Warum nimmt man bei Titrationskurve Farbindikatoren?

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4 Antworten

Wenn man eine Titrationskurve mißt (also potentiometriert), dann gibt man keinen Indikator dazu, außer man findet das lustig. Denn die pH-Elektrode sagt einem ja ganz genau, wie der pH ist, da ist man nicht auf einen Indikator angewiesen.

Macht man eine Säure–Base-Titration ohne pH-Elektrode, dann ist ein Indikator sinnvoll; es gibt zwar auch alternativen (Leitfähigkeit), aber der Indikator ist watscheneinfach in der Anwendung. Vorausgesetzt, man findet einen, der zum pH des Äquivalenzpunktes paßt.

Man verwendet sie nicht bei TitrationsKURVEN, sondern für Titrationen. Und weswegen? Nun, eine Titration ist eine Analyse, eine Feststellung, wie viel Säure sich in einem Gemisch aus Säure befindet (Konzentrationsbestimmung). Und der Indikator soll den Umschlag anzeigen. Denn nehmen wir doch einmal eine verdünnte Salzsäure: Sie ist farblos. Und wenn man Natronlauge dazugibt, vedrändert sie sich nicht. Der Indikator (indikate = anzeigen) bewirkt einen Farbumschlag bei bestimmtem pH. Nun weiß ich nicht, ob ich Dir mit der Antwort geholfen habe.

Du mußt nicht für jede Titration einen Farbindikator verwenden, aber Farbindikatoren sind eine einfache und weit verbreitete Möglichkeit den Endpunkt einer Titration zu bestimmen. Viele Farbindikatoren gab es schon vor über hundert Jahren als eine alternative Möglichkeit noch nicht vorhanden war.

Bei der Titration einer Säure oder Base kannst Du heute auch ein pH-Meter verwenden. Es gibt auch Geräte die bestimmte Ionen, wie z.B. Iodid, in Lösung detektieren können. Damit könntest Du unterschiedliche iodometrische Titrationen durchführen.

Vorausgesetzt daß Du nur die Konzentration eines Stoffes bestimmen möchtest und nicht eine Stoffumwandlung gewährleisten möchtest, reicht es diese direkt von den Geräten abzulesen. Dann hast Du Dir die Titration gespart.

Weil man damit haargenau den Zeitpunkt bestimmen kann, wann die Säure/Base neutralisiert ist. Meistens reicht dann schon ein Tropfen und es schlägt komplett um. Man kann es einfach besser erkennen, wäre meine Vermutung jetzt.

Kommentar von vach77
27.05.2016, 14:21
 


Weil man damit haargenau den Zeitpunkt bestimmen kann

Ob der Äquivalenzpunkt um 14.35 Uhr, oder erst um Mitternacht erreicht wurde, ist nur für den Titrierenden interessant.

Über was wird aber der pH bei einer Titrationskurve abgetragen?

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