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Eine sprachpsychologische Erklärung ist wohl folgende:

Ob "wie" oder "als", es geht um Vergleiche, und bei Vergleichen im Deutschen ist "wie" viel häufiger als "als".

"Als" kommt nur bei quantitativen oder graduellen Vergleichen im Falle der Ungleichheit vor, "wie" auch bei nichtquantitiven Vergleichen:

"Er sieht aus wie sein Vater." "Er benimmt sich wie ein Tölpel." usw.

"Wie" ist sozusagen die typische Konjunktion bei Vergleichen.

Es liegt daher nahe, sie immer zu verwenden, anstatt aufzupassen, dass es in einer Minderheit von Fällen "als" heißen muss.

Verstärkt wird dieser Sprachgebrauch durch Nachahmung (wie alle sprachlichen Ausdrucksweisen), deshalb ist er in der Umgangssprache häufiger als in der Schriftsprache.

Es ist richtig, dass viele "als" und "wie" nicht richtig im Satz verwenden.

Dabei ist es ganz einfach zu merken:

Beim Beschreiben von Gleichheit von Dingen usw.: "WIE"

Beim Beschreiben von Unterschieden von Dingen usw.: "ALS"

NO GO: "ALS WIE"

Günter

Die grammatisch falsche Version kommt offenbar aus dem Dialekt. 

In allen deutschsprachigen Ländern lernen die Menschen zu wenig zwischen Standarddeutsch und ihrer lokalen Mundart bzw. nicht standardisierten Umgangssprachen zu unterscheiden. Ein Beweis ist u. a. dieses Forum.

Da möchte ich widersprechen. Assigebrabbel und Gossensprache sind kein Dialekt.

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@ES1956

Nicht sehr respektvoll, und davon ist hier auch nicht die Rede.

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