Warum reicht es nicht, wenn sich Einwanderer an Recht und Gesetz des Landes, in dem sie leben, halten und warum sollen sie sich an "unsere Kultur" anpassen?

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14 Antworten

Das kritisiere ich auch immer, stoße aber auf taube Ohren. Viel Deutschen reden von Integration, meinen aber Assimilierung.  (Ich hoffe, man versteht den Unterschied zwischen den Begriffen).

Eine Integration muss zweifelsohne stattfinden, dazu müssen aber auch beide Seiten sich bewegen. Eine rein deutsche Kultur gibt es gar nicht (mehr), dies allein wegen der Globalisierung. Die Zeiten, wo wir nur Sauerkraut und Bratwurst aßen, sind längs vorbei. Essensgewohnheiten aus allen Länder der Welt sind bei uns eingezogen, Auch andere Artikel und Gewohnheiten wurde übernommen.

Von daher verstehe ich auch nicht, warum wir Deutsche immer eine Assimilierung wollen. Die Integration ist wichtig und richtig.

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Es wird von niemandem verlangt, dass er unsere Kultur übernimmt. Aber jeder Einwanderer muss sich an unsere Rechte und Gesetze halten. Das fängt damit an, dass bei uns Frauen gleichberechtigt sind (auf dem Papier), dass hier deutsch die Amtssprache ist, man das also können muss, dass hier Vermummungsverbot herrscht und eine gewisse Kleiderordnung in bestimmten Berufen. Da müssen wir uns dran halten und alle Einwanderer auch. Was die bei sich zu Hause machen, interessiert doch keinen.

Ich finde es schon als Urlauber völlig normal, dass ich zumindest versuche, ein paar Brocken Landessprache zu können und mich an z. B. deren Tagesabläufe zu halten. ich brauch keine Schnitzen mit Kartoffelsalat im Spanienurlaub! Und vor allem bei Urlauben in muslimischen Ländern müssen sich auch die Urlauber(innen) dran halten, was dort üblich ist. Wenn man teil des Landes sein will (und womöglich noch finanzielle Unterstützung bekommt, ist es einfach fair, sich dann auch anzupassen. Die Kultur in Spanien und in streng katholischen Bundesländern in Deutschland ist ja nun nicht mal so verschieden.

Ich finde, es werden hier schon genug Zugeständnisse gemacht (Moscheen, wo in einem Islamistischen Land gibts denn christliche Kirchen?) und wir übernehmen hier jede Menge von den Kulturen unserer "Einwanderer", angefangen von den Italienern der 60er Jahre bis zu den Dönerbuden der 80er.


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Die Sache mit der Kultur - und das hat ja ZockenistBeste schon gezeigt - ist ziemlich schwammig. Man kann darunter die Religion verstehen, die Sprache, die Ernährung, die Feste, Bekleidung, Frisuren und was einem sonst so alles einfällt.

Dadurch hat man immer die Möglichkeit, dem "Fremden" die Schuld zu geben, wenn es mit der Integration nicht klappt, denn: "Wir verlangen ja gar nicht viel, Du hättest Dich nur ein bisschen an unsere Kultur anpassen müssen".

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Es kommt auch niemand auf die Idee, daß Spanier, Polen oder Schweden sich großartig anpassen müßten. Zumal wir mit dem Christentum die gleichen kulturellen Wurzeln teilen. Auch geht es nicht darum was die Leute in ihrem Privatleben treiben.

Jedoch kann es sehr schnell zu Konflikten führen, wenn ein Teil einer Gesellschaft gänzlich andere Werte vertritt als allg.üblich. Wenn jdm. aus einem anderen Kulturkreis sich nun entscheidet hier zu leben, wird er sich auch an die hiesigen Regeln und Gebräuche halten müssen.

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:38

Kultur ist für Dich lediglich Religion?

Ich bin eingeborene Deutsche und keine Christin, habe auch keine christlichen Wurzeln. Leide ich an Anpassungsschwierigkeiten?

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Ich denke, was viele aufbringt, ist dass einige Migranten Ihre Kultur mitbringen möchten. Das ist das Problem. Oder wolltest du in Spanien eine Kirche Bauen und z.B. Flamenco verbieten lassen weil es deine Religion widersagt und du dich diskriminiert fühlst?

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:43

Ich war aktive Teilnehmerin eines Scottish Dancing Circle. Und ich habe auch meine deutsche Kultur mitgebracht. Meine Gäste bekamen deutschen Kaffee serviert, auch wenn sich die Spanier davor grausten... ;-)

Wenn ich in Spanien eine Kirche fürs Fliegende Spaghettimonster gebaut hätte, hätte sich garantiert niemand daran gestört, in Palma gibt es sogar eine evangelische Kirche!

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Es geht hierbei um soziale Kompetenzen. Wir "Deutschen" leben nach anderen Strukturen.

Pünktlichkeit zB ist uns sehr wichtig. In einigen Ländern gibt es so etwas nicht. Da gibt es zwar Termine aber die werden plus minus 2 Stunden einfach verschoben ohne Bescheid zu sagen.

Es geht eher um soziale Normen und Werte. zB auch das Frauen genauso behandelt werden wie Männer. Viele Einwanderer halten Frauen noch für ein minderbemitteltes Wesen und behandeln diese anders. Sie grüßen nur männliche Kollegen und mit den weiblichen wird gar nicht gesprochen.

Ich hatte mal einen ungarischen Mitarbeiter der mir als seine Vorgesetzte die Hand zum Gruß verweigert hat mit der Begründung "Wenn eine Frau einem Mann die Hand gibt dann bedeutet das, dass er kein Mann ist" 

Kurios aber Tatsache.

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:55

Das ist natürlich kurios, zeigt aber, dass das Ganze überhaupt nichts mit Religion (wie hier viele meinen) zu tun hat. Schließlich ist Ungarn ungemein katholisch.

Allerdings habe ich hier in Brandenburg von eingeborenen Brandenburgern auch erleben dürfen, dass diese Frauen für minderbemittelt halten... :-(

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Es geht doch weder um Beethoven noch um Bier, es geht um die Integration in die Gesellschaft! Um den Respekt der Grundrechte und um Freiheit. Es geht darum, dass keine Parallelgesellschaften mit konträren Wertvorstellungen entstehen und um Chancengleichheit. Um bei deinem Spanien Beispiel zu bleiben: bei der Arbeit zB hast du dich doch auch an die dort gelebten Standards gehalten. Das erwartet man, nicht dass du dir Stierkämpfe ansiehst.

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:31

Ja, es geht darum, das Recht zu respektieren,  da gebe ich Dir vollkommen recht. Aber es ist so oft von Kultur die Rede, an die sich Zuwanderer anpassen sollen...

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"an "unsere Kultur" anpassen, nicht absurd? "

in einigen ländern ist es üblich das man in die bank geht und das gesicht verhüllt ist. das ist es hier nicht. da dürfen sich die gäste schon anpassen.

die amtssprache hier ist deutsch  - also sollten die gäste sie lernen - und nicht fordern das sie dann eben einen übersetzer brauchen wenn sie was wollen

in deutschland ist es üblich das man ein tier tötet bevor es ausblutet - daran sollten sich die gäste dann schon halten. auch wenn es in ihrer alten heimat anders war.

die gäste müssen sich nicht an alles anpassen. zu hause können sie reden wie sie wollen. und anziehen was sie wollen.

wenn es allerdings zu vorfällen kommt wo die gäste da einheimischen vorschriften machen wie die einheimischen sich anzuziehen haben oder was sie zu unterlassen haben dann dürfen die gäste wieder gehen. - auch mit tatkräftiger untertützung der einheimischen

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Kommentar von Blindi56
19.07.2016, 08:34

Genau. oder dass man Schweinefleisch isst....auch damit wird ja auf die Einwanderer schon Rücksicht genommen, in Kantinen etc.

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:37

Alles, was Du anführst (nicht mit Helm oder Kapuze in die Bank, Amtssprache etc.), ist bereits durch Gesetze geregelt.

Allerdings ist es in Deutschland nicht üblich, dass man ein Tier tötet, bevor man es ausblutet, man betäubt es lediglich (sonst würde es auch nicht ausbluten), nur bei der Jagd kann es passieren, dass das Tier vor dem Aufbrechen tot ist.

Mir ist kein Fall bekannt, dass ein Hotelgast oder auch ein Einwanderer einem Eingeborenen Vorschriften zur Kleiderordnung gemacht hätte.

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Es verlangt niemand von den Einwanderern, dass sie jetzt Bier saufen oder Beethoven hören. Die sollen auch zu Hause sprechen, wie sie wollen. Es geht um Sachen wie Frauen mit Respekt zu behandeln, Sachen nicht mit Gewalt zu lösen etc. Das sind alles Dinge, die für viele Einwanderer aus den islamischen Ländern aber mehr oder weniger unbekannt sind. Desweiteren sollen sie unsere Sprache lernen, damit die nicht neben uns her wohnen, sondern mit uns zusammen. Und da kann nicht verlangt werden, dass wir den ihre Sprache lernen. 

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:48

Das kann man wirklich nicht so pauschal sagen. Ich habe seit Monaten mit Einwanderern zu tun und von mangelndem Respekt gegenüber Frauen (wir sind als Sprachhelfer hauptsächlich Frauen) nichts gemerkt. Auch sind die Männer, mit denen ich zu tun habe, keineswegs darauf aus, alles mit Gewalt zu lösen (das sieht bei manchen deutschen Dorfeinwohnern hier anders aus).  Und beim Sprachunterricht sind diese Menschen ebenfalls motiviert.

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Es geht nicht darum, dass diese Menschen ihre eigene Kultur verleugnen und unsere annehmen.

Es geht darum, dass sie unsere Kultur respektieren und unsere Gesetze befolgen.

Das heißt für mich, dass Frauen respektiert werden müssen, dass man nicht in Schulen das Kreuz abhängen muss, weil sich Muslime dadurch gestört fühlen. Diese aber mit Kopftuch in der Schule erscheinen. Oder Erstklässer dazu angehalten werden, aus Rücksicht auf ihre muslimischen Mitschüler nicht mehr "Grüß Gott" zu sagen. Auch geht es nicht, dass Muslime den Koran über das deutsche Gesetz stellen. Dann sind sie ganz einfach ins falsche Land ausgewandert.

Mir selbst ist es schon passiert, dass mir eine Gruppe von jungen männlichen Asylanten keinen Platz auf dem Gehweg machen wollte und ich deswegen auf die Straße ausweichen musste. Dann hatte ich mal einen jungen türkischen Auszubildenden, der mir weder die Hand geben wollte, noch sich von mir Arbeitsaufträge geben lassen wollte. So etwas geht nicht!

Wenn ich in ein muslimisches Land fahre, dann gehe ich auch nicht im Minirock und auf Higheels in die Moschee!


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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 09:05

Wenn ich in ein muslimisches Land fahre, dann gehe ich auch nicht im Minirock und auf Higheels in die Moschee!

Ja, aber was ist der Umkehrschluss? Eine Minirock- und Highheelspflicht in deutschen Kirchen?

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Hm... Wo fängt Integration an, wo hört sie auf..?

Kein Thema, man muss keine deutschen Volkstänze können oder Bier und / oder Beethoven mögen oder zum Oktoberfest zu gehen.

Eine absolute Abschottung vom gesellschaftl. Leben des Landes, in dem man lebt, ist i-wie auch seltsam....Du warst ja in Spanien auch sicher auch nicht in einer deutschen Enklave hermetisch abgeschottet lebend.

Ist immer so eine Sachen mit Integration.... Das muss von beiden / allen  Seiten gewollt sein.....

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:50

Du warst ja in Spanien auch sicher auch nicht in einer deutschen Enklave hermetisch abgeschottet lebend.

Nein (obwohl es solche Deutsche dort gibt und nicht zu knapp). Aber ich muss zugeben, mein Freundeskreis war fast aussschließlich britisch/skandinavisch. Es ist wirklich normal, dass sich die Ausländer zusammentun, das ist in jedem Land so.

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Es geht um Vorurteile. Der Islam sei eine Bedrohung, er müsse mit allen Mitteln bekämpft werden. Da aber die Religion vom Grundgesetz geschützt ist, müssen Politiker das anders formulieren.

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Hat man einen Einblick und ein Grundverständnis für die Kultur eines Landes, so kann man sich besser und leichter integrieren und eine Offenheit, ja sogar Liebe für das Land entwickeln, was für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellt und den Frieden sichert.

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:39

Oh, ja, das ist natürlich richtig und das sollte auch so sein. Aber ein friedliches Miteinander ist auch möglich, ohne die eigene Kultur aufzugeben.

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weil spanien und deutschland ca die gleiche kultur haben, kannst du das überhaupt nicht vergleichen

es geht um islamische kultur, die wollen wir hier keinesfalls

ob du paella isst oder eisbein, interessiert eigentlich keine sau, es geht um andere dinge

es hat ja auch niemand etwas gegen dönerbuden zb

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Kommentar von DonkeyDerby
19.07.2016, 08:25

weil spanien und deutschland ca die gleiche kultur haben

lol

Welchen Kulturbegriff hast Du denn?

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Kommentar von Marakowsky
19.07.2016, 08:29

Haha, du warst wohl noch nie in Spanien...

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