Warum sagen eigentlich immer alle die nicht betroffen sind/waren das Ritzen nichts bringt?

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12 Antworten

Klar bringt es einem etwas sonst würde man es nicht tun - in dem Moment. Nur in Summe bringt es nichts weil es nicht das eigentliche Problem beseitigt. Das ist wie wenn die Fensterscheibe deines Autos verdreckt ist und du versuchst das zu beheben indem du jedes Mal wenn Dreck drauf ist, die oberste Glasschicht wegkratzt.
In dem Moment ist es wahrscheinlich sogar für denjenigen eine "Erleichterung" wie bei jedem Drogensüchtigen, Alkoholkranken, Choleriker, .... auch. Aber eben nur in diesem Moment. Man "rettet" sich mit Ritzen aus einem Problem kurzzeitig, wo man keine andere Lösung weiß. Mehr "bringen" - auch auf Dauer - würde natürlich wenn man das eigentliche Problem angeht.

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Weil zum einen auch andere freunde haben die das taten/tun

Und es ist der gesunde Menschenverstand das dies nicht hilft.  man verstümmelt sich und har am ende noch narben die immer bleiben und einen daran erinnern.

Klar ist mir die theorie bewusst das es hilft und den seelischen schmerz kurzzeitig lindert. heroin aber auch. und du würdest ja auch sagen ne du lass mal das fixen sein.

Ist natürlich nicht soo schädigend.  aber es entsteht schnell eine abhängigkeit und man sollte erst garnicht in diesen Strudel kommen.

Denn die Depression isr schon so schwer genug zu überwinden ohne zusatzballast

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Naja du hast dich selber geritzt und rätst anderen davon ab, also stimmt es ja was die anderen sagen.

Ich hab selber keine Ahnung davon und war nie in dem Maße depressiv, dass ich mich hätte selbst verletzen müssen. 

Im Gegensatz zu anderen kann ich allerdings zumindest etwas verstehen warum man es macht. 

Aber jetzt mal im Ernst jeder mit etwas Grips sollte wissen, dass es nichts bringt. Wenn Menschen schwerwiegense Probleme im Leben haben muss man versuchen diese zu lösen. Durch Ritzen und Alkohol oder sonstige Drogen, löst man diese allerdings nicht, sondern vergisst sie vielleicht für ein paar Momente aber danach gehts wieder von vorne los. 

De facto es bringt einfach nichts, da es das Problem nicht beseitig, welches für dieses Verhalten verantwortlich ist es schafft nur vorübergehens Abhilfe was meiner Meinung nach keine Alternative ist. 

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:30

Nein, es stimmt nicht. Meine Erfahrung sagt, dass die Klinge einen von einer großen Zwangsepisode befreit und man damit einen Preis bekommt. Ich kann aber schlecht hier hin schreiben wo tausend Ritzer sind: Alle mit Zwangserkrankung sollten das mal ausprobieren, mir hat es ein Stück geholfen und es war ein bleibender Preis der mich vor dem Schlimmeren geschützt hat!

Dann wüsste ich genau was mir die Community an den Kopf knallen würde, also hab ich das nicht in die Frage geschrieben.

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Kommentar von Midnight1999
17.11.2016, 13:40

Wenn du keine Ahnung hast, dann halt die Klappe.

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Sich selber zu verletzen, kann wohl kaum der richige Weg sein, um psychische Probleme zu lösen, auch dann nicht, wenn es im ersten Moment zwar kurzfristig Erleichertung verschafft, aber natürlich das Problem nicht löst - um genau das zu erkennen, muss man nicht selbst betroffen sein sondern nur seinen Verstand einschalten.

Auch diejenigen, die sich ritzen, wissen das, sie finden nur in dem Moment keinen anderen Ausweg - die gibt es aber.

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:16

Jaaa, aber dafür musste ich die Zwänge nicht ausführen. Ich war zu dem Zeitpunkt in der Psychiatrie und ich habe ja geschrieben: Ich habe zwei Möglichkeiten bekommen. Ritzen oder Leiden. Lieber habe ich mich ein paar mal geschnitten als 2 Stunden da zu liegen und unter meinen Gedanken und Zwängen kaputt zu gehen. Das war viel schmerzhafzer, ich sag's dir

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:34

Es war ja niemand da. Mittagspause. Alle auf ihre Zimmer!!! -.-

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Weil es Dinge gibt, die man nicht verstehen kann, wenn man es nicht selbst erlebt/gefühlt hat. Ritzen bzw. SVV allgemein gehört leider dazu.

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In einem Nachschlagewerk über Jugendliche heißt es: 

„Heranwachsende, die sich selbst verletzen, fühlen sich oft hilflos, haben Mühe, mit anderen über ihre Gefühle zu sprechen, sind einsam oder verlieren den Bezug zu anderen, stecken voller Ängste und haben wenig Selbstachtung.“

Selbstverletzer schaffen es nicht, ihren Schmerz in Worte zu fassen und sich bei einer Vertrauensperson auszusprechen; und so können der Druck und die Belastungen in der Schule, die Erwartungen am Arbeitsplatz oder Konflikte zu Hause für sie übermächtig werden. 

Sie sehen keinen Ausweg und wissen niemand, mit dem sie darüber reden können. Der innere Druck wird unerträglich. 

Schließlich entdecken sie, dass ihnen das Ritzen Entlastung von ihrem inneren Druck bringt.Und sie haben das Gefühl, weiterleben zu können — zumindest eine Zeit lang.

Manche haben ein Trauma durchlebt (Missbrauch, Vergewaltigung, ...).

Wer sich selbst verletzt, möchte im Allgemeinen gern damit aufhören, findet das aber sehr schwer.

Aber das war hier nicht die Frage, wie man damit aufhören kann ...

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Ich habe mich vor Jahren auch eine Zeit lang geritzt. In dem Moment hat es mir eins gebracht, unzwar, dass ich meine Eltern wachrütteln kann, da sie sich nicht um mich gekümmert hatten. Im nachhinein hat es mir nichts gebracht, ausser hässliche Narben die mich daran erinnern wie schrecklich und dumm das war.

Ich verurteile Menschen aber nicht die sich das antun, denn es muss ja Gründe haben, wieso sie sich das antun. Ein Hilfeschrei, man muss denen helfen! Nicht weg schauen. Natürlich gibt es auch Pubertierende Mädchen die dadurch Aufmerksamkeit erwecken wollen, ohne Grund. DAS ist Dumm!

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Kommentar von Midnight1999
17.11.2016, 13:53

Du hast dich selber aus Aufmerksamkeit geritzt & nennst andere, die sich auch aus Aufmerksamkeit ritzen, dumm?

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Kommentar von Mayla1995
17.11.2016, 13:55

Ne. Ich habe mich nicht für die Gesellschaft geritzt das ist ein gewaltiger Unterschied. ;-)

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Für mich stellt sich immer die frage, wie kann man bewusst sich selbst Schmerzen zufügen und glauben das es etwas bringt. 

Klar Leute die das machen leide oft unter Depressionen o.Ä. Aber wenn man merkt das sich so etwas anbahnt kann man sich doch Hilfe hohlen. 

Zu deiner Frage warum die Leute sagen dass es nichts bringt: Ganz einfach, weil es nichts bringt. 

Frag dich doch mal selbst was soll es dir bringen wenn du dir Schmerzen zufügst und deinen Körper verunstaltest? 

LG

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:14

Folgendes bringt es: Ich könnte damit meiner eigentlich, viel schlimmeren Krankheit entkommen! Ansonsten hätte ich stundenland da gelegen und unter meinen Zwängen gelitten, die übrigens mehr weh tun als Schnitte. Zumindest war es bei mir so. Vielleicht sollte ich ein Buch über die Krankheit schreiben, damit man versteht das das wirklich Hölle pur ist.

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:21

Ich war bei Therapeuten, aber gerade in einer Notsituation wo man alleine ist würde doch niemand der eine richtige Zwangserkrankung hat den qualvollen Weg einschlagen. Zudem haben die in Herborn ja eh keine Lust gehabt! In meinem Zustand damals hätte ich eine 24H á 7D Betreuung haben müssen. Aber nein, unsere richtigen Ritzer müssen sich ja halb bewusstlos ritzen 🙄
Was denken die, was es bringt wenn man in der Mittagspause und in der Nacht alleine ist? Ich hätte eine Vertrauensperson gebraucht aber man hat mir nichtmam die Chance gegeben. Wenn man nicht die Einzige ist muss man für sich selber sorgen, da andere immer was einbauen was einen unglücklich macht.

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:32

Das Problem ist ja, dass es immer nur zwie Möglichkeiten gab. Normale psychiatrische Klinik (Herborn) oder geschlossen, gefängnisähnliche Klapse (Marburg). In der Normalen habe ich nicht die nötige Hilfe bekommen, in der verschärften hätte ich nur einen weiteren Schaden davon getragen. :/
Inzwischen habe ich den richtigen Weg: Ambulante Therapie, normales Leben. Leider kam das etwas spät aber es kam. :)

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 14:14

Die Psychiatrien sind schlimmer als in den Filmen ..

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Sorry, das ist nur krank, Selbstverletzung ist krank. derjenige braucht eine Therapie

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Weil es einfach behindert ist, seinen Körper schaden zu zufügen und sich dabei in irgendeiner Weise befriedigt fühlen.

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:11

Du hast es nicht verstanden. Ich habe doch geschrieben, warum ich das getan habe. Sonst hätte ich den wirklich schmerzhaften Weg nehmen müssen.

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Kommentar von Kitharea
17.11.2016, 11:00

Das sagst du jetzt auch jedem: Raucher, Nägelkauer, Sadisten, Masochisten, Kalten-Kaffee-Trinker, Übergewichtigen, Boxer, ...
Letztendlich fällt vieles unter absichtlicher Selbstverletzung - nur die moralische Wertung der Gesellschaft dazu ist eine Andere.

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Vermutlich, weil sie es selbst nie erlebt haben und weil sie keine Ahnung haben wie das ist.

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Beispiel:  ich bin traurig und unglücklich weil mein freund mich verlassen hat. jetzt ritze ich mich. kommt mein freund aus diesem grund zu mir zurück?  werde ich durch das ritzen jetzt glücklich? habe ich durch das ritzen meine trauer über das ende einer beziehung bewältigt?

ich glaube, die antwort auf alle meine fragen lautet nein!  also: was hat mir das ritzen jetzt gebracht, außer das ich mich selber verstümmelt habe?

wenn du ehrlich bist und nachdenkst, kommst du zum selben schluss wie ich: außer einem kurzfristiken "schmerzkick" bringt es garnichts.

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 10:18

Stop. Lies den Text.
Was hat mir das Ritzen gebracht? Ich bin einer schmerzhaften Episode meiner Zwangserkrankung durch etwas Blut entkommen und musste mich nicht quälen.

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Kommentar von moonwalker13mj
17.11.2016, 12:38

Da hast du noch keine Zwangsstörung gehabt, wenn du nicht weißt das das schlimmer ist als sich ein paar Schnitte in den Arm zu geben!

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Kommentar von Midnight1999
17.11.2016, 14:09

Beim ritzen werden Endorphine (_*GLÜCK*_shormone) ausgeschüttet. So viel dazu. -.-

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