Warum rostet rostfreier Edelstahl?

11 Antworten

Die verwendeten Legierungen sind nicht völlig korrosionsbeständig. Dafür gibt es 2 Gründe. Einer ist der Kostenfaktor, hochlegierte Stähle sind teuer. Der andere ist, dass eine Legierung, die auf maximale Korrosionsbeständigkeit optimiert ist, selten optimale mechanische Eigenschaften hat. Wenn es darum geht, Messer herzustellen, die möglichst lange scharf bleiben, oder auch Gabeln mit filigranen Zinken die trotzdem formstabil sein sollen, kann Korrosionsbeständigkeit und mechanische Eignung zu einem unüberwindbaren Zielkonflikt führen.

wie man das in den Lebensmittelbereich überhaupt verantworten kann

Eisenoxid ist nicht giftig.

Das Stichwort Flugrost könnte das richtige sein. Wenn sich Edelstahl und normaler Stahl unter geeigeneten Bedingungen (Feuchtigkeit) berühren, rostet entweder auch der Edelstahl oder der Rost des normalen Stahls lagert sich auf dem Edelstahl ab. Jedenfalls verfärbt sich der Edelstahl.

Bei mir rostet normalerweise nichts aus Edelstahl, auch nicht in der Spülmaschine, außer wenn ich mein rostanfälliges (aber sehr gut zu schärfendes) Fleischmesser feucht abspüle und dann auf der Edelstahlspüle vergesse.

Wikipedia nennt übrigens diese Art der Rostentstehung nicht, es handelt sich bei diesem "Flugrost" also wohl eher um eine umgangssprachlcihe Verwendung.

Ja das nennt man "Werbefalle" genu wie "unkaputtbare" Teller. Das ist alles nur Werbung.

Die Rostbeständigkeit wird lediglich durch eine Schutzschicht (auch Passivschicht genannt) erzeugt, die sich wie eine Haut über das Eisen legt. Edelstahl an sich ist nicht rostfrei.

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