Warum nennen sich CDU, CSU christlich, ist es nicht verboten?

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16 Antworten

Wie die Vergangenheit und auch die Gegenwart beweist, ist Politik diejenige Disziplin, in der Täuschen, Lügen und Betrügen in vielen maßgeblichen Punkten erlaubt ist, obwohl es in allen anderen Bereichen strafbar ist.

Das liegt mit Sicherheit daran, daß es die Politik selbst ist, die bestimmt, was wem in welchem Umfang erlaubt und verboten ist, und daß die Gerichte über 3 Ecken immer von der Politik abhängig sind.

Stark religiöse Menschen glauben sehr bereitwillig und recht kritiklos,
was ihnen mit der Begründung "der Glauben verlangt es" gesagt wird. Darin findet sich dann auch die Erklärung, warum auch einige politische Parteien gerne als Trittbrettfahrer die Religiosität der Menschen mißbrauchen.

Das Ganze nennt man dann Demokratie und Gewaltentrennung und Trennung von Staat und Kirche. Die noch unbeantwortete Frage dabei ist, wer wohl diejenigen sind, die es ganz ernst gemeint so bezeichen.

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Nun ja, das ist inzwischen wohl eher "Tradition" und hat kaum noch eine Bedeutung. Direkt nach dem Krieg wurde das christlich deswegen genommen, um mit der Kirche zusammen die Wähler besser beeinflussen zu können. Noch bis vor kurzem war es durchaus gebräuchlich, dass zumindest bei den Katholiken vor der Wahl im Gottesdienst von der Kanzel ein Hirtenbrief (offener Brief des Bischofs) verlesen wurde, indem dazu ausdrücklich aufgefordert wurde, "christlich" zu wählen.

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Tatsächlich ist das unter dem Stichwort "Kruzifix" Streit behandelt und erledigt worden.Man argumentiert,das sich das Anschauen dieser Symbole von andersgläubigen nicht als Diskriminierung oder sonstigen Eingriff in Rechte auslegen läßt.Das heisst,man muß es hinnehmen und wegsehen.Die Trennung von Kirche und Staat bedeutet lediglich,das die Kirche nicht reinregiert und umgekehrt.Ich denke das wird auch praktiziert.In früheren Epochen gab es Abhängigkeiten zwischen Klerus und Regentschaften.Christlich in einer Partei,sagt ja nur unverbindlich aus,das diese sich zum Christentum bekennt.Der Kampf für das Christentum ist damit ja gerade nicht ausgedrückt,wie wir ja deutlich sehen können.Liebe Grüße

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Natürlich darf sich eine partei christlich nennen, wenn sie das als Grundlage ihres Handelns empfindet.

Ausserdem gehört zu den christlichen Werten, alle Menschen gleich zu behandeln. Falls Du nicht christlich bist, lies mal dies:

https://de.wikipedia.org/wiki/Barmherziger_Samariter

Kreuze hängen in manchen Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern, weil sie von christlichen Verbänden, oder den Kirchen betrieben werden. Aber auch dort werden die Kraken udn Verletzten garantiert gleich behandelt, egal ob sie überhaupt etwas glauben und wenn dann ist es egal was sie glauben.

Schließlich helfen deutsche Ordensschwestern zum Teil auch in Katastrophengebieten, wo ihnen durch die dortige Regierung untersagt wird, überhaupt zu erwähnen, dass sie Christen sind.

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Nein, es ist nicht verboten. Die Kirche und Staat sind in ihren Aufgaben voneinander getrennt. Ansonsten spricht nichts dagegen, die Gesinnung im Parteinamen zu verankern. Bei einigen ist es eine christliche Gesinnung, bei anderen eine soziale, national(istisch)e, demokratische usw.

Du darfst, wenn du möchtest, gerne auch eine Partei gründen und sie muslemisch, hinduistisch oder buddhistisch nennen.


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Nein, das ist nicht verboten.

Eine Trennung von Staat und Kirche um die weltanschauliche und religiöse Neutralität des Staates zu wahren, steht der politischen Formierung und Orgaisierung religiöser bekenntnisse nicht entgegen.

Ein Kruzifix hängt nicht in allen angesprochenen Institutionen, eher in den wenigsten. In Bayern wiederum hängt es tatsächlich regelmäßig in den Klassenzimmern.

Dies gilt nicht als Indoktrinierung, sondern wird als passives Symbol der religiösen Mehrheitsorientierung von den Gerichten angesehen. Was man wiederum diskutieren kann. Die Mehrheit dürfte sich mittlerweile in Deutschland nicht mehr als christlich, sondern eher als atheistisch betrachten...

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Das sind zwei verschiedene Fragen.

1. Wenn in staatlichen Einrichtungen religiöse Symbole angebracht sind (Kruzifixe) oder vom Personal religiöse Symbole getragen werden (Kopftuch), bedeutet das, dass der Staat nicht laizistisch ist. In einem laizistischen Staat wäre sowas undenkbar, da er sich zur religiösen Neutralität verpflichtet. Durch Anbringen religiöser Symbole zeigt der Staat, dass er nicht neutral ist und eine Religion bevorzugt.

2. "C" Parteien

Es ist mir ehrlich gesagt auch ein Rätsel, wie eine politische Partei sich auf einen Gott beziehen kann, und sei es nur durch ihren Namen. Politik wird von Menschen für Menschen gemacht, Gott mischt da nicht mit. Man kann ihn auch nicht zur Rechenschaft ziehen oder abwählen, wenn er die Wahlversprechen nicht hält. Aber offenbar ist sowas erlaubt, auch in laizistischen Staaten. Für mich macht es keinen Sinn.

Eine Partei soll durch konkrete Programmpunkte bekanntgeben, wofür sie steht. Der schwammige Ausdruck "christliche Werte" (oder andere Werte, die angeblich "von oben" kommen) gehört nicht dazu und sagt nichts aus. Es kommt nichts "von oben", Politik ist die Umsetzung rein menschlicher Entscheidungen.

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Die Bundesrepublik Deutschland ist weder laizistisch noch atheistisch, sondern ein säkularer Staat der sogar auf starke institutionelle Kooperation mit Religionsgemeinschaften setzt.

Säkular ist ein Staat bereits dann, wenn er die primären Elemente der Gesellschaft kontrolliert und selbst nicht direkt religiösen Regeln oder Legitimationsbedingungen unterliegt.

Ein Beispiel für einen laizistischen Staat wäre die Republik Frankreich. Ein Beispiel für einen atheistischen Staat ist die Volksrepublik China.

Davon abgesehen ist die CDU eher eine zentristische bis konservative Partei denn eine direkt christliche Partei. Christlich ist die Partei insofern gewesen als das sie nach dem Zweiten Weltkrieg sich dazu anschickte die Massenintegrationspartei für die überzeugten Mitglieder der beiden Großkirchen zu sein. Aber weil sie die Interessen dieser Wähler repräsentierten, nicht weil sie direkt der Kirche unterstanden.

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Eine politische Partei ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Verein der politische Ziele vertritt und versucht diese durchzusetzen und zu realisieren.

Eine Partei ist nicht mit dem Staat gleichzusetzen und deshalb ist das Prinzip von Trennung von Staat und Kirche durch die Namensgebung nicht verletzt.

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Das hängt glaub ich einfach mit der langen christlichen Tradition zusammen und ich meine das stört ja jetzt nicht unbedingt die Menschen anderer Religionen ... Ist ja so ähnlich wie wenn Menschen ein Kopftuch oder so tragen ;)

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Nein, es ist nicht verboten. Es soll darauf hinweisen, dass diese Parteien christliche Werte vertritt.

Falls es dir noch nicht aufgefallen ist: Deutschland ist das Land, das die Reformation durchgesetzt hat und christlich geprägt ist. Du musst nur die Augen aufmachen und du siehst christliche Symbole<.

München - (Deutschland, Politik, Religion)
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Kommentar von HansH41
19.08.2016, 10:24

*vertreten.*

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Nein, natürlich ist das nicht verboten. CDU und CSU wurden ja nach dem Krieg gegründet, um Christen jedweder Konfession eine politische Heimat zu bieten. Das unterscheidet sie vom ZENTRUM in der Weimarer Republik, diese Partei war einseitig katholisch ausgerichtet.

Es ist aber ein Trugschluss, dass man nur als Christ Mitglied dieser Parteien werden kann. Auch in CDU und CSU gibt es Angehörige anderer Religionen sowie Konfessionslose.

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Nun, warum nennt sich die sPD eigentlich sozial, wo sie doch das genaue Gegenteil repräsentiert. Solche kleinen Schweinereien gibt es halt. Dazu gehört auch das Aufhängen eines Kreuzes in Schulklassen und anderen öffentl. Einrichtungen.

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nein ist es nicht, es ist ja nicht eine direkte Partei der Kirsche sondern eine Gruppe von Leuten die sich von christlichen Werten leiten lassen 

(zumindest in der Theoy)

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Unsere Gesellschaft ist seit Jahrzehnten christlich geprägt auch wenn man keine offensichtliche Zeichen sieht da man vielen als Selbstverständlich betrachtet.

Verboten ist es nicht, jedoch stellt sich sehr schnell die Frage wie man damit umgeht und was man unter christlich versteht.

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Es gibt zwar die Trennung zwischen Staat und Kirche, jedoch nur bedingt.
Dafür wurde unter Hitler ein Konkordat unterschrieben.
Leider weiß ich den Namen nicht mehr.
Da wurde die Kirche zwar stark eingeschränkt, hatte aber immerhin einige Sonderrechte.

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