Warum musste Gott sich am 7. Tag ausruhen?

17 Antworten

Da siehst Du, was passiert, wenn Du versuchst, metaphysische Inhalte in einen logischen Kontext zu überführen: Du findest scheinbare Widersprüche, wie z.B. das Allmachtsparadoxon.

Mit anderen Worten: Du kannst nicht beides haben. Zumindest nicht miteinander verquickt.

Wenn ich mir Gott vorstelle, mit welchen Gedanken über ihn die Menschen sich Tag für Tag beschäftigen, dann würde ich wahrscheinlich an seiner Stelle auch sehr, sehr müde.

Dabei ist es doch so einfach. An Jesus Christus glauben und man sieht Gott.

So leben wie Jesus es gesagt hat: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."

Gott ist insofern schwierig, weil anthromorph und allmächtig gleichzeitig. Denke es ist eher didaktisch reingeschrieben worden, um die Wichtigkeit von Pausen zu unterstreichen.

In der MacArthur-Studienbibel wird dies folgendermaßen erklärt:

"vollendet ... ruhte. ruhte sicherlich nicht aufgrund von Müdigkeit, sondern begründete viel mehr das Muster für den Arbeitsrhythmus des Menschen. Er setzte nur ein Exempel dafür, dass Ruhe nötig ist. Später wurde das mosaische Sabbatgebot mit der Schöpfungswoche begründet (vgl. 2Mo 20,8-11). Der Sabbat war Gottes geweihter und verordneter Tag im Wochenzyklus. Jesus sagte: »Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen ... « (Mk 2,27) und 1Mo 2,3 besagt, dass Gott den Sabbat »heiligte« oder beiseite setzte, weil er an diesem Tag geruht hat. Später wurde er im mosaischen Gesetz als Tag des Gottesdienstes beiseite gesetzt (s. Anm. zu 2Mo 20,8-11). Hebr 4,4 unterscheidet zwischen körperlicher Ruhe und Erlösungsruhe, um welche es dort geht. Kol 2,16 verdeutlicht, dass der mosaische Sabbat im Neuen Bund keinen symbolischen oder rituellen Platz hat. Die Gemeinde begann, sich am ersten Tag der Woche zu versammeln, um Christi Tod und Auferstehung zu gedenken (Apg 20,7)."

Er war nicht erschöpft, sondern er erschuf die Ruhe.

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