Warum nehmen Menschen dieses System hin?

... komplette Frage anzeigen

40 Antworten

Ich schließe mich meinen Vorrednern und insbesondere Michi an.

Ich frage mich einfach: Was stellst du dir vor? Wie sollte es sonst sein? Wird dich das denn wirklich glücklich machen, wenn du ein so unruhiges Leben lebst, von Land zu Land und Mensch zu Mensch, ohne einen gewissen "Halt" zu finden, das ist nicht nur beruflich gemeint, sondern auch im sozialen Sinne. Ist das für dich ein erstrebenswertes Leben?

Es geht nicht um Hinnahme, das hört für mich wie Resignieren an. Es geht für mich um ein Gleichgewicht, eine Ordnung, die vielen Menschen psychisch und physisch einfach gut tut und ihnen Kraft gibt. Kraft um, wie du bereits beschrieben hast, fremde Länder im Urlaub zu reisen und mit neuen Einflüssen konfrontiert zu werden.

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rocker73
17.07.2017, 01:15

Zusätzlich kannst du, wenn du alles gut durchdacht hast und denkst, dass es funktioniert, den Schritt in die Unabhängigkeit wagen und dein eigener Chef werden.

Aber selbst da brauchst du eine Gerüst, damit das Haus nicht in sich zusammenfällt. Entschuldige mir diese Metapher ;-)

LG

1

Warum nehmen Menschen dieses System hin?

Weil es ihnen gewisse (vermeintliche?) Wünsche und Bedürfnisse wie z.B. die nach Sicherheit, Wohlstand und Bequemlichkeit erfüllt und Ängste nimmt.

Jetzt bin ich an einem Punkt in meinem Leben angekommen an dem ich wirklich nicht mehr weiter weiß.

Das darf auch mal sein. So Zeiten gibt es. Nimm sie als gesunde Herausforderung an. Immerhin verhelfen sie dir zu mehr Klarheit. Das ist doch gut.

Das Leben gibt dir vor deine Schule ab zu schließen und dann entweder zu studieren oder eine Ausbildung zu machen.

Ja, wir haben hier Schulpflicht. Aber diese hat doch auch einige Vorteile für uns alle. Bleib gerecht und anerkenne auch diese!  ;-)
Viele Menschen würden viel für Bildung geben. Wir sind vielleicht schon so dermaßen satt davon, dass wir sie schon gar nicht mehr schätzen können.

Wenn du damit durch bist heißt es für den Rest deines Lebens jeden Tag 8
oder mehr Stunden zu arbeiten. Abends kommst du dann tot müde und
kaputt nach Hause, schaust vielleicht ein bisschen Fern und gehst dann
schlafen um am nächsten Morgen wieder fit für die Arbeit zu sein. Jahr
für Jahr bis du irgendwann 60-70 Jahre alt bist und dann sowieso zu alt
bist um irgendwas zu machen. (Falls du überhaupt noch lebst) Im
Idealfall kannst du es dir leisten 2-3 Wochen von den ca 50 im Jahr
Urlaub zu machen.

Das hast du schon ganz richtig durchschaut, dass dies viele so machten und immer noch machen. Das stimmt schon. Aber genauso gibt es auch viele Menschen, die das erkannt haben und den Mut dazu gefasst haben, daran etwas zu ändern. Für sich und ganz individuell.
Das wird dir sicherlich auch immer wieder im Leben gelingen. Vielleicht nicht immer, aber oft genug bestimmt schon.

Der Trend geht ja auch ganz in eine andere Richtung. Veränderungen werden schneller umgesetzt, auch in all den Firmen, in denen wir arbeiten. Und von diesen Änderungen sind wir als Arbeitnehmer ja auch betroffen. Das Bild, das du beschreibst, wird meiner Ansicht nach immer seltener.

Ich denke mal, dass du mit beiden Wegen, also den obig beschriebenen und den, den du lieber hättest, jeweils Vor- und Nachteile haben wirst. Überall werden dir Herausforderungen und Probleme, die es zu meistern gilt, begegnen. Da kommt ja keiner wirklich aus.....  ;-)

Ist es das was die Menschen wirklich wollen? Das ganze Leben schuften? Einfach hinnehmen wie es einem eingetrichtert wird?

Manche wollen es halt und manche nicht.
Dir scheint es ein großer Grauen zu sein.
Oder verbirgt sich hinter deiner doch sehr großen Ablehnung am Ende etwa Angst? Angst davor, etwas zu versäumen? Angst vor Alltag und Arbeit? Könnte ja auch sein. Dir zu liebe kannst du dich diesbezüglich ja mal hinterfragen, damit du leichter dann umgehen kannst mit allem.

Ich will mein Leben genießen 

Das finde ich steht dir jederzeit offen. Das hängt immer ganz entscheidend von deiner eigenen Einstellung ab. Und diese kannst nur du ändern bzw. lenken.
Du kannst jederzeit auch Probleme als gesunde Herausforderung sehen und sie gerne angreifen, um sie zu meistern. Das ist alles Einstellungssache.

Ich will die Welt sehen

Da kannst du sehen, was du für ein Glückspilz bist, weil du in einer Zeit lebst, in der das durchaus möglich ist und es viele Möglichkeiten dafür gibt.

Ich habe für mich beschlossen dieses Leben nicht so hin zu nehmen wie es ist 

Naja also, du bist ja gar nicht in der Lage, die du in deiner Frage beschrieben hast und nicht aller Leben sieht so aus. Aber eben mal kurz solltest du deine jetzige Situation schon erst mal akzeptieren und nicht blind vor Angst und Wut um dich schlagen. Denn nur wenn du sie erst mal akzeptierst, so kannst du auch etwas daran ändern.

auch wenn ich nicht weiß wie ich das machen soll.



Ja, alles kann man vielleicht nicht gleich überblicken. Dann sollte man ja immer auch mit allem rechnen, denn eigene Pläne laufen ja nicht immer nur so, wie man sie sich wünscht. Alles Mögliche kann dazwischenfunken.... ;-) Daran solltest du dann keinesfalls verzweifeln.

Ansonsten solltest du dir vielleicht überlegen, was denn nun die wichtigsten Dinge für dich in naher Zukunft sind und so viele davon umsetzen, wie nur irgend möglich. Und dein großes Ziel immer vor Augen dabei, auch wenn es immer wieder mal Umwege und Baustellen auf deinem Weg geben wird.

Geduld solltest du schon mitbringen, für dein Vorhaben.
Hilfreich wäre wohl auch ein machbares Konzept zu erstellen.
Alles ergibt sich dann eher Schritt für Schritt, weniger auf einmal.
Eine große Offenheit für ein Lernen in der Lebensschule solltest du wohl haben.
Ein Verständnis für Gesetzmäßigkeiten wirst du dann entwickeln und immer wiefer bei allem werden.  ;-)
Lust auf Eigenverantwortlichkeit wäre sicherlich auch noch von Vorteil.


In jedem Fall gibt es viele Menschen, die ihre Träume verwirklichen konnten. An denen solltest du dich orientieren, dann kannst du sicherlich viel nach deinem Geschmack gestalten.

Alles Gute für dich!  :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kann Dich nur zur gut verstehen, denn das frage ich mich ebenfalls seit eh und je.

Vor allem frage ich mich, weshalb so etwas in der heutigen Zeit noch sein muss. Die Produktivität wird durch den zunehmenden Grad der Automatisierung, immer bessere Bildung, etc. immer höher, d. h. Du benötigst heute wesentlich (im Sinne von "um Größenordnungen") weniger "manpower", um das selbe zu produzieren, wie noch vor zehn oder gar zwanzig Jahren. Dennoch gehen die Arbeitszeiten, etc. nicht nennenswert (ebenso um Größenordnungen) nach unten, sondern eigentlich überhaupt nicht. Vor einigen Jahren war sogar wieder in Diskussion, die Arbeitszeiten zu verlängern.

Die Menschen werden also nicht entlastet, sondern es wird einfach noch mehr produziert. Da frage ich mich dann, wer das wirklich braucht, wenn es doch vorher offensichtlich auch gereicht hat? Geht es uns heute wirklich so viel besser, als damals? Ich glaube nicht. Die Menschen werden auch eher unzufriedener. Also warum hören wir nicht auf, sagen, der Status Quo an Produktivität bedient all unsere Bedürfnisse, alles was jetzt noch an Fortschritt geschieht, wird verwendet, um die Arbeitnehmer zu entlasten. Wenn wir in zehn Jahren wieder einmal doppelt so produktiv sind, wie heute, dann gibt es eben eine Zwanzig-Stunden-Woche und asymptotisch betrachtet geht die Arbeitszeit gegen null, weil sich mit der geeigneten Technik letztlich fast alles irgendwie automatisieren lässt - schließlich ist der Mensch im Grunde auch nur eine (biologische) Maschine.

Ich verstehe auch nicht so ganz, wieso dies so ist und was man dagegen tun könnte. Der Mensch betrachtet sich als "die Krone der Schöpfung". Er ist das intelligenteste Lebewesen, das je auf diesem Planeten gelebt hat. Und dennoch muss er einen ungeheuren Aufwand betreiben, um zu überleben, während andere Spezies dies nicht tun müssen.

Ich bin auch ein Mensch, der ständig neue Herausforderungen braucht. Ich kann es mir auch nicht vorstellen, langfristig die selbe Tätigkeit auszuüben - "bestenfalls" noch beim selben Unternehmen. Ich komme aber auch mit relativ wenig Geld aus. Eventuell findet sich da zumindest eine teilweise Lösung - Teilzeittätigkeit oder wie auch immer - damit ich noch Zeit habe, Dinge zu tun, die mich (als Menschen) weiterbringen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Suboptimierer
17.07.2017, 11:02

Ich glaube, das Problem bei dem Gedanken ist, dass du vom Durchschnitt ausgehst. Es werden zwar am Fließband weniger Menschen benötigt, aber nicht weniger Handwerker, Kinderbetreuer, Arbeiter bei der Müllentsorgung, Arbeiter im sozialen Sektor, Arbeiter, die die Automatisierung weiter voran treiben, Arbeiter für die Unterhaltungsindustrie,...

Es findet keine Reduzierung der Arbeit statt. Das ist richtig. Es gibt eine Umverteilung und jeder muss sehen, wo er bleibt. Was macht der Fließbandarbeiter von gestern heute?

1

Bestimmte Punkte stellst du etwas schlimmer dar als sie sind.

  1. Dich hat niemand gezwungen, Abitur zu machen.
  2. Du arbeitest nicht jeden Tag 8 Stunden. Es gibt jede Woche Durchschnitt für jeden zwei freie Tage, du hast Urlaub und es gibt Feiertage.
  3. Wenn du 8 Stunden gearbeitet hast, bist du nicht unbedingt müde, wenn du nach Hause kommst. Bei einem 24-Stunden-Tag bleiben dir noch 16 Stunden übrig. Wenn du in der Zeit nicht mehr mit dir anzufangen weißt als fern zu sehen und zu schlafen, ist das traurig.
  4. Manchen Menschen arbeiten sogar die 8 Stunden, die du als Folter empfindest (ohne jemals gearbeitet zu haben) sehr gerne. Ihnen macht ihr Job Spaß. Sie lieben den Kontakt zu anderen Menschen, sie können sich beweisen und werden gefördert und gefordert. Sie haben das Gefühl, etwas vollbracht zu haben. Und sie lieben das Gefühl, dafür in Form einer Vergütung belohnt zu werden.
  5. Viele Menschen sind auch noch mit 60 oder 70 recht fitt. Was meinst du mit "zu alt bist um irgendwas zu machen". Was würdest du denn mit 70 (worüber du mit 19 nachdenkst(!)) gerne machen, was du jetzt nicht machen könntest? 
  6. "Ist es das was die Menschen wirklich wollen? Das ganze Leben schuften?" - Es gibt sehr viele Arbeitslosen. Sehr viele von denen sind nicht so glücklich, wie du sie dir vorstellst. Du vergisst außerdem die, die sich weiterführende Schulen besuchen oder studieren gehen. Gerade du als Abiturient müsstest doch wenigstens schon einmal auf den Gedanken gebracht worden sein. Das wären Möglichkeiten, dein Arbeitsleben aufzuschieben. Sagen wir, du würdest dann mit 25 anfangen, zu arbeiten, bis du 65 bist. Das sind 40 Jahre und das ist nicht dein ganzes Leben, sondern etwas über der Hälfte.
    Und unter "schuften" verstehe ich harte, körperliche Arbeit. Mit Abitur stehen deine Chancen nicht schlecht, nicht viel, körperlich hart arbeiten zu müssen.
  7. Bist du eine Frau? Dann könntest du mit einer Schwangerschaft die Zeit des Arbeitens noch weiter reduzieren.
  8. Du kannst natürlich auch die Welt entdecken gehen. Alt genug bist du. Tipps kann ich dir allerdings hierfür nicht geben. Bist aber nicht der erste, der gerne nur reisen und sich einen schönen Lenz machen möchte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja zumindest eine Zeit lang könntest du es mit Work & Travel probieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Work_%26_Travel

Dadurch kommste ganz gut rum, soweit mir bekannt.

Auch kannst du mWn bei vielen Hochschulen versuchen in das Austauschprogramm zu kommen, so dass du dann Auslandssemester machen kannst.

Kurzfristig dürfte das ganz gut klappen. Ab 30-35 wirds dann wohl n bissl problematisch, aber bis dahin kannste dir ja überlegen, was genau du in Zukunft vor hast.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Früher war arbeiten schlicht und ergreifen notwendig, um zu überleben.

Heute haben wir ja ausreichend Auffangmöglichkeiten.

Ja geh doch ins Ausland, jobbe da, lern Leute kennen, bereise die Welt. Ist doch alles möglich.

Ich persönlich brauchte und brauche für mich Stabilität und die fand und finde ich eben über das ganz normale Leben. So weiß ich auch morgen noch, wie ich den Kühlschrank füllen kann.

Ein Vagabundenleben wäre mir zu anstrengend und zu entbehrungsreich.

Zum Glücksritter muss man geboren sein, das kann man nicht lernen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich will die Welt sehen, ich will Menschen kennen lernen, ich will Neues entdecken.

Was hindert dich denn daran genau das zu tun? Der Vorteil unseres Systems in Deutschland besteht darin, dass dich keiner zwingt irgendetwas zu tun, außer sich an die Gesetze zu halten. Du kannst morgen deine Sachen packen und los ziehen. Keiner hindert dich daran. Es gibt kein Gesetz, das dir das verbietet.

Zum Thema Arbeit habe ich aber noch zwei Sachen zu sagen.

1. Auch wenn du aus dem von dir verachteten System aussteigst musst du irgendetwas machen. Keiner auf dieser Welt hat Lust für dich zu arbeiten, damit du immer zu essen zu trinken hast und deinem Müßiggang frönen kannst. Jedes Lebewesen muss etwas tun um am Leben zu bleiben. Raubkatzen müssen Gazellen hinterher hetzen. Delphine müssen Fischschwärme jagen. Pandas müssen Bambushaine suchen. Keiner kommt alleine mit "Sonne auf den Pelz brennen lassen" durch das Leben.

2.

für den Rest deines Lebens jeden Tag 8 oder mehr Stunden zu arbeiten

Nicht jeden Tag. 104 Tage im Jahr hat man frei wegen den Wochenenden. Dazu kommen noch ca. 26 Urlaubstage und 13 arbeitsfreie Feiertage. Das macht zusammen 143 Tage, die man komplett frei hat und die man gestalten kann wie man will. Von 143 freien Tagen im Jahr und einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden haben unsere Vorfahren nicht einmal zu träumen gewagt. 1817 betrug die Wochenarbeitszeit noch 82 Stunden und sogar 1917 waren es noch 57 Stunden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist der Preis für unseren hohen Lebensstandard, für vielen persönlichen Besitz, für beständiges / regelmäßiges Einkommen etc.

Es gibt genug Leute, die nicht so viel arbeiten wollen/können. Das geht auch, aber nicht ohne Verzicht. Eigene Wohnung, eigenes Auto, Altersvorsorge und immer nur beste Qualität sind dann eben nicht mehr selbstverständlich.

Und natürlich gibt es neben dem Angestelltenverhältnis auch Saisonarbeiter, Freischaffende, Selbstständige, Künstler etc. wo die Arbeitszeiten total anders und variabel sein können. Genauso variabel ist aber dann oft auch das Einkommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NoHumanBeing
17.07.2017, 08:37

Es gibt genug Leute, die nicht so viel arbeiten wollen/können. Das geht auch, aber nicht ohne Verzicht.

In der heutigen Zeit sollte es aber eigentlich ohne Verzicht möglich sein, oder?

Eigene Wohnung, eigenes Auto, Altersvorsorge und immer nur beste Qualität sind dann eben nicht mehr selbstverständlich.

Es sollte aber selbstverständlich sein, oder?

Ich sehe immer ein gewaltiges Missverhältnis zwischen dem, was wir tun und dem, was wir dafür bekommen. Es sollte möglich sein, unseren derzeitigen Lebensstandard mit sehr viel geringerem Aufwand zu erhalten, als dies derzeit der Fall ist.

Letztlich ist es doch so, dass Du durch Deine berufliche Tätigkeit Lebenszeit "gibst", um umgekehrt die Lebenszeit anderer in Anspruch nehmen zu können. Aber wenn Du einmal überschlägst, dann wirst Du feststellen, dass Du in der Regel viel mehr an eigener Lebenszeit geben wirst, als Du an fremder Lebenszeit in Anspruch nimmst. Um das, was ich pro Tag im Mittel anschaffe oder "verbrauche", zu produzieren, waren - einschließlich aller Urerzeugnisse, Entwicklungsarbeit, etc. - sicher nicht acht Stunden Arbeitszeit aufzuwenden - nicht einmal annähernd. Irgendwo gibt es in dem System einen gewaltigen Schwund. Dieser ist natürlich nicht "weg" - er ist nur "klammheimlich" bei anderen. ;-) Und genau das ist das Problem an unserem derzeitigen Wirtschaftssystem. Es scheint eine kleine Elite zu geben, die jeglichen "Überschuss" abschöpfen kann. Von diesem System profitieren wir nicht alle - auch wenn einige dieser Illusion unterliegen mögen - sondern tatsächlich nur einige wenige.

2

Von wem hast du gelernt, dass gute Jobs "schuften" seien und nichts, was auf allen Ebenen Spaß machen kann?

Gerade in unserem Land ist man sehr frei, sein Leben zu gestalten. Herumzujammern und zu klagen hilft einem allerdings nicht weiter.

Weißt du denn überhaupt, was du darunter verstehst, dein "Leben zu genießen"? Ich zum Beispiel habe es in vielerlei HInsicht sehr intensiv genossen, und dazu gehörten auch überaus interessante und spannende Jobs.

Überleg dir, was du willst, und dann tu etwas dafür, es zu verwirklichen. Es gibt Millionen von Wegen, wenn man ein Minimum and Phantasie, Selbständigkeit im Denken und Mut hat. Herumheulen und Klagen ist jedenfalls keiner der Millionen möglichen Wege.

Viel Glück!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von OrangeTree
17.07.2017, 22:45

Von wem hast du gelernt, dass gute Jobs "schuften" seien und nichts, was auf allen Ebenen Spaß machen kann?

Auch ein wichtiger Punkt.

1

Ich habe ein Problem damit, den von dir beschriebenen Ablauf als etwas zu sehen, das einem aufgezwungen wird. Niemand zwingt dich, nach Vollendung der Vollzeitschulpflicht weiterhin die Schule zu besuchen und selbst diese Pflichtzeit muss man nur durchleben, weil wir in DE eine Schulpflicht haben. Außerdem gehst du nur für dich selbst zur Schule. Wenn du kein Interesse an fortführender Bildung hast und du einen Hauptschulabschluss als ausreichend ansiehst, ist das deine Ansicht, die schlussendlich auch respektiert gehört. Gründe dafür scheinst du ja genügend zu haben.

Wenn du damit durch bist heißt es für den Rest deines Lebens jeden Tag 8 oder mehr Stunden zu arbeiten.

Das mag zwar grob stimmen, allerdings stellst du das meiner Ansicht nach viel zu negativ und einseitig dar. Ich finde es für mich persönlich weitaus angenehmer, eine feste Beschäftigung zu haben, für die ich ja auch in Form von Geld (und evtl. dadurch Zufriedenheit) entlohnt werde, als die ganze Zeit lang nichts zu tun zu haben, was hier aber nur nebensächlich ist und sich eher auf eine andere Thematik ausweiten würde.
In deinen nächsten Sätzen springst du jedoch von der Ausbildung zum Seniorenalter und behauptest, dazwischen nichts anderes gemacht zu haben, als jeden Tag 8 Stunden zu arbeiten, was ja schonmal schlecht sein kann. Wenn es wirklich so wäre, würde ich deinen Standpunkt wohl mehr nachvollziehen können, aber ich kenne niemanden, der von sich selbst aus behaupten könnte, er habe das letzte Jahr nur gearbeitet und sonst garnichts gemacht.

Ich will mein Leben genießen denn es ist zu schnell vorbei um es zu
verschwenden. Ich will die Welt sehen, ich will Menschen kennen lernen,
ich will Neues entdecken.

Ein Punkt, in dem ich dir vollkommen zustimme. Ich denke, dass sieht die Mehrheit aller anderen genauso. Und hier kommt dann wieder meine persönliche Ansicht ins Spiel, denn um die von dir aufgezählten Punkte auch tatsächlich verwirklichen zu können, nutze ich die Arbeit ("das System") als Mittel zum Zweck. Denn die Arbeit, zu der ich mich selbst verpflichte, garantiert mir eine gewisse finanzielle Sicherheit. Eine Basis, auf die ich den ganzen Rest aufbauen kann und welche mir dazu verhilft mein Leben überhaupt genießen zu können und ja ich gebe zu, was ich unter anderem dazu brauche kostet oft nicht wenig Geld und dieses wächst leider nicht an Bäumen. Was aber nicht heißen soll, dass man auch kleinere Dinge im Leben nicht genießen soll, denn dieser Aspekt wird ohnehin leider viel zu oft vernachlässigt. Wir sehen heute viel zu viel als selbstverständlich an, anstatt dafür dankbar und darüber glücklich zu sein, aber das ist wieder was anderes.

Aber wie ist das möglich auf einer Welt in der man geboren wird um zu
arbeiten, um seine Karriere voran zu bringen, um ein Leben lang ein Haus
und Auto abzubezahlen?

Man wird nicht geboren um zu arbeiten, seine Karriere voran zu bringen und ein Haus und ein Auto abzubezahlen, das ist deine Ansicht. Selbst wenn es so wäre, heißt das nicht, dass die betreffende Person das Leben nicht genießen könnte. Was jemand genießt und was nicht ist ohnehin bei jedem was komplett anderes.
Was ich nicht verstehe ist, dass du hier mit dem Haus und dem Auto offenbar darauf hinaus willst, dass du, deiner Ansicht nach, nicht genug Geld hast, um das Leben zu genießen. Weiter oben bezeichnest du die Geldquelle "Arbeit" dann aber als "Verschwendung des Lebens". Ich sag es mal so, um die Welt in großem Stil zu erkunden und zu sehen, ist für was genau auch immer Geld notwendig. Das ist etwas, was wir nicht wirklich ändern können. Wo soll dieses Geld herkommen ...? Ich entschuldige mich, falls ich es falsch ausgelegt habe, aber das ist genau der Aspekt der mich immer mit Fragen zurücklässt, wenn Leute daherkommen (dich jetzt ausgeschlossen, du hast es ja sehr ausführlich dargestellt), die alles wollen aber die Arbeit dafür nicht hinnehmen wollen. Wie sollen diese Pläne ohne Geld verwirklicht werden? Kritik an der Tatsache, dass man im kapitalistischen "System" nur mit Geld weit kommt, gibt es schon zu genüge, aber die wird so schnell nichts nutzen fürchte ich, zumindest nicht mehr in unserer Lebensspanne.

Zusammenfassend gesagt gefält mir diese von dir beschriebene Lebensbahn auch nicht. Ich verurteile sie aber auch nicht zu Tode.
Ich bin der Meinung, dass jeder einen individuellen Ausgleich zwischen "Ich muss arbeiten" und "Ich will mein Leben genießen" finden sollte, um nicht unter der schlussendlich selbst aufgetragenen Verpflichtung "Arbeit" zu leiden. Denn komplett ohne Arbeit heißt i.d.R. komplett ohne Geld, und komplett ohne Geld etwas zu erreichen wird schwierig. Heißt, ich muss aufstehen und arbeiten, um mir dadurch neue Türen zu öffnen und mit diesen dann vielleicht versuchen, das Leben zu genießen / Zufriedenheit zu finden / glücklich zu sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NoHumanBeing
18.07.2017, 11:46

Ich sag es mal so, um die Welt in großem Stil zu erkunden und zu sehen, ist für was genau auch immer Geld notwendig. Das ist etwas, was wir nicht wirklich ändern können. Wo soll dieses Geld herkommen ...?

Doch, natürlich kann man das ändern.

Ein Wirtschaftssystem ist absolut nichts "naturgegebenes". Es ist ein rein menschliches Konstrukt, das unsere Gesellschaft - rein prinzipiell betrachtet - auch wieder abschaffen könnte. Dann könnte man plötzlich alles ohne Geld machen.

"Think out of the box." - Nur weil Du es nicht anders kennst, bedeutet es nicht, dass es nicht anders sein kann. Der Mensch hat dieses System aufgebaut und der Mensch kann es auch wieder einreißen. Dazu braucht es im Zweifel nur eine Gesetzesänderung.

Nur einmal ein Gedanke: Was glaubst Du, was Geld morgen noch wert wäre, wenn Geld- und Wertzeichenfälschung ab morgen keinen Straftatbestand mehr darstellen würde? Eine absolute Mehrheit im Bundestag würde reichen, um das zu bewirken.

Kritik an der Tatsache, dass man im kapitalistischen "System" nur mit Geld weit kommt, gibt es schon zu genüge, aber die wird so schnell nichts nutzen fürchte ich, zumindest nicht mehr in unserer Lebensspanne.

Da wäre ich mir nicht so sicher. In meiner (heute knapp 30 Jahre) Generation und unter noch jüngeren Menschen sehe ich massive Kritik am System. Kaum jemand möchte es noch haben. Da stellt sich die Frage, wie lange es sich noch gegen den Willen der Bevölkerung aufrecht erhalten lässt.

0

Dann setze Dich doch für eine bessere Wirtschaftsordnung ein! Also, nicht meckern sondern die Welt verändern.

Ich selbst bin auch nicht damit einverstanden und verzehre gerade Bücher über Wirtschaft, Rentenökonomie, bzw. Bodenreform.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Askomat
17.07.2017, 07:46

Die Bodenrechte sind eine ganz heiße Spur in der Ökonomie. Mit der Frage danach hat hat im Prinzip die ganze "Wirtschaftswissenschaft" angefangen, von Ricardo und Marx zu Smith.

2

Kein Mensch zwingt dich 8 Stunden und mehr zu arbeiten. Was das Problem des heutigen Systems ist, dass junge Erwachsene förmlich dazu gedrillt werden immer mehr und mehr zu arbeiten.
Deswegen leiden immer die meisten Menschen an Depressionen und schließlich an einem Burnout (=ausgebrannt sein), dass man gar kein Kopf mehr hat.

Ich bevorzuge da einen etwas einfachen Lebensstil vorzuschlagen, ich z.B komme locker mit 900€ hin...
Den was auch ein Problem ist, die meisten führen ein Luxusleben was eigentlich kein Mensch braucht
- Immer das neueste Handy
- Jedes WE feiern gehen
- Sich teure Kleidung kaufen (Nike Schuhe etc.)
- eben einfach ein teures Leben.
Ich nehme dieses System so nicht hin, den ich arbeite nur 30 Stunden die Woche, wo mir auch noch Freizeit bleibt um über wichtige Dinge nachzudenken. Den das ist mir SEHR wichtig !!!
Würde ich auch jeden raten, das er dies auch so macht.

Mit dem Alter sehe ich etwas anders. Aber das nimmt ein anderen Aspekt an, nämlich das religiöse. Zwar würde jeder sagen es gibt Kein Gott.
Aber ich finde selbst das ein tieferer Sinn hinter unserem Leben steckt.
Das dies nicht "das wirkliche Leben ist", sondern dass das wirkliche Leben noch kommt.
Manche würden sagen dies wäre Träumerei, aber mir ist das egal was andere sagen. Selbst wenn es nicht stimmt, so hatte ich doch gute Gedanken...Ich hoffe und glaube das dies wahr ist was ich eben glaube.

 Und eigentlich will kein Mensch schuften, aber nehmen wir in einem rießigen Fabrik fallen Menschen aus, die für wichtige Vorgänge verantwortlich sind. Und schon funktioniert gar nichts mehr.
Wenn dann müssten sich ALLE Menschen gegen das System richten, was aber kein Mensch schaffen würde. Weil einer eine Familie ernähren muss und er es nicht in Kauf nimmt, dafür sein Job zu verlieren...

Dann mach das: Dafür brauch man nur Geld, und woher nehmen??

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wieder ein Kandidat, der seinen Moralischen hat und folgende Wörter nicht in seinem Wortschatz zu haben scheint:

  • manche
  • viele
  • wenige
  • einige
  • ein paar

Ich beziehe mich hier auf deinen Fragetitel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kenne viele Leute (und gehöre selbst auch dazu), die keinesfalls täglich von der Arbeit gebeugt nach Hause kamen und nichts anderes im Leben tun konnten. Ich war in der Freizeit zig Jahre im Sportverein, auch als Jugendtrainer, habe viele Hobbies und der Job war im Großen und Ganzen auch recht interessant. Und er hat das Geld gebracht, um sich Dinge leisten zu können, die ich mochte.

Wenn du eine bessere Möglichkeit hast, dann nur zu.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Ich will das nicht. Ich will mein Leben genießen denn es ist zu schnell
vorbei um es zu verschwenden. Ich will die Welt sehen, ich will Menschen
kennen lernen, ich will Neues entdecken"

Dann tue es, nimenad kann es dir verbieten.

"Aber wie ist das möglich auf einer Welt in der man geboren wird um zu
arbeiten, um seine Karriere voran zu bringen, um ein Leben lang ein Haus
und Auto abzubezahlen?"

Musst du Karriere machen, ein Haus und ein Auto haben?

"Das Leben gibt dir vor deine Schule ab zu schließen und dann entweder zu
studieren oder eine Ausbildung zu machen. Wenn du damit durch bist
heißt es für den Rest deines Lebens jeden Tag 8 oder mehr Stunden zu
arbeiten. Abends kommst du dann tot müde und kaputt nach Hause, schaust
vielleicht ein bisschen Fern und gehst dann schlafen um am nächsten
Morgen wieder fit für die Arbeit zu sein. Jahr für Jahr bis du
irgendwann 60-70 Jahre alt bist und dann sowieso zu alt bist um
irgendwas zu machen"

Wirklich?

Du solltest festgefahrene Glaubenssätze hinterfragen und deinen ganz individuellen Weg gehen.

Lebe dein eigenes Leben, niemand hat dir was vorzuschreiben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Problem beschreibst du ja quasi schon selbst: uns wird beigebracht, dass Arbeit und Geld alles sind. Die meisten Menschen sind dann leider im Laufe ihres Lebens derart von diesem Lebensstil überzeugt, dass sie das System gar nicht hinterfragen und alles hinnehmen - für die Elite heißt das, Mission erfolgreich beendet.

Du merkst - ist man in der Lage, das System zu hinterfragen, entstehen ganz eigene Ziele. Die Frage für dich lautet eher, wie du dein alternatives Ziel erreichst, denke ich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja ganz normal. Es zwingt diese Leute ja keiner so zu leben. Wir leben in Freiheit. Du kannst dich entscheiden dein Leben so zu leben wie du willst. Du musst aber den Preis dafür bezahlen. Schenken tut's dir niemand, du bist keine drei Jahre alt. Was das alles bedeuten soll ist folgendes: Du kannst sowohl dahin gehen wo die Umstände anders sind, als auch dein Leben in die Hand nehmen und jeden Tag für das beste Leben das du nur haben kannst arbeiten. Ob das jetzt heißt eine eigene Firma zu gründen oder deinen "Alltag" so aufregend und ungeregelt und erlebnisreich wie möglich zu machen. Wenn dir aber tv schauen lieber ist, kannst du nichts erwarten. Wer mehr haben will, muss mehr tun. Deine Einstellung ist schon mal vielversprechend. (Ernst gemeint)
An alle die jetzt unsere Freiheit diskutieren möchten: die gannnten Freiheiten existieren und die Umständen zu beschuldigen ist nur ein (unter Erwachsenen) nicht ernstzunehmender Versuch sich aus der Verantwortung für sein eigenes Leben zu stehlen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast nur eine Möglichkeit von vielen aufgezählt und meiner Meinung nach die ungünstigste, auch muss man keinen Kredit aufnehmen um sich etwas zu kaufen.

Kredite werden aufgenommen, weil sie angeboten werden und weil sich damit Geld am Kunden verdienen lässt, wer einen Kredit aufnimmt, macht sich nicht wirklich Gedanken darüber, ob und wann er alles abzahlen kann. Das Geld lockt und man greift zu. Früher hat man sich erst etwas gekauft, wenn man sich das Geld zusammen gespart hat.

Es steht jedem frei, sich seinen Beruf nach seinem Geschmack auszusuchen, nicht in jedem Beruf arbeitet man wie von Dir beschrieben.

Dann gibt es noch die Möglichkeit als Alleinversorger zu leben oder auszuwandern und in einem anderen Land zu leben und dort sein Glück zu versuchen.

Wenn man eine Arbeit gefunden hat, die einem Spaß macht, fühlt man sich nicht als Sklave.

Ich könnte mir vorstellen, dass zu Dir Berufe passen würden, in denen Du reisen kannst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine Ziele führen wieder zu dem System welchen du aus dem Weg gehen willst. Um die Welt kommen -> Flugzeug etc, Menschen kennenlernen -> Mitfahrgelegenheiten und so weiter und so fort.. All das führt in einen Kreislauf des Kapitalismus. So so oder so kommst du da nicht raus, es sei denn du willst bei indigenen Völkern leben. 

Wenn du ein System gefunden hast in dem jeder seinen Teil freiwillig zur Gesellschaft beträgt biste der nächste Hobbes. Bis dahin musste dich mit der Situation zufrieden geben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NoHumanBeing
17.07.2017, 08:39

Ein solches System wäre sicher möglich, ist aber politisch nicht gewollt.

1

da hilft nur erkenntnis
.
----------------------------------------------------------------------------------
---der sinn des lebens liegt im lernen an dem, was dir die erde und der kosmos geben kann.
wenn der mensch seinen physischen körper abgelegt hat (tod), geht er in seine geistige heimat wieder zurück, um dort dasjenige, mit dem er auf der erde bekanntgemacht wurde, zu verarbeiten. gibt es wieder neues für ihn zu lernen, wird er auf der erde wiedergeboren. der mensch ist auf der erde, um folgendes zu lernen, oder sich weiter zu vervollkommnen in:
---liebe
.
---freiheit
.
---mitgefühl mit allen irdischen wesenheiten
.
---gedächtnisschulung
.
---moralschulung
.
---ethikschulung
.
---durchhaltevermögen trainieren
.
--kennenlernen des schönen, guten und wahren und deren gegenteile
.
---erkennen naturgegebener rhythmen und deren kraft auf den menschen
.
---erkennen kosmischer rhythmen und deren kraft auf den menschen
.
---erfinden von eigenen rhythmen, um sich von der natur und dem kosmos zu emanzipieren
----------------------------------------------------------------------------------
.
---hake doch mal ab, was du schon alles erreicht hast.
.
ich habe mich mit diesem text schon oft wiederholt, aber es tauchen immer wieder neue frager auf. und auch die haben ein anrecht auf eine gute antwort.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NoHumanBeing
18.07.2017, 11:56

Gerade um Liebe, Freiheit, Mitgefühl, Moral und Ethik zu erlernen, scheint diese Welt mit ihrem (überwiegend) kapitalistischen Wirtschaftssystem und ihren internationalen Konflikten, Bürgerkriegen, etc. aber ja wohl kaum geeignet.

Es ist schön, dass Du an solche Werte glaubst, aber wenn mehr Menschen sie wirklich praktizieren würden, dann bräuchten und hätten wir kein Geld. Das erlaubt nämlich eine "knauserige Buchführung", Leistung strikt nur gegen Gegenleistung, es belohnt Ausbeutung, Verdrängung von Konkurrenz, Bildung von Monopolen und führt zu Neid, Gier, Missgunst, also ziemlich exakt dem Gegenteil dessen, was Du hier anführst.

Nun kannst Du natürlich sagen, wir sollen sehen, wie sch....e es hier auf der Erde ist, damit wir das Leben im Jenseits zu schätzen wissen. Aber bitte ... ich glaube nicht an eine Weiterexistenz nach dem Tod und es wäre wohl auch ein wenig übertrieben, sich dafür durch (derzeit) 85 Jahre "schlechte Zeiten" zu schlagen. Vor allem: Die Lebenserwartung war früher geringer. Ursprünglich lag sie irgendwo zwischen 20 und 30 Jahren. Haben die Menschen damals etwa "schneller gelernt"? Hat die moderne Medizin, die ja die Zeit unserer irdischen Existenz verlängert, etwa dazu geführt, dass wir "langsamer lernen"? Für mich ergibt dies leider nicht viel Sinn.

0

Was möchtest Du wissen?