Warum redet eine Stimme in uns beim Denken?

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12 Antworten

Ich weiß, was du meinst und beim Schreiben, Lesen und Denken habe ich diese "Stimme" im Kopf. Wie unsere Sprache formulieren wir auch unsere Gedanken nur sprechen wir sie eben nicht aus. Genauso kann man auch in Träumen sprechen. Und auch die Sprache der Gedanken und Träume kann z.B. wenn man lange genug in einem anderen Land gelebt hat, die Sprache ändern. Also bist du zum Beispiel Deutsche und mit dieser Sprache aufgewachsen und dann gehst du irgendwann nach Spanien und lernst Spanisch und nach 10 Jahren bist du immer noch dort und hast mittlerweile kaum noch deutsche Kontakte und so kann es passieren, dass man auch in Spanisch denkt und träumt. Manche verlernen sogar regelrecht ihre Muttersprache, wenn sie niemanden haben, mit dem sie sich in dieser Sprache austauschen können.

Was ich mir frage: Was ist mit einem, der von Anfang an gehörlos ist? Wie formuliert der seine Gedanken? Er hat ja dann die Sprache nie gehört, sondern nur gesehen durch Sprechen mit den Händen oder Bewegungen des Mundes (Lippenlesen). Der müsste doch dann visuell sprechen... sich die Sprache also bildlich vorstellen.

PeterSchu 23.03.2012, 23:40

Man muss nicht unbedingt all seine Gedanken sprachlich formulieren. Wenn das so wäre, könnte man höchstens im Schritttempo Auto fahren.

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Denken ist ein bewusster Vorgang und damit uns etwas bewusst wird benötigen wir Sinneseindrücke. Daher "hören" wir manchmal eine simulierte Stimme: Sie ist ein akustischer Eindruck und vermittelt semantische Information. Man kann aber auch in Bilder denken, was beim Entwerfen geometrischer Figuren nützlich ist. Oder in Zahlen, entweder als Symbole, Anzahl oder Größe (und natülich auch in Sprache :D). denke ich an die Zahl 1 kann ich denken: "eins", 1, . (Anzahl), _ (Länge).

Kurz ausgedrückt kann man entweder in dem Sinneseindruck denken, womit man das gedachte Objekt selbst wahrnehmen würde, oder man denkt in Sprache, also einer semantischen Beschreibung eines Objektes. Bei gehörlosen Menschen wären das Gehörlosensprache, bei Menschen mit Gehör wären das stimmen.

Nur manchmal habe ich das. Ich habe eher zu jedem Gegenstand ein Bild vor Augen. Wir wachsen ja mit der Sprache auf, von daher ist es aber auch normal dass man beim Denken Stimmen hört.

Also bei mir schon und bei anderen normalerweise auch. Mit Sprache verknüpfen wir ja Eindrücke und erschaffen zusammenhänge.

Sonst würde man ja auf eine Uhr schauen, Zahlen und Zeiger sehen und das war es dann.

PeterSchu 23.03.2012, 23:38

"Sonst würde man ja auf eine Uhr schauen, Zahlen und Zeiger sehen und das war es dann."

Natürlich kann man auch ohne die Stimme denken. Oder spricht beim Autofahren ständig eine Stimme zu dir "Jetzt bewege den Blinkerhebel nach oben, weil du links abbiegen wills. Achtung, das kommt ein Auto in die Quere. Tritt doch mal lieber auf die Bremse, sonst geht das schief."

Wenn du mit dem Bremsen wartest, bis die Stimme ausgesprochen hat, ist es in der Tat zu spät.

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Wenn die Stimme nicht wäre, wüsstest du ja nie, was du denkst. ;-)

Sprache dient als Informationsträger. Worte sind die Informationsbausteine. Also denkt man abstrakt in gesprochener Sprache. Aber oft auch visuell

Hmm, ich würde behaupten nein. Ich höre keine Stimme in meinem Kopf, wenn ich nachdenke.

Ja, selbstverständlich. Natürlich hast du recht. Ähm, und wenn du mal einen Psychiater konsulieren würdest?

Naja, also ich und Heinz (meine Stimme im Kopf) haben eine rege Freundschaft, ja...

Ich habs ja schon immer gesagt, dass mir von einer Stimme im Kopf Befehle gegeben werden, nun weiß ich dass es auch anderen so geht. Da müssen die Illuminaten hinterstecken.

2 stimmen in meinem kopf sagen ich sei normal, die dritte summt die melodie von tetris

nö tut sie nicht, nur wenn ich gedanklich auch was formuliere

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