkeren" üben und das zum Gesetz erklären.

Steckt das nicht auch hinter einer göttlichen Diktatur?

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Das sagen viele religiöse Menschen, v.a. Christen, nachdem Dr. Ratzinger erklärt hat: Entweder man hält alles Recht für willkürliche Setzungen niederer Menschen (positives Recht/Rechtspositivismus), oder man leitet es, nachdem man seine Kirchensteuer bezahlt hat, aus der Bibel ab. Denn wenn man wie Ratze "menschengemachtes" Recht für grundsätzlich willkürlich hält und der Gesetzgeber niemandem Rechenschaft schuldig ist, dann könnte man morgen ein Gesetz machen, dass alle Menschen mit krummen Zehen kostenlos Kirchentreppen putzen müssen. In der Bibel steht aber wahrscheinlich nichts dazu, es lässt sich auch von anderen biblischen Gesetzen, Sprüchen ... nicht ableiten, also muss der Gesetzgeber sich fragen, wie er so ein willkürliches Gesetz ohne höhere Rechtfertigung erlassen kann. Diese Gegenüberstellung "positives Recht<-->transzendental begründetes Recht" zieht nur bei Christen, denn einen solchen Rechtspositivismus gab es überhaupt nie.

Das Argument ist vor allem deshalb stussig: In den wunderbaren Zeiten, als die Rechtssprechung zuweilen sogar in den Händen der heiligen römischen und katholischen Kirche lag, war die Gesetzgebung grausamer und willkürlicher als im Imperium Romanum. Sieh auch Inquisition etc. Zudem lässt sich aus der Bibel viel Stuss ableiten.

Dazu http://users.drew.edu/~jlenz/whynot.html

Ob sich in den ersten Erklärungen der Menschenrechte christliches Gedankengut finden ließe, ist die eine Frage. Factum brutum ist, dass keine Glaubensgemeinschaft zu den Erklärungen noch zur Grundrechtscharta der Vereinten Nationen etwas beigetragen haben.

Eine ähnlich stussige Antithese machen Theologen bei der Frage auf, warum Leute Gesetze einhalten. Sie behaupte, verkürzt gesagt, die Motivation im Falle des willkürlichen, positiven Rechts sein es Strafen zu vermeiden, die wahren Gläubigen tun es aber, weil sie Gottes Willen erkennen. Erstere sind deshalb nur motiviert, wenn sie befürchten müssen, dass die Untat aufgedeckt wird, Letztere tun es auch, wenn nur Gott zuschaut. Damit bleibt die Frage offen, ob die Religiösen auch unreligiöse Gesetze einhalten sollen, wenn sie keiner sieht.

Übrigens findet sich eine ähnliche Argumentation im Dialog Gorgias von Platon. Dort geht es zwar nicht um Gott, sehr wohl aber um die Frage der transzendentalen Begründung von Gesetzen. Wer das wahrhafte und unveränderliche Gute nicht erkennt, sagt Platon, kann auch keine wahrhaft guten und unveränderlichen Gesetze erlassen. Deswegen haben die Platoniker der athenischen Demokratie den f-ck you-Finger gezeigt.

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Religion ist eine Zuflucht. Je kritischer die Lage, desto gefüllter die Sakralbauten. Karl Marx sagte mal: "Religion ist Opium für das Volk."

Mit der Religion begeben wir uns also in eine Abhängigkeit und die nimmt uns die Freiheit. Gefangengehalten in einer Welt aus Ängsten führt uns der gesellschaftliche Druck schleichend in die Integration in diese Gesellschaft, die an Illusionen wie Hoffnung glaubt.

Anstatt sich stets in oberflächliche Beziehungen in der Außenwelt einzubringen, ziemt es sich nicht, in die Innenwelt zu gehen und Konflikte zu verstehen, und Probleme sich auflösen zu sehen, Freiheit zu erfahren. Nein, ohne Probleme im Leben könnte die Kirche im Leben nicht bestehen, denn worüber wird denn in den Predigten immer geredet? Leid.

Und ist es nicht äußerst unmoralisch, äußerst fern der Norm, etwas anderes zu tun, als es der Rest tut? ... Kirchensteuer in einer Wohlstandsgesellschaft brav zu bezahlen, obwohl man selbst vielleicht nur zu einer Hochzeit & Co besucht.

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Kommentar von mayya77
12.10.2011, 20:42

Meines Wissens hat Marx gesagt: Religion ist Opium des Volkes.

"worüber wird denn in den Predigten immer geredet? Leid."

Ich weiß zwar nicnt, wann Du das letzte mal einer Predigt andächtig gelauscht hast, aber Deine Aussage stimmt -zumindest für den Bereich der lutherischen Kirchen nicht. Das mag in Einzelfällen zutreffen, besonders nach Nine-Eleven, aber generell wird Verschiedenes angesprochen. In meinen Predigten thematisiere ich, wo immer es passt, die Liebe Gottes.

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Hallo ich wiell dir was über mich sagen ich war ein zuhälter ich war ein mensch der sein leben ein fach genisen wollte aber am ende war ich so ein mensch gworden das ich fast kein mitleid mit menschen gehabt habe ich bin imer tifer in der fintern welt geraten nue bekantschaften und so alles bis Hells-Angels bin ich ein gekommen aber irgend wann mall habe ich das alles breüt ich wollte mich umbringen ich schrie zu gott und sagte dinge die ich gott vorwurfe gamcht habe waum er mir nicht geholfen habe und so warum er mich nicht gewarnt hat und so aber dann kamm sein antwort und er retete mich er zeigte mir sachen die ich nicht kannte er er hat mich auf den richtigen weg gebracht jesus chistos obwohl ich kein christ war ich komme aus syrien und der herr jesus kam mir zu hielfe er zeige mir soger das der islam und so alles falsch ist wen ich sage ich bin christ dan heist das nicht das ich jetzt in ein religion lebe nein ich bin gleübig ich bin jesus nachfolger ich sah das was ich niehmall furmöglich gehalten habe jesus ist wirklich der weg und die warheit und das leben jesus ist mein got mein herr ein mensch kann so viell machen ohne gott aber am ende bis du alein aber ein mensch mit gott du bist nie alein gott ist mit dir so habe auch die perofehten gelebt gott war mit ihnen gott segne dich.

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weil religiöse menschen ihre Moral in in ihrer jeweiligen religion finden. Die anderen beziehen ihre Moral aus ihrem eigenem Verstand/Gefühl.

Religiöse Institutionen (Kirchen, Rabbis, ) müssen auf der ersten Variante bestehen, weil ihnen sonst niemand mehr zuhören müsste.

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Ein religöser Mensch versucht zumindest im christlichen Bereich nach den 10 Geboten zu leben. Ein nicht religöser Mensch braucht dies nicht. Da wir aber hier in unserer Kultur ein relativ hohes Maß an sittlichemund moralischen Verständnis haben, würde ich persönlich nicht ausschließen, daß ein nichtreligöser Mensch ein besseres Verhalten an den Tag legen kann, wie ein religöser Mensch das tun würde.

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Menschen, die an die Existenz eines Gottes glauben, glauben auch - abhängig von der jeweiligen Religion - dass sie sich für ihre Taten auf Erden nach ihrem Tod im Angesicht eines Gottes dafür verantworten müssen. Dementsprechend (Nobody is perfect!) versuchen sie auch ein mehr, oder weniger gottgefälliges Leben, nach den Regeln ihrer Religion zu führen. Da z.B. die christliche Religion mit Gewissheit Lebensregeln enthält, die in viele nationale Gesetzgebungen eingeflossen sind, kann man davon ausgehen, dass sie auch ein "moralisches" Leben führen.

Menschen, die diese Anleitung nicht haben, müssen zwar nicht automatisch "unmoralisch" sein, jedoch ist ihre Neigung zu unmoralischem Verhalten deutlich höher. - Den weltlichen Gesetzen kann man oft entfliehen. Wenn man dann nicht an einen Gott glaubt, fürchtet man auch keine, den weltlichen Gesetzen und Strafen übergeordnete Macht. - Und wer nicht fürchtet, dass ihn die Strafe irgendwann doch einholt, weil da "Einer" ist, der alles sieht, der verhält sich erfahrungsgemäß auch gerne mal entsprechend.

Ich weiß, dass es trotzdem Menschen gibt, die zwar nicht an Gott glauben und dennoch ein hohes moralisches Verantwortungsgefühl haben. - Ein Lob auf sie! Aber die Behauptung, "dass Gottlosigkeit zu Unmoral führt" hat nun mal den von mir erklärten Inhalt.

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Kommentar von sowas123
13.10.2011, 02:24

wirklich moralische Menschen lieben Ehrlichkeit und Treue. Sie handeln nicht nur aus Furcht vor einer möglichen Bestrafung duch ein eventuell existierendes höheres Wesen gerecht.

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Kommentar von sowas123
13.10.2011, 02:24

wirklich moralische Menschen lieben Ehrlichkeit und Treue. Sie handeln nicht nur aus Furcht vor einer möglichen Bestrafung duch ein eventuell existierendes höheres Wesen gerecht.

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Gott, unser Vater im Himmel, der in Jesus persönlich unsere Erde besuchte, hat in den 10 Geboten das unendlich beste Gesetz gegeben, das bei seiner Beachtung uns auf dem kürzesten Weg in die ewige, jenseitige Seligkeit führt.

Gott in Jesus liebt uns unbeschreiblich. Er will uns alle an sein Herz ziehen. Aber er will niemand nötigen. Jeder kann ganz frei Gott und die Nebenmenschen lieben, oder auch nicht!

Wer seine Gebote nicht beachtet, der versinkt in den Unflat der Welt und wird sehr, sehr schwer wieder herauskommen.

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Es ist offensichtlich, dass Atheisten andere Moralvorstellungenhaben, als religiöse Menschen. Für die meisten religiösen Menschen ist z.B. Homosexualität unmoralisch, während für die meisten Atheisten die Ausgrenzung von Homosexualität unmoralisch ist. Jeder hat eben andere moralische Vorstellungen. Jesus Christus hat durch seinen Schutz der "großen (kleinen) Sünderin" vor der Steinigung diese Strafe als unmoralisch verächtlich gemacht, zumindest bei so kleinen Verstößen wie Fremdgehen. Das spätere Judentum ist ihm gefolgt, der Islam dagegen hängt der Strafe wieder an. Deshalb erachtet ein Christ einen Moslem als unmoralisch und ein Moslem erachtet einen Christen als unmoralisch. Es gibt hinduistische Sekten, da ist nicht nur die Empfängnisverhütung eine Sünde, sondern jeder Geschlechtsverkehr außerhalb der fruchtbaren Tage einer Frau.

Wir müssen einfach akzeptieren, dass jeder eine andere Meinung bzgl. der moralischen Normen als unmoralisch empfindet, weil es so etwas wie ein objektives Gewissen nicht gibt.

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Kommentar von atreides1
06.04.2012, 09:46

Der gesteinigte muss also akzeptieren, dass der Steiniger eine andere Moralvorstellung hat. Atheisten halten die Ausgrenzung von Homosexuellen für unmoralisch, da Homosexualität weder Schaden anrichtet noch das Leben anderer irgendwie beeinflusst. Was geht es andere überhaupt an. Welches Argument haben religiöse Menschen gegen Homosexualität zu sein außer, dass er halt glaubt das es falsch ist. Wer seine Meinung nur mit dem Holzhammer durchsetzen kann und wütend verkündet, dass es halt so ist Punkt Aus und jede Diskussion als Beleidigung seiner religiösen Gefühle auffasst, muss nicht ernstgenommen oder akzeptiert werden. Wer anderen seine Weltsicht aufzwengen will, hat besser ein paar gute Argumente. Ich verschwende meine Toleranz auf jedenfall nicht an diese Leute.

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