Warum ritzen sich viele Mädchen in der Pupertät?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn man sich ritzt, spricht man auch von Aggressivität gegen sich selbst. Viele Menschen suchen ein Ablassventil, wenn sie mit Gegebenheiten nicht zurecht kommen und können über den Schmerz in dem Moment vergessen. Andere wollen sich damit selbst unbewusst bestrafen. Fühlen sich nicht liebenswert etc. pp.. Dass Du so viele Menschen, um Dich herum hast, die sich ritzen, finde ich schon bemerkenswert und auch befremdlich. Das hört sich fast so an, als wäre es eine schicke Methode um Aufmerksamkeit zu erlangen, schon alleine deswegen, weil Du sagst, dass sie es ganz offensichtlich zeigen. Du hast recht, jeder Mensch muss irgendwann mit irgendwelchen Problemen zurecht kommen, Liebeskummer gehört dazu - und natürlich ist es kein Grund sich zu ritzen. Da müsste vermutlich wirklich mal ein Fachmann hinter die Fassade gucken, um festzustellen, welche Beweggründe tatsächlich dahinter stecken. Selbst wenn man nur Aufmerksamkeit haben möchte, ist dies - so denke ich - ein wirklich schlechter Weg - zumal die Narben einen immer daran erinnern werden.

Wenn man die täglichen Fragen hier verfolgt wirkt es wie ein "Trend". Ich habe in meiner kompletten Schulzeit nicht 1 Person gekannt die sich selbst verletzten wollte. Allein der Begriff "ritzen" war vollkommen ungewöhnlich.

Lese ich hier täglich mit bekommt man das Gefühl das man das Heute so macht wie wir damals Aufkleber gesammelt haben :(

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"Auto-aggressives" oder "selbstverletzendes Verhalten" (SVV) nennen Psychologen es, wenn Menschen sich absichtlich Wunden zufügen. Das machen besonders häufig Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren. Trennung der Eltern, Probleme mit der Familie oder dem Freund, Mobbing in der Schule, sexueller Missbrauch - es kann sehr unterschiedliche Gründe haben, warum sich Jugendliche verletzen. Schon früher hat es Jugendliche gegeben, die sich selbst verletzen, doch es gibt eine deutliche Zunahme, denn insgesamt nehmen psychische Störungen bei Jugendlichen zu. Vor dem Ritzen fühlt jeder Betroffene etwas anderes. Manche wollen sich bestrafen, weil sie wütend auf sich selbst sind. Andere fühlen sich zerrissen oder wollen die Endorphin-Ausschüttung, die beim Schneiden entsteht - oder sie wünschen sich Aufmerksamkeit. Nach dem Ritzen aber spüren die meisten das Gleiche: Erleichterung, weil der Druck, der sich aufgestaut hat, nachlässt. Daher werde das Ritzen als Lösungsweg erlernt - und oft sogar zur Sucht.

Als ich in deinem Alter war hatte ich auch 2 Mädchen in meiner Stufe die haben sich offensichtlich geritz. In meinen Augen war dies nur Spielerei und ein Verhalten um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wir sind abends alle zusammen weg gegangen und sie waren dann zu zweit auf der Toilette und kamen dann heraus und haben es allen offensichtlich präsentiert.

Es ist auf gewiesser Weiße ein Schrei nach Aufmerksamkeit aber ich glaube nur die Mädchen die nicht damit angeben haben ein tatsächliches Problem das sich nicht so einfach lösen lässt da sie es verschweigen und in sich hinein fressen.

Die Mädchen die es offensichtlich machen haben in meinen Augen auch psychische Probleme die aber in der Hinsicht mehr mit der Pupertät zusammen hängen und sich irgendwann wieder legen.

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