Warum plötzlich befristeten Mietvertrag unterschreiben?

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9 Antworten

Hallo! Wir haben vor knapp einem Monat eine neue WG bezogen mit gültigen (unbefristeten) Mietverträgen für alle! Jetzt bekommen wir von unserem Vermieter einen neuen Vertrag - befristet - den wir umgehend unterschreiben sollen, womit der alte Vertrag ungültig wird.

Wenn Ihr einen Mietvertrag habt, muss kein Neuer gemacht werden.

Ohne Eure Zustimmung geht das schon mal gar nicht.

Außerdem geht das mit der Befristung nicht ohne entsprechende Gründe:

Befristung: Nur in 3 Fällen zulässig Befriste Mietverträge dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen abgeschlossen werden. Denn im Gegensatz zu alten Zeitmietverträgen müssen seit dem 1. September 2001 (Mietrechtsreform) befristete Mietverträge neben der fest vereinbarten Vertragslaufzeit einen konkreten Befristungsgrund beinhalten. Das Gesetz gesteht dem Vermieter folgende drei Befristungsgründe zu:

  • Der Vermieter will die Räume nach Ablauf der Befristung für sich bzw. seine Familie selbst nutzen (Eigenbedarf).

  • Der Vermieter will die Räume beseitigen oder so wesentlich verändern oder instandsetzen, dass dies bei Fortsetzung des Mietverhältnisses nicht möglich ist (Abriss, Totalumbau, Grundsanierung).

  • Der Vermieter willdie Räume an einen zur Dienstleistung Verpflichteten vermieten (Werks- oder Dienstwohnung).

Ohne schriftlichen Hinweis auf einen dieser drei Befristungsgründe kann kein Zeitmietvertrag wirksam abgeschlossen werden. Rechtlich gesehen handelt es sich beim Fehlen eines solchen Hinweises um einen unbefristeten Mietvertrag für den folglich auch die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten.

Der Vermieter kann sich seinen Wunsch sonstwo hinstecken.

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Neue Verträge sind nicht nötig, also nicht unterschreiben.

Mal davon abgesehen wäre der Grund der Befristung "steuerliche Vorteile" a) unwirksam und b) Quatsch.

Erklärung, er will Euch raus haben oder verhindern das Ihr ordentlich (fristgerecht) kündigen könnt.

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Auf keinen Fall einen neuen MV unterschreiben! Ihr habt einen MV und damit ist gut! Was der V. erzählt ist Unsinn und Unrecht.

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Das ist doch völliger Unsinn - steuerlich macht es überhaupt keinen Unterschied, ob ein Vermieter befristet oder unbefristet abgeschlossen ist. Ein befristeter Mietvertrag stellt auch aber als Mieter schlechter -- ihr könnt den nämlich nicht kündigen - er geht einfach bis zum Ende der Laufzeit und endet dann.

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Kommentar von johnnymcmuff
04.09.2013, 01:08

Zumal es nur drei Gründe für eine Befristung gibt und Steuervorteile gehören nicht dazu.

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Er hat dann die Option das Mietverhältnis nach Ablauf nicht mehr weiter zu verlängern. Oder er macht dann einen neuen Vertrag mit einer wesentlich höheren Miete (sofern Ihr zustimmt und dort bleiben wollt).

Ich würde auf jedem Fall bei dem unbefristeten Vertrag bleiben!

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Auf keinen Fall unterschreiben. Ihr habt einen gültigen Mietvertrag und den kann der Vermieter nicht kündigen, wenn Ihr Euch an Recht und Gesetz haltet.

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Was interessieren euch irgendwelche steuerlichen Vorteile eures Vermieters? Wenn er denn überhaupt welche hat, was ich nicht wirklich erkennen kann. Der Vorteil des VM ist nur der, dass er euch ohne großes Theater aus der Wohnung kriegt, wenn der MV ausgelaufen ist. Ihr seid im Besitz eines gültigen unbefristeten Mietvertrages, es gibt keinen Grund das zu ändern. Dem müsstet ihr sowieso zustimmen und wenn ihr das nicht macht, hat der VM halt Pech. Kündigen kann er euch bei eurer Weigerung natürlich nicht. Euer VM hält euch für doof.

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Hände weg - der zieht bestenfalls über den Tisch - Er sollte zumindest seine Vorteile mit euch teilen

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Klar, er schmeißt euch dann raus und erhöht beim Nachmieter die Miete um 100 %...

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