Warum nicht Auswandern?

16 Antworten

Du hast vollkommen recht. Wenn es einem hier nicht gefällt, sollte man als Ausländer konsequent sein, oder den Mund halten.

Es gibt natürlich auch solche, die hier geboren sind und einen Migrationshintergrund haben. Aufgrund der Geburt sind sie Deutsche, aber durch die Erziehung haben sie Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Kulturen (Eltern : Gesellschaft) umzugehen. Daher wäre es richtig, wenn die maßgebenden Politiker durch entsprechende Gesetze und durch die Vermittlung der deutsch-europäischen Kultur der einzelnen Person Orientierungshilfe geben. Mangels dieser Initiative sind die betreffenden Personen wehrlos den subjektiven Einflüssen ausgesetzt, und müssen schauen, wie sie in dieser Gesellschaft zurechtkommen.

Der Hauptgrund für die von dir genannte Gruppe könnte wohl sein, dass in Deutschland doch einige Dinge besser sind, als in der Türkei.

Man ist z. B. sozial besser abgesichert, lebt in einer Demokratie, hat mehr Rechte und ist vor allem nicht der wechselnden Willkür eines Diktators ausgesetzt, welcher sein Land längerfristig ins Verderben stürzen wird, wenn ihn selbst niemand zuvor stürzt oder anderweitig aus dem Verkehr zieht.

Ob das ide Erdogan Wähler in Deutschl. auch so sehen, ich bezweifle das.

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Nur weil man was super findet, bedeutet es nicht, dass man alles augibt was man hat und ist, um woanders neu anzufangen und Risiken einzugehen.

Gibt Leute, die fahren immer an den gleichen Ort in den Urlaub und ziehen nie da hin.

Und wählen diese Leute auch da wo sie Urlaub machen?

Ich hab nichts dagegen, dass wir in Deutschland viele türkischstämmige Deutsche haben. Aber das ein hier geborener und aufgewachsener Mensch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt und sich dort politisch einmischt (wählt) ist absoluter Mist. Ich wähle doch auch nicht da wo ich in den Urlaub fliege. Ich darf doch auch nicht an den Kommunalwahlen meiner Heimatstadt teilnehmen wenn ich da nicht mehr wohne.

Man gibt den Menschen damit eine Ausrede wieso sie hier nicht heimisch sein könnten. Aber das sind Deutsche. Nicht zu 50% sondern zu 100%.

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@benwolf

Wer sagt, dass sie in der Türkei wählen? Wer sagt, sie würden, wenn sie in der Türkei wählen, Erdo w a h n wählen?

Wer sagt, dass sie in DE nicht heimisch sind?

Wer sagt, dass sie in DE nicht wählen und DE nicht lieben? Eine Mutter liebt auch all ihre Kinder.

Noch was: Deutsche iranischer Herkunft beispielsweise k ö n n e n ihren iranischen Pass gar nicht abgeben, selbst, wenn sie es wollten.

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@EyeQatcher

Mir geht es ja genau um diese speziellen Fälle. Ob sie Erdogan wählen oder jemand anderen finde ich nicht erheblich. Das ist ja immer noch die Entscheidung des Volkes über sich selbst.

We gesagt, ich spreche über die die die Herkunft ihrer Eltern als Ausrede nutzen. Das sind ja nicht alle und sicherlich nicht mal die Mehrheit. Trotzdem ein nicht unerheblicher Teil der diese elenden Diskussionen immer wieder aufkommen lässt.

Darum das sie in De wählen oder nicht ging es mir ja gar nicht. Sie leben hier also dürfen (müssen tun sie das ja eh nicht) sie wählen.

Das mit dem Iran weiß ich zB gar nicht. Ich bin mir aber nicht sicher ob das auch für in Deutschland geborene gilt.

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@benwolf

Mit den Persern (Iranern) das ist Fakt:

Eine in Deutschland geborene persische Freundin (Vater war in DE lebender Perser, Mutter ist Deutsche) steht vor genau diesem Dilemma.

Nun, und wenn, um bei Deinem Beispiel zu bleiben, die Eltern ursprünglich mal in der Türkei geboren wurden, dann darfst Du davon ausgehen, dass da in der oft riesigen Verwandtschaft noch enge familiäre Bindungen (Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen) bestehen. Natürlich schlagen in deren Brust zwei Herzen.

Das

  • hat nichts mit Illoyalität zu tun
  • finde ich auch keinesfalls verwerflich, sondern normal.

Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass alles andere höchst befremdlich wäre.

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@EyeQatcher

Das man seiner Familie Loyal gegenübersteht ist klar.

Das man eine Verbundenheit zu dem Land spürt sicherlich auch. Aber man ist trotzdem kein Teil des Landes. Man kennt weder Kultur noch Lebensart. Die Gesetze sind fremd.

Die meisten Migranten, die ich kenne, sehen sich, trotz Familie im Ausland, als Deutsche und würden dort auch nicht wählen.

Wie gesagt, das mit den Persern wusste ich nicht. Alle die ich kenne kommen gebürtlich aus Persien (und ich hab ehrlich gesagt auch noch nie nachgefragt)

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@benwolf

Auch die, die quasi doppelt wählen, können sich doch als Deutsche sehen.

Selbst die, die Erdo w a h n wählen (falls sie es denn überhaupt tun), können sich durchaus als Deutsche sehen - ich sehe da keinen zwingenden Widerspruch.

Schau' mal, hier

https://web.de/magazine/sport/fussball/nationalmannschaft/oezils-ruecktritt-dfb-fatal-signal-33085522

steht z.B. unter anderem auch:

Er (Özil) ist beispielsweise stark von der türkischen Community im Länderspiel Deutschland - Türkei ausgepfiffen worden.
Özil hat damals aber gesagt: "Deutschland ist mein Land".
Warum akzeptieren wir, dass sich Politiker mit Autokraten ablichten lassen und mit ihnen Deals machen, erwarten aber gleichzeitig, dass Sportler moralische Saubermänner sind?
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@EyeQatcher

Also das mit dem doppelt wählen ist ja nochmal eine abgekapselte Diskussion. Ich finde es einfach falsch, vorallem moralisch, in einem Land zu wählen in dem man nicht lebt und in dem man nicht geboren ist. Man unterdrückt damit die Meinung des echten Volkes, das auch mit diesen Entscheidungen leben muss.

Und immer noch: Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass die Türken Erdogan wählen. Die können wählen was sie wollen.

Jetzt kommst du mir mit Özil^^ Das ist ein, etwas dümmlicher, Fußballer der möglichst viel Geld verdienen will. Das ließ sich in der Nationalmannschaft einfacher machen. Muss man nicht gut finden aber kann man akzeptieren, zumal er auch immer einen Beitrag geleistet hatte zur Integration. Auf dem Höhepunkt der politischen Diskussion lässt er sich mit Erdogan ('seinem Präsidenten') ablichten. Das hat die Integrationsdebatte wieder voll in Fahrt gebracht. Alles was er bis dahin zur Integration beigetragen hatte... Weg. Der hätte sofort aus der NM rausgeschmissen werden müssen. Aber ist es seine Schuld das das nicht passiert ist? Nein.

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@benwolf

Tja, da müsste eine Spanne gefunden und festgelegt werden, bis in die wievielte Generation die doppelte Staatsbürgerschaft geführt werden darf.

Sinngemäß der Steuergesetzgebung in den meisten ähnlichen Fällen: Es wird dort entrichtet, wo der Lebensmittelpunkt bestand. Nur, dass es bei der Staatsbürgerschaft nicht so einfach ist.

So lange, wie sie aber besteht, ist es auch moralisch nur bedingt verwerflich.

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@EyeQatcher

Was die Wahlen angeht hatte ich ja schon das Beispiel mit Kommunalwahlen gebracht. So etwas finde ich persönlich direkt moralisch verwerflich wenn man dort nicht lebt. Man entscheidet dann über andere und nimmt ihnen den Wert der Stimme

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@EyeQatcher

Ich würde die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen. Die führt nur zu Irritationen. Lieber eine klare Linie fahren und mit den Ländern verhandeln.

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@benwolf

Okay, da gehe ich inhaltlich grundsätzlich mit.

😉 Viel Spaß beim Verhandeln mit dem Iran & Co..

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@EyeQatcher

Weil die sich in letzter Zeit auch so verhandlungsfreudig zeigen 😌

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@benwolf

So ist es.

Mit solchen Ländern wären zudem in der Sache erst mal wichtigere Igel zu kämmen^^.

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