Warum nehmen viele Eltern das Thema Erziehung auf die leichte Schulter?

15 Antworten

Meine Eltern (die rauchten und tranken, aber keine Alkoholiker waren) haben uns Kinder von Anfang an, vor dem 10. Lebensjahr, Rauchen und Trinken erlaubt, aber zu Hause. Das heißt, es wurde gesagt, wenn wir das mal ausprobieren wollten, dürften wir das, müssten aber Bescheid sagen und es zu Hause vor den Eltern tun. Wir waren in unseren Freundeskreisen in der Minderheit derer, die weder tranken noch rauchten. Die meisten meiner Klassenkameraden fingen so mit 11 bis 12 an - natürlich heimlich, nach der Schule, abends, bei anderen Freunden. Für mich persönlich war beides nie eine Versuchung, für meine Geschwister auch weniger - am stärkten geraucht und gesoffen haben die Kinder der strengen Eltern, die das halt heimlich tun "mussten". Wir hatten daraufhin Drogenberater, Alkoholberatung, ausführlich das Thema Rauchen und Alkohol im Biounterricht - es nützte nichts, ein oder zwei Klassenkamerdinnen waren in der 9. Klasse so süchtig, dass sie eine kleine Flasche Schnapps für die Pause brauchten, bei den anderen hielt sich der Konum mehr oder weniger in Grenzen.

Fazit: Strenge Verbote bringen auch nichts.

Man sollte mMn mit den Kindern reden, bevor das Verlangen (ausgelöst durch Freunde, Partys etc.) da ist und Vorkehrungen treffen: Wenn du das mal probieren willst, mache es, sei dir über die möglichen Folgen (Schäden) bewusst, sei offen damit, verstecke es nicht.

In der Clique ist alles Verbotene spannend und in manchen Cliquen wird man höher angesehen, wenn man viel Verbotenes tut. Dagegen würde ich Rückhalt, Anerkennung und Vertrauen in der Familie setzen und nicht das Gegenteil - Druck, Verachtung und harte Strafen. Wir durften als Kinder mal einen Schluck Alkohl oder Kaffee trinken, wenn die Erwachsenen tranken - mir schmeckte beides nicht, was bis heute so geblieben ist. Damit war aber vielleicht auch die Spannung raus, alles mal heimlich zu probieren.

Kinder, die zu Hause Rückhalt und Anerkennung finden und ihre Meinung vertreten dürften, bauchn weniger Anerkennung von den Mitschülern und können vielleicht eher ablehnen, wenn "alle" rauchen oder trinken. Man muss sich aber bewusst sein, dass dies in einigen Cliquen auch zum Ausschluss führen kann, also bedeuten kann, erst mal keine Freunde in der Klasse zu haben! Das ist dann für einige Betroffene eben ein Problem.

Hallo,

Je strenger die Eltern sind, desto rebellischer sind die Kinder oder sie fühlen sich eingeengt! Das was was die Kinder von Ihnen Eltern erzählt bekommen das interessiert den Kindern nicht die Bohne....Sie tun das, weil sie vielleicht eine Strafe bekommen aber am Ende lernen sie nichts daraus. Sie Lernen durch die Angst....Und wenn sie Älter werden können sie Trotzdem Rauchen oder Dumme dinge tun! Wer glaubt, er hätte volle Kontrolle über die Kinder der schneidet sich ins eigene Fleisch!

Das was den Kindern Prägt ist sind die Verhaltensweisen der Eltern! Was der Vater und die Mutter vorlebt! Nicht das was man sagt! ....Wenn Vater Raucht ist es Üblich, dass die Kinder das als Vorbild nehmen!....Manche aber auch nicht, weil sie merken, dass es Stinkt.. Eltern die Streng sind und SEHR Gesund essen und es Verbote und Gebote und Strafen gibt, werden meistens eher Dick oder sind anderweitig Gestresst..

Ich glaube, wenn das Kind respektiert und er Ernst nimmt, wenn es von der Schule z.B. schlecht behandelt wurde. Die Gefühle des Kindes wahrgenommen werden würde, würde das Kind sich nicht in Ersatzbefriedigung flüchten...Denn Rauchen und Alkohol, übermäßige Süßigkeiten, Fernseh oder Videospiel Konsum. Sind nicht anderes als eine Form der Stress Reduktion! Nicht Weiter!

Wer das begriffen hat, der muss den Kindern keine Verbote und Grenzen aufstellen...Das was gibt sind nur noch Rituale!...Das Kind Muss nicht wenn es nicht möchte...Wenn die Tisch Regeln lauten. " Wer auf auf dem Tisch ein Handy benutzt, soll nicht essen" Der Teenager wenn es kein Hunger hat aber lieber mit dem Handy spielt, dann isst das Kind eben nicht... Da stirbt doch niemand daran...Aber viele wollen das Kind zwingen...Aber dadurch erreicht man nichts... Das zerstört die Bindung...Meiner Meinung nach!

LG

Sandy

Viele Eltern geben aus Überforderung nach, weil sie Erziehung schlicht anstrengend finden oder einfach den richtigen Weg für sich nicht finden. Es gibt ja nicht nur "den einen richtigen Erziehungsstil".

Der Nachwuchs wird älter und die Verhaltensauffälligkeiten größer. Erziehung fängt schon früh an. Mit 12 nehmen die Kinder nicht mehr soviel an wenn die Eltern was sagen, schon gar nicht, wenn die Eltern bis dahin eher lässig und desinteressiert waren. Rauchen und trinken in den Alter finde ich auch viel zu früh, aber was bringt die Kinder dazu in diesem Alter sowas zu machen? Ist es tatsächlich nur Neugier, oder versuchen sie die Aufmerksamkeit der Eltern zu bekommen?

Eine gute Erziehung basiert für mich persönlich auf gegenseitigem Respekt. Sie muss nicht streng sein, sondern man lebt dem Kind Werte vor und vermittelt sie damit automatisch. Seine eigenen Ansichten über richtig und falsch kann man versuchen zu vermitteln - durch Erklärungen und Diskussion. Ich bestimme nicht über mein Kind. Schließlich sollen die Kinder kein Klon von einem selbst werden sondern eigenständige und verantwortungsvolle Menschen.

Wäre ein Elternführerschein sinnvoll?

In meinem Freundeskreis wird gerade heftig darüber diskutiert.

Wie sich Eltern und ihr Erziehungsstil in den letzten 70 Jahren geändert hat. Wie sich Kinder in den Bereichen Respekt, Empathie und richtig/falsch entwickelt haben, auf Grund mancher Erziehungsansätze. Man beachte, das in der jetzigen Zeit, zur Zeit der Kuschelpädagogik, ein NEIN schon als Autoritär bezeichnet wird. Was völliger Schwachsinn ist, wenn man sich näher damit auseinandersetzt.

Aus psychologischer Sicht, an alle Eltern: wer sich jetzt sofort angegriffen fühlt, evtl. ausfallend wird, statt sachlich mit dem Thema umzugehen, bestätigt nur seine eigene Angst, evtl. vorhandene Fehler eingestehen zu müssen.

Wäre ein solcher Führerschein heut zu Tage nötig?

In Zeiten, in denen es normal ist, das Kinder ihre Eltern mit Wörtern beschimpfen, für die manch einer damals enterbt wurde. Kinder und Eltern, die sich gegenseitig schlagen, weil sie bereits in der Erziehung versagt haben. In Zeiten der Respektlosigkeit vor anderen und deren Eigentum, des extremen Mobbens, der vermehrten Gewalt, der Konsumgeilheit. In Zeiten, in denen Kinder ihre Eltern erziehen, weil Eltern der Meinung sind Grenzen, Regeln und ein Nein wären Beraubung der freien Persönlichkeit und das direkte Gegenteil: Eltern, die sich selbst, statt ihre Kinder auf Platz 1 stellen. In Zeiten in denen man denkt, ein Kind schütze einen vor Armut, da man staatlich abgesichert wäre. #hirnbatsch

Ich habe Mütter erlebt, die nur dann die Mutterrolle übernahmen, wenn der Partner anwesend war. Wir kennen Eltern, die nur das kochen was ihnen schmeckt, auch wenn die Kinder es nicht essen würden, weil es z.B. zu scharf ist. Kinder, die trotz einer starken Erkältung ohne genügend Schutz vor den herbstlichen Temperaturen raus geschickt werden, weil der Mutter ein mir ist nicht kalt genügt. Dann aber 3 Wochen husten, als würden sie krepieren. Eltern die wegen Überforderung nichts anderes als den Brüllton kennen. Usw.

Die Rede ist von grundlegenden Sachen. Richtig und falsch. Es geht nicht um religiöses oder ob man danach Kinder kriegen darf. Sondern nur um Bedürfnisse, die so logisch erscheinen, das man sich wundert, wie manch einer anders handeln kann. Nennen wir es Grundwissensschulung. Z.B. fiebrige Kinder werden nicht zu Übernachtungen geschickt, Kleinkinder dürfen keine Peperoni essen (Todesgefahr) und wenn draußen -10 Grad sind, dürfen sie nicht im TShirt raus gehen, auch wenn sie es wollen.

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