Warum nehmen manche Menschen sich so ernst?

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8 Antworten

Hallo!

So sind die Menschen verschieden -----> jeder hat ein anderes Temperament und man muss auch wissen, dass keiner aus seiner Haut wirklich raus kann. Das Charisma eines Menschen verfolgt ihn ein Leben lang und scheint immer irgendwie durch.

Ich selbst bin ein Gemütsmensch/Pykniker, lasse nix anbrennen und mache mein Ding, bin aber auch keiner, der die Arbeit udn sich zu ernstnimmt ----> ich kann auch mal über mich selber lachen und nehme die Dinge nicht persönlich. Ich weiß, dass es Leute gibt, die fachlich besser sind als ich, mehr Erfahrung haben usw. und überlasse denen bisweilen den Vortritt, mache mich aber auch nicht schlecht und weiß im Gegenzug, auch gut zu sein.

Manchmal kann es vielleicht anmaßend oder wichtigtuerisch rüberkommen, wenn jemand sich um alles sorgt/bemüht, aber das beruht oft auf Missverständnissen und ist relativ harmlos -----> in einer Gesellschaft, die sich oft sehr eigenbezogen, manchmal schnippisch und beinahe frech artikuliert kann es als ungewohnt und fremd rüberkommen, wenn jemand Anteil nimmt, hilfsbereit ist oder seine Hilfe anbietet, ohne davon selbst Vorteile zu haben -----> gerade sehr junge Menschen können damit dann Probleme haben, weil sie es so bisher nicht kennengelernt haben, evtl. überfordert sind und damit nicht umgehen können bzw. Äußerungen auch mangels Lebenserfahrung nicht richtig einstufen. 

Ein weiteres Thema ist aber die menschliche Prägung: Manche halten sich auch deswegen für unersetzbar, weil sie es von zuhause aus so reingedrückt bekamen. Es gibt Leute, die ihre Kinder zu Arroganz und Selbstherrlichkeit erziehen oder ihnen das Gefühl vermitteln, "was Besseres" zu sein. So etwas schlägt sich dann auch nieder, aber da muss man zwischen den Zeilen lesen um Arroganz von einem hilfsbereiten, sehr präsenten Menschen unterscheiden zu können.

Ich wusste gar nicht, dass ich MICH zu wichtig nehme, wenn ich meine Arbeit ordentlich mache und ernst nehme ...

Was wäre denn, wenn der Chirurg, der Feuerwehrmann, der Taxifahrer oder der Pilot auch meinten, man müsse seinen Job nicht überbewerten und würden das Ganze ab sofort auch eher entspannt sehen und mit den Schultern zucken.

Glaubst du, dein Autoschrauber macht seinen Job nur deswegen ordentlich, weil er sich selbst zu wichtig nimmt? Alternativ hättest du kein Problem damit, wenn sich auf der Autobahn dein Hinterrad verabschiedet und dich überholt? Würdest du dann dem Rad hinterherschauen und auch bloß mit den Schultern zucken?

Ich mache meine Arbeit nicht nur deshalb "ordentlich", weil ich damit bei irgendwem Eindruck schinden will, sondern weil mir wichtig ist, dass etwas vernünftiges dabei herauskommt. Wenn mir das Ergebnis nämlich total egal wäre, dann hätte ich den falschen Job, dann würde ich mir etwas anderes suchen.

Glaubst du ernsthaft, die Leute halten sich an Regeln oder machen ihren Job richtig, nur weil sie Eindruck schinden wollen?

Seltsame Auffassung ...

Grob gesagt, gibt es vier Temperamente.

Der Choleriker braust schnell auf , vergisst aber auch schnell wieder, er ist nicht nachtragend. Element Feuer

Der Pflegmatiker ist träge, er stöhnt über alles Neue, macht es dann aber mit, er lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Element Wasser

Der Sanguiniker ist begeisterungsfähig macht sofort alles mit aber lässt sich schnell ablenken und tanzt darum auf jeder Hochzeit voller Inbrunst allerdings nie lange. Element Luft

Der Melancholiker nimmt alles Ernst, wenn etwas ist, münzt er alles immer auf sich und probiert den Fehler auch anderer wieder gut zu machen. Element Erde

Eben nicht alle Menschen haben das gleiche Gemüt .

Diese vier Typen gelten schon Laaangem als Überholt.

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Verantwortung, Pflichtbewustsein., Weitsichtigkeit - wären Dinge, die mir dazu spontan einfallen.

Im Job halte ich das durchaus für hilfreich - insbesondere, wenn man eventuellen Beförderungen entgegenstrebt und nicht ewig auf der Stelle treten möchte.

Hallo Wirfaffenfas,

das kommt auf die Erziehung und Elternhaus an:

Die einen haben gelernt alles wichtig zu nehmen und entsprechend zu handeln, alles hat einen tieferen Sinn, den wir noch spaeter finden werden ...

Die anderen haben mitbekommen, die meisten, das Abwarten Trumpf ist, und nicht zu stark involviert zu sein, da gibt es am wenigsten Schmerzen.

Das ist die Konditionierung der Massen durch Schule, Erziehung und Fernsehen.

Die meisten lieben die Helden, die forsch vorangehen und ernst sind, sie selbst haben Angst und Vorbehalte.

Schulterzucken identifiziere ich eher mit Ignoranz, was geht mich das an, das ist in der Emotion niedriger als etwas zu tun.

Die Ernsten und die Ignoranten habe beide den Bus verpasst. Der wahre Mensch hat erkannt, dass er weder dieses oder jenes ist, sondern nur das was ist!

Auf der arbeit alles richtig machen zu wollen ist mehr oder weniger gesetzlich vorgeschrieben (sorfaltspflicht)

Das sie alles ernst nehmen ist wohl ihre lebenserfahrung, sie haben vielleicht mal erfahren, das ein kleiner fehler große auswirkungen haben kann.

Diese menschen fragen sich warscheinlich, wieso manche nichts ernst nehmen

Zum Glück gibt es solche Leute, sonst würdest dich irgendwann auf einen Stuhl setzten und er bricht unter dir ein, weil ein Mitarbeiter sich gedacht hat "Egal".

Es gibt Leute, die stehen für alles gerade, was sie tun. 

Ich nenne das "erwachsen".

Tolle Antwort - kürzer und prägnanter hätte man so etwas nicht sagen können.

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