Warum sagen einem alle, man wäre egoistisch, wenn man Organspende ablehnt?

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32 Antworten

Es ist Eure Entscheidung. Allerdings solltet Ihr Euch Gedanken darüber machen, was Ihr darüber denkt, wenn Ihr selbst mal ein Organ braucht, es geht dann oft um Leben und Tod.

Ich bin jetzt 46 Jahre alt, war mit 17 Jahren aufgrund von Schrumpfnieren das erste Mal an der Dialyse. Mit 20 habe ich eine Niere eines Verstorbenen bekommen, ich habe sie immer noch, auch wenn ich seit 2013 wieder an die Dialyse muss. Ich bin dankbar dafür, dass ich durch diese Möglichkeiten weiter leben kann. Und es ist trotz allem ein schönes Leben! Ich arbeite Vollzeit, habe meinen Mann und meine zwei Ponys.

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Kommentar von Xboythehidden
14.02.2016, 15:24

Natürlich würde ich meinem Bruder eine von meinen Spenden oder auch ein Stückchen meiner Leber wenn nötig.

Das wäre auch eh allein schon weil es da keine Abstoßung gibt, das beste.

Aber wenn wir darüber nachdenken ob wir ja sagen sollen, dann kommen immer sehr quälende Gedanken auf und deshalb kann ich momentan einfach nicht ruhigen Gewissens ja ankreuzen und er kann das auch nicht.

Ich hab ihn einfach alles lieb, ich könnte das nicht ertragen, wenn man ihm sein Herz rausschneidet.

Dazu haben wir noch unsere Zweifel an den Diagnosen.

Deshalb haben wir gesagt, dass wir das später, mit 16 mal neu überdenken wollen.

Aber mich würde echt mal interessieren, wie du so mit den Medikamenten klargekommen bist, man hört ja, dass das der Horror sein soll.

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Kommentar von ManuTheMaiar
08.08.2016, 07:06

Hmm, jetzt fällt mir auf was mein Bruder vergessen hat, wir hatten uns damals echt gefreut das du uns das so genau erklärt hast wie es bei dir lief und eigentlich wollten Flo dir dafür auch den Stern geben, naja aber als er das tun wollte hat in jemand gesperrt und als er 14 Tage später seinen Account (vorerst) zurückbekam hat er nicht mehr dran gedacht, tut uns leid das du deinen Stern nun doch nicht bekommen hast

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Es ist eure Entscheidung und da hat euch niemand rein zu reden! Ich denke es ist sehr stark nein zu sagen.

Hinzukommt, dass man bei so einer Spende ja noch nicht  gänzlich tot ist (nur hirntot), weil die betreffenden Organe ja noch verwendbar seien müssen und ich persönlich finde es heuchlerisch von einem Land, das sich so vehement gegen Sterbehilfe - ganz gleich wie schlecht es dem Betroffenen geht - wehrt, einen Menschen dann damit endgültig zu töten.

Außerdem finde ich, die Mediziner sollten endlich aufhören Menschen als Ersatzteillager zu benutzen und dermaßen auszuschlachten, sondern endlich eine dauerhafte Methode zu finden ein Organ auf künstliche Art zu ersetzen. Dazu ist die Medizin heutzutage eindeutig fähig, immerhin haben die Menschen, die auf ein Spenderherz warten ebenfalls einen Ersatz, zwar mit einem Gerät, das sie andauernd mit sich herumtragen müssen, aber sie leben.

Jeder hat das Recht zu entscheiden, dass nach seinem Tod nicht alles verwendbare aus seinem Körper herausgeschnippelt wird, insbesondere, wo die Wissenschaft nicht mehr darauf angewiesen ist. Und eure Eltern sollten sich schämen, dass sie euch gegen euren Willen dazu bringen wollen so etwas zuzustimmen.

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Kommentar von dadita
13.02.2016, 23:34

Was du hier schreibst ist (gefährlicher) Unfug. Organtransplantationen werden nicht durchgeführt wenn es einen künstlichen Ersatz gibt, aber es ist eben nicht in allen (oder auch nur den meisten) Fällen möglich.

Forschung an künstlich hergestellten Organen oder Ersatzmaschinen ist ein großer Schwerpunkt der biomedizinischen Forschung. Aber und dies ist leider Fakt: Noch sind wir nicht imstande biologische Organe zu ersetzen. Die Medizin ist dazu eindeutig NICHT fähig. 

Die Formulierung "nur hirntot" ist indes amüsant, den mehr tot kann man schwer sein. Alles was wir sind, unsere Gedanken, Erinnerungen, Emotionen, unsere gesamte Persönlichkeit ist an die Funktion unseres Gehirns gebunden, kommt diese zum erliegen sind wir unwiederbringlich tot. Dass ein Teil unseres Körpers (mit maschineller Hilfe) im Stande ist, weiter zu arbeiten ändert daran nichts. 

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Kommentar von ASmellOfRoses
14.02.2016, 10:14

Danke, Melynn - sehr gute Antwort ! :)

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Erstens: Das ist eine ganz persönliche Entscheidung. Zweitens so wichtige Dinge sollte man von Zeit zu Zeit neu überdenken. Mein Bruder war 58, als bei ihm die Frage (Unfall) anstand. Niemand wünscht Euch, dass ihr es eilig habt. Also nehmt Euch Zeit und lasst Euch nicht drängen. Mit den Erfahrungen ändern sich hin und wieder auch die Einstellungen.

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Kommentar von ManuTheMaiar
08.08.2016, 07:18

Oh, tut mir Leid das wir deine Antwort erst jetzt sehen, aber der Support hatte sowohl meinen Bruder als auch mich mehrfach gesperrt und deswegen hat er es halt nicht mehr sehen können, ich antworte dir jetzt einfach mal für meinen Bruder, denn er ist überhaupt nicht mehr bei Gutefrage

Wir haben uns mitlerweile entschieden das wir komplett gegen Organspende sind, vor allem nachdem wir einen Artikel gelesen haben das es schon möglich ist Hirntote Ratten zu heilen und das bald auch bei Menschen getestet wird, naja wir nehmen für den Ernstfall jede Chance die wir kriegen können

Und unsere Herzliches Beleid für deinen Bruder, das tut uns echt leid für dich :(

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Ich finde, das ist absolut Eure eigene Entscheidung. 

Unfair finde ich, Euch hinsichtlich Eurer Entscheidung emotional unter Druck zu setzen. 

In der Tat gibt es nicht nur Gründe für, sondern auch gar nicht wenige Gründe gegen die Organentnahme. Ihr seid bei weitem nicht die einzigen, die sich für ein Nein entschieden haben. 

Empfehlen würde ich Euch, das Thema nochmals gründlich zu recherchieren, das Für und Wider gegeneinander abzuwägen, um mit diesem Wissen dann eine fundierte Entscheidung zu treffen, die nicht allein auf einem Bauchgefühl beruht. 

Dann habt Ihr auch bessere Karten, Eure jeweilige Haltung klar zu kommunizieren, wenn sie denn hinterfragt werden sollte. 

Alles Gute ☺

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Kommentar von Xboythehidden
13.02.2016, 22:47

Das werden wir machen, wenn wir emotional reif genug dafür sind, wir haben uns gesagt, da mit 16 nochmal dranzugehen

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Na Ja - alle sagen das wohl nicht - aber sicher viele - insbesondere diejenigen, die nicht umfassend informiert und auf die Werbung und Schönrederei der an Organen interessierten Befürworter und Lobbyisten hereingefallen sind. 

Ich finde eure Reaktion auf die Leute, die euch unter Druck setzen wollen, cool und angemessen.

Menschen, die sich gegen die "Spende" ( Begriff der Verniedlichung, Verharmlosung und Manipulation) entscheiden als egoistisch zu bezeichnen - ist nichts weiter als ein Totschlagargument.

Diese Spezies sollten sich besser mal die Mühe machen, sich ausreichend zu informieren, um die Würde des Menschen - den Sterbeprozess - den Hirntod und die Organ"Spende" objektiv beurteilen zu können. Das können sie eben nicht ! Sie neigen zu subjektiven Urteilen und Vorurteilen.

Dabei hat jeder von uns die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren - wie z.B. hier:

Umfassende Aufklärung zu Hirntod und Organspende

Dieser umfassende offene Brief informiert über Hirntod und Organspende. Die Entstehung der Diagnose wird ebenso erklärt wie die Durchführung der Hirntoddiagnostik.
Dieser Brief beinhaltet Informationen, die in keiner Aufklärung zur Organspende fehlen dürfen!

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

“Zur Zeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur  machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam.

Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Nach seinem Tode…  Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Wusstet Ihr das? Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. …”

Bitte hier weiter lesen: http://www.diagnose-hirntod.de/?page\_id=391

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Kommentar von Mucker
14.02.2016, 05:42

Und damit sind wir beim Hauptthema dieses offenen Briefes. Bis heute fehlt eine Aufklärungskampagne, die diesen Namen wirklich verdient.

Sie müsste frei von jeglicher Beeinflussung über Pro und Kontra, Chancen wie Risiken aufklären und genau das passiert nicht.

Sie informiert extrem einseitig.

Es wird nur über die Menschen auf der Warteliste gesprochen.
Wer aber denkt an die Spender? Sie müssen immerhin erst einmal sterben, um ihre Organe überhaupt spenden zu können!

Um sie geht es mir hier vor allen Dingen. Und zum Spender können alle werden, die einen Organspendeausweis ausgefüllt haben.

Bevor Ihr das also tut, ist es wichtig, dass Ihr die GANZE Wahrheit zum Thema kennt und nicht nur einen Ausschnitt. Nur so könnt Ihr für Euch und Eure Lieben eine sichere Entscheidung treffen.

Dieser offene Brief, den Ihr gerne weiterverbreiten könnt, gibt Euch alle fehlenden Informationen und nicht nur das- ich verspreche Euch Überraschungen!

Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es zu tun habt, kurz etwas zu mir:  Ichhabe eine enge Verbindung zu den Themen Hirntod und Organspende, weilich sehr lange in der Intensivmedizin gearbeitet habe.  In dieser Weltzwischen Leben und Tod, Mensch und Maschine habe ich vieles gesehen,auch sogenannte „Hirntote“.

Später war ich in derTransplantationschirurgie tätig und  weiß daher auch, was manche Menschen mit ihrem neuen Organ  erleben und welche Phänomene es bei derOrganentnahme geben kann.

Der Hirntod zieht sich wie ein roter Faden  durch mein ganzes Leben. Und der ist leider auch das zentrale Thema bei der Transplantation von Organen,

denn ohne ihn würde es die Transplantationsmedizin überhaupt nicht geben.

Ich werde Euch jetzt etwas über den Hirntod und seinen Hintergrund, aber auch über meine Erlebnisse mit hirntoten Patienten berichten. Ich bin sicher, dass Ihr Euch manches SO nicht vorgestellt hättet.

Aber der Reihe nach.

Bitte hier weiter lesen: http://www.diagnose-hirntod.de/?page\_id=391

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Es ist eure Entscheidung und im Moment ist sie für euch richtig. Das heißt doch nicht, dass ihr eure Meinung nicht noch mal ändern könnt.

Übrigens bin ich mir sicher, dass sich Leute euch gegenüber negativ äußern, die selbst keinen Organspenderausweis besitzen und/oder regelmäßig zur Blutspende gehen und/oder in der Knochenmarkspenderdatei registriert sind. Für mich gehören alle diese Dinge auch dazu.

Ich konnte mich auch noch nicht zu Allem durchringen. Aber ich bleibe dran.

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Kommentar von cyracus
16.02.2016, 18:11

... wobei man durch Blut- und Knochenmarkspende nicht ums Leben kommt - durch die EXplantation zum Zweck der Organtransplantation schon.

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Wenn einer Organspende ablehnt finde ich es zu einfach zu sagen er sei Egoistisch. Hab auch lange gebraucht bis ich meinen Unterschrieben habe und bin weit über 50 Jahre.

Ihr seit erst 14 und habt noch viel Zeit. Euch als Egoistisch zu benennen finde ich einfach ein Großer Fehler. Und ich verstehe gerade eure Eltern und eurer Lehrer nicht, das er sich nicht mal die Mühe macht euch aufzuklären.

1. Was bedeutet das Organ Spende

2. Und wie Tot ist der Organspender der das Organ spendet. (Er ist Gehirntod, und somit keiner Empfindung mehr fähig.) Dies muss von einem Ärzte Team ein bahnfrei festgestellt werden.

3. Was passiert dann mit dem Organ.

4. Was passiert mit dem Toten dem die Organe entnommen werden.

5. Wer bekommt die Organe

Und 6. Warum werden laufend Organspender benötigt und warum kann mein Organ das ich spende nicht jeder bekommen.

Das sollten die erst die euch beantworten können, bevor man euch überhaupt Egoistisch nennt.  

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Kommentar von Xboythehidden
13.02.2016, 22:49

Wir wissen die Antworten ja :)

Wir hatten ein Referat darüber gehalten

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Kommentar von Andretta
13.02.2016, 22:50

Ob man bei einem festgestellten Hirntod zwingend keiner Empfindung mehr fähig ist, wird (auch) unter Ärzten kontrovers diskutiert. Es gibt gerade in dieser Berufsgruppe nicht wenige,  die sich bewusst für ein Nein entschieden haben. Für den Laien aber sicher eine Glaubensfrage.

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Weil ihr mit dieser Entscheidung potentiell anderen Menschen die Chance auf ein Weiterleben nehmt. Das ist eben so, es ist eure Entscheidung, aber dazu müsst ihr eben stehen. 

Es ist, gerade in anbetracht eures Alters allerings falsch euch jetzt deswegen vorwürfe zu machen, besonders da ihr euch eh vorgenommen habt zu einem späteren Zeitpunkt nocheinmal darüber nachzudenken.

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Kommentar von Xboythehidden
13.02.2016, 23:41

Wäre es denn immer noch egoistisch, wenn ich sage, ich würde auch kein fremdes Organ haben wollen und nur und ausschlieslich eine Lebendspende von meinem Bruder annehmen ?

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Ich denke mal der Gedanke dahinter ist wenn du ohnehin sterben musst, dann brauchst du deine Organe ja nicht mehr und kannst durch eine Organspende von jemand anderen das Leben retten.

Aber ich finde es ist eure Sache was mit euch nach eurem Tod passiert.

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Kommentar von cyracus
16.02.2016, 18:09

Das Problem hierbei ist ja nicht, was NACH dem Tod passiert, sondern VOR dem Tod.

Dir ist doch sicherlich bekannt, dass man zur Transplantation lebende Organe braucht - und die kriegt man nur aus lebenden Menschen.

So wenig wie es ein bißchen schwanger gibt, so wenig gibt es ein bißchen tot. Man ist tot ODER lebendig. und die "O-spender" sind bei der EXplantation lebendig.

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Meine Eltern haben auch nein angekreuzt. Nicht aus dem Grund, weil sie es anderen nicht gönnen, sondern mal Sie in Frieden ruhen wollen. Sie wollen mit ihrem so beerdigt werden, wie sie gestrigen sind - sie wollen nicht, dass dort etwas fehlt. Es ist für einige schwer verständlich, aber ich verstehe, was sie meinen.

Es ist jedem seine Sache! Wer es nicht möchte, der macht es nicht. Da haben andere nicht zu kritisieren. Natürlich ist Organspende gut, aber es ist für einige auch nach dem Tod mehr als nur ein Organ.

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Kommentar von BWCEG
13.02.2016, 22:33

* weil, *mit ihrem Körper, *gestorben - ich hasse mein Handy

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Kommentar von cyracus
16.02.2016, 19:13

Oh nein - bitte liebe Dein Handy. Vielfach ist es so, dass Geräte eher kaputtgehen oder verloren gehen, wenn sie nicht geliebt werden. - Es begleitet Dich, ist für Dich da, wenn Du es brauchst und dient Dir.

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Die Entscheidung Deiner Eltern ist goldrichtig. - Am wichtigsten dabei ist, dass sie nur so in Ruhe zu Ende sterben können. Denn die sogenannten "Organspender" leben noch, wenn ihnen die Organe herausgeschnitten werden. Sie müssen lebend sein, denn es müssen lebende Organe sein, und die kriegt man nur aus lebenden Menschen.

Lies meine umfassende Antwort an SaraWarhier auf ihre Frage:

War ich zu voreilig mit dem Organspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=answer-listing#answer-179834205

Bitte überlege Dir auch Deine Entscheidung gut, denn erst wenn Du umfassend zu diesem Thema informiert bist, kannst Du Dich ja wirklich entscheiden.

Bitte pass gut auf Dich auf.

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das ist in eurem fall NICHT egoistisch!

schön ist es, daß ihr euch später nochmal neu entscheiden wollt

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Das ist eine persönliche Entscheidung. Niemand darf darüber urteilen was man mit seinem Körper macht wenn man ihn verlässt. Lasst euch nichts einreden.

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Ich glaub man kann hier nicht von Egoismus sprechen. Ich habe meinen Organspende Ausweis mit 18 zugeschickt bekommen und hatte auch sehr große Bedenken. Es ist wohl kein schöner Gedanke, in diesem Alter über seinen Tot und den weiteren Verbleib seines Körpers nachzudenken. Wer seinen Körper nach seinem Tot ganz behalten will sollte dies auch tun können ohne  als Egoistisch bezeichnet zu werden. Klar wir wissen alle, dass unser Körper eh nichts tolles mehr ist nach dem tot (die Verwesung meiner Körperteile finde ich auch nicht so toll xD), aber vielleicht solltet ihr euch einfach mit dem Thema befassen, wenn ihr älter seid. Das ist meine persönliche Meinung dazu. Das Wort Egoismus passt an der Stelle einfach schlecht, zu viel Hintergrund... 

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Kommentar von Xboythehidden
14.02.2016, 00:18

Aber nach dem "Hirntod" wäre der Körper immernoch ein biologisch lebender Organismus, der warm ist und nicht verrottet solange man ihm die Luft zum weiterleben gibt.

Das klingt für mich nach der besten Lösung, ich meine nichts verrottet und sollte mir etwas passieren, hätte mein Bruder immernoch die Chanche mich zu besuchen und zu streicheln und in den Arm zu nehmen und so

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ich finde es nicht schlimm. nicht jeder will nach seinem Tot aufgeschnibbelt werden. ich selbst werde es zulassen aber es ist jedem Seins :) schließlich muss jeder irgendwann sterben egal ob früher oder später

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Was genau lehnt ihr beiden denn an der Organspende ab? Hat das religiöse Gründe oder findet ihr die Vorstellung, dass eure Organe entnommen werden abstoßend? Wenn ihr allerdings Ängste habt, wie, dass man im Zweifelsfall Leute mit Organspendeausweis draufgehnlässt, dann kann ich euch beruhigen, dass stimmt alles nicht. Trotzdem haben Leute die wirrsten Verschwörungstheorien dazu. Organhandel etc... organspende-info hat da einen tollen artikel auf deren internetseite dazu, wo sie Vorurteile der Organspende aufklären.

Zur eigentlichen Frage: Ich finde deine Entscheidung völlig in Ordnung, allerdings kann ich verstehen dass dich Leute als egoistisch bezeichnen. Versetz dich mal in die Lage derer, die eine Spende mehr als nötig haben und schon 3 Jahre vergeblichst auf der Spenderliste warten. Wärst du dann nicht auch sauer auf all diese Leute, die nichtmal dann etwas hergeben (das leben rettet!) wenn sie es ohnehin nicht mehr benötigen.

Ich hoffe ich greife dich damit nicht persönlich an, denn ich akzeptiere trotzdem dass du diese Entscheidung für dich getroffen hast. Und das sollte auch deine Familie. Setz dich auf jeden Fall mit dem Thema auseinander falls du Zweifel an der seriösität hast.

Liebe Grüße.

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Kommentar von Xboythehidden
13.02.2016, 22:46

Wir lehnen das Konzept des Hirntodes ab.

Ich könnte einfach nicht ertragen, wenn jemand meinem Bruder das Herz aus seinem Lebenden Körper schneiden würde und er genausowenig bei mir.

Wann immer versuchen eine Entscheidung für uns zu finden, endet das in Sorgen Ängsten und Albträumen, deshalb haben wir "Nein" angekreuzt und es aufgeschoben

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Kommentar von user8787
13.02.2016, 23:27

Nun, ich möchte dazu doch was anmerken.

Organhandel IST ein Thema. Nicht in direkter Nachbarschaft, aber es existiert und sollte nicht als Verschwörungstheorie abetan werden. Menschen die weg. Armut ihre Organe verkaufen sind Opfer dieser mega Geschäfte.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.organhandel-in-afrika-und-asien-menschliche-ersatzteile.097dad02-17b3-4fcf-a7aa-13c60835f677.html

Mein Mann und reisen oft und wir standen vor Büros in denen Menschen Formulare ausfüllten um eine ihrer Nieren für knapp 2000 Dollar zu verkaufen. Der amerikanische und europäische Markt hierfür ist da. 

Es ist fast unerträglich diesen Menschen in die Augen zu schauen. Ich habe mich in der Situation das 1.mal in meinem Leben für meine Herkunft geschämt. 

Organspende rettet Leben! Meine Organe gebe ich auch zur Spende frei.

Ich selber aber möchte keine Spenderorgan erhalten, weil ich kann das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. 

Organhandel ist ein globales Problem und kriminelle Machenschaften müssen weiter aufgedeckt und verhindert werden. 

Und natürlich ist es wichtig ein NEIN zur Organspende zu respektieren. 

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Kommentar von cyracus
16.02.2016, 18:42

@sunflower,

Versetz dich mal in die Lage derer, die eine Spende mehr als nötig
haben und schon 3 Jahre vergeblichst auf der Spenderliste warten. Wärst du dann nicht auch sauer auf all diese Leute, die nichtmal dann etwas hergeben (das leben rettet!) wenn sie es ohnehin nicht mehr benötigen.

"wenn sie es ohnehin nicht mehr benötigen" = Solange ein Mensch lebt, benötigt er seine Organe selbst. - Wenn er sie tatsächlich nicht mehr benötigt, weil er tatsächlich tot ist, sind seine Organe zum Zweck der Transplantation unbrauchbar.

     "Leichenteile kann man nicht verpflanzen. - Wenn man Leichenteile
       verpflanzen könnte, gäbe es keinen Organmangel, denn Leichen
       haben wir genug."
       Prof. Alexandra Manzei, zitiert aus:
       organosprotection.com/organwelten.html
       auch in: "Interview Professor Manzei" auf YouTube

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

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Ich stell mir da immer vor, ich oder noch schlimmer Familienangehörige oder Freunde wären auf eine Organspende angewiesen, und es würde nur Leute geben die so denken. Ich glaube damit ist alles gesagt

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Kommentar von Xboythehidden
13.02.2016, 22:34

Ich würde meinem Bruder ohne zu zögern eine meiner Nieren oder ein Stückchen meiner Leber geben, aber keiner von uns möchte im verlaufe einer Explantation getötet werden und ich könnte damit nicht leben, wenn Ärzte meinen Bruder als Ersatzteillager ausschlachten würden

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Ich finde, ihr seid mit euren 14 Jahren ganz schön reif, weil ihr Tabus hinterfragt, die soviele sog. Erwachsene allzugerne unter den Teppich kehren.

Reife muss keine Frage des Alters sein...

Warum uns (ja, auch ich lehne sowohl Organspende als auch Fremdorgane ab) von manchen Mitmenschen diesbezüglich Egoismus unterstellt wird, liegt wohl daran, dass diese Menschen nur die eine Seite der Medaille - die lukrative der Transplantationslobby - wahrnehmen, die vorgibt, wie edel, hilfreich und gut die Bereitschaft zur Organspende doch wäre...

Eine Verpflichtung zur "Nächstenliebe", wenn man - im Sterbeprozess befindlich und noch lebend - ausgeschlachtet wird und die Verantwortung für das Weiter"leben" anderer darf niemandem aufgezwungen werden, denn dies verstößt gegen das Recht auf Menschenwürde...

Nächstenliebe kann und will ich zeigen, solange ich dafür einstehen kann - in meinem Sterbeprozess möchte ich das Recht haben dürfen, diesen bewusst, in Frieden und - wenn möglich - im Kreise meiner Lieben zu durchleben - daran ist rein gar nichts verwerflich !

Jeder kann und darf für sich selbst entscheiden, aber keiner hat andere zu verurteilen, die Organspende ablehnen - das steht niemandem zu...!

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Weil eine Organspende Leben retten kann.

So einfach ist das.

Wenn du dich absichtlich weigerst ein Organ zu spenden, kann man auch sagen du weigerst dich ein Leben zu retten. Das ist egoistisch. Aber ob du damit leben willst, hängt von dir ab.

Es wird immer Leute geben, die dich/euch für deine Entscheidungen verurteilen werden.

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Kommentar von Xboythehidden
13.02.2016, 22:58

Nein, ich weigere mich meinen Körper zu opfern, denn der wird bei der Explantation getötet.

Nach dem biologischen Tod würde ich meinen Körper hergeben, aber dann sind die Organe halt Schrott.

Ach PS: Ist es immernoch egoistisch, wenn ich sagen würde, ich will kein fremdes Organ haben ?

Ich weis nämlich, das mein Bruder mir eins spenden würde (wenn es Niere, oder ein Stückchen Leber, Darm oder Pankreas ist) und nicht zulassen würde, dass man mir eins vor irgendwem einbaut

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Kommentar von eggenberg1
14.02.2016, 21:36

andrastor   genau  das wollen  diese organhändler-- denmenschen ein schlechtes gewissen machen   aber sie klären nicht auf -- sie  sagen nicht, dases den hirntod so garnicht gibt  sie sagen nicht, dass dieser begriff erfunden wurde um die organentname zu legalisieren  hör dir  intensivschwestern an ,die  bei organentnahmen dabei waren --horror  pur !

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Kommentar von cyracus
16.02.2016, 18:49

@Andrastor,

Weil eine Organspende Leben retten kann.

Vor allen Dingen kann die Weigerung zur sogenannten "O-spende" Leben retten, und zwar das Leben des Schwerstkranken, der weiterbehandelt wird.

Wenn du dich absichtlich weigerst ein Organ zu spenden, kann man auch sagen du weigerst dich ein Leben zu retten. Das ist egoistisch. Aber ob du damit leben willst, hängt von dir ab.

Damit unterstellst Du den O-spende-Gegnern der vorsätzlichen Tötung. Das ist ja ungeheuerlich und unverschämt.

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

Schon mal über das Wort "Spende" nachgedacht? Es ist eine freiwillige Gabe ohne jeglichen Druck und ohne jegliche Forderung!

Ob man spenden will oder nicht, darüber muss man nicht einmal nachdenken, wenn man das nicht will.

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Daran ist gar nichts egoistisch, ich habe mich zB auch nach langer überlegung und recherche dazu entschieden meine Organe nicht zu spenden und bekomme von meinen Mitmenschen teilweise auch Beleidigungen zugesprochen wenn das Thema mal aufkommt. Aber diese Menschen haben sich meistens einfach nicht informiert um für alle Optionen tolerant zu sein oder sind sehr verbissen auf ihre eigene Meinung fokussiert, da es echt jedem selber zusteht, was mit den eigenen Organen passiert und das soll auch respektiert werden. Es gibt zahlreiche Vorfälle, wo Ärzte die Angehörigen von Personen, die im Sterben lagen und nicht mal wirklich hirntot waren, also noch eine Chance auf ein Überleben hatten, so unter Druck gesetzt haben und auch persönlich sehr viel reingeredet haben, bis die Angehörigen zu einer Organspende zugestimmt haben. Erst später, als man sich dann beruhigt hat und viel nachgeforscht hat, wurde dann mitgeteilt, dass der Patient noch gar nicht hirntot war. Unter solchen Umständen finde ich es völlig akzeptabel also eindeutig nein zu einer Organspende zu sagen, ignoriere also einfach die anderen Meinungen, es ist am Ende nämlich dein Leben und wer das nicht respektiert ist einfach viel zu unreif und unerfahren.

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Kommentar von eggenberg1
14.02.2016, 21:26

der hirntod ist eine erfundener ausdruck , um organe  entnehmen zu können  --es gibt ihn nicht  in dieser  form ! man könnte ihn auchnicht nachweisen !

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Ich denke, mit 14 kann man sich mit dieser Entscheidung noch Zeit lassen.

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