Warum nehmen sich viele an Porno Darbietungen ein Beispiel?

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In Filmen wird ja grundsätzlich übertrieben und "dick aufgetragen" um das Publikum zu unterhalten. Die Arbeit der Mordkommission ist im wirklichen Leben auch nur halb so interessant und actionreich wie im letzten Tatort, die Liebesromanzen nur halb so tragisch wie in der durchschnittlichen Lovestory und die Arbeit der Nachrichtendienste nicht halb so aufregend wie bei James Bond.

Warum aus einem Horrorfilm-Fan kein Serienmörder wird, aber aus einem Pornokonsumenten oft ein egoistischer Grobmotoriker, liegt daran, dass praktisch Jeder früher oder später einmal Sex hat, während nur die Allerwenigsten mit dem Schlachtermesser auf Beutezug gehen.

Pornofilme sind in erster Linie geschaffen, um den stark visuell orientierten Männern eine Unterstützung zur Selbstbefriedigung zur Verfügung zu stellen - als Ausbildungs- und Dokumentarfilm waren diese Streifen nie vorgesehen. Leider werden sie (auch mangels Alternativen) oft so genutzt. Um sich von der reichhaltigen Konkurrenz abzuheben und dem übersättigten Kunden immer wieder etwas Neues bieten zu können, gibt es kaum noch Tabus bei der Herstellung dieser Filme.

Nicht nur auf eine Rahmenhandlung wird meist verzichtet und der Inhalt auf den bloßen Sexakt beschränkt (sog. Gonzo-Filme). Langsames aneinander herantasten und ein ausführliches Vorspiel werden als überflüssig erachtet und weggelassen. Das Vergnügen des Mannes steht im Vordergrund und die weibliche Lust als etwas dargestellt, was sich vollautomatisch einstellt, sobald man IRGENDETWAS in IRGENDEINE Körperöffnung der Frau steckt und von dieser mit ohrenbetäubenden Lustschreien quittiert. Eine möglichst grobe und wilde Behandlung, Schläge auf den Hintern und Sperma im Haar scheinen das Vergnügen der Gespielin noch zu steigern... .

Gerät ein so "ausgebildeter" Mann im wirklichen Leben erstmals an eine Frau, dann versucht er dem "gelernten" dann natürlich nachzueifern - vor allem, wenn die Gespielin womöglich gar nicht oder nur verhalten auf seine ersten Zärtlichkeiten reagiert. Spielt sie ihm dann Lust vor, die sie gar nicht empfindet, nimmt ein Teufelskreis seinen Anfang, denn ER fühlt sich in seinem Tun bestätigt, hält sich für den Größten und praktiziert das Erprobte bei nächster Gelegenheit wieder. Gerät er dann erstmals an eine ehrliche Frau, die auf gespielte Beifallsstürme verzichtet, sucht er den "Fehler" erst einmal bei IHR...

Wie GUTER Sex WIRKLICH funktioniert kann ein Mann am besten von einer Partnerin lernen, die statt ihm vorzuspielen wie toll es ihr gefällt (weil sie oft ebenfalls durch Pornofilme verwirrt wurde), zeigt, was ihr wirklich Vergnügen bereitet. Viele Männer müssen erst lernen, dass nicht das Reinstecken der Schlüssel zum Orgasmus der Frau ist, sondern der Kitzler (den man am besten mit Zunge und Fingern verwöhnen kann) und dass für eine Frau nicht die Dauer der Penetration entscheidend ist, sondern die Dauer der Gesamtveranstaltung - vom ersten Kuss bis zum Auskuscheln... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Manche können einfach nicht differenzieren und denken, dass das nunmal normal ist und dass es genau so ablaufen soll. Ich denke das passiert aber nur jüngeren bzw. unerfahrenen Personen, die noch keinerlei/wenig sexuelle Erfahrung gesammelt haben.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass sie es nicht nachmachen, sondern selber tatsächlich mögen - was ja wiederum jedem das seine ist, sofern er und sie einverstanden ist.

Grüße

Pornos werden ja nicht als abstossende Beispiele präsentiert, wie in Krimis der Serienmörder oder der Menschenfresser, der am Schluss vom FBI zur Strecke gebracht und am Halse aufgehängt wird bis dass der Tod eintritt.

Würde bei jedem Porno am Schluss das Publikum gezeigt, wie es sich biegt vor Gelächter, über diese bescheuerten drittklassigen Darsteller und ihre "ÄÄÄÄ Geil ÄÄÄÄ Geil" Dialoge, dann wären sie der Lächerlichkeit preisgegeben.

Aber so präsentieren die sich auch noch als "Porno-Stars", als Porno-Queen, was weiss ich, und da setzt dann nicht das reinigende Gelächter ein, sondern der menschliche Affenreflex.

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