Warum reden so viele Atheisten Gläubigen den Glauben kaputt?

24 Antworten

Hallo Tektite275!

Ja, ich stimme dir zu. Gegenseitige Toleranz ist in einer modernen Gesellschaft das A und O. Um genau zu sein, handelt es sich allerdings bei solchen Personen um radikale Atheisten.

Der Durchschnittsatheist, der nur für sich selbst nicht an Gott glaubt, äußert sich für gewöhnlich nicht öffentlich dazu und hat ein ausreichend großes Selbstwertgefühl, um den Glauben von Menschen zu respektieren. Vor solchen Atheisten habe ich großen Respekt, denn für ehrliche Toleranz braucht es innere Stärke.

Beispiele für radikale Atheisten gibt es in großer Zahl in Internetforen wie etwa Gutefrage. Hier können sie öffentlich ihre Meinung propagieren (genauso wie radikale Gläubige) und stellen sie aber zugleich als vermeintliche Tatsache dar. Das ist eben die Wurzel allen Übels und solange die Menschen nicht zwischen Meinung und Tatsache unterscheiden können, wird es immer extreme Ansichten und Gruppierungen geben.

Du wirst sehen, dass unter deiner Frage noch einige Antworten abgegeben werden, die schlichtweg darauf abzielen, die Sache umzudrehen. Nach dem Prinzip: Es wären ja eigentlich die Gläubigen, die Atheisten belästigen würden. Eine klassische Argumentationsstrategie von Atheisten - Spiegle die Argumente deines Gegenübers, um die bessere rhetorische Position zu erlangen. Dass das nichts mehr mit Objektivität zu tun hat und dass die ursprüngliche Frage damit unter den Tisch gekehrt wird, wird natürlich von atheistischer Seite ignoriert.

Wie auch immer. Kaputt machen im engeren Sinne kann man den Glauben eines Menschen gar nicht. Dazu müsste erstmal ein atheistisches Argument belegt werden, was allerdings aus Logikgründen niemals geschehen wird.

Aber ich verstehe deine Aussage voll und ganz. Denn einige Atheisten wie hier auf Gutefrage verhalten sich tatsächlich einfach nur ekelhaft. Anstatt ein sachliches Gespräch zu führen, versuchen sie es mit Polemik, Bloßstellung und Beleidigung. Dahinter stecken meist eine tiefe Intoleranz, schwelende Wut, niedrige soziale Kompetenz und massive Egozentrik. Aus diesen Gründen ist es praktisch unmöglich, eine objektive Diskussion mit solchen Menschen zu führen und man sollte von einem Dialog absehen.

Ich kann jedem Gläubigen daher nur raten, sich auf keine Diskussionen einzulassen. Davon wird niemand glücklich und die Meinung beider Seiten bleibt ohnehin unverändert. Ein netter Trost ist die Tatsache, dass gemäß Studien immerhin mehr als 2/3 der Menschheit gläubig sind und sich der Atheismus sehr sicher niemals durchsetzen wird. Dafür gibt es einfach zu viele vernünftige und kluge Menschen in unserer Welt. Nicht umsonst haben sich bereits in der Geschichte kluge Köpfe wie Albert Einstein und Kurt Gödel für Gott ausgesprochen. Das ist immer gut zu wissen und eine wohltuende Bestätigung für die Richtigkeit des eigenen Glaubens.

Viele Grüße
ScienceBuster

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Glaube hat rein garnichts mit Vernunft oder Klugheit zu tun. Es ist genau wie der *Nicht-Glaube" eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss indem er seiner Überzeugung folgt.

Radikale gibt es leider in allen Glaubensrichtungen (oder auch Nicht-Glaubenszweigen) ... Aber ansonsten ziehe ich mit deiner Aussage gleich.

😉👍🏻

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@Lion1012
Glaube hat rein garnichts mit Vernunft oder Klugheit zu tun.

Ich denke nicht, daß er das wirklich glaubt.

Ich glaube stattdessen, er wollte bei dieser Gelegenheit nur mal bissl Atheisten bashen.

Sei es ihm gegönnt :)

Grade die letzten beiden Absätze sind eher weniger sachlich, eher gefühlsgeladen.

Es ist genau wie der *Nicht-Glaube" eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss indem er seiner Überzeugung folgt.

Dem zweiten Teil stimme ich zu, dem ersten jedoch nicht - oder ich habe dich einfach falsch verstanden^^

Ich glaube nicht, daß Glaube eine Entscheidung ist, da ich es nicht beeinflussen kann. Auch wenn ich mich umentscheiden wollte, ginge das nicht.

Biete mir 10.000€ wenn ich an das Rosa Einhorn glaube. Ich könnte es nicht :(

Nein, ich müßte die Überzeugung erlangen und diese kann ich nicht erzwingen. Entscheiden kann ich da nichts.

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Anstatt ein sachliches Gespräch zu führen, versuchen sie es mit Polemik, Bloßstellung und Beleidigung.

Ich möchte dir einmal deine eigene Aussage zitieren:

"...und sich der Atheismus sehr sicher niemals durchsetzen wird. Dafür gibt es einfach zu viele vernünftige und kluge Menschen in unserer Welt."

Also nur Gläubige sind vernünftig und klug, die Atheisten nicht.

Jap, hast Recht, Beleidigungen finden sich bei vielen Usern hier auf GF in ihren Antworten.

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Nicht umsonst haben sich bereits in der Geschichte kluge Köpfe wie Albert Einstein und Kurt Gödel für Gott ausgesprochen.

Zu Kurt Gödel weiß ich nicht, aber bei Einstein ist dashier meine Information:

Es war natürlich eine Lüge, was sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird.
Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott, und habe dies nie bestritten, sondern habe es deutlich zum Ausdruck gebracht.
Wenn in mir etwas ist, was religiös genannt werden kann, dann ist es die grenzenlose Bewunderung für die Struktur der Welt, soweit unsere Wissenschaft sie enthüllen kann."
- Anwort vom 24. März 1954 auf einen Brief von J. Dispentiere, New Jersey, vom 22. März 1954 (Einstein Archives 59-495 und 59-494)

Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/127181-albert-einstein-es-war-naturlich-eine-luge-was-sie-uber-meine-rel/

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Das ist immer gut zu wissen und eine wohltuende Bestätigung für die Richtigkeit des eigenen Glaubens.

Eine Bestätigung für die Richtigkeit?

Wäre mir neu, daß irgendein Glaube (egal ob Allah, Vishnu, Shiva, Jhwh oder Brahman) als "richtig bestätigt" ist.

Aber selbst wenn man es nicht "als persönliche Bestätigung des Glaubens" fühlt, so hat Einstein ja scheinbar GEGEN diesen Glauben gesprochen.

Also eine wohltuende Bestätigung.... gegen den Glauben?

(egal welches von beiden es nun sein darf, es wäre beides gleichermaßen ein Argument basierend auf Ehrfurcht, weil die Person berühmt ist - und nicht, weil sie Experte auf diesem Gebiet ist)

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Atheisten können nur dann den Glauben Gläubiger kaputtmachen, wenn deren Glauben nichts taugt. In diesem Fall ist dies auch nicht schlimm, damit sich diese "Gläubigen" überlegen, was sie ändern sollten.
Bereits im Jahre 1968 haben die französischen Reformierten erkannt, daß sie einerseits die Freikirchen, andererseits die Atheisten als Gegenüber haben. Entsprechend legen diese großen Wert einerseits auf eine anspruchsvolle Theologie, andererseits auf Intellektualität in ihren Predigten - Entsprechendes läßt sich für die reformierte Kirche Genfs beobachten.
Allerdings besteht ein großer Unterschied dieser protestantischen Kirchen zu dem, was sich hierzulande abspielt: In Frankreich wurde die Trennung von Staat und Kirche im Jahre 1905 verwirklichtt, in Genf im Jahre 1907.

Woher ich das weiß:Recherche

Ob das so ist, weiß ich nicht. Es muss eine Resonanz vorhanden sein. Wenn man in Frieden mit sich selbst ist, braucht man nicht in eine Diskussion gehen bzw. etwas verteidigen. Es gibt Menschen, die versuchen zu provozieren, um eine Reaktion zu erhalten.

Oft haben sie unverarbeitete Kindheitskonflikte, vielleicht haben die Eltern sich früh scheiden lassen, oder ein Elternteil ist früh verstorben. Man fühlte sich allein gelassen, musste früh erwachsen werden. Trägt Groll in sich, den man vielleicht nicht gegen die (verstorbenen) Eltern rauslassen durfte. So kann man einen tiefen Schmerz in sich tragen und sucht sich Nebenschauplätze, um diesen loszuwerden.

Es ist wichtig, mit sich selbst liebevoll umzugehen, den Menschen, die einen in der Vergangenheit verletzt haben zu vergeben. Wir können uns jeden Moment entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Sozialpädagogik - Berufserfahrung

Das muss ja ein ziemlich schwacher "Glaube" sein, der sich mal eben schnell von ein paar doofen Atheisten "kaputtreden" lässt.😊

Wenn die eigenen Überzeugungen auf einem starken Fundament beruhen, ist es einem doch völlig Schnuppe, was die andere Seite behauptet. Mir zum Beispiel kann kein noch so frommer "Gottes"-anbeter meinen Atheismus "kaputtreden", egal ob "Christ", "Muslim" oder sonst irgendwas.

Ich kenne keinen Fall wo das jemals eingetroffen war, was natürlich daran liegen mag, das ich mir mein Umfeld gut auswähle, das ich daher keinen persönlich kenne.

Über genaue Motive kannman nur spekulieren - manche sind schlicht so naiv und denken was besseres zu sein, wenn man nicht glaubt.

LG-B.

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