warum passiert son scheiß eigentlich immer mir?

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8 Antworten

Weil jeder seine subjektive Sicht auf die Welt hat.

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Objektiv betrachtet stimmt "Wieso (immer nur) ich (und nie die anderen)?" nicht - da die Kontingenzen des Lebens (wie plötzliche Erkrankung, Tod von lieben Menschen, "ungerechtes" Schicksal) jeden einzelnen treffen. Aber jeder ist mit seinem Schicksal letztlich allein, egal, ob es auch andere trifft.

Tolstoi hat das in der Kurzgeschichte "Der Tod des Iwan Iljitsch" schön zum Ausdruck gebracht: Sokrates ist ein Mensch, alle Menschen sind sterblich, also ist Sokrates sterblich. Das ist soweit klar - natürlich ist Sokrates sterblich. Aber doch nicht ich! Ich selbst bin doch etwas ganz anderes, als der Mensch als Gattungswesen. Ich bin doch etwas ganz besonderes, man kann doch mich nicht mit einem "Fall von Menschsein" vergleichen!

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In der philosophischen Anthropologie ist dies ein wesenhafter Zug des Menschseins: Jeder Mensch hat Anteil am allgemeinen Menschsein, aber jeder Mensch ist wesenhaft verschieden. Diese wesenhafte Unterschiedlichkeit macht den Menschen erst zur Person. Bei Bleistiften ist es egal, ob ich den einen oder den anderen nehme, ob 10 Bleistifte vor mir liegen, die alle gleich aussehen. Bei Menschen ist dies anders - jeder einzelne ist als Individuum wesenhaft.

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Dadurch entfaltet sich auch die subjektive Innenschau, das Gefühl, das jeden von uns manchmal beschleicht, dass ich etwas ganz Besonderes bin. Und damit hängt zusammen, dass das Leid, das Unglück, das mir wiederfährt, ein ganz anderes ist und ganz anders zu bewerten ist, als das Unglück, dass anderen geschieht.

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Das "Warum?" ist nicht zu beantworten. Das Leben ist nicht gerecht - jedenfalls nicht aus einer subjektiven Perspektive heraus.

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Eine konstruktionistische oder sogar konstruktivistische Sicht auf die Dinge, auf die Welt und auf das, was mit mir passiert, kann helfen. Wenn ich in einer Situation bin, die mir missfällt, dann habe ich wenig Möglichkeiten: Ich kann das Schicksal so hinnehmen wie es ist und darunter leiden. Und ich kann versuchen, die Situation so zu ändern, dass ich das Schicksal als Aufgabe an mich annehmen kann. Oder ich versuche, meine Sicht auf die Dinge zu verändern und so mit einer neuen Perspektive die Dinge anders wahrzunehmen und zu bewerten.

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Kurz: Die Welt ist so, wie Du sie siehst. Jedenfalls für Dich.

Oder in einer anderen Fassung, die am Morgen gute Laune macht (Lautsprecher an!): http://www.efraimstochter.de/songs/song_deutsch.shtml

Es gibt halt Tage, da bleibt man im Bett... Rückschläge wirst du viele haben in deinem Leben,,es kommt drauf an wie du die Rückschläge meisterst...

Ist halt so. Solche Tage kennt jeder.Wie sagte schon meine Oma: Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her! In diesem Sinne: immer positiv denken.

Das passiert nicht nur dir, das hab ich auch oft, bei mir ist das sogar noch schlimmer, ist ja bei dir ziemlich harmlos.

Nicht nur Dir.... Vorm aufstehen klingelt schon das Telefon.... mein Chef... ich bin krank... Du mußt.... ich muß gar nicht. Aber.... Du bist frei... Ich bin krank..., Aber du mußt trozdem.... Ich komm nicht.! Und es geht so weiter.... den ganzen Tag. L.G.

geht mir auch so, du bist nicht allein

Jeder hat doch mal Tage wo er schon im Ausweis nachschauen will ob er nicht Donald Duck der Unglückswurm ist.
Ich hol mir dann kompetente Hilfe http://de.youtube.com/watch?v=du85qeZrAt4 vom Profi. Und schon ist mir dann wieder klar: es gibt immer noch irgendwen, der mehr zu bemitleiden ist als ich.

Alles, was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter, nicht wahr...?

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