Warum nimmt der Bankensektor ab?

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4 Antworten

Die Antwort liefert deine Statistik eigentlich schon selber.

Seite 4: Weniger Filialen ( z.B. durch verstärktes Onlineangebote der "Hausbanken" & die neuen reinen Onlinebanken und weiteren FinTechs bedingt )

Seite 6: Du siehst, dass die Bilanzsumme eher gewachsen ist (vgl. zu 2004). Das belegt meine These, dass eben der Sektor nicht schrumpft sondern rationalisiert wurde/wird.

Einschnitte wie Finanzkrise,Euro-Krise, schärfere Regulierungen finden sich dann eben in den Bilanzssummen teilweise wieder.

Man sieht also, dass der Sektor im Wandel ist. Ob der klassische bankkaufmann das Modell für die Zukunft ist bleibt abzuwarten. Vermehrte Automatisierung / Onlinemöglichkeiten legen eher nahe, dass Informatiker, Mathematiker etc. den klassischen Bankangestellten verdrängen werden.

Weniger Filialen --> weniger Bankkaufmänner/-frauen

Erweitertes Onlineangebot --> mehr Informatiker, Mathematiker

Ein funktionierendes IT-System braucht eben wesentlich weniger Mitarbeiter als das selbe mit Menschen durchzuführen.

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Vor der Finanzkrise wurden Banken dereguliert, in Folge der Finanzkrise reguliert.
Nun mehr sind die Eigenkapitalanforderungen an Banken verschärft worden.

Daraus folgt, eine Bank kann ihre Bilanz hebeln, bis zum 10fachen ihres Eigenkapitals.
Wird das Eigenkapital durch faule Kredite belastet schrumpft die Bilanz und der vormalige Segen wandelt sich in einen Fluch.
Die Banken müssen nun Wege finden ihr Eigenkapital zu erhöhen.
Das klappt mehrheitlich nur durch Fusionen oder Ausgründungen in Bad Banken, entsprechend schrumpft der Bankensektor, nicht der Finanzmarkt.

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Sparmaßnahmen zur Profitoptimierung, was denn sonst? Büros und Anzugträger sind Kostenfaktoren.

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Kommentar von berkersheim
01.06.2016, 11:15

Kann ich nur bestätigen. Neulich habe ich bei EDEKA gesehen, wie Leute, die bar bezahlen wollten, von Bankbossen mit Knüppeln dazu gezwungen wurden, mit Karte zu zahlen. Selbst Kleinstbeträge von 4,- - 10,- € mussten mit Karte bezahlt werden. Immer wieder blinkte in den Pupillen dieser Bankenschläger das Wort PROFIT auf. Da wusste ich Bescheid: Ohne Kryptokommunismus sind wir verloren.

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Das hat eine  Vielzahl von Gründen:

- Technologie und Automatiserung einer Vielzahl von Bankvorgängen.

- Demographischer Wandel - Insbesondere auf dem Land lohnen sich die Filialen nicht mehr, da die klassische Bankkundschaft " wegfällt "

- Fusionen auch aus dem genannten Grund besonders im Sparkassen und genossenschaftlichen Sektor gerade auf dem Land.

- Zentralisierung: Wenn denn ein Berater für besonder Geshcäfet gebarucht wird, kommt der vor Ort oder sie werden gleich dorta abgewickelt.

Akut ist es  die Ertragsschwäche unter der die Bnakne leiden, hervogerufen unter anderem auch durch die " Nullzinspolitik ".

Je niedriger der Basiszins ist, desto geringer ist die Marge , sowohl im Kredit - als auch im Einlagengeschäft.

Selbst "  Nebenprodukte " wie Bausparen oder Lebensversicherung sind aufgrund dessen kaum noch gefragt.

Selbst Immobilienfinazierung werden wohl bald rückläöufig sein, zwar sind die zInsen ideal gleichzeitig sind ei ertargreichen Lagen wesenlich teurer geworden:

Wsa man an Zinsen spart wird beim Preis drauf gelegt.

Geringere Risikobereitschaft der Banken, teils staatlich verordnet ( Basel III ) gehört auch dazu.

Wesentlich höhere Anfordreungen in der Beraterpflicht beim Werpapiergeschäft, so daß sich nur noch Depots ab 20.000 EUR Minumum für eine Bertaung eignen.

Nebenbei bemerkt ist das auch das Ergebnis wenn man den Geldstrom einerseits aufdreht ( Nullzinspolitik ) aber den Wasserhahn immer kleiner macht durch Einschränkungen.

Auch im Großgeschäft - also zumeist Investmentbanking ) geht dei Zahl der Angestellten zurück.

Die Wertpapiermärkte geben hier kaum etwas her, besonders im Zinsbereich - wo soll da noch Ertrag fließen bei Zinsen nahe Null oder etwaige Handelsgewinne, wenn die Zinsen, kaum noch vom Markt gesteuert werden.

Und am Aktien / Fondsmarkt ist die Anzahl deutscher Anleger sogar rückläufig - ausgelöst durch 2008 und Folgende.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Kommentar von berkersheim
01.06.2016, 11:09

Besonders interessant ist die Grafik Seite 17, die zeigt, wie die Kredite (Investitionen) im Mittelstand zurückgehen, dafür aber die Privatkredite zunehmen. Es gibt ja schon Warnungen, dass in Deutschland die Investitionen in die Zukunft zurückgehen, doch das wird unter dem Teppisch gehalten, weil man sich dann kritisch zur EZB-Politik und dem Verhalten der Schuldenländer äußern müsste. Das wird man erst wieder ab 2018 hören, wenn die Wahlen vorbei sind. Der Hype bei der privaten Verschuldung wird sich totlaufen, weil die Privaten anders als die Staaten ihre Schulden nicht auf die Steuerzahler abladen können. Interessant wäre eine Info, wie sich die Verschuldung durch Kreditkarten verhält. Die ist in den USA z.B. wieder in besorgniserregender Höhe und die Banken dort tüfteln schon wieder krumme Verträge aus, wie sie die uneinbringlichen Schulden in Kombipapieren unterbringen und an Dumme verkaufen können.

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