Warum nehmen Menschen eigentlich Drogen?

23 Antworten

Hallo!

Es gibt verschiedene Gründe von Langeweile bis hin zu schlechtem Umgang oder Neugierde, aber ich möchte mal die Story meines Bruders erzählen.

Mein Bruder - ein bis dato intelligenter, wacher, fröhlicher junger Mann, der mit beiden Beinen fest im Leben stand, seine Ausbildung gut abgeschlossen hatte, in eine hoffnungsvolle Zukunft blickte & einen guten Bekanntenkreis hatte, bei anderen beliebt war und ein angenehmer Mensch - kam über seine damalige Freundin mit ca. 20 Jahren mit Drogen in Kontakt.

Er probierte es nur aus Interesse am Unbekannten mal kurz aus, weil seine Freundin die selbst Drogen konsumierte über unseriöse Kontakte (sie stammte aus einem typischen Drogenmilieu) regelmäßig an Drogen kam & dann fand er i.wie Gefallen dran und verlor jeden Halt bis in völliger sozialer ENtwurzelung endete. Alle seine alten Freunde wandten sich von ihm ab. Er wurde immer unerträglicher, legte alle klassischen Symptome an den Tag die ein drogenkranker entwickelt, ging nicht mehr zur Arbeit und wenn er dort war machte er Terz, dann verlor seinen Job und mauserte sich zum polizeibekannten Schläger, gewaltbereit und aggressiv ------> überall wo hier im Stadtteil die K... am Dampfen war konnte man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen dass mein Bruder in irgendeinerweise dranne beteiligt war und das nicht als Zuschauer oder derjenige, der die Polizei verständigt hatte wenn ihr wisst was ich meine.

Den Absprung hat er glücklicherweise nach ca. zwei Jahren geschafft. Aber bis dahin war das die vllt. schlimmste Zeit überhaupt für die ganze Familie.

Ich kann nur für mich sprechen: weil ein normales Spießbürgerleben mir zu langweilig ist. 

Ich war schon immer eine eher introvertierte Persönlichkeit jedoch habe ich mich immer für die Welt an sich interessiert.. wie funktioniert was, warum ist das so usw - und ich befasse mich, dank meinem Papa seit klein auf mit Computern. Anfangs zocken, irgendwann programmieren und Netzwerke. 

Durch die Denkweise welche man dafür braucht (Algorithmen aufstellen, Strukturen bauen) habe ich auch immer mehr angefangen zu bemerken wie mathematisch diese Welt eigentlich wirklich ist.

Und dann kams wie es kommen musste: 
Ich begann mich mit Philosophie und Naturwissenschaften zu beschäftigen und im Prinzip nach dem Sinn zu suchen.. ink. Fragen wie wo kommen wir her und so weiter.

Ich begann meine Denkweise zu entschlüsseln und mich mit Dingen wie Rausch, Träume, Trance usw zu beschäftigen. 

Tja und irgendwann kamen halt die Drogen dazu - die Neugierde war riesig, es ging mir aber nicht primär um Spaß. Es war ein Joint.. naja, hab meine "Erleuchtung" damals nicht gefunden fand den Zustand aber sehr interessant. 

Habe mich intensiv mit dem Thema Drogen befasst und das Interesse wurde riesig..

Und so ging es dann richtig los - so ziemlich jede bekannte Droge, auch einige RCs.

Ich hab es auch ne Zeit lang wirklich krass betrieben - jedoch wusste ich was für Substanzen ich konsumiere und wo die Risiken sind. 

Gerade bei schweren Geschützen habe ich entsprechend auf safer use geachtet - und außerdem hatte ich das Glück das es mir aufgefallen ist als meine Denkweise begonnen hat sich in Richtung Sucht zu entwickeln (das geht nicht von heute auf morgen).

Mittlerweile ist das alles schon ne Weile her und aus der Szene bin ich draußen - dennoch konsumiere ich meine Favoriten noch zu besonderen Anlässen, bisher hatte ich keinerlei ernsthaften körperlichen Probleme - ich bin top fit. 

Geistig jedoch sieht die Sache etwas anders aus: 
Ich sehe viele Dinge klarer, mir sind viele Dinge erst durch die Drogen wirklich bewusst geworden - allerdings gehören da auch negative Dinge dazu, auch Dinge die ich nicht wissen wollte. Es hat mich unheimlich gebildet.. (klingt bei Drogen paradox ich weiß)

Ob es mich glücklicher gemacht hat.. ich weiß nicht.

Dennoch: Ich habe so viele Erfahrungen gemacht welche absolut unbeschreiblich sind.. dafür gibt es schlicht keine Worte. 

Ich bereue es nicht.

Gruß
4hntrax 

Es ist nicht dumm sondern menschlich. Dorgenrausch ist so alt wie die Menschheit selbst. Trinkst du Alkohol?

Die Gründe sind so verschieden wie das Wirkungsspektrum verschiedener Drogen. Jemand der Heroin nimmt tut dies aus einem anderen Grund als jemand, der Amphetamine nimmt. Allen gemein ist, dass sie in unserem Gehirn und da vor allem im Belohnungszentrum wirken.... aber natürlich gibt es da noch mehr.

Genauso unterschiedlich sind die Gefahren von Drogen zu betrachten. Weder kann man an jeder sterben noch macht jede Droge abhängig...einige können auch sehr positive Wirkungen haben, welche auch in verschiedenen Therapiemethoden zum EInsatz kamen und in einigen Ländern wieder kommen (z.B. wird LSD in der Schweiz bei Patienten verwendet, die Sterben werden, um ihnen die Angst vor dem Tod zu nehmen)

Deine Frage zeigt, dass du dich nie wirklich mit dem Thema befasst hast, was nicht schlimm ist! Aber die Verurteilung, jeder Mensch, der Drogen konsumiert wäre dumm, ist ebenso dumm. Weil du einfach keine Ahnung davon hast.

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Selbstverständlich trinke ich kein Alkohol. Ich nehme keine Drogen und wäre für ein Verbot aller Drogen. Menschen die Drogen nehmen sind weniger produktiv und schaden der Gesellschaft.

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@DerSozialist99

ALLE Drogen? Alkohol, Aspirin, Koffein (zum Beispiel auch in Cola und Schokolade), ...?

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@DerSozialist99

Produktivität ist nicht alle. Und Rauschmittel haben oft die Kunst sehr beeinflusst wie Musik und Malerei, aber auch Technologie wurde damit schon erschaffen wie man an Steve Jobs sieht, der gewiss sehr produktiv macht.

Je stärker eine Repression ist desto mehr schadet es der Gesellschaft und den Menschen. Es gibt Gesellschaften die viel liberaler mit Rauschmitteln umgehen und deren Gesellschaft viel "gesünder" ist.

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@Chakly

Naja gut sanfte Drogen sind noch nicht so schlimm, aber härtere Drogen können sehr schlimm sein.

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@DerSozialist99

Was redest du da? Kein Mensch ist auf der Welt um produktiv zu sein...und einige können den Zwang zur Produktivität - ein Leben im Proletariat nur dank Drogen ertragen du Sozialist du!

90 % der Drogenkonsumenten schaden der Gesellschaft NICHT. Wie denn? Wenn du wüsstes wer der ganze fleißigen Bienchen mit ihren 40 Stundenjobs Drogen nehmen, du würdest dich wundern!

Was schadet ist die Kriminalisiserung, die Probleme schafft, die wir ohne die blödsinnige Gesetzgebung gar nicht hätten.

Ich kanns auch gern noch einmal sagen: du kannst sehr gern Strait edge leben, ist mir vollkommen egal. Aber höre doch einfach mal auf, anderen deine Lebenseinstellung vorzuschreiben. Gott sei dank ist vollkommen egal, was du gern hättest.... wobei die meisten Politiker ungefähr so eine differenzierte Kenntnis über einzelne Drogen haben wie du.

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@claubro

Drogenkonsum ist ein Zeichen bürgerlicher Dekadenz und des Verfalls. Hedonismus ist ein Produkt des Kapitalismus.

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@DerSozialist99

Niemand argumentiert hier kapitalistischer als du...sind nicht produktiv.... jaaa genau und Hedonismsu als Produkt des Kapitalismus abzuleiten ist auch sehr schwach und zeigt, wie wenig du eigentlich von dem AHnung hast,w as du hier redest.....

weisste was...denk was du wills du kleiner Troll. Außer "ist aber so", "sind nicht produktiv", "schaden blablabla" kommt von dir nichts Substanzielles in dieser Diskussion. Du langweilst mich. Ich gebe mich lieber wieder meinem persönlichen Hedonismus hin und lasse dir deine Verbitterung auf das du immer Produktiv bleibst und damit glücklich wirst!

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