Warum sagen so viele Menschen immer noch dass Homosexualität eine Entscheidung ist?

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13 Antworten

Herzlichen Glückwunsch - du hast das genau richtig erkannt. Genausowenig wie du dich plötzlich dafür entscheiden könntest lesbisch zu werden, weil so eine Entscheidung ja deine Art zu fühlen nicht verändern würde - genausowenig hat sich je ein Homosexueller je dafür "entschieden" homosexuell zu sein. 

Dieser Irrglaube, das sei eine Entscheidung ist zum Teil einfach in den verschiedenen Kulturen begründet, weil man es einfach früher nicht besser wusste und sich solche Irrglauben schlecht ablegen, und zum anderen ist es aber auch gerne genutztes Kalkül. 

Man muss dazu sagen, dass früher eben nicht so viel darüber gesprochen wurde, und wenn, dann selten positiv. Wenn dann noch Kirche und Co. behaupten, dass sei eine Entscheidung, dann glauben die Leute das halt.

Es ist für Leute, die Homosexuelle nicht mögen und ihnen am liebsten Rechte wie die Ehe verbieten wollen natürlich praktisch zu sagen, das es eine Entscheidung wäre. Denn wenn es eine Entscheidung wäre, wäre die gesamte Debatte um die Rechte von Homosexuellen anders. Dann wären Homosexuelle ja nur eine Art "Glaubensgemeinschaft" die sich eben alle für diesen Lebensstil "entschieden" haben, und die Politik muss ja nicht alles billigen, wofür sich Menschen entscheiden. Das heißt, wer dagegen ist, dass Homosexuelle gleichgestellt werden, der holt gerne solche Argumente aus der Kiste wie "das ist halt eine Entscheidung, diese muss doch aber der Staat nicht mittragen." Im ganz großen Stil wird das in Russland betrieben, wo man diesen Gedanken weitertreibt und sagt: Da es eine Entscheidung ist, muss man Kinder davor schützen, Homosexualität als etwas positives zu sehen, denn sonst "entscheiden" die sich auch dafür, deswegen ist jede Positive Darstellung von Homosexualität in der Öffentlichkeit jugendgefährdende homosexuelle Propaganda, die unter Strafe gestellt werden muss. Wenn die Menschen in Russland so weit wären wie du, liebe Fragestellerin, dann würde ihnen auffallen, wie falsch, sinnlos und verachtend solche Gesetze sind. 

Zum Glück wird die Menschheit ganz langsam immer aufgeklärter und lernt zu verstehen, dass es eben keine Entscheidung ist, sondern einfach die Art und Weise, wie man eben geboren wurde. Während fortschrittliche Länder, in denen der Einfluss von Religion nicht ausreicht, mittelalterliche Weltsichten zu erhalten, dies mittlerweile erkannt haben, gibt es eben noch Ländern in denen solche veralteten Irrglauben die Grundlage der Gesetzgebung sind. 

Du hast da eines der grundlegenden Probleme angesprochen, dass es zum Thema Homosexualität gibt - der Streit darum, wie sie definiert wird, und ob es eben Entscheidung oder Veranlagung ist. 

Nur noch ein Gedanke für auf den Weg - Wenn zwei erwachsene Menschen sich im gegenseitigen Einverständnis lieben - ist es dann nicht letztlich sogar egal, ob Entscheidung oder Veranlagung...

Hallo Zarra002,

Gott sagt in der Bibel:

"Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: es ist ein Greuel. Und bei keinem Vieh solltst du liegen, so dass du dich an ihm verunreinigst; und eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, um mit ihm zu schaffen zu haben; es ist eine schändliche Befleckung." 3 Mose 18,22.23

Gottes Wort ist da ganz eindeutig!

VG Netie

Kommentar von Gondor94
07.01.2016, 10:38

Allerdings wurde die Bibel von Menschenhand geschrieben, zu einer Zeit, als noch teils andere Moral- und Wertevorstellungen galten.

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Kommentar von scorpion87
13.01.2016, 12:05

1. Hirngespinste wie Gott und Religion sind ganz wackelige Argumentationsgrundlagen.

2. Auf welche Weise gehst du mit deiner Antwort auf die Frage ein, wo gefragt wurde, warum Menschen glauben, Homosexualität sei eine Entscheidung? Gar nicht. Das wird einem in der Kirche wohl so eingetrichtert, dass man auf Homosexualität gleich Sünde schreit, ohne nachzudenken, worum es geht.

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Entscheiden indem Sinne ob man es akzeptiert oder nicht.

Gott hat nie etwas von Sünden gesagt, das haben sich Machthungrige Menschen nur ausgedacht um die Menschen die sie beherrschen wollen besser zu steuern indem sie bestimmte Handlungen die ihnen nicht gefallen als was schlimmes eine Sünde dargestellt haben, zb das es eine Sünde ist keinen Ablassbrief für viel Geld bei der Kirche zu kaufen wenn man nicht in die Hölle will.

Ach Menschen die sich nicht hinein versetzen und diese Liebe nicht fühlen können, die können viel reden wenn der Tag lang ist! Weißt du ich bin selbst lesbisch! Und ich hab mir sicher nicht ausgesucht das zu sein mit italienischer Nationalität! Da war und ist Stress immer noch vorprogrammiert. Seine Sexualität hat man selbst nicht ausgesucht weil es einfacher ist. Seine Sexualität hat man von der Mutter Natur zugewiesen bekommen. Der Auslöser dieses Blödsinnes ist die Dummheit mancher Menschen, ganz einfach. Ich war immer lesbisch und werde es auch immer bleiben.

Gruß

Kommentar von Projektplaner13
08.05.2016, 23:16

liebe Soeber, du hast eine echt gesunde Lebenseinstellung, du bist lesbisch und das ist auch gut so, wäre bei dir passend, ich zitiere gern den Satz von Wowereit : ich bin schwul und das ist auch gut so, liebe Grüße

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Kommentar von Soeber
24.05.2016, 16:49

Danke für die Antwort! :) habe aber leider Gottes erkannt... Dass ich Zwitter bin...

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Mal Gott außen vor... Ich habe noch nie gehört das jemand gesagt hat, man entscheidet sich dafür.
Ist doch jedem das seine welche Vorliebe er/sie hat. Ich habe auch noch niemanden kennengelernt der gesagt hat es wäre etwas falsches. Man soll jeden Menschen so nehmen wie er/sie ist, und alles andere ist Arrogant und Intolerant.

Lass dich nicht so von anderen Menschen beeinflussen...

Kommentar von Zarra002
06.01.2016, 14:11

Ich lass mich nicht beeinflussen, mich interessiert es nur warum menschen so denken ..

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Kommentar von DeepNquieT
06.01.2016, 15:55

ich denke das liegt auch sehr an der Erziehung.. weil es etwas fremdes ist und was fremd oder "eigenartig" ist mögen Sie nicht. Aber ich glaube die Mehrzahl hat nichts dagegen.

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Warum sagen so viele Menschen dass homosexuelle Menschen sich dazu entscheiden?

Das sagen mehrheitlich nur Menschen, die mit der Bibel oder dem Koran groß geworden sind und für deren kleinen Gesichtskreis es keine andere (sexuelle) Situation als die Missionarsstellung (wenn möglich auch noch nicht-nackt!) gibt!

Homosexualität ist weniger eine Entscheidung als ein Lernprozess. Alles was wir mögen oder hassen haben wir so durch unsere Erfahrungen gelernt. So ist es auch bei der Sexualität.

Man kann lernen sich in dasselbe Geschlecht zu verlieben, genauso wie man das auch wieder verlernen kann. Funktioniert natürlich auch mit dem anderen Geschlecht.

Was das Thema Gott anbelangt: Im Alten Testament (glaube ich) gibt es eine Stelle die explizit beschreibt dass homosexuelle Männer getötet (gesteinigt?) werden sollen. Und da die Bibel von sich selbst behauptet das Wort Gottes zu sein, hat das Gott persönhlich so gesagt.

Kommentar von Zarra002
06.01.2016, 13:02

Wenn es aber genetisch veranlagt ist, kann man sich nicht dafür entscheiden oder es lernen.. Und die Bibel wurde von Menschen geschrieben, nicht von Gott und auch wenn behauptet wird dass es das Wort Gottes ist, ist das auch nur eine Erfindung der Kirche

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Kommentar von scorpion87
13.01.2016, 12:10

Das ist einfach nur FALSCH. Jede Sexualität ist ein ganz individuelles körperliches Merkmal. Niemand erlernt eine Sexualität. Man bekommt sie mit in die Wiege, und sie entwickelt sich, egal wie die äußeren Umstände sind. So etwas falsches hab ich ja noch nie gehört. 

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Viele Menschen sagen dass Homosexualiät eine Entscheidung ist, weil man politisch entschieden hat dass es weder eine Krankheit noch eine Straftat ist. Bis vor 20 Jahren war es in Deutschland noch eine Straftat, doch das war politisch nicht mehr gewollt. Da sich berühmte Politiker da zu bekannt haben dürfte es auch keine Krankheit mehr sein, kranke Leute in der Regierung kommt eben nicht so gut an. Bücher über psychiatrische Krankheiten mussten neu verfasst werden, Homosexualität wurde aus dem Katalog der Krankheiten gestrichen. Aus religiöser Sicht ist und bleibt es Sünde, daran ändern auch die veränderte Meinung des Mainstream nichts. Die Bibel ist da eindeutig, denen zufolge homosexuelle Praxis zwischen Männern (Lev 18 und 20; Röm 1,27), zwischen Frauen (Röm 1,26) sowie zwischen Männern und Knaben (I Kor 6,9; I Tim 1,10) dem Willen Gottes widerspricht.  http://www.bibel.com/faq/bibel-und-homosexualitaet.html  

Kommentar von scorpion87
13.01.2016, 11:56

und es ist natürlich keine Entscheidung, an ein altes, verstaubtes Buch zu glauben???

Du zitierst Levitikus - also dort wo auch steht, dass es ein gleichermaßen großes Gräuel ist, Schalentiere zu essen? ganz klasse ....

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Kommentar von DarthMario72
09.05.2016, 00:07

Die Bibel ist da eindeutig, denen zufolge homosexuelle Praxis zwischen Männern (Lev 18)... dem Willen Gottes widerspricht.

In diesem Zusammenhang steht auch, dass man Sklaven aus den Nachbarländern halten darf. Sklaverei wurde hier und den meisten christlich geprägten Ländern verboten, lange bevor homosexuelle Handlungen nicht mehr bestraft wurden.

Wenn man so argumentiert, wie du es tust, müsste man auch ein Verfechter der Sklaverei sein. Aber da hätten sicher unsere Nachbarn in Österreich oder Holland einiges dagegen...

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Ich kenne keinen, der das sagt. Abgesehen davon, bei mir war das definitiv keine "Entscheidung"...

Selbst wenn es eine Entscheidung wäre, wäre es doch o.k..
Ich bin froh, dass es noch keine 100% Forschungsergebnisse gibt.
Wenn es genetisch ist und man es durch eine Fruchtwasseruntersuchung feststellen könnte, würden viele Menschen das Kind abreiben.
Also bin ich froh, dass viele denken es sei eine Entscheidung.

Kommentar von Zarra002
06.01.2016, 12:56

Ja ich finde es so und so okay, auch wenn es eine Entscheidung wäre. Ich glaube auch wenn es genetisch ist, dass man es nicht feststellen könnte..

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Kommentar von MSsleepwalking
08.01.2016, 01:08

Ich glaube in den meisten Ländern, in denen ein Grossteil der Bevölkerung homophob ist, hätten die meisten Leute kein Geld für sowas oder glauben nicht so stark an die Medizin wie wir hier. In vielen Länder  Afrikas zB sind immer noch viele Leute sehr aber gläubig. Ausserdem "verbieten" Religionen (oder zumindest das Christentum) Abtreibungen, daher wäre es Sünde ein angeblich homosexuelles Kind ab zu treiben.

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Weil willentliche Ignoranz nunmal der Modus Operandi der religiösen Fundamentalisten ist. Sie dürfen per Definition nicht zugeben, das jemand anders Recht haben könnte als ihr altes Märchenbuch.

Leviticus 20:13 . Natürlich ist die Bibel nicht das Wort eines Gottes, sondern das Wort ignoranter Barbaren die behaupten es wäre das Wort eines Gottes. Aber wie gesagt. Willentliche Ignoranz und sehr viel Übung darin die Finger in die Ohren zu stecken und "Lalalalala" zu singen.

Weil diese Leute einfach keine Ahnung haben.

Kommentar von Nicciabc
06.01.2016, 13:09

Mikromenzer bringt es auf den Punkt! :D

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in der bibel ist das verboten!

Kommentar von Zarra002
11.01.2016, 18:54

Wo genau steht das? Wenn man sowas behauptet muss man es auch nachweißen können...

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