Warum nennt man Steuern nicht Zwangsabgabegebühren?

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18 Antworten

Es ist keine Zwangsabgabe. Sie stimmen freiwillig zu, dass Sie Steuern zahlen, wenn Sie z.b. angemeldet arbeiten gehen. Wenn Sie hiermit nicht einverstanden sind, gehen Sie nicht arbeiten, bekommen ALG 2 und müssen keine Steuern mehr zahlen, lapidar ausgedrückt. Der Staat gibt die Regeln vor die irgendwann mal entstanden sind. Wer damit nicht klar kommt, muss sie nicht akzeptieren, jedoch mit den Konsequenzen leben.

KaterKarlo2016

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Kommentar von asdundab
31.07.2016, 01:52

Natürlich du zahlst doch auch immer USt bzw. MwSt.

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Kommentar von asdundab
31.07.2016, 01:52

Steuern beziehen sich halt nur auf bestimmte Dinge, und sind somit schon Zwangsabgaben.

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Kommentar von Lukomat99
31.07.2016, 01:52

Er meint nicht wieso man Steuern akzeptieren soll.
Er fragt nach dem Begriff "Steuern" an sich.

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Kommentar von asdundab
31.07.2016, 01:58

Dieser Zwang tritt nur unter Bedingungen ein (z.B. Bedingung, du arbeitest).

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Ich habe das mal so gelernt:

"Steuern sind einmalige oder wiederkehrende Abgaben, für die der Leistende keine bestimmte oder direkte Gegenleistung erhält."

Gebühren hingegen sind mit einer direkten Gegenleistung verbunden, wie z.B. das Ausstellen eines Dokumentes.

Steuern sind also keine Gebühren.

btw.: ohne Steuern würde es uns nicht so gut gehen. Wir können auf guten Straßen fahren, gehen kostenlos zur Schule, haben eine Polizei und Feuerwehr, sind vielfach abgesichert gegen die Wechselfälle des Lebens.

Fast alles, was uns im Leben lieb und wichtig ist, wird aus Steuern bezahlt.

Ich zahle gerne Steuern, weil ich weiß, das unser Leben ohne sehr viel schlechter wäre.


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Weil Steuern und Gebühren (Oberbegriff: Abgaben) etwas verschiedenes sind.

Abgaben zahlt man für eine konkrete Gegenleistung (z. B. Gebühr für die Ausstellung eines Reisepasses), Steuern werden ohne konkrete Gegenleistung fällig.

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Die benennung der dinge ist das eine, die bedeutung das andere. Ich entnehme deiner begriffswahl dass du zu steuern ein eher negatives verhältnis hast!?

Es wäre nötig sich über die notwendigkeit und sinnhaftigkeit der "steuerung" des staates ernsthafte gedanken zu machen, und wie es in staaten zugeht, welche das zusammenleben zu viel oder zu wenig steuern...

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Kommentar von Starjuice
31.07.2016, 12:17

Ich entnehme deiner begriffswahl dass du zu steuern ein eher negatives verhältnis hast!?

Negativ, Nein. Aber das miese Gefühl das man dazu verpflichtet ist so viel von seinem gehalt daran zahlen zu müssen und wenn man mal was beantragt, hat ma es des öfteren mit unfreundlichen Mitarbeitern der Stadt zu tun welche sich quer stellen irgendetwas zu bewilligen. Natürlich hat man durch Steuern auch Vorteile und deutschland hat ja auch ein gut ausgebautes Sozialsystem, das hier niemand Hungern muss usw.

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Steuern sind gesetzliche Beschränkungen, durch die der Staat entweder aus gesundheitlich/umweltschützenden Gründen oder aus finanziellen Gründen in den Markt eingreift.

 Die Mehrwertsteuer bezahlst du, weil das Unternehmen vorher die Umsatzsteuer zahlen musste und diese auf den Preis draufschlägt. Durch die Umsatzsteuer kann der Staat wiederum Transformationsabgaben leisten, mit denen beispielsweise Schulen, Straßen und öffentliche Einrichtungen gebaut und finanziert werden. 

Die ZigarettenSteuer zum Beispiel zahlst du, weil rauchen für dich und deine Mitmenschen ungesund ist. Du wirst früh krank, kannst nicht mehr arbeiten. Du erhältst Pflege vom Staat. Das will er natürlich vermeiden. Und du willst ja auch nicht krank werden.

Für Steuern erhältst du also auch immer was zurück. Das ist genauso, wie wenn du deine Arbeitslosenversicherung bezahlst, auch wenn du nie arbeitslos warst oder wirst. Dafür ist gesichert, dass du auch Geld hast, wenn du nicht arbeiten kannst. 

Zieh lieber nicht in einen Staat ohne Steuern. Da hast zwar mehr von deinem Geld, aber dafür ist dort die Lebensqualität nicht so gut, vom Bildungsniveau ohne staatlich finanzierte Schulen ganz zu schweigen. 

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Ganz einfach.

Der Begriff "Steuern" ist in § 3 der Abgabenordnung definiert.

Danach sind Steuern Geldleistungen, die von einem öffentlich- rechtlichen Gemeinwesen erhoben werden und keine Gegenleistung für eine Leistung darstellen.

Gebühren sind dagegen Beträge, die für eine Gegenleistung erbracht werden.

Beispiele: Parkgebühren, Gebühren für die Anmeldung eines Gewerbebetriebes, Rechtsanwalts- und Notargebühren usw.

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Und was würde das ändern?

Der Begriff Steuer ist historisch gewachsen.

Eine Steuer ist eine Zwangsabgabe, die an den Staat zu entrichten ist.

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Kommentar von Starjuice
31.07.2016, 01:47

Ich glaube den meisten menschen scheint das nicht so bewusst zu sein oder?

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Kommentar von asdundab
31.07.2016, 01:48

Und weil es der Definition nach kein Gebühr, sondern eine Abgabe ist ;).

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Kommentar von asdundab
31.07.2016, 01:48

Doch schon, denke ich.

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Warum nennt man es nicht Beitrag? Wir alle zahlen Steuern für unsere Gemeinschaft, den Staat. Der Staat bist du, bin ich, sind wir alle. Straßen, Schulen, Behörden, Militär, Polizei, Brücken und so weiter.

Wenn du wissen möchtest, wie dieser ominöse Staat aussieht, der dir das Geld aus der Tasche zieht, dann schau morgen in den Spiegel!

Er mag nicht schön sein, aber er ist dir irgendwie vertraut ;o)

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Weil Gebühren für gewisse Verwaltungstätigkeiten die der Einzelne in Anspruch nimmt erhoben werden. Bei Steuern handelt es sich um keine Gebühren, da keine direkte Gegenleistung dagegen steht.

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Weil es keine Gebühren sind. Gebühren setzen eine Gegenleistung voraus, Steuern nicht, siehe § 3 Abgabenordnung.

https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__3.html

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Kommentar von Starjuice
31.07.2016, 17:36

Danke, im nachhinein ist mir bewusst das ich die Frage etwas unglücklich formuliert habe. Auch durch die anderen Kommentare weiß ich nun das es keine Gebühr ist, auch dir an dieser Stelle herzlichen Dank das du mich darauf hingewiesen hast und wachgerüttelt hast ;)

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das sind zwangsabgaben, um die volksgemeinschaft am leben zu halten, da deren bewußtsein noch keine steuern aus freiwilligkeit zuläßt.

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Es ist doch eindeutig ausgedrückt:

Abgabenordnung (AO)
§ 3 Steuern, steuerliche Nebenleistungen

(1) Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.

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Warum sollte man?

Die Definion von Steuern findet sich in der Abgabenordnung.

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weil das von haus aus eine dämliche bezeichnung wäre.

immerhin verdanken wir der steuer einige vorteile in der infrastruktur, der alterssicherung usw.

wer diese "zwänge" nicht haben will, muß sich eben einer anderen regierungsform anschließen.

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Eigentlich stimmt was du sagst.

Aber stell dir vor deine Mutter oder dein Vater erzählt
"Heute habe ich noch Zwangsabgabegebühren gezahlt".
Das ist viel zu lang und man kann es sich nicht gut merken.

Du kannst es auch so sehen.
Ein Teil deines Geldes wird dem Staat beigesteuert.😄

Ich hoffe ich konnte dir helfen
Mit freundlichen Grüßen

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Kommentar von Starjuice
31.07.2016, 01:50

Ja, das konntest du - danke ;)

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Kommentar von Lukomat99
31.07.2016, 01:51

Freut mich! - Gerngeschehen😊

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Wenn du schon das Steuersystem diskreditieren willst, dann such Dir wenigstens ein sinnvollen Begriff aus. Das, was Du hier vorschlägst, bedeutet Gebühren auf Zwangsabgaben, ergibt also überhaupt keinen Sinn.

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Weil es keine Gebühren sind, sondern Steuern.

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Es handelt sich nach Definition nur um eine Gebühr, wenn du dafür eine Gegenleistung bekommst.

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